Gastbeitrag: Rotterdam wird Herkunft nicht kontrollieren

Vielen Dank an unseren Leser Nimrod für den Gastbeitrag!

Nach diesem Bericht wird es auch in Rotterdam keine Nachweispflicht über einen Wohnsitz in den Niederlanden geben. Danach gab der Bürgermeister bekannt, dass es diesbezüglich keine Kontrollen in den Coffeshops geben wird, man also wie in Amsterdam von dem Recht der Gemeinden zur Eigenregelung gebrauch machen werde und die Coffeshops allen, auch Touristen, weiterhin zugänglich machen will.
Zwar trifft dies keine Aussage über andere Gemeinden, insbesondere nicht über die grenznahen holländischen Städte, aber die ganze Idee des Ausschlusses von „Nichteinwohnern“, sprich den bösen Drogentouristen, wird immer mehr zu einem Flickenteppich.
Mit etwas Glück steht am Ende Maastricht alleine da als einsame Insel der diskriminierenden Drogenpolitik.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Marcel

    Naja Maastricht und Nijmwegen…. gibt noch einige die folgen werden. Aber das wird kein Dauerzustand.

    • Revil O

      Glaube ich auch nicht!!
      Man wird schon sehen was man davon hat und wird mit der Zeit erkennen müssen das es nicht funktionieren wird.
      Denn selbst unsere niederländischen Brüder und Schwestern werden mehrheitlich keinen Bock haben alle 3 Monate zum Meldeamt zu rennen und sich durch nen angeforderten GBA-Auszug als Kiffer zu outen und dafür dann auch noch jedesmal einige Euros hinzublättern.
      Man wird dann auch nach andere Städte ausweichen oder halt den lokalen Schwarzmarkt beglücken der nun wohl auch in Nijmegen schonmal fett in den Startlöchern steckt!!

      • micha

        ja die dealer in nijmegen stehen schon tatsächlich in den starlöchern!! man wird jetzt schon angesprochen

  • Anonymous

    Nicht nur dort, wollte gestern in Enschede Weihnachtsgeschenke kaufen und gemütlich eine rauchen dannach, und wurde am Bahnhoft gleich von farbige angesprochen sogar auf Deutsch, was mir eigentlich noch nie passiert ist, auf einmal können sie sogar Deutsch im eigenen Land. Sicher wollten sie das nicht, aber gut Angebot und Nachfrage, danke Kapitalismus ;)!

    • Nachts, wenn die Shops zu sind wird man auch schonmal angesprochen.

  • Anonymous

    Das war gestern um ca. 17 uhr nicht Nachst wenn alles schläft.

    • Wollte damit nur sagen, dass es Strassendealer auch in Enschede schon immer gab. Das Erlebnis nachts hatte ich vor knapp 10 Jahren.

      • Anonymous

        Sorry und ich wollte nur sagen, dass wir diesem Zustand mit den Niederländer zusammen, der verwirrende Lage zu verdanken haben. Sie wollten ein Imaginären Problem beseitigen und haben sich tief ins eigene Fleisch geschnitten und stärkere reale Probleme geschaffen. Letztendlich sind wir alle gegen solche Zustände egal in welchem Land.

      • Gianni

        Das Problem gibts auch in Amsterdam trotz hunderter CS ! Aber es würde unerträglich werden wenn das Residenzkriterium greifen würde. Aber Enschede macht bei dem Theater doch gar nicht mit stand jetzt! Oder hab ich was verpasst?

  • Hemp Friend

    Ich hoffe das sie sichs in Nijmegen noch mal überlegen.Sicher Straßendealer gibt es in fast jeder größeren Stadt in Holland.Sie sind nur in den Städten wo Coffeeshops einst wahren viel penetranter.Rotterdam wählt den richtigen weg, weiter so !!!!

  • lalilu

    Man man man, da hab ich das Pech dass Maastricht die nächste Grenzstadt ist :( Und bis zur nächsten Wahl ists ja noch ne Weile…

  • @lalilu & @antonio
    Eines versteh ich nicht so ganz… ihr sagt immer Maastricht ist eure nächste Grenzstadt oder einzige Möglichkeit…
    Egal wo man in D wohnt… wenn man die Grenze D – NL direkt nimmt ist Maastricht NIE die nächste Grenzstadt!
    Kerkrade, Heerlen, Sittard, Geleen, Eygelshoven
    Mindestens 2 Dieser Städte/Orte MIT Coffeeshop sind immer näher als Maastricht… selbst für mich in Belgien gilt diese 2 Orte Regel noch… ;-)
    Ich bin sehr gespannt was in Sittard/Geleen passiert… da ist ein PvdA-Mann Bürgermeister…

    • Anonymous

      Für mich war Maastricht aucch seit 30 Jahren meine einzige bezugsquelle
      war auch sonst immer super dort , nie auch nur ein Problem dort.
      Und einen alten Baum verpflanzt mann nicht so einfach.
      Schade Maastricht werde dich vermissen.

