Offener Brief an den Botschafter des Königreichs der Niederlande

An seine Exzellenz den Botschafter des Königreichs der Niederlande Marnix Krop,

bereits in meiner Schulzeit habe ich gelernt, dass das Königreich der Niederlande Sinnbild für einen modernen und liberalen Staat ist. Ob es um Gesundheitspolitik, Sterbehilfe, Umgang mit Homosexuellen, Abtreibung oder Drogenpolitik geht: Stets war der niederländische Weg unkonventionell und innovativ. Etwas, worauf die niederländischen Bürger und ihre politischen Vertreter stolz sein konnten, und immer ein Vorbild für die Nachbarländer in Europa.

Auch war ich bei Besuchen Ihres Landes stets von der Gastfreundschaft und dem ansteckenden, positiven Gemüt des niederländischen Volkes beeindruckt.

Die vielfach kritisierten „Coffeeshops“ waren für mich immer mehr als ein nur Ort, an dem ich unkompliziert Cannabis erwerben konnte. Sie boten Raum für internationale Begegnungen, Sinnbild für ein friedliches, multikulturelles Miteinander.

Mir ist durchaus klar, dass es immer auch Probleme gab: Der unerlaubte Drogenschmuggel, Belästigungen der Anwohner, Streitigkeiten.

Jedoch halte ich einen Ausschluss von ausländischen Gästen für den falschen Weg, diesen Problemen zu begegnen. Es setzt ein falsches Signal in die Welt. Ein Gefühl, nicht erwünscht zu sein macht sich in den Köpfen breit und bedroht den Weg zu einem vereintem Europa und einer friedlicheren Welt.

Auch auf dem Münchener Oktoberfest, der Hamburger Reeperbahn oder bei internationalen Sportereignissen gibt es Probleme, ein Ausschluss bestimmter Bevölkerungsgruppen wäre jedoch keine Lösung.

Daher bitte ich Sie, auch im Namen aller Leser von „Kein Wietpas!“, sich für eine weltoffene Handhabung der Coffeeshoppolitik Ihres Landes einzusetzen. Internationale Beziehungen sollten nicht nur zwischen den Staaten, sondern vor allem zwischen den Menschen stattfinden.

Hochachtungsvoll

Stefan Müller, Betreiber von keinwietpas.de

Im Namen aller Leser und Mitautoren

Der Brief wurde der Botschaft auch postalisch zugestellt.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Klaus

    Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

    • Anonymous

      Klasse , kann ich so Unterschreiben !!!

  • Anonymous

    Hey …echt gut :) Mehr fällt mir jetzt nicht ein.
    Gruss Ruh aus dem verrauchtem Berlin :P

  • Anonymous

    Hoffen wir das es was bringt, finden die Aktion mehr als gut.
    Vielleicht sollte das jeder machen dem die niederländische Coffeeshop Kultur am Herzen liegt.

    Heute Holland und morgen die ganze Welt

  • Sebastian

    Danke, ist hiermit von mir unterzeichnet.

  • Elli

    Von mir auch. :-)

    • Anonymous

      Sehr gut !

      *virtuell unterschreib*

  • Da ich ja Mitautor bin, muß ich virtuell ja nicht noch unterzeichnen – mache das aber hiermit.

    Es ist mir ebenfalls ein Anliegen, dass der Vetreter der Niederlande in Deutschland erfährt, dass die Regelung zum Ausschluß von Touristen viel Unmut hervorgerufen hat, der für das bilaterale Verhältnis – zumindest zwischen den Menschen einfach nicht gut ist, ganz egal wie man zur Drogenpolitik eingestellt ist. Die Art der Regelung und all die Umstände im Vorfeld dieser Maßnahme, wurden nicht nur von Deutschen, sondern auch von vielen anderen benachbarten Europäern – z.B. von Belgiern, Luxemburgern und Franzosen als diskriminierend aufgefasst, weil sie so gar nicht ins offene Klima eines vereinten Europas passen.

    Jenseits der juristischen Möglichkeit dazu, verstehen viele Gäste der Niederlande nicht, warum sie plötzlich nicht mehr dürfen, was den Einwohnern der Niederlande zugestanden wird. Das passt mit der Idee der Freizügigkeit in Europa nicht zusammen. Das gerade die Stadt Maatricht, die sich als Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2018 bewirbt, dort mit schlechtem Beispiel vorangeht, kann ich persönlich überhaupt nicht verstehen. Als Aachener bin ich ständig in Maastricht zu Gast und sehe deutliche, negative Veränderungen.

