Statements aus Utrecht und Amsterdam

So langsam melden sich einige Bürgermeister zu Wort. (Bevor alle in Jubelschreie ausbrechen: Bedenkt bitte, dass noch kein Gesetz verabschiedet wurde! Was „lokale Anpassungen“ bedeutet, sind immer noch Spekulationen!)

Amsterdams Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) wurde zur neuen Regelung befragt und was er gedenke zu tun. Er sei zufrieden, dass der umstrittene Wietpas nun doch nicht kommen würde. Das wichtigste der neuen Regelung sei, dass es lokale Anpassungen geben kann. Er sei der Meinung, dass in Amsterdam eine andere Situation herrsche als beispielsweise in Maastricht (Somit hat er das ganze ein klein wenig souveräner ausgedrückt als Onno Hoes, der seine Besucher als „Abschaum“ beschimpfte). Daher denkt er nicht, dass er die Menschen in Amsterdam unglücklich machen müsste. Eberhard, ich liebe Dich! ;-) Hier findet Ihr das Video seiner Befragung. Vielleicht interpretiere ich da zu viel rein, aber für mich wirkt er erleichtert!

Und auch von Aleid Wolfsen (PvdA), dem Bürgermeister von Utrecht gibt es ein Statement. Auf Anfrage von Rachel Crowe (Mitglied im Stadtrat) sagte er, dass im ersten Quartal 2013 in Utrecht erstmal alles so bliebe wie bisher (und in Utrecht gibt es keinen Wietpas). Danach würde er mit dem Rat zusammen entscheiden.

So wie es aussieht, darf ich also meinen Arsch behalten ;-). Und ich gehe auch noch weiter mit meiner Prognose: Ich denke, dass die niederländischen Druckereien nicht wesentlich mehr GBA-Auszüge drucken müssen als bisher!

 

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Marcel

    Dein Wort in Gottes Ohr Stefan!

    • Ich überlasse das lieber der Vernunft und nicht irgendwelchen religiösen Hirngespinnsten ;-)

  • White Widows

    Vielleicht könnte Opstelten was dazu sagen ..

    Frag doch mal beim niederländischen Justizministerium an, ob er zu einem Statement bereit wäre

    ;-)

    • Ich habe bereis viele Anfragen an bekannte Köpfe gestellt.
      Nol van Schaik, Wernard Bruining, Marc Josemans… etc.
      Von einem Politiker habe ich aber leider nie eine Antwort bekommen.

  • Das hört sich für Utrecht und Amsterdam gut an. Ich kapiere zwar bis heute nicht, was in Maastricht so anders war als in Amsterdam (außer das es in Amsterdam noch mehr Drogentouristen gibt), aber ich will mich ja nicht beschweren. Dann ist halt mehrmals im Jahr ne längere Reise drin. Trotzdem schade die Coffeeshops zwar vor der Haustür zu haben, aber nicht mehr rein zu dürfen. Wie ich schon woanders schrieb, halte ich die Wettbewerbssituation für eine Klagemöglichkeit. Die Coffeeshopunternehmer im Süden fürchten um die Existenz. Die im Norden verdienen sich eine goldene Nase. Ob das so sein darf?

  • jol

    http://www.easyvoyage.de/aktuell/drogen-fuer-touristen-in-holland-erlaubt-9593
    noch eine news.finde lustig dass sie hier den cannabis cup als veranstaltungstipp anbieten

    • Gianni

      Quelle Spiegel online!!

  • Anonymous

    geht jemand von euch zum Cup? wie läuft das ich würde vielleicht gern zum vielleicht (hoffentlich nicht) letzten gehen.

    Wenn das so kommen sollte, kann sein, dass auch andere Städte wie Venlo, Enschede, Brenda, Adam und viele andere auch Harlem für uns Touris (den Anfang lasse aus Stolz bewusst weg) offen bleibt …

    Das klingt vorsichtig gut ;)

    • Wäre ja gerne mal da, aber der Eintrittspreis ist mir dann doch zu krass

      • pirat

        Brauchst ja nicht gleich einen Judgepass, dann gehts schon!

      • Basjoe

        250€ sind schon kein Schnäppchen. darin enthalten sind auch lediglich die Eintrittspreise für die verschiedenen Veranstaltungen. Die Rauchproben in den Shops selbst darfst nämlich auch selbst bezahlen, die sind nicht in den 250€ enthalten wie viele denken.

      • pirat

        Manche Seminare sind kostenlos und die Party am 20.11 kostet 20€ Eintritt.

      • Anonymous

        Danke euch, vielleicht ist dann besser in den Shops die Ernte durchprobieren und dann vielleicht zur Party.

        Goodness auch noch ein Judgepass, ich kann mich gar nicht mehr entscheiden welches Wort schlimmer ist. Pass, Ivo, Overlast oder doch lieber Drogentouristen?

        Tja und das ist dann keine Overlast, wenn die Kiffer paar hundert flattern lassen, was?

    • Basjoe

      Kleiner tipp, in den wochen nach dem Cannabis Cup ist in meinen Augen die beste Zeit für einen Amsterdam Trip.
      Dann verkaufen die Shops die Züchtungen die für den Cup bestimmt waren.
      Eine bessere Qualität findet man in Amsterdam zu keiner Jahreszeit.
      Und es ist ruhiger wie beim Cup, keine aufgeblasenen Amerikaner die sich wie Graf Koks benehmen nur weil sie nen Judgepass haben.

