Gastbeitrag: Vom Coffeeshop zum Brix-Dealer. Und wie geht’s wieder zurück?

Ich freue mich immer, wenn ich etwas vom „Grooveman“ lese. Ich schätze seine Kommentare hier im Blog, seine Arbeit für den DHV und natürlich auch sein recht neues eigenes Blog. Daher fühle ich mich auch geehrt, dass er für „Kein Wietpas!“ einen Gastbeitrag geschrieben hat. Vielen Dank dafür!

Seit vor über einem Jahr die ersten Pläne für den Wietpas öffentlich wurden, scheint in den grenznahen Regionen Deutschlands und anderer Länder, eine regelrechte Panik ausgebrochen zu sein. Sehr viele Cannabiskonsumenten waren und sind daran gewöhnt, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu einem fairen Preis zu erwerben, und dabei auch noch eine gewisse Auswahl zu haben. Jetzt sind diese Menschen auf einmal mit einem Cannabismarkt konfrontiert, den sie bisher gar nicht kannten und der ihnen ganz offensichtlich nicht gefällt… Sie wissen ganz genau, dass es eigentlich auch besser ginge, aber die Politik in Deutschland ihnen nichts Besseres zugestehen will. Sie wissen, dass das Verbot kein Naturgesetz ist, sondern von Menschen gemacht und aufrecht erhalten wird.

Deswegen habe ich seitdem die Hoffnung, dass einige dieser Menschen anfangen werden, sich aktiv für politische Veränderungen auch in Deutschland stark zu machen. Im Ruhrgebiet [Anmerkung von mobo: wohl eher Rheinland] hat sich der Cannabis-Colonia e.v. gegründet, und hier auf „Kein Wietpas!“ habe ich auch oftmals Ansätze für ein steigendes politisches Bewußtsein entdecken können, auch wenn sich hier augenscheinlich vieles nur um „das Eine“ dreht. Aber das finde ich völlig OK, denn darum geht es uns Legalisierungsaktivisten ja schließlich irgendwie auch: Wo bekommt man in Zukunft sein Gras her?

Denn sind wir mal ehrlich: Wir müssen das Problem in Deutschland lösen! Eine Rücknahme des I-Kriteriums in den Niederlanden ist keine wirkliche Lösung des Problems, auch nicht für Menschen in Grenznähe. Jede Woche 10-100 km zu fahren, um Cannabis in einem anderen Land zu kaufen, kann – wie ich finde – für niemanden eine langfristig erträgliche Situation sein! Wir brauchen Freiheit und Selbstbestimmung in unserem eigenen Land. Nicht nur um Gras zu kaufen, sondern um auch wirklich Freiheit zu empfinden!

Nun, bis hierhin stimmen mir sicherlich die meisten grundsätzlich noch zu. Trotzdem sehen viele noch keinen besonderen Wert darin, sich mit finanziellem und zeitlichem Aufwand für die Legalisierung einzusetzen. Entweder, weil sie es für völlig unwahrscheinlich halten, oder weil sie denken sie würden sich dadurch öffentlich outen.

An jene, die die Legalisierung jetzt sofort und ohne langen Kampf wollen: Vergesst es! Wir werden das nicht in ein paar Jahren endgültig regeln, aber wir können langsame, kleine Fortschritte machen. Und wir können sogar Fortschritte machen, ohne dass sofort Gesetze geändert werden. Einfach nur indem wir uns mehr zeigen, uns mehr trauen, und uns mehr freie Lebensräume zurückerobern. Wir sollten uns nicht vor unserer Aufgabe verstecken, nur weil es länger dauern könnte als uns lieb ist.

Und an die, die Ängste und Paranoia plagen kann ich nur sagen: Ich verstehe euch! Ich musste mich selber auch langsam rantasten; war anfangs immer mit Sonnenbrille auf Demonstrationen und habe bekannte Aktivisten von der Telefonzelle aus angerufen. Irgendwann gewöhnt man sich daran, dass die Polizei sich nicht besonders für legale Hanfaktivisten interessiert. Und solange man keinen Klarnamen im Internet verwendet, kriegt es auch kein Arbeitgeber mit, was man da macht. Von den Überweisungen an den Hanfverband erfährt sowieso niemand, das ist also die einfachste, sicherste und diskreteste Art um sich zu engagieren. Außerdem: Ein Engagement für die Legalisierug ist noch kein Konsum-Outing. Ihr könnt im Zweifelsfall immer noch behaupten, dass ihr nur gegen das Verbot seid weil viele Menschen darunter leiden, und es gleichzeitig den Konsum nicht reduziert und einen wirksamen Jugendschutz verhindert. Es gibt viele gute Argumente gegen die Prohibition, man muss also kein Kiffer sein um sich politisch zu engagieren.

