Will Venlo seine Gäste zurück?

Und wieder ein Puzzelstück mehr: Der Bürgermeister von Venlo, Wim Dijkstra (PvdA), hat vom Stadtrat den Auftrag bekommen, schnell (!) die Auswirkungen des Wietpas zu prüfen, um sie der neuen Regierung vorzulegen. Und auch andere Gemeinden fordern ein immer stärkeres Zurückrudern. So wollen viele Gemeinden jetzt sogar durchsetzen, dass wieder nur noch der Ausweis zum Einlass reiche. Ob damit ein niederländische Ausweis gemeint ist, oder generell nur ein Ausweis um das Alter zu kontrollieren (wie früher) konnte ich allerdings nicht herausfinden.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Jenz

    Die Sache mit „nur Ausweis“ wenn es sich denn um einen Niederländischen handelt funktioniert nicht. Denn dann wäre es ja eine „echte“ Diskriminierung von Ausländern. Das ist ja der Grund warum man den Weg über das Melderegister gewählt hat. Dadurch wird eben nicht anhand der Nationalität ausgegrenzt sondern aufgrund des Wohnortes. Das geht halt grade so noch durch. Ein Shop -Nur für Holländer- geht nicht. Da bräuchte nur jemand in Brüssel klagen und würde Recht bekommen.

    • Hi Jenz,
      ich sehe das das genau so.
      Die jetzige Regelung hat ja schon einen Anlass für eine Prüfung durch den europäischen Gerichtshof gegeben. Der kam ja zu dem Schluss, dass die ganze Sache der Verbrechensbekämpfung dienen würde und man ja auch nur zwischen Einwohnern und „Nichteinwohnern“ unterscheiden würde. Also nicht nach der Nationalität. Wobei auch dieses Urteil nicht unumstritten ist. Von daher könnte es Probleme mit einer Regelung über einen niederländischen Ausweis geben.
      Da ginge es dann ja klar nach dem Motto „Hier werden keine Juden.. äh.. ich mein Ausländer bedient“.
      Ich habe Zweifel, dass man das so einfach durchziehen kann.
      Was passiert z.B. dann mit den Einwohnern die noch keine Niederländer sind und daher keinen niederländischen Ausweis haben? Ich habe z.B. genug Kommilitonen die in Venlo wohnen, Weed rauchen und keine niederländischen Staatsbürger sind. Gleiches gilt wohl für tausende andere Menschen.
      Wie regelt man das für die? Müssten die dann auch in die Kategorie „Abschaum“ (Onno Hoes bezeichnet Maastrichter Drogentouristen so) fallen?
      Ansonsten wäre eine derartige Regelung wohl auf Dauer das Ende der ganzen Sache.
      Denn jetzt können Polizei und diverse Ämter noch die Mitgliedslisten prüfen und auch das Vorhandensein der erforderlichen Unterlagen. Wenn man an der Tür aber nur kurz seinen Ausweis zeigen muss, dann fällt diese Möglichkeit weg. Dann müsste man schon auf regelmäßige Razzien zurückgreifen die weder wirklich dauerhafte Kontrolle bieten noch wirklich praktikabel sind. Dafür braucht man ja Personal, Geld und Zeit. Zudem werden sich diverse Coffeeshopbetreiber dann zweimal überlegen, wie hart sie das kontrollieren, immerhin gehts um deren Existenz.
      Gefälschte Ausweise sind ja auch kein Ding der Unmöglichkeit. Dieses Modell würde die Kontrollen wohl so weit aufweichen, dass der Wietpas am Ende doch wirkungslos werden könnte.

      • Anonymous

        Wenn ich kurz mal motzen dürfte :-). Das Ding mit der Diskriminierung ist doch schon ein bischen an den Haaren herbeigezogen. Es ist doch den holländischen Nachbarstaaten schon lange ein Dorn im Auge, dass ihre Bürger in Holland halblegal, wie auch immer, in den Coffeeshops bedient werden. Ich glaube schon, dass aus Richtung der Nachbarstaaten erheblicher Druck kommt. Das Europagedüddl, wir müssen alles gleich machen, deswegen ist Cannabis jetzt überall böse. Kann mich natürlich aber auch irren.