  • Anonymous

    Möchte Maastricht auch nicht als “ Türsteher von NL- Europa “ sehen nach dem
    Motto “ Du kommst hier net rein “ . Was wenn andere sich ein beispiel daran nehmen??
    Was würde dann aus der Welt ? Eventuell kommt mal ein Echo von irgendwo aus Europa
    zurück.

  • xy

    *signed*

    die deutsche geschichte hat gezeigt, dass eine ausgrenzung von ausländern bzw. minderheiten generell zu nichts gutem führt. ein nächster logischer schritt (wenn alle coffeeshops usw. ausgerottet sind) wäre, z.b. schwulen- und lesbenbars zu schließen. über konsumenten von harten drogen brauchen wir gar nicht zu sprechen, die gehören ja eh nicht therapiert sondern knastiert.

  • wilde13

    Perfekt, genial, megageil, sehr fein , Hochachtung, mir fehlen die Worte, Mobo – Supermobo!!!

    Antonio Peri – kann mich Dir auch komplett so anschließen.

    Für mich seid ihr echte Macher, Helden! Ich bin stolz auf Euch und seit Anfang Mai süchtig nach – kein wietpas –

    Danke!

    • Das geht runter wie Butter!

      • wilde13

        Das soll es, ich würde Dir auch direkt eine Dankestüte bauen und frisches Wasser in die Bong machen!

    • Von mir auch lieben Dank – tut gut wenn das eigene Engagement auch gewürdigt wird.

  • Peter

    Gute Worte – hoffen wir das sie gehört werden.

  • Gerd50

    Vielen Dank für euren Einsatz mobo und Antonio. Ich presse Daumen und Zehen
    dafür, das dieser Brief dazu beiträgt, krumme Gurken wieder krumm sein zu
    lassen :-)

  • fuchsbaufistel

    unterschreibe ich direkt. gute jungs

  • pirat

    sehr schön, geile Aktion!

    übrigens kann sich jeder über die derzeitige Drogenpolitik auch unseres Landes bei z.B den Bundestagsabgeordneten seines Wahlkreises beschweren oder fragen warum man Cannabisgebraucher immer noch kriminalisiert. Auch hier hilft das Internet z.B bei

    http://www.abgeordnetenwatch.de/

    • Anonymous

      @pirat
      gut zu wissen und so einfach.
      Besser als nichts zu tun.

      • pirat

        eben und je mehr von den ca 4 Millionen Hanffreunden sich diesen Wahnsinn nicht länger gefallen lassen desto eher muß die Politik handeln!

      • pirat

        wenn nur 10% von uns Kiffern so umtriebig wie hier z,B mobo u Antonio wären der Weg zur Re-Legalisierung wäre nicht mehr weit,!

  • pirat

    Ich hoffe ich darf hier ein Buch zum Thema empfehlen. Falls nicht einfach löschen, Hab da kein Problem falls mobo das hier nicht möchte.
    Zitat aus dem Klappentext: „Das Thema ist momentan sehr aktuell, vor allem wenn man die Einführung des „Hanfausweises“ in Süd-Holland bedenkt. Außerdem wird in dem Buch deutlich, wie schräg die niederländische Duldungspolitik bezüglich Marihuana ist“ .
    http://www.bod.de/index.php?id=1132&objk_id=906056#.UK51jPli0Cs.facebook

  • Jack

    *unterschreib*

    Und nochmals DANKE für deine tolle Arbeit Stefan. Wir alle hier wissen das zu schätzen …

  • Signed by Pit

  • Jenz

    Schöne Aktion! Weiter so!

    Sogar die Engländer kommen laaaangsam zur Vernunft.
    http://www.spitsnieuws.nl/archives/buitenland/2012/10/cannabis-moet-legaal-worden

    Fragt sich ob aus dieser Studie (mit vorhersehbarem Ergebnis..:-) Aktionen folgen.

  • bushdoctor

    Das kann ich nur unterschreiben!
    Ich finde es eine klasse Idee, den Botschafter der Niederlande anzuschreiben.

    Möge die Stimme des Volkes gehört werden…

  • Jonny

    Geef potheads een eigen eiland, na 5 jaar zijn ze morsdood omdat ze geen moer uitvoeren.

    • Jenz

      Een eigen eiland…Waar kan ik daar aanmelden?
      Na 5 jaar, is er zeker een goede samenleving ontstaan.