Ein letzter Grund hält noch viele Menschen von einem Engagement ab, das ist die Vereinzelung. Viele von uns kennen niemand anderen, der sich wirklich aktiv für die Legalisierung einsetzen will, daher fällt es schwer selber aktiv zu werden. Nun gibt es aber immer mehr Gruppen in Deutschland, die langfristig dabei sind und auf eure Mitarbeit warten. Ihr müsst euch nur trauen, mal hinzugehen und Hallo zu sagen. Ich liste hier mal die gefestigten lokalen Gruppen auf.

Frankfurt: info@hanf-initiative.dewww.hanf-initiative.de Website zur Zeit down – Global Marijuana March am 04.05.2013 am Opernplatz, 14 Uhr.

Köln/Ruhrgebiet: http://cannabiscolonia.de/ Hier wird ebenfalls eine Aktion zum 04.Mai geplant, bitte nehmt Kontakt auf.

München: http://www.hanffreunde-muenchen.de/

Hannover: http://ottmob.chillenodergrillen.de/

Berlin: www.hanfparade.de

Ansonsten findet ihr auch im DHV-Forum Menschen aus vielen Regionen Deutschlands, die sich gerne aktiv für die Legalisierung einsetzen wollen. Ich selbst bin dort Moderator, und widme mich in meinem Blog verschiedenen Grundlagendiskussionen und Ideen rund um die alltägliche Legalisierungsarbeit.

Also, lasst uns die Dinge mal in die eigenen Hände nehmen. Immer nur abwarten, verstecken oder meckern bringen niemanden weiter, auch ganz persönlich nicht. Wir müssen als gesellschaftliche Gruppe wahrgenommen werden, die um ihre Rechte kämpft, anstatt sie sich einfach ohne jede Gegenwehr wegnehmen zu lassen. Auch wir sind das Volk!

In diesem Sinne: Lets Legalize it!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Toller Aufruf, groooveman! Danke!

    Es wird langsam wirkich Zeit, das WIR uns organisieren und gemeinsam für die „Legalisierung“ in Deutschland kämpfen. Der Hanfverband bietet dafür die politische Plattform.

    Dennoch sehe ich es NICHT so, dass WIR nicht SOFORT etwas ändern könnten. Alles, was es braucht, ist ein koordiniertes Projekt, dass „unsere“ Sache von einem Tag auf den anderen politisch präsent macht.
    Dafür habe ich das Projekt „Wiet Erstand“ gestartet, das primär alle „Legalisierungs“befürworter sammeln soll, um dann gemeinsam eine Aktion zu starten, die für den einzelnen nicht teuer ist, aber trotzdem zu einer Veränderung führen wird!

    Auch die Hanfparade wäre so eine Möglichkeit, dieses Jahr schon einen Wandel herbeizurufen, wenn dort „aus dem Nichts“ plötzlich 100.000 Menschen demonstrieren würden…

    Also, Leute, auf geht´s!

  • Anonymous

    Sehr geehrter Herr Dr.Bush,was ist mit der Btmg /Aussnahmegenemigungssache geworden?Warten gespannt…

    • Der Autor hier ist Grooveman – nicht bushdoctor. Aber der hat sein Projekt „wiet erstand“ ja bereits online. Schau mal auf das Pingback in den Kommentaren zu seinem Artikel bei mir.

