Kleine Dämpfer aus Tilburg in Breda

Nach dem Jubel von gestern erstmal ein paar Nachrichten, die schwer zu deuten sind.

Zum einem Breda: Der Bürgermeister von Breda, Peter van der Velden (PvdA), ist nicht von Insellösungen in den Niederlanden überzeugt. Die Nachricht aus Amsterdam, dass dort in Zukunft entgegen der regulären Politik, auch an Ausländer verkauft werden soll,hält er für ein falsches Signal. Das würde die Touristen verwirren und sie glauben lassen, dass man überall im Land frei kaufen darf. Die Cannabis-Politik müsse eindeutig sein. Soweit, so gut. Aber gleichzeitig betonte er auch, dass er sich freue, dass die „Overlast“ durch den Drogentourismus massiv zurückgegangen sei. Ein Klassischer Fall vom Wunsch nach einer Eierlegenden Wollmichsau…

Und der Bürgermeister von Tilburg, Peter Noordanus (PvdA) lehnt zwar das Mitführen eines GBA-Auszuges für ab, ist aber für das Vorzeigen eines niederländischen Ausweises. Das das nicht nur eine Diskrimierung von Touristen ist, sondern ebenfalls eine Diskrimierung aller Einwohner Bredas ohne niederländischen Pass ist, scheint er dabei zu übersehen.

Ob die beiden einen goldenen Panda verdienen oder nicht weiss ich nicht so recht. Tendenziell schon, vor allem angesichts der Tatsache, dass beide PvdA-Politiker sind. Aber sicher bin ich mir auch noch nicht…

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Anonymous

    ich sag ja…..es wird so kommen: NUR NIEDERLÄNDER BZW DEREN EINWOHNER DÜRFEN REIN:-) AUSLÄNDER BLEIBEN DRAUSSEN. EGAL OB AMSTERDAM ODER VENLO

  • Anonymous

    Ich gebe es auf zu hoffen ……..

  • Basjoe

    Bleibt doch mal ruhig.
    Es wird grade aufgrund der unklaren Lage wild in beide Richtungen spekuliert.
    Die Bürgermeister wissen teilweise nicht mehr wie wir.
    Ich verstehe grade weder die 100% Optimisten noch die Schwarzseher.

  • KifferJan

    Zum hundertsten mal.

    Solch eine Ausweisregelung ist eindeutig eine Diskriminierung von Ausländern nach dem niederländischen Grundgesetz und wird vor keinem Gericht Bestand haben. Da verwette ich meinen Arsch drauf.

    Mit der Abschaffung des Wietpas und der Clubregelung hat sie die neue Regierung, und besonders Opstelten, ein Eigentor geschossen.

    Das wird denen wohl langsam klar …

  • Anonymous

    Ein klares Eigentor:-)

  • Anonymous
  • KifferJan

    Die Tagesschau bringt es auf den Punkt: „Ein Flickenteppich aus Hasch-Regelungen“

  • pirat

    lass die doch alle quatschen und spekulieren, Es wird immer Politiker geben,die zum großen Teil sogar wider besseres Wissen,irgendwelche Forderungen raushauen um sich zu profilieren. Klar ist auch daher das es auch die nächsten Jahre immer wieder Rufe und Versuche geben wird den CS`s Knüppel in die Beine zu werfen und am besten alles schließen zu wollen! Daher jetzt erstmal weiter freuen und sich dann weiter für die Anerkennung und Re-Legalisierung auch hier bei uns einsetzen und alles wird gut.

  • nils

    viel zu unklar alles….

    • mike

      In nijmegen im dreadlock ist so ne leuchtschrift am laufen…da steht dass man sich darauf vorbereiten sollte dass ab dem 01.01.13 eventuell eine niederländische id benötigt wird…..scheisse die haben das geilste super silver haze….

