Halb leer oder halb voll?

Man unter den zwei letzten Artikeln hat sich ja so einiges an Kommentaren gesammelt. Ich wollte eigentlich nur meinen eigenen Kommentar zum neuen Artikel schreiben aber am Ende war es so viel Text, dass ich das einfach mal hier als eine Art Essay poste. Was hier steht bezieht sich nur auf meine eigene Meinung.

Ich muss sagen, dass ich manche pessimistische aber auch einige optimistische Kommentare nicht so richtig nachvollziehen kann.

Aus meiner Sicht gibt es keinen einen Grund um den Kopf in den Sand zu stecken und Selbstmitleid zu verbreiten. Es gibt aber auch für mich keinen Grund zu glauben, dass wir nächste Woche wieder in niederländische Coffeeshops dürfen. Erst recht gibt es keinen Grund sich hier zu stressen. Zum aktuellen Zeitpunkt wissen wir wohl alle noch nicht genug.

1. Der Wietpas als Clubsystem wird wohl höchstwahrscheinlich wegfallen.Das ist erst mal gut auch wenn wir Ausländer davon meist nichts haben. Trotzdem ist das ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Vor ein paar Wochen hat Fred Teeven noch groß getönt, dass der Wietpas gnadenlos durchgezogen wird. Tja nix da! Die Nummer ist wohl gegessen. Das ist für mich schon ein Grund sich zu freuen. Denn die Vernunft hat schon zum Teil gesiegt.

2. Wir Ausländer sollen draußen bleiben. Das war von Anfang an ein Ziel und wird auch immer noch ein Ziel vieler rechter Politiker bleiben. Bestimmt möchten auch einige Niederländer das so haben. Da sollte man sich keine Illusionen machen. Das ist schade aber leider ein Kernelement der Einstellung vieler Leute. Um das umzusetzen wird man auch mit krummen Methoden versuchen die Ausländer zu vertreiben. Man darf auch nicht vergessen, dass viele Niederländer die VVD wieder gewählt haben. Deswegen sind die noch nicht alle rechtsliberal aber viele haben eben einen Rechtsruck mitgemacht. Man sollte das bedenken. Nur bitte nicht auf „die Niederländer“ schimpfen, denn es gibt weder „den Niederländer“ noch gibt es „den Deutschen“. Außerdem dürfte der Wietpas sowieso nur eine Nebenerscheinung in der Politik gewesen sein. Viele Menschen dürften davon nur wenig mitbekommen haben. Hier im Rheinland sagen wir „Jeder Jeck ist anders“, daher sollte man einfach nicht pauschalisieren.

3. Es steht in so gut wie jeder Meldung, auch wenn es rechtliche Probleme bringen kann, wird man jetzt versuchen die Coffeeshops zu zwingen Ausländer abzuweisen. Ob das so einfach geht und dauerhaft zu halten ist, steht auf einem anderen Blatt. Auch unsere Regierung hat besonders unter Schwarz/Gelb schon mehrfach wissentlich gegen das GG verstoßen. Dann musste man eben gerichtlich gegen die Entscheidung vorgehen. Genau das werden einige Menschen tun. Sowohl Niederländer wie Marc Josemans als auch Ausländer. Nur weil man etwas vieleicht nicht darf, heißt das noch lange nicht, dass man es nicht tut. Cannabiskonsumenten sollten das selbst sehr genau wissen.Vor den Gerichten ist noch etwas zu holen, auch wenn dort aus der EU schon mal ein Urteil kam. Letztendlich kann jeder Richter dort etwas entscheiden und das gilt dann erst mal. Es kann jedoch nachträglich von irgendeiner Seite angefochten werden. Bei politischen und rechtlichen Entscheidungen ist niemals etwas für die Ewigkeit gemacht. Es ist nun mal einfach so, dass man ohne Echo nicht gegen sein Grundgesetz verstoßen kann. Was dann letztendlich deswegen passiert kann aber keiner sagen.

4. Die Gemeinden werden offensichtlich einen Spielraum bekommen um die Regeln auszulegen. Da kann dann entschieden werden ob jeder Kunde fein säuberlich alle Dokumente vorlegen muss oder nur einen Ausweis. Es kann aber auch sein, dass man außer dem Altersnachweis nix mehr benötigt. Wenn die Gemeinden kein Problem mit Overlast haben, dann werden die sich schon überlegen wie genau da hingeschaut wird und wie eng die Regeln sind. Oder man stelle sich mal vor, dass eine Gemeinde die Regeln so locker wie möglich macht und den Straßenhandel so klein wie möglich zu halten. Das sind aber alles nur Gedankenspiele, nichts davon ist sicher oder absolut unmöglich.