  • Marcel

    Morgen Zusammen!

    Ich hatte gestern einen sehr interessanten Geschäftstermin. Jetzt muss ich aufpassen wie ich das „verpacke“….

    Zur Erklärung: Ich arbeite bei einem grossen deutschen Konzern und bin für Real Estate Dinge zuständig. Wir hatten gestern besuch von 2 Amsterdamer Investoren die sich für Portfolien in Deutschland interessieren. Es handelt sich also um die sogenannten „Oberen 10.000“ und somit auch um sehr „Lobby“ starke Menschen. Ich habe beim Mittagessen (da ja nun auch die Washington Post berichtete…) einfach mal „dumm“ gefragt was sie von der ganzen Geschichte halten. Der Tenor hat mich persönlich nicht verwundert allerdings schon sehr erschrocken.

    Ich fasse mal zusammen:

    Die Niederländer (gerade die mit „Einfluss“) sind es einfach satt in der gesamten Welt als das „Kiffervölkchen“ (Originalton :-)) angesehen zu werden. Immer wenn Geschäftsmann A in Urlaub fährt, und er erwähnt von wo er kommt – wird er sofort mit Drogen in Verbindung gebracht. Was gerade im wirtschaftlichen Bereich fatal ist. Investoren hören gar nicht zu oder vermuten andere „Geschäfte“. Dies würde einen wirklich realen Schaden für die Volkswirtschaft hinter sich her ziehen der GRÖßER ist als der Gewinn der durch die Coffeeshops auf staatlicher Seite eingefahren wird. Da die Niederländer ja nunmal ein Handelsvolk sind wurde eine einfache Gewinn-/Verlustrechnung gemacht. Zumal die Reputation in der Welt „unbezahlbar“ ist.

    Nachtigall ik hör Dir trappsen……

    • Basjoe

      Wundert mich jetzt nicht.
      Die Niederländer haben ehrgeizige Pläne, Amsterdam soll zb London als Finanzmetropole Europas ablösen, da möchte man sich betont seriös geben.
      Da passt es halt nicht ins Portfolio Drogenhauptstadt der Welt zu sein.

    • Gianni

      Bei manchen mag das wohl sein. Aber weiß aus eigener Erfahrung das andere Geschäftsleute auch anders denken. Wenn hier Leute wie z.b. mein chef der ein Unternehmen mit 800 Mitarbeitern führt sein Bier freitags mit der Belegschaft trinkt. Rauchen die teilweise in NL einen und auch der chef .hab das alles live mit erlebt. Aber konservative gibt es natürlich auch in NL

    • Jenz

      Die Einstellung kann ich bedingt nachvollziehen. Allerdings kann das auch nach Hinten los gehen. Wenn jetzt in den nächsten 5-10 jahren der Rest der Welt möglicherweise zur Vernunft kommen sollte bezüglich ihrer Drogenpolitik dann stehen die Holländer plötzlich als rückwärtsgewannte Spiesser da. Ob das besser für die Reputation sein würde weiß ich nicht.

      • Die sollten endlich mal wieder stolz auf ihre Liberalität sein. Irgendwie ist es vielen abhanden gekommen.

      • Basjoe

        Oder wir sollten unser romantisch verklärtes Bild vom Toleranten, Liberalen Niederländer überdenken.
        Irgendwer dort muss ja Parteien ala CDA,VVD,PVV wählen sonst wären die nicht so stark.
        Die VVD wurde ja sogar in den Wahlen als stärkste Kraft bestätigt, und somit auch Justizminister und „everybodys darling“ Ivo Opstelten mitsamt seiner Law and Order Politik.
        Das spricht Bände.

    • Hochinteressant sowas mal aus einer solchen Quelle zu hören. Das die Niederlande (insbesondere Amsterdam) in der Welt mit diesem Klischee behaftet sind (vor allem bei denen, die NL nicht gut kennen), ist zwar nichts neues. Das es allerdings solche Auswirkungen auf internationale Geschäftsbeziehungen hat allerdings schon.

      Was soll ich dazu sagen? Das ganze hat natürlich mit der jahrzentelangen Alleinstellung der Niederlande zu tun, die da ja lange gegen den Strom geschwommen sind und eine vernünftigere Politik gemacht haben. Das es dafür Hohn und Spott gibt, sollte uns nicht fremd sein.

