WDR-Bericht online

Bildquelle: wdr.de

Gestern wurde (wie bereits hier angekündigt) der Wietpas-Bericht in der WDR-Sendung „Markt“ ausgestrahlt.

Als es losging, ahnte ich erstmal Böses: In der ersten Einstellung ging es um einen Hip-Hoper und die Musik liess einen Satirischen Bericht vermuten. Das alles in Allem war es ein durchaus fairer und sehenswerter Bericht mit nicht allzu vielen Klischees.

Wer ihn verpasst hat, kann ihn hier online sehen. Wie lange es online bleibt kann ich leider nicht sagen (Die Depublizierung ist eine der größten unbeachteten Skandale der Medienlandschaft…), also nutzt die Gelegenheit!

Übrigens: Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich irgendetwas gegen Hip-Hoper hätte. Allerdings habe ich etwas gegen zu viel Klischees in Berichterstattungen. Michél hat seine Arbeit sehr gut gemacht und hat unser aller Respekt verdient!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Elli

    Ist doch ein guter Beitrag!

    Was für ein heuchlerischer Beitrag der Drogenbeauftragten, schlimm solche Totschlagargumente, wie im Mittelalter! Ob sich diese abends noch ehrlich im Spiegel betrachten kann, bezweifle ich mal! :-((

  • hgfretz

    Klar kann die alte Schabracke das, nachdem sie sich ein paar Fläschchen Rotwein reingepfiffen hat. Politicher Abschaum. Hoffentlich ändert sich unter Rot/Grün bald mal was. Obwohl, beim letzten Mal hat es ja auch nicht geklappt, also die Linke oder Piraten wählen – you decide!

  • Schon wahr aber eine wenigstens ansatzweise sachliche Betrachtungsweise kann man in der Sache von Mechthild Dyckmans nun wirklich nicht erwarten. Allein schon die dummdreiste Behauptung das sich Cannabiskonsum und Handel nicht bereits im vollem Umfang in der Gesellschaft verbreitet hat, spricht für sich. Entweder sie weiß es nicht besser und ist damit inkompetent oder sie weiß es genau und lügt um ihre und die Interessen von anderen durchzusetzen.
    Beides wäre einfach nur arm.

    Der Bericht ist aber an sich nicht schlecht und transportiert im Prinzip genau die Message um die es geht. Der Wietpas macht nichts besser und verschlechtert allgemein die Situation sowohl für Konsumenten als auch für Nichtkonsumenten.
    Natürlich grenzübergreifend.

    • Jenz

      Ich könnte mir vorstellen, dass sie es wirklich nicht besser weiß…
      (und möglicherweise auch nicht besser wissen will)
      In ihrem Umfeld wird es sowas nicht geben und die wenigsten
      konservativen Politiker werden persönliche Erfahrungen haben.
      (Und wenn odch werden sie diese leugnen)
      Sie kann sich nur auf das berufen was ihr von „Experten“ zugetragen
      wird. Und in diesen Expertiesen stehen dann Sachen drin wie:

      Führt zu Schizophrenie
      Der THC Gehalt ist soooo gewaltig gestiegen (15% OMG!)
      Die Entwicklung des Gehirns bei Kindern wird beeinträchtigt
      usw.

      Was soll sie machen? Ausser mal nach Nijmegen fahren und gepflegt
      einen durchziehen….Und das wird sie nicht tun..;-))

  • Elli

    Wenn man diesen Bericht sieht, fragt man sich doch, warum kommt es nicht mal langsam zumindest zu einer Entkriminalisierung. Dieser Bericht ist nach meiner Meinung sehr fortschrittlich in dieser Thematik. Wenn ein öffentlicher Sender so etwas ausstrahlt, die Wirklichkeit aber gänzlich anders aussieht, frage ich mich wie das kommt?

    1. der Bericht ist gut und ich bin froh dass er gesendet wurde.
    2. Aber, beim WDR wägt man wahrscheinlich genau ab, wo und wie häufig solche kritischen Beiträge laufen.

    Wenn es der WDR ernst meint, dann bitte häufiger solche Sendungen!!!

  • hgfretz

    Wo in Venlo wurde die Szene mit dem Dealer gedreht?

    • Elli

      In der Nähe vom Coffeeeshop Klein maar fijn? Glaube schon. Auch die Anfangsszene mit Michel ist dort. Apropos: Klein maar fijn scheint geschlossen zu sein :(

      • hgfretz

        Aso okay weil ich mir was holen wollte in Venlo aber beim Bahnhof etc. sollen ja auch viele Cops in zivil anwesend sein. Jemand einen Tipp wo es gutes Zeug von „vernünftigen“ Dealern gibt?

  • KifferJan

    Solange die Mechthild Dyckmans als Drogenbeaufragte Ministerin ist, wird sich nichts, aber auch gar nichts, ändern. Was soll man von dieser rückständigen, alten Schachtel denn auch erwarten?