    • Die Sache ist prinzipiell fertig und wäre aus meiner Sicht nun „funktionstüchtig“.
      Einen Punkt kann ICH aber nicht lösen: Man dürfte überall Hanf rauchen, wo auch Tabakrauchen erlaubt wäre… ;-)
      Eine präsentable Veröffentlichung kann ich aber z.Z. nicht vorbereiten, da ich momentan sehr stark auf „Cannabis als Medizin“ fokusiert bin. Dazu erarbeite ich gerade einen Vortrag…

      Tip: Verfolge das Projekt „Wiet Erstand“, denn da gibt´s „häppchenweise“ Neues! ;-)
      http://wieterstand.wordpress.com

  • jdg

    jip auf zur hanfparade, die letzten jahre wurdens schon wieder mehr,vllt knacken wir ja zumindest mal wieder die 10000er-marke

  • Wirlich ein guter Artikel zur passenden Zeit. Ich habe dazu ja gestern hier in den Kommentaren auch schon etwas gesagt. Zunehmend spüre ich eine Front, die sich hier zu bilden scheint. Diejenigen, die nun die Chance für einen wachsenden politischen Aktivismus in Deutschland sehen gegen diejenigen, die nur weiter, wie bisher, in NL einkaufen wollen. Ich denke Dein Artikel @ grooveman könnte da etwas zu Versöhnung beitragen.

    Bei zwei Sachen musste ich jedoch stutzen: mobo hat ja schon richtiggestellt, dass Köln nicht im Ruhrgebiet liegt, und daran sieht man schon, dass Du die Situation an der Grenze wohl sehr aus der Entfernung betrachtest. Es mag die Gewohnheit sein, aber ich fand es 17 Jahre lang keineswegs unerträglich einmal pro Woche oder 2 Mal pro Monat einen schönen Ausflug nach Maastricht zu machen. Das es nahes Ausland ist, machte das ganze noch weitaus reizvoller – eben ein kurzer, netter Städtetrip mit leckeren Spezialitäten (hier meine ich gerade mal eher Kibbeling, Friet, Koffie verkeert und Chocomel etc. als schöne, potente, Haze-Sorten) und wenn es mal schnell gehen sollte war der nächste Shop auch schon in Kerkrade, Eygelshoven oder Heerlen nur 10 km entfernt.

    Das ungute Gefühl war natürlich dann der Rückweg. Auch ich bin in knapp 20 Jahren 2 Mal vom Zoll bei der Einfuhr geringer Mengen erwischt worden. Das war dann natürlich unschön – aber als Grenzbewohner kennt man normalerweise die Umgebung und die Wege, so dass das Risiko natürlich geringer ist als für Ortsfremde.

    Wie Du weißt, versuche ich auch durch mein Blog als Multiplikator für die Legalisierungsbewegung in Deutschland zu wirken. Aber als Bürger der Euregio (das Gebiet zwischen Belgien, Nederland und Deutschland) liegen mir die Nachbarländer ebenso am Herzen. Ein Coffeeshop hier wäre schön, aber das Flair in Holland habe ich auch lieben gelernt und will nicht ab jetzt für immer darauf verzichten.

    Politisch engagieren, kann man sich jedoch nur im eigenen Land – zumindest gilt das für die meisten Leute.

  • Also im Cannabis Colonia e.v. sind nach meiner Informationslage Menschen aus dem ganzen Gebiet Rhein/Ruhr organisiert, genauso wie in der Frankfurter Gruppe auch Menschen aus dem ganzen Umland gelegentlich beteiligt sind. Deswegen (und wegen meiner geographischen Ungebildetheit) die Formulierung mit dem Ruhrgebiet.

    Dass ein gelegentlicher Ausflug nach Holland auch schön sein kann, und ein angenehmer Aspekt des Lebens ist will ich gar nicht bestreiten, auch ich habe die weite Reise schon auf mich genommen. Aber ich finde, es ist nicht genug. Es sollte niemandem genug sein. Es ist einfach nur eine Flucht aus der harten und völlig bescheuerten drogenpolitischen Realität in Deutschland. Ich will aber nicht mein Leben lang flüchten, verstecken und tarnen. Ich will irgendwann mal ankommen.

    @bushdoctor: Du weißt ich stehe hinter dir, aber wir sollten auch nicht die Nerven verlieren, wenn es länger dauert. Ich persönlich bin wirklich schon ganz froh, dass wir nach den Trauerjahren vor 2010 nun endlich eine große und beständig wachsende Hanfszene haben. Das verändert gefühlt schon einiges für mich.