      Allerdings (der Name NORML ist ja Programm) wird dieses Klischee, wenn man nur etwas wartet auch wieder abnehmen, wenn sich herumspricht, das mittlerweile in Teilen der USA und weiteren Ländern wie Uruguay oder Tschechien noch mehr im Bereich Cannabis zugestanden wird als in NL.

      Wenn Cannabis von seinem Image (vielen Dank Herr Anslinger) das ja noch immer in vielen Köpfen ist, endlich wegkommt und zu etwas Akzeptiertem und Normalem wird, würde auch der niederländische Imageschaden aufgehoben. Das können die Niederlande natürlich nicht beeinflussen. Zu Klischeemäßig darf Hanf nicht mehr dargestellt werden, daher u.a. finde ich die Kampagnen in den USA so gut. Habe übrigens ein neues „Legalisierungs-Musikvideo“ in meinem Blog online gestellt, das mal nicht nur aus Reggae und Rasta besteht (auch wenn ich diese Musik mag) und auch Promis im Text „outet“ – es muss in den Köpfen ankommen, das Marihuana quer durch alle Bevölkerungsschichten genossen wird. Dann ändert sich vielleicht auch endlich mal das Image.

      • Ein deutscher wird im Ausland auch fast immer aufs Oktoberfest angesprochen, auch wenn viele mit Bierzelt-Atmosphäre nicht viel anfangen können.
        Wenn die Holländer nicht unbedingt Geschäftspartner wären, gibt’s nur eine passende Antwort: „Heul doch!“

      • xy

        ja nun, die amerikaner glauben ja auch die europäer seien alle sexgeil und würden die ganze zeit nur saufen… die üblichen klischees halt.

        frankreich = baguette + wein
        deutschland = bier + autos (ne geile kombo übrigens ;) )
        italien = pizza + mafia
        russland = vodka + mafia
        holland = gras + nutten
        schweden = elche + dicke dinger
        and the list goes on.
        so what?

      • Sebastian

        nee Holland = Käse Windmühlen

      • xy

        huch, gleich zwei klischees!
        *duckundweg*

    • jgreeen

      Also das wundert mich nicht so wirklich. Mein Onkel wohnt in den Niederlanden und hat einen Zulieferbetrieb für die Werften. Der hört so was auch immer wieder. Es gibt echt genug Leute die denken, die Niederländer wären alle dauerbreit.
      Auch ich kenn die Sprüche wenn ich erzähle wo ich studiere.
      Allerdings ist das doch ein Problem der unaufgeklärten Gesellschaft die von der Cannabiskultur nicht mehr kennt als die Medienhetze oder Harold & Kumar Filme. Da muss man gegen arbeiten und sich das Geschäft zunutze machen. In Colorado und Washington laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und es wird schon über größere Investmentmodelle nachgedacht.
      Mit ihrer chaotischen Politik tun die Niederländer sich aber auch keinen Gefallen. Eher das Gegenteil wird der Fall sein und die selbst können ja jetzt quasi wie gewohnt weiter in die Shops und haben nebenher den wieder erstarkten Schwarzmarkt. Ihr eigenes Image dürfte da nicht besser werden.

    • Elli

      NL hat seit 30 Jahren keine wirschaften Probleme oder? Was sind das für Argumente?

      NL ist ein effektives und wirtschaftlich erfolgreiches Land, trotz Kiffer. Da bist du halt an aufgestachelte Cannabis-Gegner geraten. Die Kluft bei diesem Thema ist groß und hat sich in letzter Zeit zu einem enormen ideologischen Konflikt gesteigert. Kann sein, dass in den Chefetagen Cannabis kristisch gesehen wird, aber die Argumente sind für die Tonne.

      • Wie gesagt, fast jedes Land hat etwas, auf das man reduziert wird. Sollte niemand zu ernst nehmen.
        Nicht jeder deutscher trägt Lederhosen oder säuft Bier auf dem Oktoberfest. Nicht jeder Irländer glaubt an Elfen, nicht jeder Italiener isst den ganzen Tag nur Pizza und Pasta, nicht jeder Russe ist ein Alkoholabhängiger Vodkasäufer etc. Sollen die halt heulen. Oder beweisen, dass die anders sind.
        Oder einfach mal ne Tüte Rauchen, dann kommen die auch klar ;-)