    Die Gesundheit der deutschen Kiffer ist der doch egal, wenn sie es hinnimmt, dass wir uns mit gestreckter Scheiße vom deutschen Schwarzmarkt vergiften. Und ich vergaß, es lebe die deutsche Alkohollobby.

    Sehr traurig, dass im Jahre 2012 Hanf noch immer als gefährliche Droge verteufelt und dessen Konsumenten in die Kriminalität getrieben werden. Bitte mehr solcher kritischen Berichte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Vielleicht wird ja die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisiert, und somit eine breitere Diskussion hierüber entfacht.

    Hoffen wir auch auf einen Politikwechsel im nächsten Jahr. Mit Schwarz-Gelb brauchen wir uns jedenfalls keine Hoffnungen zu machen.

    • Jenz

      Naja, wenn ich mir ansehe, dass die Rot-Grüne Regierung in NRW als
      einzige Aktion die „geringe Menge“ von 6g wieder auf 10g gesetzt hat
      (was ja schonmal nicht schlecht ist) aber sich bezüglich legalisierung
      doch sehr zurück hällt fehlt mir da die Hoffnung. Darüberhinaus hatten
      wir ja schonmal eine Rot-Grüne Regierung…Geändert hat sich nix.

  • hgfretz

    Mit der angeschwärzten SPD im Moment leider auch nicht. Die bekommen es ja noch nicht mal auf die Reihe einen Kanzlerkandidaten aufzustellen. Einen wirklichen Wechsel kann es nur mit den Linken, Grünen und den Piraten geben.

  • Jack

    Diese Parteien werden leider die Regierung nie alleine bilden. CDU oder SPD werden immer die stärkere Partei sein.

    • Aber irgendwann sind in den Parteien andere Politiker. Und vielleicht auch mal welche mit etwas besseren Einstellungen.

      • Jenz

        Sorry, aber das glaube ich nicht…
        Was hatten wir damals Hoffnung als Politiker (und Alt-hippies) wie
        Trettin und Fischer in der Regierung waren. Und nix iss passiert.
        Was uns (also den Cannabis-Usern) fehlt ist eine vernünftige Lobby.
        Man bräuchte Lobbyisten in den Regierungen und in Brüssel welche
        für uns arbeiten. In NL übernehmen ja zur Zeit die Coffeeshop Betreiber
        einen Teil dieser Aufgabe. Sie organisieren eine Roadshow , suchen
        Politiker die ihre Ziele unterstützen und promoten diese in ihrem Umfeld
        damit sie mehr Wählerstimmen erhalten. (Rheinischer Kapitalismus
        auf Holländisch so zu sagen…;-) Die von Dir erwähnte „bessere Einstellung“
        von Politikern muß man sich erkaufen. In der Währung die für Politiker zählt,
        nämlich Wählerstimmen. So muß das laufen.
        Doch machen wir uns nix vor, die Coffeeshopbetreiber machen das auch
        nicht NUR aus Vernunftgründen. Ich schätze Marc Joseman und begrüsse
        was er tut! Aber da stehen natürlich auch finanzielle Interessen mit im
        Raum. Schliesslich macht ihm dieser Wietpas sein Lebenswerk und seine
        Einkommensquelle kaputt. Leider gibt es bei uns niemanden der offiziell
        sagen kann „Ihr gefährdet mein Auskommen und das meiner Mitarbeiter“
        Das würde möglicherweise als Argument ziehen…

  • Jack

    Du hast vielleicht Träume mobo.

    Unsere Politiker sind doch viel zu korrupt und mit der Lobby verwachsen, um hieran wirklich etwas ändern zu wollen. Auch eine Frau Dyckmans weiß, dass der Konsum von Hanf weitaus ungefährlcher ist als Alkohol zu trinken.

    Nein, es geht eben um die starke Alkohollobby, die alles daran setzt, eine Legalisierung von Hanf zu verhindern.

    Ich glaube jedenfalls nicht mehr daran, dass wir irgendwann unser Gras in deutschen Coffeeshop kaufen können, zumindest nicht mehr in diesem Leben :-)

  • Anonymous

    „randalierende Kunden aus NRW“ … also pfff …

    ok, die Message, dass der Wietpass nix bringt kommt vielleicht rüber,
    aber leider transportiert der Bericht sonst nur alte Klischees
    *i don´t like*

    • Jenz

      Das ist mir auch aufgestossen…Aber so lautet nunmal die offizielle Begründung…:-(

  • pirat

    @ Jack, immer nur motzen hilft nicht und die „Politiker“ gibt es nicht. Es liegt an uns wen wir wählen und es gibt Alternativen wie die Piraten! Nur den Kopf in Sand stecken und zu weinen wie schlimm alles ist, ist nicht gerade zielführend! Also Arsch hoch und Gesicht zeigen!