Also Leute es ist vieles noch möglich, sowohl in positiver als auch negativer Richtung. Bis jetzt gibt es kaum konkrete Informationen wie letztendlich die ganze Sache umgesetzt wird. Ich sitze seit gestern in freien Momenten da und aktualisiere im 5 Minutentakt alle Seiten die mich bis jetzt mit Infos versorgt haben. Hoffentlich erfährt man dort bald mehr. Bis dahin bringt es nichts hier irgendwelche Standpunkte als sicher zu sehen und sich am Ende noch zu zoffen. Wer möchte kann aber natürlich gerne weiter über das Thema reden. Vielleicht macht das sogar bei den Kommentaren zu diesem Essay Sinn. Dann können die anderen Artikel vielleicht etwas gezielter besprochen werden. Hier geht es ja sogar teilweise schon um das ebenfalls interessante Thema der weltweiten Prohibition.

Also Leute, erst mal abwarten, friedlich bleiben und Tee trinken. Wir werden bestimmt bald mehr wissen.

  • drug tourist

    keep chilling – keep smoking – keep thinking

  • Marcel

    Guten Morgen Zusammen! Wahrscheinlich wäre eine eigene Kolummne zum sich „zerfleischen“ besser ;-) Ich führ meinen Teil seh das gar nicht so eng. Jeder hat halt seine Meinung, die er auch ruhig vertreten kann. Bin halt Kölner, und was sowas angeht sehr tolerant. :-D

    Alles wird gut!

    • Marcel

      Um den geposteten Link von Jansin mal aufzugreifen

      http://www.rawstory.com/rs/2012/10/30/amsterdams-pot-shops-saved-after-new-dutch-government-scraps-weed-pass/

      Das hört sich wesentlich positiver an. Ja. Mittlerweile bin ich auch der Meinung das wenigstens Amsterdam und Haarlem uns vorerst erhalten bleiben. Aber diese Städte werden total überflutet werden von den Drogentouristen. Das wiederum kann positive aber auch negative Effekte auf die „loyalität“ des Umlandes haben….

      Wir werden sehen

      • Gianni

        Meiner Meinung nach bleibt alles beim alten. Also bevor der wietpas eingeführt wurde. Die Bürgermeister dürfen entscheiden!es ist halt nur die Möglichkeit hinzu gekommen dem Drogen Tourismus zu unterbinden wenn man es möchte. manche werden uns aus sperren und andere werden uns weiterhin willkommen heissen

        • Spannend wird es sein, was in Venlo und Maastricht passieren wird.

  • Jenz

    Hier sind mal ein paar vernünftige Worte des Leiters einer Drogenberatung zum Thema:

    http://www.voc-nederland.org/2012/10/august-de-loor-adviesburo-drugs-regeerakkoord-is-koude-douche/

    Ware Worte….

    „Het is bizar dat dit het resultaat is van het overleg tussen PvdA en VVD, met in feite een continuering van het beleid van de afgelopen jaren van Minister Opstelten.“

    • Marcel

      Ich stimme dem Mann ebenfalls zu 100% zu. Aber ob darauf eine reactie kommt!?

      • Gianni

        Ich sehe für beide Städte ein Chance! Venlos Stadtrat hat ja schon Untersuchungen angestellt um die Situation mit WP zu analysieren mal sehen zu welchem Entschluss man kommt. Die Chancen von Maastricht schätze ich eher geringer ein! Das einzige was mich stutzig macht und gleichzeitig Hoffnung aufkommen lässt ist, dass hoes die CS an den Stadtrand verlegen lassen will. Das kann logischer weise nur bedeuten,dass man Touristen eventuell doch wieder hinein lassen will. Aber bei hoes kann man von Logik eigentlich nicht sprechen. Na ja wir werden bald schlauer sein. Spätesten am 01.01.13

  • Anonymous
    • Anonymous

      PS : Die Frage bezieht sich auf die überschrift im Spiegel Online ^^

      • Marcel

        Sind wir mal wieder besser informiert als der Spiegel o.O Naja – es liegt halt in der Entscheidung der einzelnen Städte. Bin mal gespannt wer sich als Drogenhochburg „outet“ – Amsterdam, Haarlem, Rotterdam sind meiner Meinung nach zu 100% dabei….

  • Elli

    Nee @Gianni, Hoes will CS nicht mehr sehen, er will sie am liebsten abschaffen, kann er aber nicht, dehalb zumindest raus aus der Stadt, weg von den Schulen, unter der Erde hauptsache weg!

