164 Coffeeshops droht die Schliessung

Die Coffeeshopbranche war wohl noch nie so stark bedroht. Neben dem Wietpas, dessen Einführung viele Coffeeshops finanziell nicht mehr rentabel macht sind viele Verkaufsstellen auch von der neuen 350m Regel betroffen. Ein Coffeeshop muss eine Mindestentfernung zu einer Schule haben. Diese Entfernung wurde in den letzten Jahren regelmässig heraufgesetzt, eine gute Möglichkeit für Konservative Politiker, um Coffeeshops schliessen zu lassen.

Sollte die 350m-Regel jetzt durchgesetzt wären 164 der 651 niederländischen Coffeeshops von einer Schliessung bedroht!

Meiner Einschätzung nach können die Bürgermeister der Gemeinden aber individuelle Regelungen treffen. Dies sieht jeder, der mal in Hengelo zu Gast war. Der Coffeeshop Moby Dick ist so nah an einer Grundschule, dass man wohl auch die Pausenglocke hören dürfte…

Man kann also nur hoffen, dass viele Augen zugedrückt werden, trotz der Regelung.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • pirat

    2009 sollte wg der Mindestabstandsregelung auch der Bulldog am Leidseplan schließen! Es gibt ihn immer noch. Diese Meldungen gibt es immer wieder und werden ja meist dann von den Bürgermeistern nicht umgesetzt.
    Die wirkliche Bedrohung ist und bleibt dieser verdammter Weedpass.

  • cess

    dann muss man auch abstand zur kneipe halten diese wichser sollte der wietpas kommen ist es klar das fast alle schliessen aber sonst ist es eine totale unverschämtheit..

  • Anonymous

    …..verdammter Wietpas……ich hasse ihn….

  • Gerd50

    Das eine mögliche Zerschlagung der Coffeeshops den Handel zurück auf die Straße
    verlagert, ist, denke ich, allen Beteiligten klar. Das dieser Handel weder mittelfristig
    noch langfristig unterbunden werden kann, dürfte ebenfalls allen Beteiligten klar
    sein. Wer profitiert von so einer Entwicklung ist die Frage.

    Ich glaube nicht mehr an die treibende Kraft der Politik in diesem Irrsinn. Doch
    wessen Handlanger könnte die sein? Oder wird sie unter Druck gesetzt,
    beispielsweise durch verweigerte Investmentgelder, sollte der pragmatischen
    Lösung im Umgang mit Hanf Produkten nicht ein Ende bereitet werden? Wird
    möglicherweise in den Niederlanden demonstriert, das es zu keinen weiteren
    Entwicklungen wie in Spanien, Portugal und Tschechien kommen darf, um
    Kapitalerträge aus illegalen Geschäften nicht zu gefährden?

    Das sind Fragen, die mir durch den Kopf schießen, seit ich mich durch alte
    Konkret Artikel lese.

    http://hanfverband.de/forum/viewtopic.php?f=5&t=741

  • johnny blaze

    Wenn ich mir das immer so durchlese, muss ich mich als Bayer schon wundern.

    Bei uns hat der Stoiber Mitte/Ende der 90er in München so hart durchgreifen lassen, dass es nicht mal eine Straßenszene mehr gibt. Auch in Parks geht überhaupt nix. Nicht mal auf der „berühmten“ „Haschwiese“ im Englischen Garten ist ein Fizelchen zu finden, wenn man nicht das tierische „Glück“ hat, dass irgendein Bursche Dir einen Minibud, im Normalfall voller Brix für einen Riesenpreis verkauft.

    Was ich sagen will. Wenn man will, kriegt man alles aus der Öffentlichkeit und wenn die NL-Politiker ein Exempel statuieren wird aus „Sincity“ einfach „Singapur“…

    Ich hoff´s nicht, aber das ging mir gerade so durch den Kopf…

  • Anonymous

    Die Einzige Chance für alle Europär wäre, wenn mehr Länder ein System ähnlich der in Holland hätten. Aber anders wird es für alle ziemlich SCH…