    • Ich habe schon 2006/2007 versucht die, sich verschlechternde, Situation in den Niederlanden im Ldt-Auslandsforum zu thematisieren, weil ich da zu der Zeit Moderator war. Ich kann Deine Aussagen von den Trauerjahren nur bestätigen. Interesse kaum vorhanden und wenn kamen nur Aussagen wie: „Die werden das da nie durchsetzen, Coffeeshops wird es in NL immer geben etc.“ – Die gleiche Leier wie: „Hier wird es niemals legal“.

      Im Grunde waren die EU-Politiker, die seit Beginn der Duldungspolitik Druck auf NL ausgeübt haben dumm. Sie hatten ihr „Drogenproblem“ schön exportiert und alle (Konsumenten die in Ruhe kaufen und rauchen konnten, Coffeeshopbesitzer die sich ne goldene Nase verdienten) waren mit diesem Status-Quo zufrieden. Nun werden sie geballt zu spüren bekommen, dass mit dem Wegfall des „Fluchtpunktes NIederlande“ ein Thema mit Gewalt auf die Tagesordnung drängt, das bislang unter der Oberfläche schlummerte.

      Was nun ansteht wird sicher ehrlicher – aber auch unbequemer.

    • Ja, Du hast sicherlich recht, denn „Schnellschüsse“ landen meistens im Ofen! ;-)
      Dennoch sollten WIR jetzt darauf achten, dass die Fahrt nicht langsamer wird!
      Meine Illusionen, dass es sehr schnell gehen kann sind aber nicht unbegründet: Ich war im Mai 1989 noch in der DDR. Dort hat NIEMAND auch nur geahnt, dass ein halbes Jahr später die ganze DDR „Geschichte“ werden würde…

      Alles was WIR brauchen, sind genügend Menschen, die die Schnauze dermaßen voll haben, dass sie auch bereit sind, etwas zu tun. Und das muss nicht mal strafbar sein, denn WIR können das „System“ auch mit seinen eigenen Mitteln schlagen
      => Wiet Erstand! ;-)

  • 1. Cannabis Colonia direkt angeschrieben. Haben die sich den reorganissiert? Da gab es Probleme mit dem „Vorstand“….

    2. Auch für mich war es nie unangenehm den Weg in die Niederlande zu fahren. Erst waren es nur 5km bis zum Nobodys Place – von Köln aus schon 100km. Trotzdem habe ich immer gern einen Tagesausflug in meine „Kneipe“ gemacht. Und war froh mich nicht auf dem beschissenen deutschen Markt eindecken zu müssen (mit traurigen Augen nach Bayern guck). Kiffer sind soziale Menschen, und ich rauche lieber in einer Gruppe (um mich danach Unterhalten zu können) als alleine für mich zuhause.

    3.Nein, sofort (sprich heute abend) wird sich an unserer Situation nichts ändern. Auch in naher Zukunft nicht – dazu ist die Generation die derzeit an der „Macht“ ist einfach zu verbohrt und die Meinung im Volk noch nicht soweit wie in den USA. Wir spüren die Folgen des Drogenkriegs ja auch nicht so direkt wie die Menschen in Übersee.

  • penisnase

    zumindest in der ländlichen region ist es schwer sich für die legalisierung einzusetzen. ich war letztes jahr unter anderem bei der cannabiscultour, dem gmm und der hanfparade. aber hier in der fränkischen provinz traue ich mich noch nicht mich öffentlich mit infoständen oder einer selbst organisierten demo für die legalisierung einzusetzen. bei uns kann es leicht passieren das wenn man der polizei einmal aufgefallen ist, die einen dann nicht mehr in ruhe lassen.

    • Du hast mein vollstes Verständnis. Manchmal ist es besser, ein paar Kilometer zu reisen für eine Aktion, als diese Aktion vor den eigenen Nachbarn oder Arbeitskollegen zu machen.
      Warst du in Frankfurt letztes Jahr beim GMM? Coole Sache.

  • Ja, Grooveman, motivieren kannst du! :-)
    Schöner Artikel!

  • Anonymous

    Hey Dude,
    sehr schöner Beitrag, Du machst eine tolle Arbeit! Ich hoffe ebenfalls einige Menschen für den Weederstand zu motivieren.