    Mit dieser Einstellung wird das nie was. Abwarten und Tee trinken, was soll das? Wollt ihr euch alles gefallen lassen?

    • Gianni

      Was willste machen? Waffen raus und das Land stürmen? wir leben in einem Rechtsstaat und müssen uns Gesetzen nunmal beugen. Ich für meinen teil fände es schade wenn ich kein CS mehr besuchen dürfte .aber hab das Problem nicht mit hochwertigen Produkten unter versorgt zu sein ein guter Freund baut selber an. Wenn ich in keinen CS mehr darf fahr ich nie wieder nach NL und zahle steuern fertig

  • White Widows

    http://www.at5.nl/artikelen/89199/vd-laan-blij-met-zelf-regelen-wietbeleid

    Was haltet Ihr davon? Wenn ich das richtig verstehe, hat Bürgermeister Van der Laan wohl kein Interesse daran, die Coffeeshops von Amsterdam kontrollieren zu lassen. Er beruht sich dabei auf die „lokalen Anpassungen“, die möglich seien.

    Das ist doch, zumindest für Amsterdam, eine sehr positive Nachricht.Ich denke auch, das sich in in Adam nichts für den bösen Drogentourist ändern wird …

    • Jenz

      Auch der liebe Herr Van der Laan tut so, als wenn das Gesetz schon fertig auf dem Tisch läge…weiss der jetzt was, das noch nicht offiziell ist oder woher nimmt er die Erkenntnis, das das Tourisen-problem komplett der lokalen Regelung unterliegen wird und nicht nur WIE man die Touris draussen hällt?

  • Basjoe

    Alles wird davon abhängen ob bei den „lokalen Anpassungen“ die Ausländerfrage im speziellen gemeint ist oder nur wie die Kommunen das umsetzen.
    Steht zb im Gesetzestext;
    „Ausländern wird der zugang verweigert, über die lokale umsetzung entscheiden die Kommunen“ ;
    wirds eng.
    So zumindest erwarte ich die Formulierung. Sollte es so kommen müssen wir wohl wirklich auf die Gerichte vertrauen die dann sicherlich von verschiedenen seiten konsultiert werden.
    Aufjedenfall wird sich die ganze Geschichte noch ne weile hinziehen bevor es klarheit gibt.

    • Es ist kein Gesetzestext. Sondern lediglich das, was im Koalitionsvertrag steht.

      • Basjoe

        Schon klar, noch nicht. ;-)

  • Die Sache mit der Verlegung von 7 Coffeeshops in Maastricht sind einfach alte Pläne aus der Zeit vor dem Wietpas. Diese sind aber noch immer gültig und Maastricht muß ja auch (wie ich dazu geschrieben habe) diese Sache vor dem Staatsrat der Niederlande begründen, da sich die Gegebenheiten nun ja geändert haben. Ein Signa für die Zukunft ist das leider nicht.

    Eigentlich wollte ich mich hier aber zu der Einschätzung von August de Loor (immerhin der Bekannteste Sachkundige der Niederlande zu dem Thema.

    Ich denke schon das dieser sein Land und die Gesetzeslage kennt. Seine Reaktion ist ja recht heftig.

    Er schreibt: In einfachem niederländisch heisst das, das der Wietpas nicht weg ist, da Touristen noch immer nicht in die Coffeeshops dürfen. Obendrauf kommt noch das starkes Gras verboten wird. (Anmerkung – das war es dann in Amsterdam mit Ice-o-Lator und Gazolator etc. – Cannabis Öl ist ja schon lange verboten und daran halten sich die Shops ja auch). Die Einigung zwischen PvdA und VVD sei eine kontinuierliche Fortsetzung der Politik von Opstelten in den letzten Jahren. Er kann kein Wort zur für 2014 geplanten Abstands-Regelung zu Schulen finden (Ist die nun abgeschafft?).

    Ebenfalls steht kein Wort zu einer europäischen Drogenverordnung im Vertrag. Diese sei Notwendig, da der Ruf in der Welt nach der Notwendigkeit Drogen und Drogengebrauch zu entkriminalisieren immer lauter wird und die Niederlande neue Wege einschlagen sollen als Ergebnis verändertet Drogentrends.

  • Smily

    http://m.spiegel.de/reise/aktuell/a-864437.html#spRedirectedFrom=www
    Maastricjt hat also wieder offenen türen für ausländer!!!

    • Basjoe

      Leider nein, der Spiegel ist einfach mal wieder schlecht informiert.