  • Das der Bürgermeister von Breda gegen Insel Lösungen ist muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Ich kann auch nachvollziehen, dass er das nicht gut findet. Es sollte aber einfach jedem klar sein, dass in Amsterdam auch weiterhin an Touris verkauft werden muss. Ansonsten wird da keiner mehr seine Ruhe haben und massig Geld geht denen dann auch durch die Lappen.
    Das spricht aber dann dafür den diskriminierenden und rechtlich sehr wackeligen Ausschluss von Ausländern überall wieder zu verwerfen und an Stellen wo dadurch Overlast entsteht, gezielt vorzugehen. Wenn man hunderte von Menschen damit beschäftigen kann einen aussichtslosen Kampf gegen Dealer auf der Straße zu führen, dann kann man auch die Overlast angehen.
    Ich wette, dass man eher wieder überall auch Ausländer bedienen darf, bevor man Coffeeshops in Amsterdam zwingt sie abzuweisen.
    Man wird sich also wohl entscheiden müssen ob man entweder Extrawürste erlaubt oder einfach wieder alles wie vor dem Wietpas gestaltet. Alles andere würde wohl besonders in Adam im Chaos enden.

    • Elli

      es könnte auch so bleiben wie jetzt, mit dem Verbot in Limburg etc. Vielleicht sogar die wahrscheinlichste Lösung. Deshalb auch die lokalen Ausnahmen. Dann hätte man die besonders „bedrohten“ Overlastgebiete geschützt und die Nachbarländer wären zufriedengestellt.

      • jgreeen

        Es fahren doch jetzt schon massenhaft Leute einfach durch die Wietpasprovinzen bis sie wieder was bekommen. Dann wird wahrscheinlich die erste Stadt die auch Touristen in CS lässt das neue Ziel.
        In Venlo hat sich der Drogentourismus ja auch scheinbar nur verlagert und sich nicht so wie erwünscht reduziert. Dort ist man ja der Meinung, dass alles recht ist um die gestiegene Overlast wieder auf das Maß vor dem Wietpas zu bringen. Auch wenn das heißen sollte, auch wieder Ausländer zu bedienen. Die Stadt war ja mt dem Projekt Hektor und den Shops an der Grenze gut dabei.
        Wer nur für sein Weed dort hin kam der war meist nie in Venlo selbst. Alle anderen die z.B. auch noch was zum Shoppen bleiben, werden ja auch trotz Coffeeshopverbot kommen.

  • KifferJan

    Eben, evtl. und unter Umständen vielleicht oder auch doch nicht :-)

  • Anonymous

    hhahhahahaha……der letzte Kommentar von KifferJan ist der geilste. Er hat so Recht. :-)

  • Luxemburger

    Die Coffeeshops in Amsterdam werden mit Sicherheit immer für Ausländer geöffnet bleiben.
    Dafür sorgen schon der Bürgermeister und die Coffeeshopbesitzer!

    Was wollen die Holländer auch mit 220 coffees in Amsterdam?

    Ich hoffe nur dass so schnell wie möglich in Maastricht die Türen für Ausländer wieder öffnen :)

    Die Politker und Polizei sollten sich an wichtigeren Aufgaben widmen, wo sie vieleicht einwenig mehr Ahnung haben.

    Ich wünsche euch trotzdem noch viel Glück!:)
    MfG aus Luxemburg

  • jdekek
  • Anonymous

    JETZT OFFIZIELL: AMSTERDAM BLEIBT FÜR TOURISTEN OFFEN:-))))))))

  • Anonymous

    Laut Opstlten soll er in den Grenzregionen aber bleiben……Hoffe nicht Nijmegen….

  • Anonymous

    Aber Danke Ivo du BAUER dass wir wenigstens weiterhn die AMSTERDAMER SHOPS geniessen dürfen….

  • Anonymous

    Und was genau ist an der Grenze Overlästiger oder Illegaler als in ADAM? Ich hoffe die Gemeinden springen Ivo an den Hals, das ist ja sowas von unfair.