      Übrigens gab es letztes Jahr eine grossangelegte Razzia auf dem Cannabis Cup;

      http://de.azarius.net/news/449/Polizei_Razzia_beim_24_High_Times_Cannabis_Cup/

      2 Tage vorher wurde schon Arjan Roskam in einem seiner Greenhouse Läden verhaftet.

      http://www.celebstoner.com/201011235278/videos/news/arjan-roskam-arrested-at-green-house-in-amsterdam.html

      Bin mal gespannt was sich Opstelten dieses jahr ausgedacht hat….

      • Basjoe

        Edit=

        Die Roskam verhaftung war beim vorletzten Hightimes Cup 2010.

        Mea Culpa!

        • @basjoe: Schick mir mal bitte eine eMail

      • Basjoe

        Done.

    • Das einzige, was den „Abschaum“ in Maastricht von den Amsterdam-Touristen trennt, ist das Geld was sie ausgeben. Holländer sind eben Kapitalisten – wie schon im Calvinismus-Artikel geschrieben… 269€ für einen Jugde-Pass ohne Konsumrecht + Fees – nein danke! Das sind Preise für Coffeeschop-Besitzer.

      • Basjoe

        „Das sind Preise für Coffeeschop-Besitzer“

        … oder deren Freunde und Freundesfreunde… ;)

        Ich wunder mich nicht das da jedes Jahr fast immer die gleichen gewinnen.

  • pirat

    Hoffentlich hat es jetzt der letzte Pessimist kapiert was Sache ist.
    Alles geht so weiter wie bisher und die VVD hat ihr Gesicht nicht ganz verloren und das Ausland ist mit dieser „Regelung erstmal ruhig gestellt. Wieder eine sehr pragmatische niederländische Regelung: Eigentlich dürfen Ausländer nicht in die CS`s, aber in der Praxis gehts dann doch. Echt clevere Lösung ;-)
    Jetzt müssen aber alle Aktivisten in der Welt weiter an der Re-Legalisierung arbeiten, im speziellen die Niederländer für ihre „Backdoorproblematik“.
    Evtl fällt ja in einigen Staaten der USA die Prohibition am 6.November. Steter Tropfen hölt den Stein!

    • Revil O

      Ja richtig pirat, sehe das auch so.
      Wenn die Volksentscheide in mehreren Staaten positiv für den Hanf ausgehen sollten oder auch nur in einen z.b. Kalifornien wird das ne riesige Welle in Gang setzen.
      Der Druck auf Obama ist in dieser Frage jetzt schon ziehmlich gross.
      Was will er dann denn zukünftig machen, die DEA ständig in dann fast über 50% seiner eigenen Bundesstaaten weiter so agieren lassen und weiterhin zig Tausende Menschen verhaften lassen.
      Auch in Mittel-und Südamerika bewegt sich seit Jahren in dieser Frage einiges.
      Der Amerikagipfel dieses Jahr hat ne deutliche Sprache gesprochen und man hat den USA fast geschlossen den politischen Mittelfinger gezeigt.
      Wichtig ist auch das Obama die Wahl gewinnt.
      Sollten die Reps das Rennen machen, wird es für die amerikanische Hanfbewegung wieder härter werden denke ich mir.

  • Anonymous

    Spiegel online hat den Bericht korrigiert..war denen wohl doch zu peinlich ;-)
    Ps: Na da hat der Prakitkant wohl Lack gekriegt.. ;-)

    • Da sieht man doch, was wir bewirken können. Mit dem Internet haben die Herrschenden in einer Demokratie ein mächtiges Kontrollwerkzeug bekommen – gut so!

  • shadu

    Für alle die ein wenig niederländisch verstehen.

    ‚Toerist blijft welkom in coffeeshops‘

    http://tinyurl.com/cpbe2wd

    Amsterdam heeft 220 coffeeshops, een derde van het totale aantal in Nederland. Van de naar schatting 7 miljoen toeristen die Amsterdam aandoen, bezoeken anderhalf miljoen een coffeeshop.

  • KifferJan

    Ich denke die Meldung hat, wie Stefan schon schrieb, Hand und Fuß.

    Amsterdams Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) wird sicher wissen, von was er redet und er kennt sicher auch schon die Details der möglichen „lokalen Anpassungen“.

    Wenn dem so ist, werden sehr viele Städte und Kommunionen davon Gebrauch machen und den Abschaum weiter willkommen heißen.

    Maastricht schließe ich davon vorerst mal aus. Aber wie schon geschrieben wurde, sind das dann neue Angriffspunkte für Klagen der Coffeeshopbetreiber aus „ausländerfeindlichen“ Städten.

    Entweder dürfen alle Coffeeshops an Touristen verkaufen oder keiner. Diese Regelung ist Wischiwaschi und wir vor keinem Gericht durchkommen …

    Eigentlich könnten wir nun den Blog „kein Wietpas“ schließen ;-)

    • Der Kampf geht weiter, das Blog bleibt!

      • Revil O

        DAS BLOG MUSS BLEIBEN, EGAL WELCHE ENTWICKLUNGEN!!!!!
        Zu berichten wird es hier genug zu geben werden. ;)

        • Keine Sorge. Die Rolle als „Coffeeshop-Korrespondent“ gefällt mir ganz gut ;-)

  • KifferJan

    War ja auch ironisch mit einem ;-) geschrieben