      • Da kommt mir ja noch eine ganz andere Idee. Da es ja nun so aussieht, als ob sich in Amsterdam nichts ändert – aber in den Südprovinzen der Zugang für Ausländer verboten bleibt, sehe ich da eine ungerechte Wettbewerbssituation in ein und dem selben Land.
        Die Coffeeshopunternehmer im Süden müssen um ihre Existenz fürchten – die im Norden verdienen sich weiterhin eine goldene Nase. Das kann doch eigentlich nicht sein – wenn das mal nicht eine ganz neue Klagemöglichkeit vor niederländischen Gerichten eröffnet. Ich sehe da einen eklatanten Mangel bei den gerechten, freien Wettbewerbschancen.

      • Basjoe

        Interessanter Punkt.
        Das ist aufjedenfall Wettbewerbsverzerrung.
        Man stelle sich nur mal vor ab 01.01.2013 darf Bier nur noch in Bayern an Ausländer ausgeschenkt werden, was für ein Aufschrei würde folgen? Und das zurecht!
        Allerdings könnte so eine Klage auch nach hinten losgehen, und am Ende darf Amsterdam auch nicht mehr, dann wäre ja wieder alles gerecht.

  • Anonymous

    Woher bezieht ihr denn die Information das venloe und Maastricht nicht wieder aufhaben ? Weil im Spiegel steht es so und ich habe bis jetzt sonst nix gelesen wo steht das die Läden immer noch zu sind .

  • Basjoe

    Warum seh ich grade ne aufgebrachte menge an Spiegel lesern die in Maastricht die Shops stürmen vor meinem inneren Auge? ;)

  • White Widows

    Die niederländischen Gerichte werden sich sicher noch ausgiebig mit den Coffeeshops beschäftigen, da bin ich mir ganz sicher.

    Solange heißt es für uns: Abwarten und Tee trinken.

    • Anonymous

      @ Basjoe
      wie kann der Spiegel so eine Nachricht aktuell verbreiten wenn da
      nicht etwas drann wäre? Die Nachricht ist von Heute!

      • Jenz

        Schlecht recherschiert, schöner Aufmacher, bringt AD-Punkte/Klicks…
        Wär ja nicht das erste mal das der Mainstream halbgares verbreitet. Ich halte uns da im Moment für besser informiert als irgendein Praktikant bei SPON.
        Trenn Dich mal von der Vorstellung da alles was „in der Zeitung“ steht auch 100% wahr ist.

      • Marcel

        Zudem steht dort:

        „Zukünftig sollen Drogenkäufer einen Wohnsitz in den Niederlanden nachweisen. Allerdings obliegt die Durchsetzung und Handhabe den Gemeinden, ob deren Coffeeshops weiterhin mit den Besuchern aus aller Welt handeln dürfen“

        Es steht NICHTS von einem Datum dort. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass die südlichen Provinzen reagieren bevor nicht irgendwas gesetzlich festgehalten worden ist.

        Sicherheitshalber hab ich meinen Venloer Kumpel angesimst, er kann mir zu 100% sagen wie es HEUTE in Venlo ausschaut. Werd das dann hier verkünden.

  • Jenz

    Um das hin und her ob nun wieder verkauft wird oder nicht mal aufzulösen:
    Fährt denn hier keiner in den nächsten Tagen in die alte „Wietpas-Zone“ um mal zu schauen wie es aktuell aussieht?

    • Anonymous

      war erst vor 10 Tagen in Maastricht , mußte auf dem Schwarzmarkt kaufen : (
      Kann aktuell nichts weiter dazu sagen würde aber soooogerne dem Spiegel
      glauben schenken

    • Haze

      Ich fahre morgen abend nach Roermond mal sehen was die sagen.

  • jol

    die shops in venlo und maastricht sind definitiv zu sonst wäre ja das ganze thema vom tisch und ich bin mir ziemlich sicher dass sie auch zu bleiben für die nächsten 100 jahre.nichtmal im artikel steht sowas da steht nur die gemeinden dürfen entscheiden,ob das wirklich so ist weiss man eben noch nicht jeder sagt was anderes.ausserdem sind maastricht und venlo für das verbot von ausländern,die haben ja zuerst rumgejammert und durch die kam der pass überhaupt meiner meinung nach.