  • hgfretz

    das Gras in Venlo auf der Strasse ist richtiger Dreck!

    • Jack

      Tja, warum sollte es besser sein als der gestreckte Mist, der auf dem deutschen Straßenmarkt zu kaufen ist?

      Ivo sei Dank :-(

  • Antonio Peri

    Der Beitrag vom WDR ist wirklich sehr fair. Meist sieht man ja zum Thema Drogen nur Mist in den Massenmedien.

    Das seit Jahren gleiche Argument von jedem Drogenbeauftragten der Bundesregierung kam natürlich auch wieder. Egal welche Person gerade Bundesdrogenbeauftragte(r) ist – es kommen immer die gleichen, austauschbaren Worthülsen als Antwort. Eine Diskussion findet nie statt. Vermutlich haben sich die beratenden Ausschüsse die in Wahrheit dahintersthen nie geändert und es wird immer nur abwechselnd ne neue Gallionsfigur (meist Frauen die wegen der Quote mit irgendeinem Posten abgespeist werden müssen und so absolut keine Ahnung von der Materie haben und nur ihren Kopf dafür hinhalten) mit dem undankbaren Posten betraut.

    Das Problem ist, dass weder diese „Experten“ die es ja für alle möglichen Beauftragten und auch Minister (die halt eben so gut wie nie „vom Fach“ sind) noch ihre Vorgesetzten in der gleichen Lebenswirklichkeit im Bezug auf z.B. Cannabis leben, wie hier viele.

    Klar weiß man an welche Ecken man gehen muß um problemlos Weed auf der Straße zu bekommen. Cannabis ist ja auch allgegenwärtig und (entgegen der Aussage: „es sei nicht ersichtlich, warum man neben Alkohol und Tabak noch eine dritte Gefahr für die Gesundheit hinzufügen sollte“) schon längst mit 4 – 5 Millionen Konsumenten in Deutschland die dritte Volksdroge – ob legal oder nicht spielt da doch so gut wie keine Rolle – die Niederländer hatten ja bzgl. Cannabis auch keinen höheren Konsumentanteil an der Gesamtbevölkerung als wir – und der ist in 36 Jahren auch nicht gestiegen – damit ist das Argument „dritte Gefahr die hinzugefügt wird“ mehr als entkräftet.

    Die Konsumenten also weiterhin totzuschweigen und zu kriminalisieren ist weltfremd. 100.000 Verfahren gegen Kiffer pro Jahr sind Verschwendung von Steuergeldern und Justizressourcen. Die Konsumenten nicht durch eine Legalisierung vor wahrhaft gesundheitsschädlichen Streckstoffen zu schützen, ist die eigentliche Gefahr für nicht zu vernachlässigende Teile der Volksgesundheit. Hier trägt der Staat dazu bei, indem er nicht durch eine Legalisierung endlich die Qualität sichert. Da sehe ich ihn in der Pflicht. Von der völligen Blödheit sich die Einnahmen durch Besteuerung des Handels mit qualitativ hochwertigem und kontrollierten Cannabis in legalen Geschäften oder Clubs entgehen zu lassen und die hohen Kosten der Strafverfolgung einzusparen mal ganz abgesehen. Da wird Geld verschleudert um die Lebensläufe ganz normaler Menschen zu zerstören und noch dazu deren Gesundheit zu gefährden – und das alles unter dem Motto: Der Staat muß uns arme Süchtige vor uns selber schützen. Es sind auch schon Menschen zu tode geschützt worden…
    Als mündiger Bürger verbitte ich mir eine derartige Bevormundung durch den Staat. Ich kann und will für mich selbst entscheiden was ich konsumieren möchte. Vom Staat verlange ich nur, dass er dafür sichere Rahmenbedingungen schafft.

    Und allein für den Beginn der Antwort von Frau Dykmans finde ich nur schwer Worte. Da wird also gleich als Einleitung die „Kinder- und Jugendlichen-Keule“ geschwungen. Mit einem Coffeeshop-Modell ab 18 auch in Deutschland – oder auch mit Cannabis-Clubs ab 18 wie in Belgien, würde der Zugang für Jugendliche zu Cannabis weitaus schwerer als er es jetzt bei so manch, selbst noch jugendlichem, Straßendealer in bestimmten Stadtvierteln ist.

    Aber Frau Dykmans kennt sowas wahrscheinlich nicht. Dann soll sie sich doch mal in Berlin (da gibts mehr als genug solcher Orte) dahin fahren lassen und mal aus ihrer Dienstkarre aussteigen, anstatt nur wie ein dressierter Affe Schwachsinn zu verlesen oder zu verschicken den andere so oder ähnlich seit Jahrzehnten schreiben.

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