  • Anonymous

    Leute was ist wenn ihr die Schutzzone Amsterdam verlässt? Gut die Jenige welche nichts mitnehmen ist klar, aber die anderen? es gibt nun 2 Grenzen zu überqueren. Nach Adam und nach Hause. Die Lösung ist ja noch beschissener.

    • KifferJan

      Schutzzone Amsterdam? Hääää?

      Klar, Opstelten wird an den Stadtgrenzen von Amsterdam Hundertschaften der Politie aufstellen lassen und alle Leute kontrollieren, die das Kifferparadies verlassen.

      Wo hast du denn diesen Schwachsinn her ???

      • Anonymous

        Ich finde Ovi zu unterschätzen wesentlich schwachsinner, ja fast dumm.

  • Anonymous

    Für die Spielchen fällt mir nur noch eines ein: Krijg‘ toch allemaal de tering.

  • KifferJan

    Das mit der „Insellösung“ steht rechtlich auf sehr wackeligen Beinen, das sollte Opstelten als Justizminister eigentlich klar sein.

    Entweder dürfe ALLE Coffeeshops der Niederlande an Touristen verkaufen oder keiner. Entsprechende Klagen der grenznahen Coffeeshops werden sicher nicht lange auf sich waten lassen.

    Bin mal gespannt, welche neuen Schikanen sich Opstelten zukünftig einfallen lässt, um den Coffeeshopbetreibern das Leben weiter schwer zu machen oder die Touristen langfristig doch draußen zu halten.

    Schade, dass wir hierzu noch kein Statement von Marc Josemans aus Maastricht haben.
    Aber wie Stefan schreibt, hat er derzeit viel um die Ohren.

  • dampfzeit

    Voll das Chaos, keiner weiss was genaues. Das Gehampel um die Drogentouristen wird nie aufhören, dass sehe ich genauso. Man sollte sich davon nich jeck machen lassen. Hauptsache das Thema Legalisierung ist immer im Gespräch, vieleicht klappt es ja noch in diesem Leben.
    Je mehr Chaos, desto länger dauert eine Entscheidung. Hoffentlich kriegen die Herren Politiker sich richtig in die Haare.

    • Hamburger Jung

      Gehampel: Du sagst es treffend.

      DAS sind ja auch die wirklichen Probleme auf unserer schönen Mutter Erde. Ich finde, das Ganze verkommt langsam zu einer großen Farce.

      Die Sache hat aber durchaus auch was positives. Ich denke, dass auch das restliche Europa für das Thema sensibilisiert wird und kapiert, dass man den Genuss weicher Drogen wie Gras nicht so einfach verbieten kann und wenn man es doch versucht, die Sache schnell nach hinten los geht.

      Ich wohne in Hamburg und hier ist heute schon seit jeher kein großes Problem, an öffentlichen Plätzen an Weed zu kommen. Das ist schon fast normal, obwohl die Polizei schon seit Jahren mit regelmäßigen Razzien immer wie versucht, den Drogenhandel zu unterbinden. Und? Nützt es was?

      Schlimmer finde ich es, dass unser Gras vom Schwarzmarktmafia immer mehr mit allem möglichen Dreck gestreckt wird und diese Mafia sich dumm und dusselig verdient.
      Und was macht unsere Regierung? Nimmt es billigend in Kauf, das der deutsche Kiffer sich immer mehr vergiftet. Ich finde sowas unverantwortlich …

    • jgreeen

      Richtig, im Grunde zeigt die Sache doch eines sehr deutlich: Menschen wollen Cannabis in einer angenehmen Umbebung konsumieren und nicht von irgendwelchen Typen auf der Straße kaufen. Wenn sie das nicht in ihrem Land tun können, dann gehen sie dort hin wo es besser ist. Erst recht wenn man ihnen pausenlos erzählt wie sehr die Welt doch zusammenwächst.
      Neben der Wietpas Geschichte bin ich übrigens fest überzeugt, dass Cannabis irgendwann legalisiert wird. Es gibt genug Zeichen, immer mehr Politiker schließen sich an und die Generation der Betonköpfe wird auch irgendwann abgelöst. In den USA und in Südamerika ist momental viel in Bewegung.