  • Ausserdem steht doch im Spiegel-Artikel gar nichts von Maastricht oder Venlo. Der Aufmacher „kommt kiffen“ ist etwas reißerisch, aber im Artikel selbst steht es schon richtig: Zukünftig sollen Drogenkäufer einen Wohnsitz in den Niederlanden nachweisen. Allerdings obliegt die Durchsetzung und Handhabe den Gemeinden, ob deren Coffeeshops weiterhin mit den Besuchern aus aller Welt handeln dürfen. Amsterdam hatte sich bislang gegen das Verbot ausgesprochen.

    Und in den Kommentaren steht beim ersten, das Maastricht und Venlo die Regelung (gegen Ausländer) haben – das ist eine Reaktion auf die Aussage im Artikel, dass sich Amsterdam gegen das Verbot ausgesprochen hat. Ich hab den Artikel auch mal kommentiert.

    • Jenz

      Aber selbst der Spiegel kann doch anhand der vorliegenden Infos gar nicht sicher sagen wie die „lokalen Regelungen“ aussehen werden und vor allem WAS sie regeln dürfen. Klar würde ich mich freuen wenn es stimmt, das die Städte selbst entscheiden können ob sie Touristen haben wollen oder nicht aber meiner Meinung nach geben die bisher veröffentlichten Infos das nicht her!

      Nol van Schaik ist für sich sehr überzeugt, das Haarlem selbst entscheiden WIRD…
      Woher er den optimismus nimmt schreibt er allerdings nicht.

      http://www.coffeeshopnieuws.nl/index.php/blog/3-articles/170-de-wietpas-die-niet-echt-kwam-maar-ook-niet-echt-gaat-

      Vielleicht bin ich auch icht fähig das Ergebnis der Koalitionverhandlungen zu verstehen aber ich seh da eben noch sehr viel Spielraum. Positiv wie negativ!

      • Marcel

        richtig, solange nichts gesetzlich geregelt ist, können wir nur vermutungen anstellen. Ich vermute wir müssen bis zum 01.01.2013 warten (vielleicht kommt der Entwurf auch was früher)

    • Anonymous

      die Überschrift lautet :
      NL – Coffeshops dürfen Cannabis an Turisten verkaufen.
      “ Kommt Kiffen “
      Habe mich darauf bezogen.

  • Marcel

    Marc Josemanns könnte uns die Frage ob derzeit schon offen ist sofort beantworten^^

    Wobei ich mich Antonio anschliessen muss. …

  • Basjoe

    Irgendwie vermisse ich den Qualitativ hochwertigen Journalismus vergangener Zeiten.
    Hier sieht man grad wieder mal wie ein schlecht recherchierter und reisserischer Artikel Gerüchte in die Welt setzt.
    Ich brauch nicht nach Maastricht oder Venlo zu fahren, und auch nicht Marc Josemanns fragen um zu wissen das die Coffeeshops heute noch immer für Buitenlanders geschlossen sind.

    • Jenz

      Ich bin mir auch recht sicher, das noch zu ist…Denn bloß weil das Ergebnis der Verhandlung ergeben hat das man es ohne den Pass machen WILL bedeutet ja nicht, das das bestehende Gesetz nicht mehr befolgt werden muß. Im Grunde hat sich -Stand heute- nichts geändert. Die Wietpas-Regelung ist nach wie vor Gesetz. Nur die Aussage das es in Zukunft anders laufen soll steht im Raum.

    • pirat

      omg, dieser Artikel ist nicht schlecht recherchiert sondern es steht genau das drin was hier diskutiert wird und was bekannt ist. Was manche dann daraus lesen ist deren Problem.
      Ich bin dem Spiegel sehr dankbar, das er einem großen Teil in Deutschland bekannt macht das der Weedpass gescheitert ist,und das die niederländische Drogenpolitik nicht das „böse Cannabis verbietet bzw Coffeeshops schließt! Den genau das war die Reaktion hier das“selbst das liberale Niederlande“ die CS`s schließt.
      Also danke für diesen Titel und bis bald in Adam!

      • Basjoe

        „Coffeeshops dürfen weiter Drogen an ausländische Touristen verkaufen“

        Wenn das nicht schlecht Recherchiert ist kann ich es nur noch als dreiste Lüge bezeichnen.
        Klar stellen sie das im Artikel wieder einigermassen klar, aber der Aufmacher ist trotz allem unterste Kanone.
        Die Überschrift hätte auch so in der Bild stehen können, aber freu Du dich ruhig.
        Ich erwarte von Spiegel einfach mehr, bin aber noch von Augsteins zeiten verwöhnt.