  • Marcel

    Ich habe mein Bild der toleranten und innovativen Niederlande schon vor Jahren überdacht. Schön war die Zeit – aber leider Vergangenheit. Auch die Niederländer sind Opfer der Globalisierung geworden.
    Verabschiedet Euch von diesem Land – und wendet Euch eurem eigenen zu – hier gibt es genug handlungsbedarf. Wenn ich dann allerdings den neuesten Kommentar unserer Drogenbeauftragten höre – krieg ich schon wieder übles Aufstossen.

    http://www.derwesten.de/politik/drogenbeauftragte-kiffen-ist-keine-bagatelle-id7297353.html

    • Basjoe

      „Sie verwies auf die Zahlen der wegen Drogenproblemen erstmals behandelten Patienten: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) sei vergangenes Jahr wegen Cannabis-Konsums in eine Ambulanz gekommen.“

      Stimmen die Zahlen denn?
      Kann das grad nur schwer glauben was die olle Mechthild da verzapft.

      Ich persönlich kenne KEINEN der jemals wegen Cannabiskonsum in der ambulanz war.

      Erfindet die solche Zahlen morgens aufm Pott?

      • Marcel

        Les mal die Kommentare durch. Jeder Jugendliche der in den BRD wegen Cannabiskonsum verurteilt wurde – wird auch zur Suchtberatung geschickt. Das ist die „Ambulanz“. Alles sehr verfälscht und medienwirksam aufgebauscht.

        Im übrigen erfasst die Bundesregierung in ihrem Drogenbericht Cannabiskonsumenten nur bis zum 30igsten Lebensjahr. Alles was älter ist – fällt weg…..

        • Danke für die Information. Das letzte war mir neu! Juhu! Ich Falle aus dem Raster!

      • Gianni

        Und wenn einer in der Ambulanz war dann nur wegen den folgen der Prohibition. Also gestrecktes weed geraucht und Atem Probleme. Die soll sich ihren Wein trinken und endlich Platz für moderne Politik machen

      • Marcel

        Dieser „Drogenbericht“ ist eine absolute Phars.

        Hier ist der Auszug auf dem sie sich bezieht:

        „Der Anteil der Drogenpatienten, die wegen ihres Cannabiskonsums ambulant behandelt werden, liegt seit einigen Jahren bei etwa einem Drittel (2011: 34.7 %). Bei denjenigen, die das erste Mal in Suchtbehandlung sind, liegt der Anteil der Cannabisfälle bei 56,6 %.

        “Das zeigt, dass Cannabis keineswegs eine harmlose Droge ist. Besonders der Langzeitkonsum kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen sowie zur Abhängigkeit führen“, so die Drogenbeauftragte. „Deshalb dürfen wir mit unseren Bemühungen nicht nachlassen, über die Gefahren des Cannabiskonsums aufzuklären. Wir müssen schon Jugendlichen verdeutlichen, dass Cannabiskonsum gerade im Jugendalter mit besonderen psychischen Risiken verbunden ist.“

        Nun, wenn man die über 30jährigen dabei nimmt, sinkt diese Zahl meiner Meinung nach immens. Auch in der veröffentlichen Zahl der angenommen Kiffer sind über 30 jährige übrigens ausgenommen. Mach Dich mal beim DHV schlau Stefan….

      • Denn die meisten die mit 30 noch kiffen habe ihren Konsum unter Kontrolle. Die anderen haben schon früher gemerkt, dass die damit nicht klarkommen und aufgehört. Das ist genau das typische, was ich zur Wahrnehmung von Suchtmedizinern geschrieben habe: http://antonioperi.wordpress.com/2012/11/14/verzerrte-wahrnehmung-warum-gerade-suchtmediziner-keine-objektiven-experten-sind/

        Ach zum Thema „Therapie statt Strafe“ steht da was. Es ist einfach Fakt, dass nur der kleine Teil der Problemkonsumenten und der durch die strafrechtliche Verfolgung „in Therapie gezwungenen“ Konsumenten wirklich statistisch erfasst sind. Das ist die einzige Gruppe, zu der sie echte Zahlen haben – somit ist diese überrepresentiert und wird immer für die angeblichen Risiken herangezogen.

