Auswertung der Umfrage

Da ja aufgrund der Koalitionsverhandlungen momentan alles in Nederland politisch still zu stehen, widme ich mich mal der Umfrage, die ich hier kürzlich eingestellt habe. Erstmal möchte ich mich recht herzlich für die zahlreiche Teilnahme bei Euch bedanken! Gerne könnt Ihr auch weiterhin abstimmen, aber meine Auswertung mache ich mal bei dem Stand von heute. Ich gehe mal davon aus, dass Ihr alle zu 100% ehrlich geantwortet hat und die Werte stellvertretend für alle Leser sind…

Kuchendiagramme sind immer gut.

Knapp die Hälfte von Euch (48,33%) würden im Falle einer landesweiten, konsequenten Wietpas-Einführung auf den deutschen Schwarzmarkt ausweichen. Ich denke mal, dass ein Teil davon aufgrund der größeren Entfernung zu der niederländischen Grenze (immerhin lesen hier Menschen aus aller Welt mit) generell einen Niederlande-Trip eher selten und als besonderes Erlebnis gemacht haben. Ich würde mal sagen, dass dieser Personenkreis dem Tourismus schmerzen würde, da es wohl oft auch übernachtende Touristen wären, die in der Regel viel Geld während des Aufenthaltes ausgegeben hätten. Zwar hätte die Ex-Regierung mit denen zwar ihr Ziel erreicht (Minimierung des Drogentourismus), aber sie hätten damit auch „normale“ Touristen vergrault.

Immerhin 22,22% würden auf den niederländischen Schwarzmarkt umsteigen. Dort ist die Verfügbarkeit ähnlich gut wie in Coffeeshops, es gibt keinerlei Begrenzungen (Menge, Drogenart, Alter) und man könnte nebenbei noch ein paar Einheimischen Angst machen. Bravo!

8,33% würden mit dem Kiffen aufhören. Geht man davon aus, dass die Aussagen der Wahrheit entsprechen, dann kann man behaupten, dass diese Drogenpolitik ihr Ziel erreicht hat: Die Abstinenz. Durchaus nicht zu verurteilen… Aber nimmt man für 8% weniger Konsumenten einer vollkommen harmlosen Droge die ganzen negativen Aspekte in Kauf?

21,11% wollen selbst anbauen. Juristisch gesehen also ein Einstieg in größere Kriminalität. Und damit darf sich dann die deutsche Rechtsprechung auseinander setzen. „Hey Duitsland! Wir haben die Zahl der Drogentouristen reduziert. Toll nicht? Jetzt müsst Ihr Euch nur noch mit der steigenden Zahl an Homegrowern rumschlagen…“

Man kann es meiner Meinung nach drehen und wenden, wie man will: eine strengere Drogenpolitik wird IMMER negative folgen haben!

Was denkt Ihr?

Übrigens: Falls jemand einen guten Vorschlag für weitere Umfragen hat, die zum Thema passen: Nur her damit!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Gerd50

    Wer ist bereit, nach der Einführung des Wietpas in den Niederlanden, in
    Deutschland öffentlich für eine Entkriminalisierung/Legalisierung von Hanf
    zu demonstrieren?

    Fällt mir als Umfrage ein, die interessant sein könnte. Bei einer Antwort ‚Ja‘
    dürften die Beweggründe klar sein. Bei Antwort ‚Nein‘, welche Beweggründe
    sind ausschlaggebend:

    Angst vor Jobverlust

    Angst vor Fahrerlaubnisverlust

    Angst davor, Familienangehörige möglicherweise zu belasten

    Angst davor, mit Heim- oder Guerilliaanbau aufzufliegen

    Geldmangel, um Demo Orte zu erreichen

    Zeitmangel wegen Arbeitsplatzanforderungen

    Halte Demos für nicht effektiv, da sie von der Politik ignoriert werden.

    Die Liste liesse sich vermutlich noch um einge Punkte erweitern.

  • Elli

    Vielleicht wären bei diesem Thema freie Antwortmöglichkeiten besser. Bei vielen kommen auch mehrere Dinge gleichzeitig, z.B. Familie, Geld, Fahrerlaubnis oder allgemein das Outing: „ich nehme Drogen“ in Betracht. Außerdem wäre das eher eine Diskussion für den Hanfverband, dessen Forum aber aus mir unerklärlichen Gründen dahinsiecht…

    • Auch wenn sie mir natürlich genauso am Herzen liegt: die deutsche Legalisierung ist ein anderes Thema, dafür gibt es auch einige sehr gute Seiten im Netz…
      Ich habe eine neue Umfrage, die ich gleich erstellen werde. Aber dann reicht es erstmal, soll ja kein Umfrageblog sein;-)

  • Anonym

    Schwarzmarkt, no go !!