      • An Augsteins Zeiten kann ich mich auch noch erinnern. War früher regelmäßiger Spiegel-Leser. Aber die Qualität hat schon abgenommen. Vor allem „Grass-Pass“ – mit Günther Grass hat der ja wohl nichts zu tun. Wenn schon übersetzten hieße es ja wohl Graspass.

        • Bitte verwechsele nicht den Spiegel mit Spiegel Online… Haben die selbe Flagge, aber sind unterschiedliche Produkte. SpOn ist wesentlich mehr Boulevard als der Spiegel.

      • Basjoe

        Jo, aber auch Der Spiegel in Druckform hat in den letzten Jahren gewaltig nachgelassen.
        Ich persönlich habe mein Abo 2002 infolge der Berichterstattung über den 11. September und dem darauf folgenden „Kampf gegen den Terror“ und die Hetze gegen Muslime gekündigt.
        Da wurden sachen geschrieben über die ich mich heut noch schwarz ärgern könnte..

  • Anonymous

    war heute in venlo…wohne nur 20km entfernt auf deutscher seite. shops für ausländer bleiben weiterhin geschlossen. der besitzer vom noppes meint dass die letzte hoffnung ist wenn die bürgermeister selbst entscheiden dürften. iat aber noch nichts offiziell….musste auf der strasse kaufen. vorm noppes……

    • Marcel

      das ist doch mal ne Auskunft!

    • Die gleiche Antwort habe ich heute auch bekommen. Es weiß keiner wirklich was genaues aber es gibt eben noch Möglichkeiten die hoffen lassen. Venlo hatte so wie ich das mitbekommen habe sowieso seit dem Projekt Hektor keine all zu großen Probleme mehr mit der „Overlast“. Denn Roots/Oase haben an der Grenze eigentlich die meisten Touris bedient. Beim Nobodys Place, Huzur und Kleijn Maar Fijn hielt es sich wohl in Grenzen. Wobei es beim Huzur und Nobodys auch für die Anwohner Parkhäuser und Stellflächen gibt die man als böser Drogentouri gar nicht besetzen konnte. Ich hab jedenfalls nie Probleme gehabt dort was zu finden und es war auch nie übertrieben viel los. Nicht mal an sonnigen Wochenenden. In Maastricht ist das anders, da kommen auch nicht nur Deutsche sondern auch genug Belgie und Franzosen. Viele Shops liegen mitten in der Stadt. Da ist das mit der Overlast vieleicht noch was schlimmer.

  • Anonymous
  • Anonymous
    • Basjoe

      Das mal ein interessanter Link zum Thema.
      Zeigt wie wenig derzeit selbst Bürgermeister zum Umfang sagen können.
      Was mich aber stutzig macht, darin wird behauptet das man als Utrechter dann auch nur Lokal in Utrecht’s Shops kaufen darf!?
      Oder hab ich da nen Übersetzungsfehler meinerseits drin?

      • Marcel

        Interessanter ist der Satz:

        Per 1 januari 2013 blijft het Utrechtse beleid ongewijzigd.

        Heisst, ab dem 01.01. ändert sich in Utrecht NICHTS!

        Somit auch keine Ausländer – und wenn ich den Bürgermeister richtig versteh – auch nirgends anders.

      • Marcel

        nein, Basjoe du hast recht. Er sagt das nur Utrechts Einwohner die Shops aufsuchen dürfen. Im Prinzip hat sich also nichts geändert. Nur das man den Wietpas selbst nicht mehr braucht, Aber die bestimmungen scheinen die selben zu bleiben – zumindest in Utrecht.

      • Das steht da tatsächlich so. Allerdings glaube ich das nicht wirklich. Immerhin gibt es in NL ja auch genug Städte ohne Coffeeshops. Dann müsste man ja nicht nur in Nedeland, sondern zusätzlich noch in einer Gemeinde mit Coffeeshop wohnen um noch was kaufen zu dürfen. Das kann so also nicht sein. Allerdings waren schon bei der Einführung bestimmte Gebiete/Anzahl von Personen pro Coffeeshop vorgesehen. Die Coffeeshopunternehmer in Haarlem schreiben das ja in der Einleitung zu ihrem Keurmerk-Konzept. Das in Haarlem ein Schop für 10000 Einwohner gedacht war und es wohl noch ein Umland mit 400000 Einwohnern gibt, die sich ebenfalls in Haarlem versorgen.