  • Anonymous

    Ein Traum würde Wirklichkeit werden und ich könnte wieder bei meinem
    geliebten „Noppes“ shoppen.
    Hoffen wir einfach mal das Beste.

  • Anonymous

    So langsam schleicht mir das Gefühl, dass Panik verbreitet wird. Täglich ändern sich die Meldungen. Sagt doch endgültig ja oder nein, aber dies hin und her, schädigt alle Beteiligten. Die einzigen die Profitieren sind die Dealer auf der Strasse, was ja niemand will.

  • Mike

    stellt euch vor du arbeitest schon immer in einem coffeeshop , du hast frau und kinder , und keiner kann dir sagen ob du in ein paar monaten noch dein geld verdienst oder nicht . Das find ich viel schlimmer , denkt mal über das ganze personal nach und versetzt euch in die lage . Finde es unverantwortlich wenn diese ganze wietpass debatte sich noch länger zieht , sollte jetzt wirklich die tage eine entscheidung fallen

  • pirat

    In Breda hier auch weniger Drogentouristen, dafür mehr Dealer auf der Straße!

    http://www.omroepbrabant.nl/?news/180754942/Wietpas+Breda+minder+drugstoeristen,+meer+klachten+over+overlast.aspx

  • Hey Anonym um 18:59 ;)

    Natürlich machen die Nachbarstaaten Druck. Allerdings ist es nun mal so, dass es eine reine Diskriminierung ist wenn man nach der Nationalität entscheidet ob jemand ein Geschäft betreten und dort einkaufen kann oder eben nicht. Das ist in der EU nun mal nicht rechtmäßig und steht meiner Meinung nach auch dem ganzen Gedanken von Europa entgegen. Wie man momentan versucht hier Rechte zu verbiegen oder möglicherweise komplett zu brechen ist einfach nur arm in meinen Augen. Mir ist der Grund dafür auch echt egal. Man muss sich nur mal vorstellen was passieren würde, wenn in Deutschland jemand auf einmal nicht mehr an Türken verkaufen würde. Als Begründung wird dann eine angeblich erhöhte Kriminalität bei dieser Gruppe angeführt. Das wäre mit Recht ein Skandal. Oder würde man dann auch damit durchkommen, weil die Maßnahme ja der Bekämpfung von Verbrechen dienen soll?
    Übrigens vermisse ich bis heute einen wissenschaftlichen Bericht über die angeblich flächendeckenden Störungen durch die „Drogentouristen“. Bis auf ein paar Behauptungen gibts nicht. Auf dieser Basis eine derartige Entscheidung zu treffen geht einfach gar nicht.

    • Vor allem gilt meiner Meinung nach: Nicht die Politik oder das Gesetz entscheidet, ob sich jemand diskriminiert fühlt oder nicht, sondern immer der Betroffene selbst.

  • Marcel

    Ich will wieder in den Nobbes….. gaaanz dringend.

    Ich war jetzt eine Woche in Amsterdam, und musste mal wieder feststellen das der Nobodys Place einer der besten Shops in NL ist. Das Preisleistungsverhältnis ist und war einfach das beste.

    Ich werde nächste Woche ein Experiment wagen. Da ich sowieso in Nettetal bin, werde ich Peter (Besitzer vom Nobbes) mal einen kurzen Besuch abstatten. Mal sehen was passiert. Ich bin ein alter Stammkunde (über 20 Jahre Mitglied!) – und ich hab noch nicht ausprobiert was passiert wenn ich da einfach steh.

    • Würde mich freuen, wenn du daraus einen schönen Gastbeitrag machst!

  • NW0109

    lass uns wissen wie es gelaufen ist! ich vermiss das noppes auch :D

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