      • Marcel

        Mich würde ernsthaft interessieren wieviele Dauerkonsumenten und Gelegenheitsraucher es in der BRD zwischen 18 und 99 gibt. Aber leider kann man das nur Schätzen. Gefühlt werden es eine ganze Menge sein. Ich meine in den letzten 20 Jahren in meiner Umgebung einen stetigen Anstieg der Konsumentenzahlen bemerkt zu haben. Das kann aber auch subjektives (durch die Subkultur) bedingtes „Bemerken“ sein. Wenn man sich nur mit Freunden umgibt die alle rauchen, wird es schwer mit „normalen“ Leuten befreundet zu bleiben. Daher vergrößert sich der Freundeskreis eines Kiffers zwar aber er bleibt unter seines gleichen. Ist schwer zu beurteilen. Jedenfalls wird im Drogenbericht lediglich nur die Spitze erfasst.

        • Es ist unmöglich genaue Zahlen zu erfassen, ist alles nur eine Schätzung.
          Klar leben wir in einer Filter-Bubble und gewinnen daher oft den Eindruck, dass es JEDER macht, aber so falsch kann es nicht sein: an JEDER verfickten Dorftankstelle gibt es lange Blättchen und KEINER schaut doch schief an, wenn du welche haben willst.
          Sorry für den Kraftausdruck ;-)

      • Marcel

        Ja, das hab ich mich auch schon gefragt – eigentlich müsste man mal die Absatzzahlen von OCB & Co checken – dann bekommt man wenigstens einen Peilwert was die gerauchten Tüten angeht….

        Ich finde aber auch das es wirklich mehr geworden ist. Im Sommer bin ich die Rheinpromenade hier in Köln runter gelaufen und hab auf ca. 600m 70 brennende Tüten gesehen…. Sagt keiner was – war toleranter als in NL ;-) Ebenso ist der Kauf wesentlich einfacher geworden….

        • Ich schreibe OCB mal an und frag mal nett nach ;-)

    • Als ich von 1999 bis 2002 in Berlin gewohnt habe, habe ich mir öffentlich auch einen viel offeneren Umgang mit Cannabis angewöhnt. In den damals angesagten Kneipen rund um die Oranienburger Straße (durchaus mit gemischtem, aber tolerantem Publikum samt Touris) machte eine Zeitlang sogar jemand seine Runde der ganz offen aus einem Korb wie Rotkäppchen Spacecakes verkaufte – und die hatten es durchaus in sich. Hat keinen gestört.

      Wenn man im Sommer draußen vor dem Restaurant saß, sagte der Kellner nichts, wenn man da eine Tüte rauchte. Selbst in der Donau Bar in Wien war das Usus.

      Als ich zwischendurch auf Urlaub in Aachen war, hab ich da selbe hier im Außenbereich eines Restaurants/Kneipe gemacht und prompt Hausverbot bekommen. Glaube die Nähe zu den Niederlanden hier war daran schuld. Konnte ja jeder der wollte rüberfahren. Aufgrund der nahen Alternative Holland, gab es hier keine Oasen, wo es akzeptiert wurde. Was Marcel aus Köln berichtet erlebe ich nun auch hier. In den diversen Parks hier sitzen im Sommer nun auch viele Menschen die öffentlich kiffen. Das es überall schon seit langem eine Auswahl langer Blättchen und Filtertipps (manchmal sogar Blunt-Blättchen) gibt, heißt das, dass diese ja auch nachgefragt werden. Ist ja ganz selbstverständlich. Daher sage ich ja immer: Bei den Politikern ist die Realität noch nicht angekommen.

      • Marcel

        Manchmal Blunts? Gehört hier zur Kioskgrundausstattung – genauso wie das Kiffer“päck“. Süßigkeiten für 2 EUR gemischt. Kann man so in jedem Kiosk in Köln bestellen – ohne komische Rückfragen. Der Umgang ist sehr viel lockerer geworden in den letzten Jahren – das ist wohl war. Hier gab es ja schon Kiosks die Gras verkauft haben…. Ehrenfeld gab es 2 Stück.

      • maastourist

        @Marcel: Man sollte Köln nun auch nicht zur Kifferhochburg verklären, die Joints in Parks kreisten auch schon vor zwanzig Jahren. Wer außerdem auf der Suche ist, dem fallen die Tütchen nicht direkt vor die Füße, für gute Qualität muss hier schon einiges an Aufwand betrieben werden. Selbst dann gibt es nicht die große Auswahl wie in den niederländischen …, ach, ihr wisst schon.

  • Heute beginnt der Prozess vom Tilburger Shop Toermalijn. Ich hoffe heute Abend gibt’s darüber was zu berichten.
    http://www.toermalijn.com/

  • jgreeen

    Sehr gut Mobo, da steh ich komplett hinter!