    2013 wird ein gutes Jahr!

    in diesem Sinne,

    TY FOR SMOKING (Howard Marx)

    Cheech300

    • Anonymous

      Was fehlt sind persönlickeiten.
      Menschen aus der Öffentlichkeit die auch dazu stehen und vordern.
      Damit sind jetzt vernünftige Menschen gemeint und nicht irgendwelche Rapper wo die oma schon aus dem Sessel fällt.
      Ich selber setzt mir gern bei allem ein was anonymität verspricht .
      Ich denke im Vordergrund sollte die Aufklärung stehen,das wirklich auch jede oma und noch so engstirnige Person versteht das der Konsum von Cannabis nichts schlimmes ist und im gegensatz zu Alkohol man nicht stirbt oder gar eine Vergiftung bekommt .
      Wenn das is allen Köpfen is wird’s ruck zuck gehen .
      vorher wird trotz jeglicher Anstrengung nichts draus werden .

  • Hi Leute,

    erstmal klasse der Beitrag. Ja, es ist wichtig, dass wir vermehrt aktiv werden. Idealerweise in Deutschland ein flächendeckendes Netz von Hanfinitiativen schaffen, die koordiniert Aktionen planen und organisieren können. Das wär´s…
    Und dann lese ich hier immer wieder „Cannabis Colonia e.V.“. :D Zufälligerweise bin ich seit Januar gewählter 1. Vorsitzender des Vereins. Unsere Mitglieder kommen vorwiegend aus dem Rheinland. Ich selber komme aus Heinsberg, an der NL-Grenze und habe die Wietpas-Problematik von Anfang an (schon lange vor Einführung) mitbekommen. Sonst kommen unsere Mitglieder vorwiegend aus dem Kölner Raum, Leverkusen, Dormagen, Dortmund und Duisburg.
    Unser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, für eine Legalisierung von Cannabis als Medizin, Rohstoff und Genussmittel, friedlich zu kämpfen.
    In diesem Jahr haben wir den GMM am 4. Mai in Köln und wir werden auch in Frankfurt a.M. anzutreffen sein, um die Frankfurter Initiative zu unterstützen. Die ACM-Demo am 8. Juni in Bonn, auf der wir vertreten sind. Die Hanfparade am 10. August in Berlin, auf der wir vertreten sind. Und die 2. Kölner Dampfparade 2013 am 7. September, die wir organisieren.
    Wir würden uns natürlich riesig freuen, wenn wir mehr Mitglieder wären. Kontakt: daniel@cannabiscolonia.de
    Unsere Treffen kann man auch besuchen, einfach mal anfragen. In der Regel finden diese freitags in Köln statt.
    Im „Pott“ sind derzeit zwei Leute aktiv dabei, eine Hanfinitiative auf die Beine zu stellen, um eine Demo in Essen zu organisieren. Das sind die Leute von Bong TV.

    Der Erfolg jeder Aktion, steigt und fällt mit ihren Unterstützern. In einem Verein oder vergleichbarem ist die Arbeit viel leichter und organisierter. Man schafft mehr, als wenn man alles selber machen muss und knüpft viele neue, nette Kontakte. Engagieren kann man sich auf viele Arten, es ist nur wichtig, dass man es macht.

    Es wäre gerade in diesem Wahljahr vielleicht interessant, wenn sich überall in größeren Städten Gruppen bilden, die am 4. Mai zum GMM auf die Straße gehen. Hilfe bei der Organisation einer Demo gibt es z.B. im Forum des Hanfverband, wie bei jeder anderen Hanfinitiative auch, wenn man nur fragt.

    Mit freundlichen Grüßen
    D. -Schmiddi- Schmid ;)

    Gebt´s frei!

