Archivartikel: Offener Brief an die Königin der Niederlande (Übersetzung)

Bild unter Creative Commons Lizenz, Urheber: Emiel Ketelaar

Anmerkung: Dieser Artikel stammt aus meinem Privatblog und ist vom 19.04.2012

Gestern habe ich über die nahende Einführung des „Wietpas“ für die niederländischen Coffeeshops berichtet. Auch wenn das Ganze eine beschlossene Sache zu sein scheint, hört der Widerstand nicht auf. Die Konsumentenvereinigung „WeSmoke“ hat nun einen offenen Brief an die Königin der Niederlande geschrieben, den ich für Euch mit Hilfe von GoogleTranslate, niederländischen Bekannten und gesundem Menschenverstand übersetzt habe. Natürlich erhebe ich keinerlei Anspruch auf eine 100% korrekte Übersetzung, aber es dürfte schon so hinkommen ;-) Den Originaltext könnt ihr hier einsehen.

An Eure königliche Hoheit der Niederlanden,

Als freier Niederländer habe ich alle Teile dieser Erde besuchen können. Dadurch kam ich zu der Erkenntnis, dass unser Land zu der Weltspitze in Bezug auf die Lebensqualität gehört. Darauf ist jeder Niederländer natürlich stolz.
Die Toleranz in unserer multikulturellen Gesellschaft ist ein gutes Beispiel dafür. Individuelle Freiheit bei Entscheidungen ebenfalls. Das macht unser Land einzigartig! Leider scheint sich das zu ändern. Im gegenwärtigen politischen Klima wurden Veränderungen entschieden, die unsere Verfassung ernsthaft gefährden.

Dies sollte in einer Demokratie wie die Unsere nicht passieren. Durch die Pläne des derzeitigen Kabinetts sind mehr als 1 Millionen Bürgerinnen und Bürger vor einer Benachteiligung bedroht und sie werden zu Kriminellen degradiert.
Außerdem verlieren wir das Bild eines traditionell gastfreundliches Land und als ein freundliches Volk. Als Vorbild für alle Länder der Welt sollten wir stolz sein auf unsere Politik der Toleranz gegenüber Cannabis. Dies war einst eine mutige und kluge Entscheidung für die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Niederländer.
Es wurde letztendlich ein Ort geschaffen, wo harte Drogen und Cannabis getrennt wurden. Dies führte zu weniger Strassenkriminalität und deutlich weniger Drogenkonsum.
Die repressive Politik unserer Cannabispolitik scheint eine Hexenjagd zu sein.
Einerseits werden Ausländer mit den bevorstehenden Änderungen diskriminiert, indem der Schengen-Vertrag praktisch direkt in den Mülleimer geworfen wird.
Ebenfalls darf der Image-Verlust unseres Landes nicht unterschätzt werden. Das Land, das als Synonym für Freiheit weltweit ein Vorbild ist.
Der freie Zugang zu den holländischen Coffeeshops ist ein Teil davon.
Die Einführung der extrem restriktiven Maßnahmen wird die die sozialen Funktionen unserer toleranten Gesellschaft völlig untergraben.
Die Änderungen sind ein Rückschritt in der Zeit. Hunderttausende Bürger können bald nur noch auf illegale Weise Cannabis erhalten, mit allen bekannten Konsequenzen. Das ist völlig inakzeptabel für die Sicherheit und das Wohlergehen aller Niederländer.
Nie zuvor hatte ich soviel Sorgen bei den Gedanken was die Niederlande erwartet. Die Folgen sind schwer abzusehen.
Ich schreibe Ihnen dieses Brief als letzten Versuch und mit größter Hoffnung, dass Sie sich um uns kümmern wollen.

Im Namen aller Cannabisliebhaber und besorgten Bürger unseres Landes.

In Erwartung einer Reaktion Ihrerseits

Mit großen Respekt und herzlichsten Grüßen,

Will van Looy
(Vorsitzender von WeSmoke, dem Bund der Cannabiskonsumenten)

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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