    • Basjoe

      Wenn ich das alles jetzt richtig verstehe bleibt der Stichtag 1 Januar 2013.
      Ab da dürfen dann nur noch Einheimische mit Melderegister auszug in Ihre Lokalen Shops. Wir Ausländer ERSTMAL nicht. Und das im ganzen Land.
      Das Baby Wietpas hat wohl nur eine Namensänderung erfahren.
      Einziger mir ersichtliche Besserung ist der Wegfall des Privaten Clubs und der Registrierung.
      Unterm Strich hat sich für uns rein gar nichts geändert.
      Hatte mir von der PvDA bisschen mehr erhofft.

  • Jenz

    So, hab mir mal die Mühe gemacht den original-Text zu lesen:
    http://www.kabinetsformatie2012.nl/actueel/documenten/regeerakkoord.html

    Wörtlich steht dort [übersetzung von mir]:

    “ De wietpas vervalt, maar de toegang tot coffeeshops blijft voorbehouden aan
    ingezetenen die een identiteitsbewijs of verblijfsvergunning, samen met een uittreksel
    uit het bevolkingsregister kunnen tonen. De handhaving van dit ingezetenencriterium
    geschiedt in overleg met betrokken gemeenten en zonodig gefaseerd, waarbij wordt
    aangesloten bij het lokale coffeeshop- en veiligheidsbeleid zodat er sprake is van
    lokaal maatwerk. “

    [Der Wietpas entfällt; aber der Zugang zu Coffeeshops bleibt Einwohnern vorbehalten welche einen Identitätsbeweis oder eine Aufenthaltsgenehmigung in Verbindung mit einem Auszug aus dem Melderegister vorweisen können. Die Handhabung dieser Zugangsregeln geschieht in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden und nötigerweise in mehreren Phasen, wobei sie abhängig sind von den örtlichen coffeeshop- und sicherheits-regeln so das lokale Anpassungen möglich sind.]

    • De bestrijding van drugstoerisme en georganiseerde drugsmisdaad zetten we met
    kracht door. Drugsrunners en illegale straathandel pakken we hard aan. Het gehalte
    werkzame stoffen in softdrugs wordt aan een maximum gebonden.

    [Den Kampf gegen Drogentourismus und organisierte Krimminalität werden wir mit Macht durchsetzen. Drogenhändler und illegalen Stfrassenhandel packen wir hart an. Der gehalt von wirksamen Substanzen in weichen Drogen wird auf ein maximum gedeckelt.]

    So, das ist der offizielle text. Jetzt kann jeder selber interpretieren was er bedeuten soll. SPON macht da auch nichts anderes. (Hoffentlich haben sie den originaltext überhaupt gelesen..;-)

    Für mich steht da eindeutig: Keine Ausländer erwünscht! Wie ihr das macht, liebe Gemeinden, ist eure Sache. Zur Not könnt ihr das gestaffelt einführen. Der Verweis auf die lokalen Coffeeshop-Regelungen ist schwer zu qualifizieren…Ich kenne diese Regeln im einzelnen ja nicht. Aber der Satz das man hart gegen Drogentouristen vorgehen wird stimmt mich nicht grade zuversichtlich. Es macht doch keinen Sinn erst zu fordern, das man nur mit Pass und GBA in einen Shop kommt und dann zu sagen: „aber wenn ihr es lokal anders regeln wollt, dann macht mal.“ Da hätte man ja auch alles lassen können wie es war.

  • Sebastian

    Hab auch einen Artikel
    http://www.dutchnews.nl/news/archives/2012/10/wietpas_scrapped_but_coffee_sh.php
    Das mit der THC Begrenzung und Gleichsetzung mit Cocain und H ist ja wohl eine Farce.
    Wie wollen die das denn Kontrollieren ?

    • Basjoe

      „Last year a report for the government said marijuana with more than 15% THC – the active ingredient in the drug – is so dangerous it should be classed alongside heroin and cocaine.“

      Möcht ja eigentlich über solch einen Unsinn Lachen, wenn es nicht im Halse stecken bleiben würde.
      Da fehlen einem echt die Worte….

      • Jenz

        Damit passt man sich den USA an. Dort ist Hanf eine „Schedule I Drug“.

        Geil finde ich auch das man sich dabei immer nur auf den reinen THC-Gehalt bezieht. In den Verbrennungsrückständen von Cannabis befinden sich 100 te von Stoffen die alle irgendwie zusammenarbeiten. Das noch bekannteste Beispiel ist das CBD. Der reine THC-gehalt ist nur EIN Merkmal von gutem Gras. Aber so ist es den Menschen besser/leichter zu verkaufen…Es wäre zum Lachen (wie vieles in der Drogengesetzgebung) wenn es nicht so traurig und so bezeichnend für unsere Zeit wäre. Komplizierte Sachverhalte werden dem Wahlvolk nicht zugemutet. Statt dessen wird vereinfacht und verfälscht bis zum geht nicht mehr.