  • Elli

    Wir müssen uns organisieren. Ich wäre bereit bei Cannabis Colonia mitzumachen. Komme aus Bochum. Regelmäßig ist das weit, weshalb man einen Ableger im Ruhrgebiet gründen könnte bzw. ist möglweise schon in Vorbereitung. Ich sehe bei einigen hier Engagement, aber seit ihr bereit mal dort hin zu kommen und aktiv zu werden?
    Aller Anfang ist schwer, ich weiß. Bin auch immer etwas schüchtern und es wäre schon eine große Überwindung für mich dort oder woanders hin zu kommen. Ich fänd es gut, wenn es ein förmliches Programm gäbe, vielleicht mit Vorträgen und ein Rahmenprogramm. Zum Beispiel könnte man dazu ja mal eine Party mit Musik usw. organiseren. Ich glaube, da fällt es einigen leichter hin zu kommen und man lernt sich dann leichter kennen. Ich wäre bereit so eine Party zu organisieren. Bei uns in Bochum an der Ruhr-Univesität gibts immer Partys mit alternativen Themen, da könnten wir auch hin und müssten nichts eigenes organiseren. Das gleiche gibts doch in Kölle bestimmt auch?

  • Bob Bong

    @ elli wenn du willst, weil ich suche unterstützer für eine hanf demo in essen, wenn du dich aktiv beteidigen willst kannst du dich gerne bei mir melden, oder schreib mal cannabis collonia e.v. bei fb an, die sagen mir bestimmt auch dann bescheid, ansonsten gibt es auch eine Gruppe in Facebook „HanfDemo Essen“ den link poste ich hier drunter:
    http://www.facebook.com/groups/353206591453262/

    gruß bob vom BongTV Team

  • Powerplant

    Cannabis Abstimmung im Bundestag ist abgelehnt worden war ja auch nicht anders zu erwarten

  • Hanf Meiser

    Das Problem in diesem Land ist wohl, daß es hier anscheinend die größte Ansammlung von Spießern auf diesem Planeten gibt, die absolut gegen Hanf an sich sind und das über einen Kamm mit wirklich schlimmen Dingen scheren.

    Ich würde den Rentnern, uninformierten Landeiern und Konsorten sogar zutrauen, sich bei positiven Beschlüssen massenweise auf die Straße zu begeben und Demonstrationen abzuhalten.

    Alle politischen Parteien außer der Linken haben eine Riesenangst, daß sie auf Jahre stigmatisiert wären und massive Wählerstimmen verlieren würden, wenn sie irgendwas richtig Entkriminalisierung tun würden.

  • Hanf Meiser

    Wie schon erwähnt, es gibt Lösungen und Gerätschaften, die es einem ermöglichen sich selbst Hanf zu bescheren, ohne das die Stromrechnung auffallend hoch ist uoder durch Geruch Aufmerksamkeit erregt wird.

    Von daher kommt mal runter mit der ganzen Coffeeshop-Manie!

    • Stell Dir vor Hanf Meiser, es gibt Leute die haben keinen Bock zu growen – oder kein Interesse oder nicht das Talent^^

      • Mary

        Mir ist das growen indoor auch echt zu aufwendig. Und die Anschaffungskosten für gute Energiesparlampen und das ganze Equipment sind ja auch nicht gerade niedrig. Aber ich werde dieses Jahr mal erste Outdoorgrowexperimente wagen. Erst mal werde ich mir gute Orte suchen (Naturschutzonen), wo keine städtischen Landschaftsgärtner mehr rumhampeln. Auf Flächen, wo viele Brennesseln wachsen. Habe noch einige gesammelte Samen.

      • Anonymous

        Habe noch einige gesammelte Samen.viel spass wird nicht viel rum kommen!wenn ich die strafe rechne wenn du erwicht wirst!und das was raus kommt wird nicht gut knallen und wenig sein!erst schlau machen!kauf dir richtige samen!was du säst sa erntes du!kennste doch den spruch!aber das stimmt beim gras!

  • Mary

    Ich muss auch nicht zwingend dieses hochgezüchtete, mit Pestiziden und Brix verunreinigte Knallgras aus Holland rauchen. Wenn ich die Alternative hätte, würde ich ausschließlich Bio-Gras rauchen. In Australien habe ich sehr hochwertiges Buschgras geraucht und fand das ausreichend. Die hatten gar kein hochgezüchtetes Zeug.

    • Auch hochgezüchtete Sorten kann man natürlich Bio anbauen. Coffeeshop Bio-Haze ist auch eine Kategorie auf dem Cannabis-Cup.

      • Mary

        Aber sind diese hochgezüchteten Sorten nicht genetisch bewusst verändert worden? Ich muss mich mit der Materie „Bio-Gras“ mal intensiver beschäftigen,

      • Das Wort „genetisch“ kann ich im Bezug auf Gras bald nicht mehr hören. Denn da steckt, so wie es in dem Zusammenhang benutzt wird, immer gleich das Wort Gentechnik drin.