    • Jenz

      Ja, wir konzentrieren uns hier immer auf die grossen Städte weil von dort auch mal Zeitungsmeldungen kommen. Was mit den ganzen Kleinstädten und Orten/Gemeinden passieren wird würde mich auch mal interessieren. Nach der „SMOKEOUT“ App gibt es in Heerlen und Umgebung 3 Shops, in Sittard einen und in geelen auch noch 3 und in Honsbroek einen…

      • Ich recherchiere regelmäßig zu Kerkrade und Heerlen – aber leider ist dazu scheinbar nichts zu erfahren. Die Gemeindeseiten zu Heerlen sind so unaktuell, dass dort noch vor einer Woche immer noch die Wietpas-Regeln erklärt wurden, und in der NL-Presse findet man auch nichts. Sonst hätte ich dazu hier längst einen Artikel geschrieben.

        Kerkrade und Heerlen sind zwar näher als Maastricht – das stimmt. Aber es ist auch weitaus gefährlicher dort einzukaufen und die Atmösphäre ist nicht so schön wie in Maastricht. Zudem gibt es nach Maastricht bessere ÖPNV-Möglichkeiten, wenn man nicht mit dem Auto fährt. Zudem ist Maastricht auch ein wenig günstiger und die Qualität ist besser + mehr Auswahl als Heerlen oder Kerkrade. Daher ist Maastricht 1. Wahl anstelle von Kerkrade oder Heerlen.

        • Vielleicht kannst du mal ein musterschreiben zur Anfrage an Gemeinden erstellen, wo jeder einfach nur die gewünschte Stadt eintragen muss.

  • Anonymous

    Sry aber ich komm so langsam durcheinader:P Enschede ist jetzt noch frei oder nicht? War da mal in den 90érn. Da waren 2 Shops quasi nebeneinander,nur durch eine kleine Srasse getrennt.Kennt die beiden zufällig einer? Hab leider keine Namen oder so.Waren recht klein aber nett.

    Naja hoffen wir mal das wiegesagt alles gut ausgeht.(Hoffnung stirbt ja zuletzt)Aber so wie es bis jetzt aussieht,denk ich mal werden wir nächstes Jahr ne Tour durch diese ganzen Städte machen.

    Gruss und “ Gut Rauch“ an alle aus Berlin!!!
    Ruh

  • Anonymous

    Enschede ist noch gar nichts, es ist nicht bekannt was Enschede endgültig tun wird. Der Bürgermeister würde gerne wenn es geht, auch Touristen reinlassen, aber offiziell ist gar nichts in Enschede. Ist das soweit klar? Und dass die Dealer schon abticken zeigt wie dringend was getan werden muss! Ist das soweit auch klar? Grüsse

  • Elli

    Wenn sich der Bürgermeister von Rotterdam jetzt so deutlich äußert, kann man davon ausgehen, dass die Städte wirklich selbst entscheiden können, ob sie Ausländer rein lassen oder nicht. Das war ja in den letzten Wochen hier die große Frage.

    • Gianni

      Wie ich schonmal geschrieben habe gehe ich davon aus, dass Ivo die offizielle Mitteilung geschrieben hat um sein Gesicht zu waren. Wenn er sich jetzt hinstellen würde und sagt ihr dürft alle selbst entscheiden wie vorher würden einige Druck auf ihn ausüben und seinen Rücktritt fordern. Hatte es vor einiger Zeit schonmal vermutet aber so langsam fühle ich mich in meiner Meinung gestärkt. Wollen wir mal abwarten was da noch so kommt aber denke das die Gemeinden jedes Kriterium selbst entscheiden dürfen. Und dann haben wir wirklich Insellösungen aber ich glaub eher dann gibt es Diskriminierungsinseln wie Maastricht und Nijmegen. Also das ganze ist schon ein Wechselbad der Gefühle und kann sich wieder täglich ändern, doch ich denke es sieht gut für uns aus!;)

    • Hey Elli,
      also so wie ich das verstanden habe, ist die Umsetzung der Regeln durch die Gemeinden komplett frei ausgelegt. Das heißt, die könnten wohl auch nur einmal im Jahr ne Kontrolle machen und die auch noch mit allem Zipp und Zapp ankündigen. Oder sie machen einen auf Hardliner und schauen da quasie jeden Tag mal nach.
      Da gibts viele Möglichkeiten.

  • Anonymous

    m.M.n. ist alles wie vor dem Wietpas auch, das Coffeeshop-Modell war seit jeher für die Niederländer gedacht, die Gemeinde vor Ort gab/gibt den Rahmen vor und war/ist für den störungsfreien Ablauf zuständig…ich denke einfach, dass es seit jeher die Intention war, die lokale Bevölkerung von den sog. Hard-Drugs fernzuhalten – man bedenke, dass es nicht im Interesse von NL ist, die verkappte Drogenpolitik der Nachbarländer auszubaden und irgendwann im Zeitverlauf hat man halt gesehen, dass die Leute von überall herkommen, um sich „legal“ und gut zu versorgen und den Streit um den Tourist-Ban gibt es nicht erst seit der Regierung „Rutte-Wilders“ auch Braun 1 genannt…selbst Balkenende in der Großen Koalition aus PvdA und CDA wollte hier bis zum Ende der damaligen Legislaturperiode schon eine Lösung herbeiführen, die in den Ausschluss von Touristen münden sollte…das Pilot-Projekt Wietpas bspw. in Limburg zeigt nun aber, dass die simple Verlagerung der Shops aus den Städten wie in Venlo aber schon die adäquateste Lösung war, da die es hier um ein Produkt geht, für das nun mal Nachfrage besteht und die Leute halt eben nicht einfach aufhören zu rauchen