  • Anonymous
  • Nummer 14

    Geniale Aktion. 100 % Unterstützung. Unterschreib.

  • maastourist

    Trotzdem, mobo, sehr gute Aktion!!

  • Marcel

    Gute Nachrichten aus Venlo:

    http://www.l1.nl/nieuws/195335-venlo-wil-weer-buitenlanders-coffeeshops

    Ist aber von Anfang des Monats. Bemerkenswert: Der Overlast hat sich seit dem Wietpas verdreifacht!

    • Ist vom 01.11. zu dem Zeitpunkt hieß es noch „lokale Anpassungen“ möglich.
      Marcel, immer aufs Datum achten!

      • Marcel

        hab doch dabei geschrieben anfang des Monats…. sollte ja nur zeigen das der Bürgermeister DAFÜR ist Touris rein zu lassen

        • An anderer Stelle hat er aber auch schon anderes behauptet. Alles labertaschen.

    • jgreeen

      Also Wim Dijkstra hat als Übergangsbürgermeister gesagt, dass er die Overlast welche die Deutschen angeblich verursachen nicht wieder haben will. Allerdings hat der ausdrücklich nicht ausgeschlossen, dass sie wieder in die Coffeeshops dürfen wenn man entsprechende Vorkehrungen trifft. So wie ich ihn verstanden habe, müsste man dabei aber wieder auf Shops direkt an der Grenze setzen. Er sagte auch, dass die Vorgaben der Regierung einfach zu unausgegoren sind um damit vernünftig zu arbeiten.
      Martin Camp sieht wohl Amsterdam ein bisschen als Vorbild und kann sich vorstellen, dass die dortigen Umsetzung auch für Venlo taugen KÖNNTE. Aber auch da gibt es ja nichts was wirklich verlässlich ist. So wie ich es aus diesem älteren Interview deute http://www.l1.nl/video/venlo-wil-drugstoeristen-terug-1-nov-2012#.UK-gQYajJ8F sind in Venlo anscheinend sowohl VVD als auch PvDA sehr offen. Lediglich die Leute der CDA sperren sich als gute Christen gegen einen liberalen Umgang.
      Naja momentan lohnt es sich wohl trotzdem immer noch nicht viel zu spekulieren. In der ganzen Sache herrscht noch zu viel Chaos. Allerdings wird das aus meiner Sicht langsam lächerlich.
      Irgendwann sollte man die Ideologie hinten anstellen und professionell arbeiten. Das gilt besonders für Leute wie Opstelten. Die stehen im Dienste der Bürger und veranstalten auf deren Kosten ein lächerliches Affentheater.
      Ich lege meine Hoffnung da eher in die Justiz die vieleicht endlich mal ein Machtwort spricht.

  • jkjkjk

    die klage wurde bereits 2 mal abgewiesen,aber gut ein versuch ist es wert,aber ich denke kein gericht wird pro cannabis entscheiden das wäre mal ein wunder

  • Anonymous

    klage wird meiner meinung nach abgewiesen. die werden wieder mit dem fucking argument kommen dass cannabis ja eigentlich illegal ist und deswegen greift das diskriminierungsgesetz nicht. nur einwohner der niederlande, also auch dort lebende ausländer dürfen rein. meiner meinung nach diskriminierung!!!

    • jgreeen

      Dabei ging es darum ob man geschlossene Clubs schaffen darf die keine Ausländer zulassen. Das System ist aber abgeschafft und die Coffeeshops sind wieder normale Läden mit der Lizenz um geduldet bestimmte Cannabisprodukte zu verkaufen. Es ist fraglich ob man unter diesen Bedingungen damit durchkommt. Momentan versucht man einfach sein Glück und hofft, dass es keiner so richtig merkt.

      • micha

        gut zu wissen….stimmt sind ja keine clubs mehr. dann koennte allerdings die sache wieder anders aussehen. das waere dann wirklich diskriminierung.

      • jgreeen

        Ist es auch, die Frage ist nur ob man jetzt wieder dreist genug ist um den sinnfreien War On Drugs über geltendes Recht von souveränen Staaten zu stellen. In Anbetracht des Konflikts zwischen den USA und der UN wird das jetzt noch interessanter. In Colorado und Washington pocht man nämlich mit Recht auf die Entscheidung der Bürger während die UN an ihren internationalen Verträgen hängt. Das wirft auch ein gewisses Licht auf die Situation in den Niederlanden.
        Allerdings sollte man sich nicht zu sehr auf Gesetze verlassen. Die gelten in der Regel nur so lange sie den Mächtigen recht sind.
        Abwarten, mehr kann man nicht machen.