    Schöne Umfrageergebnisse, welche alarmierndes Gefahrenpotential bergen ! Wer von euch Schwarzmarktkonsumenten die Pflanze an dem sein weed wächst nicht zu sehen bekommt und sich lediglich auf Aussagen und erfahrungen wie „Mein Dealer raucht das ja auch“ verlässt sollte dringend mal den Arzt aufsuchen. Dort sollte unbedingt der Verdacht geäussert werden über einen längeren Zeitrtaum hinweg gestrecktes, meist mit Phosphor versetztes Marijuana konsumiert zu haben. Es ist leider so, das ihr Schwarzmarktkonsumenten den feinen unterschied zu sauberem Weed nicht mehr feststellen könnt, ich gehörte lange genug zu eurer Gruppe und bin auch lange genug dabei, dass mich jetzt hier niemand angreifen muss der sich beleidigt fühlt oder dessen ilusion eine Pflanze zu rauchen ich nun zerstörte! Der Schwarzmarkt ist verseucht, 80 % kommen von der Mafia und davon sind 100% gestreckt, habe ich letztens so auf nem anderen Blog gelesen und mal so übernommen. Die, jetzt am lautesten schreien ihr weed sei nicht gestreckt, denken mal über verdauungsschwierigkeiten oder merkwürdige kopfschmerzen nach, die immer noch schreien es sei nicht gestreckt nehmen mal 1g und essen das nun, dann geht ihr mal zum Arzt und lasst eure Phosphorwerte prüfen. Eine Kontrollstelle gibt es trotzdem immer noch nicht, von seiten der Regierung wird nur gesagt: Dann kifft halt nicht! jaja aber für das dreckige Bier hat unser Land ein Reinheitsgebot !

    • Anonymous

      Was sind die Alternativen? Eigenanbau und mehrjährige Haftstrafen dafür? Wohl kaum…

    • KifferJan

      Meine Güte, bist du paranoid.

      Ich kaufe mein Weed auch auf dem Schwarzmarkt und hatte noch nie Hals-, Kopf und sonstige Schmerzen :-)

      Und ich schaue mir das Gras vor dem Genuss gründlich unterm Taschen-Mikroskop an, und mache eine Geschmacks und Brennprobe. Ich denke ich bin in der Lage, die gängigen Streckmittel zu erkennen.

    • Mike

      würd ich auch so beschreiben , iss wirklich fast alles gestreckt . Sehe die problematik genauso . Ich dachte auch immer Mirkoskop un jahrelange erfahrung reichen aus um zu beurteilen ob was gestreckt ist oder nicht , stimmt aber leider nicht .Mitlerweile gibt es mehrere proffesionelle firmen die spezialisiert sind streckmittel für Cannabis herzustellen , welches anders wie zb brix NICHT erkannt werden kann . Rauche seit ca einem Jahr überhaupt nichts mehr was ich nicht 100% der herkunft zuordnen kann.
      Der Gesundheit wegen kann man ruhig etwas paranoid sein , lieber paranoid als ernsthaft krank .
      Jahrelange haftstrafe für Homegrower ?? — aber nur in Bayern

  • Bitte betitel Cannabis nicht als komplett harmlos. Harmlos kommt vom englischen „harm“ und Cannabis mag weniger gefährlich sein als andere Drogen aber komplett harmlos stimmt einfach nicht und mit sowas kommen wir nicht weiter…

    Danke.

  • Anonym

    Ich würde es dir schwarz auf weis geben, wenn ich die Möglichkeit hätte…. für den Großraum NRW gillt diese Streckmittelproblematik 100% . Wäre ich ein Kiddy das einmal am Tag irgendwo nen Zehner checkt würde ich sicher nicht den Mund aufmachen, ich weiss das die Mengen die im Umlauf sind schon gestreckt sind, ob die Ware aus Holland kommt oder hier erworben wird ist dabie vollkommen egal. Harmlos ist Cannabis auch nicht, jedoch wird es durch Streckmittel wirklich gefährlich bis tödlich. Lassen wir doch noch 5 Jahre vergehen bis erste Konsumenten mit schweren chronischen Krankheiten oder auch Todesfälle aufgrund von Streckmitteln für die Statistiken herangezogen werden können. Wie mike sagt, es gibt eine Industrie dafür, und wer sagt euch, dass heutiges Brix in der Version 3.0 vermute ich noch erkannt werden kann. Selbst PK 13 14 Dünger oder derivative präperate bemerken die wenigsten Schwarzmarktkonsumenten und ich habe einen großen Freundeskreis der mir dies leider immer wieder bestätigt. Die Risiken welche von solchen Streckmitteln ausgehen sind um ein vielfaches höher als der des lediglichen Konsums von Cannabis-Blüten.

    • Mike

      der größte witz an der sache finde ich :
      Streckmittel speziell für cannabis kann man komplett legal in deutschland erwerben !
      Danke Frau Merkel !!

  • Anonym

    Absolut wahr, der Deutsche Hanfverband hat auch eine gute Übersicht zu der Streckmittelproblematik erstellt, geht dabei auf Vertuschungen seitens des LKA ein, sowie auf die maßlose Freschheit der Polizei zu sagen es sei auch ein stück weit Drogenprävention wenn die Konsomenten aufgrund von Streckmitteln ablassen müssen. Aus Tschechien kommt evtl. verpanschter Alkohol, alle Labors der Universitäten befassen sich mit der Analyse dieser Droge auf verunreinigungen. Bier hat ein Reinheitsgebot, wie ich in nem anderen Post erwähnte! WAS SOLL DAS ??

    • Man sollte aber auch nicht vergessen, dass es in Tschechien auch halbwegs vernünftige Gesetze zum Thema Cannabis gibt…

Unsinnige EU-Gesetze verlangen, dass wir Euch auf die Verwendung von Cookies auf "Kein Wietpas!" hinweisen müssen. Obwohl Cookies ein elementarer Bestandteil des Webs sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Dir das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Durch Weiterbenutzung unseres Angebotes und/oder dem Klick auf "OK" stimmst Du dem zu.

Schließen