        Was ich mich dabei frage ist: WARUM? Woran macht man diese 15% Grenze fest? Warum 15% und nicht 12 oder 18? Das ist doch rein willkürlich. Wurden dutzende, an einer Überdosis THC verreckte, Haschisch-Junkies aufgefunden? Welche Auswirkungen hat denn ein höherer THC gehalt? Hat das überhaupt mal ein Wissenschaftler untersucht, ausser an Mäusen? Ich krieg Puls!

  • Anonymous

    Es gibt eine Registrierung sogar eine Zwangsregistrierung, welche extrem gut getarnt ist. Vater Staat weiss ganz genau wer, wieviele GBAs beantragt hat. Allein deshalb, weil sie Kostenpflichtig sind und auch Meldebehörden müssen Buch führen. Das peilt nur keiner wirklich, selbst Niederländer nicht, gestern erst meinte einer, hab ich gar nicht dran gedacht!

    • Marcel

      Zumindest lässt es sich anhand des GBA nachvollziehen – weiß nicht wofür sonst noch so ein GBA gebraucht wird. Aber eine Meldebestätigung habe ich in BRD noch NIE gebraucht. Wird in NL nicht anders sein.

      Das ist ja auch der Grund warum viele NL´er sich den WP nicht geholt haben. Den GBA brauchten sie ja auch für den Wietpas. Nun ist halt nur die beantragung des Passjes weggefallen (den man übrigends im Coffeeshop per Aufkleber auf seinen Ausweis bekommen hat!). Das ist überkrass. Ich stell mir grad ne normale Verkehrskontrolle vor, und ich zeige meinen Ausweis mit dem Wietpass aufkleber. Was dann wohl los ist.

      • Wie heftig – das wusste ich ja noch gar nicht. Kein Wunder, dass kaum einer den Wietpas wollte. Den bösen Stern-Vergleich der sich mir gerade aufdrängt unterlasse ich aber. Trotzdem ist das ja eine Stigmatisierung vom feinsten. Man stelle sich einen Niederländer mit Wietpas-Aufkleber auf dem Ausweis vor, der in die USA reist. Den lassen sie evtl. gar nicht rein. Weiß noch von meiner USA-Reise die bescheurten Fragen bei der Visa-Beantragung. Da fragen sie ja auch nach Drogen.

      • Ich bin Mitte 20 und hab mir in meinem Leben jetzt zwei mal so eine Bescheinigung geholt. Einmal war es fürs Bafög (gabs trotzdem nicht) und beim zweiten Mal war es für eine Versicherung. Es dürfte in den Niederlanden auch nicht üblich sein sich alle drei Monate so ein Formular zu holen. Ich denke schon, dass da recht schnell klar ist wozu die Leute das brauchen.
        Ganz so viel Anonymität wie erhofft wird die neue Regelung wohl nicht schaffen.

  • Anonymous

    Ja das ist echt heftig. Ich verstehe die Erleichterung, welche das Koalitionsvertrag auslöst nicht. Es geht den Niederländern nicht besser und werden auf gut Deutsch verarscht.

  • Belgier

    In den Niederlanden lebende Ausländer fallen dann durchs Raster… die müssen die Meldebestätigung nämlich zusätzlich zum Ausweis mit sich führen. Bei denen ist 4x Meldebestätigung holen ganz normal… ;-)

    • Marcel

      wusste ich nicht… wieder was gelernt. Aber nur EU-NichtBürger!? Als EU Bürger dürfte der ganze Mist doch wegfallen?

      • Marcel

        allen ein schönes Halloween! Ich geh jetzt Kürbisse schubsen :-D

      • Belgier

        Nein, das gilt auch für EU-Bürger. Man bekommt ja keinen NL-Pass. Man behält den der eigenen Nationalität auf welchem KEIN Wohnsitz vermerkt ist. In B wurde mal diskutiert, ob man den DIN-A4 Zettel nicht gegen einen Aufkleber auf dem Pass ersetzen könnte – NEIN – damit würde der Pass ungültig.

    • Sebastian

      Dito viel Spass

    • Anonymous

      Irgendwie schoss mir sofort durch den Kopf, dass Ausländer mitlerweile in den Niederlanden auch „Abschaum“ sind, von daher wird wohl wollend dann die gute Buitenlanders mit Drogenkonsumenten in den ein und den selben Boot zu setzen. Die VVD macht mir angst, ehrlich …