  • thaerior

    Pirat schrub: „wenn nur 10% von uns Kiffern so umtriebig wie hier z,B mobo u Antonio wären der Weg zur Re-Legalisierung wäre nicht mehr weit,!“

    Genau das ist der Weg, der zu gehen ist!

    => Schreibt Leserbriefe/Kommentare wo es nur geht
    => unterstützt den DHV (auch finanziell !!), der direkt in Berlin sitzt und noch am ehesten auf Parteipolitik Einfluss nehmen kann.
    => „Folgt“ den Cannabis-Kanälen auf Twitter und Facebook! Sobald dort die Followerzahlen explodieren, wird die Presse berichten und die breite Öffentlichkeit wird den absurden Argumenten der ewig Rückständigen auch nicht mehr folgen können.
    => Und reibt gerade auch CDU-Anhängern ihre scheinheiligen Argumente immer wieder in sezierter Form unter die Nase

    Es wird nur funktionieren, wenn alle ein Stück dazu beitragen!

  • Anonymous

    Soweit ich weiss, wird der Botschafter nicht mit seine Exzelenz angesprochen, das ist für Ihre Königliche Hochheit der Königsfamilie vorbehalten. ABER ich unterschreibe mit auch mit seine seine Exzelenz.

  • Anonymous

    Wurde er veradelt? Ehrlich ich dachte seine Exzellenz wäre nur für Adelige vorbehalten, wie ich sehe täusche ich mich.

    • Das ist nunmal die amtlich korrekte Anrede für ausländische Botschafter.

  • Botschafter ausländischer Botschaften werden mit: „Ihre Exzellenz“ angeredet – Botschafter Deines eigenen Staates nennst Du einfach nur: „Herr/Frau Botschafter/in“

  • Gerd50

    Ich möchte nochmal auf Marcels Erlebnis mit den zwei holländischen Investoren
    eingehen.

    In der Schweiz gab es Ende der siebziger eine starke Jugendbewegung.
    Ereignisse rund um Drogen beschäftigten nicht nur die Schweizer sondern
    auch das internationale Kapital. Zitat aus der Konkret 10/80 von Günter Amendt:

    >>Und doch ist Kriminalität das richtige Stichwort, um die Vorgänge in Zürich und anderen Schweizer Städten zu verstehen. Es geht um die Vertuschung krimineller Handlungen und die
    Aufrechterhaltung eines kriminellen Klimas. »Die Liste der durch das Bankgeheimnis gedeckten kriminellen Handlungen ist praktisch endlos«, schreibt der Schweizer Soziologie-Professor Jean Ziegler, Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion des Nationalrats in seinem Buch »Eine Schweiz über jeden Verdacht erhaben«. So haben die Vertreter der Schweizerischen Volkspartei (SVP) schon recht, wenn sie von einem »gefährlich vergifteten Klima« sprechen. Sie liefern – wohl unbeabsichtigt – eine Erklärung für die konsequente und rücksichtslose Machtpolitik von Stadtbehörde und Polizei.

    Was sich in Zürich abspielt, gefährdet in der Tat das Investitionsklima und den Fluß des Fluchtkapitals, von dem die Schweizer Volkswirtschaft lebt wie kein anderes Land der Welt. »Im weltweiten kapitalistischen System spielt die schweizerische Oligarchie eine zentrale Rolle: die des Hehlers«, schreibt Ziegler. Fluchtkapital von Diktatoren und Killern, Latifundienbesitzern und Dealern, Steuerbetrügern und Mafiosi fließt auf die Konten der Schweizer Großbanken. Die Schweizer wurden zu »Komplizen einer Politik, die die Welt verwüstet.<<

    Die Niederlande sind mit der Schweiz nicht vergleichbar. Doch momentan geht es
    der Coffeeshop Kultur ähnlich an den Kragen wie damals der Schweizer
    Jugendbewegung. Inwieweit ein 'vergiftetes' Investitionsklima eine Rolle spielt,
    wäre interessant zu erfahren. Kein Hanf für Ausländer in den Coffeeshops halte
    ich jedenfalls für ein vorgeschobenes Argument, hinter dem knallharte
    Wirtschaftsinteressen stehen.