Widersprüchliche Argumente

Onno Hoes gibt zu, das die Drogenkuriere sich tatsächlich immer aggressiver Verhalten.

Zitat Onno Hoes: „Ja aber warum ? Weil sie keine Kunden mehr finden können. Die Drogentouristen bleiben nämlich weg. Das ist lediglich eine Bestärkung dafür, dass wir einen guten Weg eingeschlagen haben“

Gemeint ist damit natürlich die Wietpas Regelung.

Allerdings ist diese Behauptung recht unlogisch. Hier wiederspricht sich Herr Hoes selbst und zeigt wie sinnbefreit das Wietpas Konzept ist.

Ob er das eigentlich merkt ?

Betrachten wir mal seine Aussagen.

Er behauptet, die Drogentouristen würden wegfallen und daher würden die Drogenkuriere nicht mehr so viel verkaufen.

Was soll denn dann der Wietpas, wenn die ausländischen Kunden (Drogentouristen) sowieso eher zum Straßendealer gegangen sind und nicht in die Coffeeshops ?

Warum sollten die Drogentouristen denn nun wegbleiben, wenn sie sich eh auf der Straße eingedeckt haben ? Die bloße Existenz des Wietpas hält doch niemanden davon ab nach Maastricht zu fahren und dort an der Straßenecke etwas zu kaufen.

Würde die Behauptung des Bürgermeistes der Wahrheit entsprechen, dann hätte man doch „einfach“ den Straßenhandel bekämpfen können und nicht die Coffeeshops und deren Kunden schikanieren müssen. Herr Hoes behauptet ja weiterhin, dass dies problemlos möglich wäre. Warum also nicht gleich so ? Das wäre besser gewesen als diverse Existenzen und Jobs kaputt zu machen. Denn auch für Coffeeshopbesitzer und deren Angestellte ist Herr Hoes als Volksvertreter zuständig.

Oder meint er, dass die Coffeeshopbesucher früher auch noch zusätzlich auf der Straße gekauft haben ?

Das ist bei der Mehrheit allerdings ziemlich abwegig und um die Vertreibung der Mehrheit ging es ja bei der Aktion. Wer der wirklich nur an Cannabis interessiert ist, kauft schon beim Straßenticker wenn er es legal, sicher und in entspannter Atmosphäre von Fachpersonal kaufen kann ? Nachweislich konsumieren über 80% der deutschen Cannabisnutzer übrigens niemals andere Drogen, von daher ist es auch recht unwahrscheinlich, dass man sich bei den Straßendealern noch mit anderen Sachen eingedeckt hat. Selbst um mehr als 5g (maximaler Tageseinkauf pro Shop) zu kaufen, fahren die Käufer eher noch zusätzliche Shops an, anstatt sich zusätzlich mit Zeug von der Straße einzudecken. Ich denke, dass viele Leser dieses Blogs aus eigener Erfahrung wissen wie die Sache abläuft.

Also wo haben die Leute denn nun vorher gekauft ?

Im Coffeeshop oder bei den Straßendealern, welche nachweislich vorher gar nicht so zahlreich vorhanden waren ? Erst seitdem der Wietpas eingeführt wurde, ist der Straßenhandel so massiv angestiegen und die Verkäufer machen weiterhin einen gewaltigen Gewinn. Das hat die Polizei in Zusammenarbeit mit den Meldestellen bestätigt.

Ihnen bleiben sicher nicht die Kunden weg. Allein schon weil viele der Niederländer verständlicherweise nicht bereit sind sich registrieren zu lassen und somit einen Großteil ihrer Kundschaft ausmachen. Es werden immer nur mehr Dealer da das lukrative Geschäft sie lockt.

Dies sorgt natürlich für Konkurrenz und in diesem Milieu eben auch für Aggressivität.

  • lennart bruns

    Ich hätte da mal 2 Fragen:
    1.Kann mir jemand erklären wie ich meinen wietpas bekomme, wenn ich in holland gemeldet bin?
    2.Brauchen die Mitarbeiter in den coffeeshops eigentlich auch einen wietpas?

  • lennart bruns

    …die 2.Frage zielt auf eine ganz verrückte Idee, die ich unlängst hatte wie man das Gesetz aushebeln kann(EU-Rechtswasserdicht): wenn Mitarbeiter nämlich keinen wietpas benötigen, könnten die Betreiber der Coffeeshops ihren Kunden doch einfach ein(2-stündigen) „Arbeitsvertrag“ geben!?! Genaueres aus dem niederländischen Arbeitsrecht müßte dann vielleicht mal ein entsprechend bewanderter Jurist ausbaldowern… Was meint ihr dazu? Schlagen wir sie mit ihren eigenen Waffen bis sie sich in ihrem Regelwerk so verheddert haben, daß sie keinen Bock mehr haben uns unsern Spaß zu verderben!!!

    • jgreeen

      Hi, also den Wietpas bekommt man im Coffeeshop selbst. Man muss dort einen Auszug aus dem Melderegister vorlegen (GBA-uittreksel). Dieser Auszug bestätigt dann, dass man in Holland wohnhaft ist, es muss aber der Hauptwohnsitz sein. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sich manche Shops über die Regelung hinwegsetzen und nur einen Ausweiß verlangen. Das ist zwar nicht zulässig hat aber bis jetzt noch keine wirklichen Konsequenzen gehabt. In Eindhoven wurde das z.B. so gemacht. http://www.limburger.nl/article/20120529/REGIONIEUWS01/120529537/1008/REGIONIEUWS01

      Ob ein Coffeeshopmitarbeiter aber einen Wietpas benötigt weiß ich nicht, ich kann mich aber um die Klärung der Frage kümmen.
      Allerdings kann ich dir sagen, dass man für einen Arbeitsvertrag in den Niederlanden eine BSN-Nummer benötigt. Ich weiß aber von Kommilitonen, dass es kein Problem ist diese Nummer zu beantragen.
      Ansonsten ist das eine interessante Idee.

      • groooveman85

        Aber wenn die Mitarbeiter keinen Wietpas haben, dann dürfen sie doch offiziell gar nicht in ihrem Coffeeshop einkaufen, oder?

        • Das ist schon eine interessante Überlegung, leider bin ich momentan nicht so oft in den Niederlanden aber ich werde bei Gelegenheit mal bei meinem alten Stammshop fragen wie das ist.

  • Anonymous

    Die Logik des Herrn Hoes ist wirklich zum Kopfschütteln. Übrigens steigen die Straßendealerzahlen nicht nur in Holland, sondern auch insbesondere in den Regionen, die sich früher in Holland eingedeckt haben, das jetzt aber nicht mehr können, sprich im Ruhrpott, Köln etc. Bin zum ersten Mal auf offener Straße angesprochen worden, das ist mit früher nut in Holland passiert… :-(

  • Anonymous

    onno hoes du verrückte mongo

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