Nijmegener Stadtzentrum soll sauber werden….

Eine Mehrheit des Gemeinderates in Nijmegen ist offen für den Vorschlag die Coffeeshops aus dem Stadtzentrum weiter in andere Viertel zu verlagern meldete gestern der Gelderlander. Momentan exisitieren in den Wohnvierteln drei Shops (Bottendaal 2 + Altrade 1). Formell gilt derzeit noch ein „Uitsterfbeleid“ (Aussterbebeschluss). Diese Shops dürfen nicht den Eigentümer wechseln. Eine „Deadline“ bis wann diese Shops „ausgestorben“ sein sollen, besteht allerdings nicht. Groenlinks, SP, D66 & VVD finden das dies eine seltsame Situation ist. Lieber würden sie mit deutlichkeit sagen, dass die drei Shops weiter bestehen bleiben dürfen.

Gleichzeitig sind sie für die Möglichkeit offen, in anderen Vierteln die Eröffnung von Coffeeshops zu zulassen. „Vorrausgesetzt sie erfüllen alle Vorraussetzungen und haben einen guten Platz“ sagte VVD Sprecherin Hayke Veldmann „Wir wollen aber auch nicht alles auf den Kopf stellen“ sagten Ratsmitglieder der D66 und SP. Deutlich wurde allerdings das der Gemeinderat nicht mehr Coffeeshops zulassen will, als derzeit schon existent sind (14). Das bedeutet, dass ein Coffeeshop nur eine Genehmigung für einen Umzug erhält, wenn er im Stadtzentrum schließt. Ein Unternehmer aus Dukenburg hatte einen Antrag auf die Eröffnung eines Shops bei der Bushaltestelle gestell, muss hier aber warten.

Die PvdA, VSP und CDA sprachen sich am Mittwoch abend gegen den Vorschlag aus, die Coffeeshops in die Wohngebiete zu verlagern. Sie finden, dass die drei Shops in den Wohngebieten innerhalb der nächsten Jahre weg sein sollten. Der Bürgermeister Bruls steht ebenfalls zu dieser Linie – derzeit gäbe es keine Probleme mit der aktuellen Situation. Das wiederum würde bedeuten das die 11 Shops im Zentrum sowie die 3 Shops ausserhalb ihre Lizenz behalten dürfen. Wichtigstes Argument: Zu diesem Zeitpunkt bestehen relativ wenig Probleme! Das Szenario die Coffeeshops weit über die Stadt zu verteilen ist ihm zu experimientell und das würde bei der Bekämpfung des“Overlast“ nicht helfen.

Soweit die Übersetzung vom Artikel… Es erschreckt mich ein wenig, dass die Pro Parteien so kurzsichtig sind. Hier wurde darüber Beraten ob die Shops in Nijmegen entzerrt werden sollen – dadurch das sie in WOHNGEBIETE umgesiedelt werden. Wenn das Kronkel neben den „Luxuswohnungen“ steht, möchte ich die Nachbarn aber mal schreien hören. Das „Bunkertje“ in Apeldoorn hatte solch eine Lage. Direkt gegenüber des Shops lagen große Wohnblöcke. Die Nachbarschaft hat sich sehr über den Shop beklagt. In Apeldoorn gibt es keinen Overlast durch Touristen, sollte man dabei erwähnen. Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass die Niederländer ihre Coffeeshopkultur nicht mehr „sehen“ wollen. In diversen Städten wird darüber beraten die Shops irgendwo ins Nirvana zu setzen. Somit hat man ja schonmal alle „Kunden“ und „Touristen“ die mit den ÖVP anreisen ausgeschlossen ohne zu diskriminieren. Sehr witzig an dem ganzen Artikel finde ich die Aussage von Herrn Bruls: Zu diesem Zeitpunkt bestehen relativ wenig Probleme! – vor 2 Wochen sah das aber noch ganz anders aus, Herr Bruls. Und das war auf seinem Mist gewachsen!

Also weiter: Business as usual!

Ivo

Ivo

Als alter "Grenzbewohner" hab ich mich mächtig darüber aufgeregt, dass mir meine Stammkneipe Nobody´s Place genommen wurde. Gras sollte für jeden, überall und immer auf der ganzen Welt verfügbar sein ;-)

Cannabem liberemus!
Ivo

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  • Al watschino

    Wenn ein Teil an den Stadtrand ziehen würde, um somit die schnellen Einkäufer abzu“fertigen“ dann fände ich das i.O. sofern dann ein paar schöne Läden im Zentrum erhalten blieben! sie würden die Coffeeshop Kultur denk ich in die richtige Richtung lenken!