        Das Züchten von neuen Hanfsorten ist aber ganz normale mendelsche Vererbung – nix mit Gentechnik. Normales Züchten anhand der Vererbungsregeln (klar hat das mit den Genen zu tun, aber das konnte man schon, bevor man überhaupt wusste, was Gene überhaupt sind).

        Wenn Du so denkst, gäbe es auch kein Bio-Brot, da Dinkel, Weizen, Roggen etc. alles auch hochgezüchtete KULTURPFLANZEN sind.

        Bio Anbau bedeutet einfach das ohne Pestizide oder schädliche Dünger gearbeitet wird. Was Du suchst, ist kein Bio-Weed sondern reine Landrassen.

  • YesYo

    Mary wieso fährst du nicht einfach bisschen weiter und kaufst Biogras da gibts doch einiges.
    Meines Wissens gabs in Nijmegen nie Biogras ;) und bald geht ja auch die Outdoorsaison los

    Ich will euch alle auf der Hanfparade sehen. Weniger reden und machen!

    • erstmal steht der GMM am 04.05. in Kölle an!!!! Ihr seit alle herzlich eingeladen^^

    • Mary

      Wo gibt es Biogras in Holland? Ich würde dafür tatsächlich ein bisschen weiter fahren.

      • im THC in Arnhem….

      • Sebastian

        Was meint ihr mit Bio, in Coffeeshops bedeutet es ja meistens nur, das mit Erde als Substrat gearbeitet wurde, das kann Indoor wie Outdoor sein.

      • Mary

        Da wollte ich nächstes Wochenende hin, da meine Reserven bald aufgebraucht sind. Dann schaue ich mir das THC mal an. Danke Marcel.

  • Mary

    @Antonio Peri Das Bio-Produkte nicht mit Pestiziden und chemischen Düngemitteln behandelt werden, setze ich voraus. Genauso wenig möchte ich aber Züchtungen (im Mendelschen Sinne) bei denen nur bestimmte Eigenschaften hervorgehoben werden, wie besonders hoher THC-Gehalt, ohne zu wissen, welche Nebenerscheinungen man damit noch erzeugt. Ich denke da an Rassehunde mit den übelsten Krankheiten.

  • Dr.dr.

    Ich finde es echt gruselig. Ich bin vor kurzem aus dem Rheinland verzogen. Was ich qualitativ gewohnt war ist mir im nachhinein erst bewusst geworden. Da wo ich jetzt Wohne finde ich anscheinend nicht mehr die richtigen Leute weshalb ich das Konsumieren vor mehreren Wochen an den Nagel gehangen habe. Eine eigene kleine Zucht ist mir auch nicht mehr möglich, da ich den Platz einfach nicht mehr habe. Ich fände es schon genial, wenn man endlich mal mehr gehört werden würde und auf die forderungen der Konsumenten endlich mal Rücksicht genommen wird. Nur weil es damals den Amerikanern nicht gepasst hat, das Cannabis frei war und man den rest der Welt quasi gezwungen hat die Verträge zu unterschreiben, müssen wir selbst ca. 100 Jahre danach immer noch dafür buße tun und uns Kriminalisieren lassen.
    Hey Ho Lets go. Wenn wir die dinge nicht so bekommen, wie wir uns das vorstellen, muss man uber Alternativen nachdenken. Wenn der Deutsche Staat halt blind ist, was die Bedürfnisse der Bürger darstellt, warum sollten wir auf die Bedürfnisse unseres Staates achten? – Ich für meine teil plane schon lange hier aus zu wandern. Auch wenn einem hier so ziemlich alles geboten wird, was man zum leben brauch, so lebe ich nicht um einen Staat durch meine Arbeitskraft am -scheissen- zu halten, der mich wegen meines (damals) All-abendlichen Joint am liebsten wegsperren würde. So bekommt ein anderer Staat die Möglichkeit, mich als Deutsche ausgebildete Fachkraft zu bekommen.

    Es ist auch nicht so, das ich den Papa Staat komplett ablehne, aber die gesamte „Drogenpolitik“ ist für den Arsch!

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