Nol van Schaik: „There are two Netherlands“

Ich bin ja immer der Meinung, dass JEDER bloggen sollte. Irgendwas hat man immer zu sagen. Und wenn es nur dazu da ist, seine eigenen Gedanken für sich (öffentlich) zu archivieren: Bloggen ist immer eine gute Idee!

Das hat sich wohl auch unser Lieblingscoffeeshopbetreiber und Aktivist Nol van Schaik gedacht und hat seine Website zu einem Blog re-designt. Ich freue mich sehr, dass es jetzt auch mal Content direkt aus der Branche gibt und frage mich gleichzeitig, warum nichtnoch mehr Shopbetreiber bloggen.

Der erste reguläre Blogpost beschäftigt sich mit der Drogenpolitischen Spaltung der Niederlande. Ich freue mich auf viele weitere Beiträge!

Viel Erfolg, Nol!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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  • Elli

    Sehr gut, hoffentlich kommt jetzt mal Schwung in die Kommunikation mit den Holländern. Ansonsten finde ich nicht dass jeder seinen Blog machen soll, sondern dass wir möglichst alle Ressourcen zusammenschmeißen sollten :-)

    • Ich meinte es jetzt weniger als „jeder soll sein eigenes Legalize-it-Blog machen“, sondern eher ein Aufruf, generell zu Bloggen. Es geht dabei auch nicht Erfolg. Mein eigenes Privatblog, dass ich jetzt seit Jahren führe (davor auch noch auf einer anderen Plattform) ist verglichen mit „Kein Wietpas!“ irrelevant. Aber es macht Spass dabei zuzusehen, wie es sich über Jahre mit Content füllt und ich sogar jetzt schon Referenzen für Diskussionen (vor allem in den Social Medias) aus eigener Feder verlinken kann.

      • Mary

        Ich bin ja erst durch Euch zum Bloggen gekommen und stelle fest, das es richtig Spaß macht seinen Gedanken, auch öffentlich, mal freien Lauf zu lassen, ohne sich ständig durch sein Umfeld reglementiert zu fühlen. Viele Cannabiskonsumenten in meinem Alter (48) haben nur noch wenig Freunde/Bekannte die auch konsumieren. Ich bewege mich auch in vielen Zusammenhängen, in denen ich den Eindruck habe, nicht dazu stehen zu können, dass ich Cannabis konsumiere, Sie würden mich belächeln, bemitleiden, nicht ernst nehmen, mir eine Drogentherapie anraten, etc., und das obwohl viele der Leute ganz selbstverständlich Alkohol trinken. Deswegen fehlen mir die regelmäßigen Coffeeshopbesuche total, denn es war echt eine Bereicherung mit so vielen Leuten unterschiedlichster Herkunft und Lebensweisen ins Gespräch zu kommen. Es gibt kaum Orte, wo der internationale und interkulturelle Austausch so spannend war. Erschreckend finde ich dass die Süd-Niederländer sich zwingen lassen Ausländer zu diskriminieren, und wie die Hunde auf die Strasse zu jagen. Es gab kaum öffentlich sichtbare Proteste oder Demonstrationen dagegen. Und wo bleibt die Berichterstattung in den niederländischen Medien über die Situation auf den Strassen von Nijmegen, Venlo, Maastricht etc..Wenn ich nicht hier im Blog wäre, wüsste ich gar nicht, dass in Nijmegender Strassenhandel explodiert, überall harte Drogen auch an minderjährige verkauft werden, die Kriminalität ansteigt etc. ich wohne an der Grenze zu Venlo und muss jetzt nach Arnhem fahren um die Coffeeshopkultur zu genießen Armselig

      • Ja Mary, kann ich gut verstehen. Bin zwar noch jünger als Du, aber ich kann das was Du sagst durchaus nachvollziehen. Da geht einfach ein Stück Lebensqualität verloren, dass man lieb gewonnen hatte. Zum Glück gibt es das Internet. Ich zumindest habe durch meine Tätigkeit hier und als Blogger, neue interessante und nette Leute kennengelernt, die auch keine Jungspunde sind und trotzdem gern mal einen rauchen. Wenn das Internet dann ins real-life hinüberschwappt, wird auch das Leben wieder bunter.

  • Anonymous

    Mobo, empfiehlst du dem Menschen mit wenig Zeit van Shaiks Blog zu verfolgen, oder wirst du wichtiges von dort auch hier posten?

    • Wir beziehen unsere Infos aus verschiedenen Quellen um unsere Seite mit Content zu füllen. Wenn bei Nol als erstes die Nachricht steht, dass Venlo wieder offen ist, werden wir bestimmt hier „abschreiben“
      Es ist ja noch nicht ganz klar, wohin sich sein Blog entwickelt. Aber gelegentlich auch mal dort vorbeizuschauen kann bestimmt nicht schaden…

  • Also ich folge Nol auf jeden Fall. Er hat nochmal einen ganz anderen Hintergrund und ist halt einfach ein Inländer. Der Artikel Two Netherlands, hat mir nun keine neuen Infos gebracht, aber ich denke wir kein Wietpas-Leser sind auch einfach besser informiert. Nol schreibt da für alle – ich denke auch mal für Touristen aus weiter entfernten Ländern als den Nachbarländern. Immerhin ist er ja international gut verzahnt und hat viel Erfahrung. Lesenswert ist es allemal.

    • Mary

      Es ist ja auch echt krass, dass ein Niederländer jetzt mit einem ausländischem Freund/Besucher keinen Coffeeshop im Süden besuchen darf. Der Eindhovener Bürgermeister verlangt ja jetzt auch von der Regierung bis zum 1.2.2013 landesweite Klarheit zu dem Einwohnerkriterium http://www.ed.nl/regio/eindhoven/van-gijzel-laakt-uitvoering-coffeeshopbeleid-1.3609611. Kann ja auch nicht sein, dass den Städten und Gemeinden im Süden der Niederlande die Diskriminierung von Ausländern aufgezwungen wird, währenddessen im Norden weiter an Ausländer verkauft werden darf.

      • Na ja – zum aufzwingen gehören (auf dieser Ebene) immer zwei – der der zwingen will, und der, der es sich aufzwingen lässt. Und es ist nun einmal auch ein Fakt, das die Niederländer im Süden weitaus rechter wählen, als die Holländer im Norden.

  • Chaos

    Ich habe damals dem Shop Nobody’s Place angeboten ihre Seite ein wenig zeitgemäßer zu gestalten (Beispiel: 4MB einfarbiges bitmap als Hintergrund). Die Antwort kam spät abr deutlich. So wie es scheint wird den Shops dort auch was in den Weg gelegt. Ebenso schade das so gut wie kein Shop etwas zum Wietpas hatte. Nichtmal ein „macht euch keinen weg, ihr dürft sowieso net rein.“

    Naja die durchaus zu vermissende Aktivität der Shops wurde ja schon mal öfters diskutiert…

    • Anonymous

      dem boss vom nobpes waren wir doch auch shitegal, hauptsache sein lex und hummer standen vor der tür .