  • White Widows

    Man stelle sich mal vor Bayern würde verkünden, dass ab 01.01.2013 kein Bier mehr an Touristen verkauft wird. Was denkt ihr würden die deutschen Gerichte dazu sagen?

    Nichts anderes passiert gerade in den Niederlanden ….

  • KifferJan

    Ich habe beim Duschen gerade nochmal über die Meldung nachgedacht :-)

    Wenn van der Laan von Opstelten höchstpersönlich den Segen hat, dass die Coffeeshops seiner Stadt ab 01.01.2013 weiter an Touristen verkaufen dürfen, ist diese Meldung die Sensation.

    Überlegt doch mal, würde unser Betonkopf Ivo dem zustimmen wenn er nicht genau wüsste, dass die Ausreiseregelung rechtlich gar nicht durchzuführen ist? Er ist der Justizminister und muss es ja schließlich wissen.

    Ich denke dass war das Ende des Versuches, die Drogentouristen zu verbannen, und das im ganzen Land.

    Oder sieht das jemand anders? Stefan?

  • Belgier

    Ja, ich sehe das anders! Das Opstelten und van der Laan ohne Unterschriften, Gesetzestexte u.ä. so ein Ding beschliessen können… Hallo? Das hat zu 100% NICHTS mit demokratischen Verhältnissen zu tun. Selbst jedes die Legalität befürwortende Parlamentsmitglied müsste laut aufschreien! Ihr lasst euch alle einlullen von dem „Wort“ das Opstelten dem van der Laan gab. Hallo? Ihr vertraut derzeit EINZIG auf Ivo! Kein Papier, keine Unterschrift…

    • KifferJan

      Argh, immer diese Pessimisten …

      Warte ab, die Gesetzesänderung wird schon sehr bald kommen. Wahrscheinlich ist sie sogar schon in Arbeit.

      Was viele nicht wissen: Van der Laan ist gelernter Rechtsanwalt und er würde sicher nicht derart vorpreschen, wenn die Sache nicht zu 100 % rechtlich in Ordnung UND mit Opstelten abgestimmt wäre.

      • Anonymous

        in jedem land der welt mit funktionierendem rechtssystem, bis auf auf ein paar diktaturen natürlich , gilt der gleichheitsgrundsatz, insellösungen wird es in den niederlanden nicht geben, falls doch, wird sich irgendjemand, ob befürworter oder gegener bis an das EUGH durchklagen und recht bekommen.
        die niederlande wird um eine eindeutige position nicht herumkommen entweder der schritt zu mehr repression oder hin zur liberalisierung, die jetztige gemengelage ist für keine seite befriedigend.
        es kann auch nicht das ziel von amsterdam sein , welthaupstadt der weichen drogen zu werden, das mit sicherheit nicht nur positive folgen haben dürfte..

  • Anonymous

    @KifferJan

    Sehe ich absolut genau so. Maastricht, wir kommen bald wieder :-)

  • Belgier

    Pessimistisch? NEIN! Aber ich habe keinen Bock auf unbegründeten Optimismus… da könnte ich mich nämlich irgendwann mal ziemlich ärgern… Schön kritisch betrachten und beurteilen, auf mein pers. Fixdatum 01.05.2013 wartend kann ich nix falsch machen.
    Sollten wir auch im Süden wieder in Coffeeshops kommen werden meine Frau und ich betimmt auch wieder alte Gewohnheiten aufleben lassen und ich zusätzlich meinen gesamten Bedarf „als Dank“ über CS decken.