Marc Josemans beginnt seinen Kampf

Heute begann der Prozess von Marc Josemans, Eigentümer des Maastrichter Coffeeshops „Easy Going“ und Vorsitzender des Verbands der Maastrichter Coffeeshops (VOCM) gegen Onno Hoes, Bürgermeister von Maastricht, der die Schliessung des Shops anordnete, weil sich Josemans weigerte, der Wietpas-Regelung zu entsprechen. Heute waren die Anhörungen (über die sich leider noch nicht so viele Informationen verbreitet haben). Josemans appellierte an den Richter, einen schnellen Prozess zu führen, damit die Coffeeshopmitarbeiter (die seit Wochen um ihre Jobs bangen müssen) und die Kunden nicht länger im Ungewissen leben müssen.

Und so wurde der nächste Montag (der 11.06) für eine Urteilsverkündung ausgewählt. Josemans hat bereits verkündet, dass er am nächsten Tag die Türen seines Coffeeshops wieder öffnen werde (es ist der Tag, an dem die reguläre Schliessung endet) und zwar für alle (volljährigen) Kunden, ob mit oder ohne Wietpas, ob Niederländer oder Ausländer. Ob dieses Vorgehen eine erneute Schliessung zur Folge haben wird dürfte sich dann klären.

Leider kann ich am 12. nicht vor Ort sein um demonstrativ Kunde zu sein, aber jeder, der an diesem Tag Zeit und Mut hat, sollte es sich überlegen. Ein Medienspektakel ist garantiert!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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  • sTe

    ich muss am dienstag leider arbeiten (in venray) aber ich hab das gefühl das der spuk am dienstag vorbei ist…hoffentlich

  • Seddy

    Ich bin am 12. geschäftlich in Maastricht. Allerdings vormittags. Kennt jemand die Öffnungszeiten des Easy Going?

  • So wie es aussieht bleibt der Laden doch geschlossen… Vielleicht aber nur Strategie.. Wir werden sehen. Wenn du da bist, kannst du ja mal vorbeischauen und vielleicht sogar berichten!

  • Alamaya

    Erstmal ein kompliment an Herr Josemans!!! Es ist einfach unglaublich, dass dieser Mann sich nicht unterkriegen lässt. Ich kenne ihn nicht persönlich, aber sehr schön das es Menschen gibt, die gegen die Diskriminierung ankämpfen. Als Logistiker schlagen bei mir
    die Alarmglocken und ich bin entsetzt darüber, das anscheinend nicht erkannt wird, welcher wirtschaftlicher Schaden entsteht. Nach stastischen Schätzungen leben ca. 100000 Menschen in den Niederlanden vom Cannabisbusiness. Dazu noch die ganzen Randkäufe
    vieler Konsumenten aus der ganzen Welt. Das dies einfach vom Justizministerium nicht erkannt wird, treibt mich an den Rand des Wahnsinns. Es klingt sehr naiv, das der Justizminster denkt, dass durch mehr Polizei die Straßenkriminalität beherrschbar wäre.

    Ein sehr einschneides Erlebins, hatte ich der vergangen Woche in Nijmegen mit einer Niederländerinn. die sich große Sorgen über ihren Sohn machte, der ab 2013 dann wohl gezwungen sein wird auf die Straßendealer zurüchzugreifen. Denn wenn man eine leitende Stellung hat, wird man auch als Niederländer keinen wietpas beantragen. So denkt die niederländische Mutter mit recht, das Menschen auch an harte Drogen gelangen bzw. mit kriminellen Milleu in Kontakt gelangen. So stellte sie die Frage, was geschieht mit meinem Sohn, wenn er verunreinigtes Cannabis konsumiert und mit Blei oder sonstigen schädlichen Stoffen sich seine Gesundheit runiert oder ins Drogenmilleu abrutscht.

    Hier wäre auch noch eine krasse Anmerkung vom 1 Mai in Venlo, dass es Menschen gibt die nicht stoned werden, sondern Cannabis benötigen um ihre Spastiken zu beherrschen bzw.
    um mit unheilbaren Krankheiten fertig zu werden und ein einigermaßen normales Leben führen können. Das wenigstens für die behinderten Menschen, keine Ausnahmeregelung
    gefunden wurde, wirft einen dunklen Schatten auf die Gemeinde Venlo.

    • Der Fairness halber sollte man erwähnen, dass es in den Niederlanden auch medical Marihuana gibt, man also nicht unbedingt auf Coffeeshops angewiesen ist, solange es einem ein Arzt verschreibt…
      Aber trotzdem ist es natürlich unhaltbar, dass der Wietpas dermaßen die Anonymität der Kunden beschneidet.

  • Alamaya

    Natürlich die Apotheke die medical Marihuana anbietet, habe ich außer acht gelassen.
    Aber muss hier erwähnt werden, das sich die behinderten Konsumenten über Jahre z.B.
    in Venlo an Nobodys Place beste Qualität sich gewöhnt haben und nun nicht mehr willkommen sind.

    Normalerweise müssten sich die Menschen auf dieser Website organisieren und mit alle Mann als Beispiel die Gemeinde Venlo anzeigen wegen Diskriminierung, schließlich hat die niederländische Köngin Beatrix nicht umsonst ein Grundsatz erlassen, das niemand wegen seiner Herkunft diskriminiert werden darf. Sehr großem Respekt für die Königin der Niederlande, das sie sowas 1994 ins Grundgesetz durchgefochten hat.

    Und genau das geschieht jetzt!!! Liebe Freunde des Hanfs, ich hoffe der Spuk hat am Montag ein Ende!

    Wenn nicht fordere ich alle auf die das hier lesen, in die Niederlande zu Reisen und die jeweiligen Gemeinden oder den niederländischen Staat bzw. den Justizminster anzuzeigen.
    Denn wenn wir nichts tun dann laufen überall in den Niederlanden die Drogendealer herum und verticken alles. Dagegen muss was getan werden und deshalb werde ich am Dienstag mich schlau und versuchen eine Anzeige gegen die Gemeinde Venlo durchzubringen. Natürlich bringt eine Anzeige nicht. Aber stellt euch mal vor wir gerieren hier sehr Leute und organisieren uns. Stellt euch mal vor, wie es wäre mit 500 Menschen eben die Polizei von Venlo zu belaggern und halt protestieren und einige Rechtsanwälte finden wir wohl auch.

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