  • Jenz

    Ja, das ganze „gedoogbeleid“ soll möglichst unsichtbar werden. Dazu passen auch die Pläne aus Amsterdam das Wallen-Viertel zu „säubern“. Auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole…(hab das schon ein paar mal gepostet):

    http://www.encod.org/info/AANPAK-COFFEESHOPS-ONGELOOFWAARDIG.html

    Das erklärt es ganz gut wie ich finde.
    „In feite probeert het OM aantasting van haar geloofwaardigheid tegen te gaan door de gedoogpraktijk minder zichtbaar te maken.“…“Om serieus genomen te worden, moet het OM iets doen aan de té zichtbare gedoogpraktijken. Het minder zichtbaar maken van de gedoogpraktijk zal echter geen oplossing bieden voor de lange termijn.“

  • Marcel schrieb: „Somit hat man ja schonmal alle “Kunden” und “Touristen”, die mit den ÖVP anreisen, ausgeschlossen ohne zu diskriminieren.“

    Das sehe ich genauso. Damit hat dann Hoes auch seinen „Abschaum“ nicht mehr. Die vernünftigen Leute, die das Auto stehen lassen, sind dann auf die Innenstadtshops angewiesen, aber da sind ja sogar die Coffeeshopbetreiber einverstanden, die Öffnungszeiten einzuschränken etc.. Der Köppesweg in Maastricht ist für mich jedenfalls schon keine Option mehr. Aber die meisten kommen wohl mit eigenem PKW. Ist halt immer so in der Politik. Prof. König (RWTH Aachen – Politikwissenschaften) sagte früher in einer der ersten Vorlesungen immer: „Einzelschicksale interessieren uns nicht.“ Der Wietpas in den drei Südprovinzen hat ja schon dafür gesorgt, dass nur noch Leute, die sich die Fahrt nach Nijmegen/Arnhem leisten können noch in CS einkaufen konnten. Von Aachen mit dem Bus nach Maastricht + CS und zurück war so schon eine 6 Stunden-Tour – mit dem Auto unter einer Stunde. Das treibt die Armen ohne Auto in die Hände der Straßendealer und bestätigt damit das Klischee der Konservativen.

  • Übrigens lehnte das Downunder in Kerkrade (mitten in der Pampa mit großem, shopeigenem, Parkplatz vor der Tür) schon länger ab, Leute die zu Fuß kamen überhaupt zu bedienen. Grund war, dass diese oft auf dem Weg zurück ausgeraubt wurden.

    • YogiBear

      Das kann ich nicht bestätigen, bis Mai 2012 war das die schönste Fahrrad/ Wandertour von Aachen aus! Eine Halbe Stunde hin, und eine Stunde zurück ;)
      Wie ich das feiern würde, wenn das DU wieder für uns öffnen würde, waren am 30. April dort und wurden herzlichst von allen verabschiedet. Wenn Kerkrade allerdings wirklich entscheiden würde, das I-Kriterium vorerst nicht mehr zu handhaben, könnten die wahrscheinlich ihren Parkplatz verdreifachen. Es war ja schon um vie Uhr nachmittags bei Shopöffnung immer eine Schlange mit deutschem Kauf-und-weg Verkehr, aber den Overlast möchte ich mir nicht vorstellen…

      • Mit dem Fahrrad war es auch nie ein Problem und immer wurden Fußgänger wohl auch nicht abgelehnt. Aber es kam vor. Evtl. war das auch nur eine Zeit lang so, nachdem es mehr als einmal vorkam, dass Fußgänger auf dem Weg vom DU durch das kleine Waldstück (die Strße die nach oben zum Bahnhof führt) ihres Weeds beraubt wurden. Ich war halt häufiger in Maastricht als im DU (eben einfach weil Maastricht mit ÖPNV besser erreichbar ist, obwohl weiter weg). Die Info mit den Fußgängern war auch schon älter. Eventuell bin ich da einem Gerücht aufgesessen. Einen Zettel dazu im Shop oder so, habe ich nämlich auch nie gesehen. Habe es nur von mehr als einer Person gehört.

  • Krautcontrol

    Venloer Polzei verbat Roots/Oase ebenfalls vor geraumer Zeit, Fußgänger und Radfahrer, welche nicht aus westlicher Richtung (Innensttadt) kommen, nicht reinzulassen. Die hatten dafür extra nen Türsteher am Eingangstor, der beobachtet wer von wo kommt und wo hin will, damit auch auf den Bändern der Videoüberwachung der Polizei alles korrekt läuft.

  • Krautcontrol

    zweites „nicht“ zuviel! also nur leute die aus westlicher richtung kamen durften rein!!

  • quehablas.prosto

    Man redet hier was Drugsrunners an geht oft von Nordarikanern.
    Aber das ist nicht richtig, in Limburg ist ein grossteil von den Leuten zwar von da.
    Aber genauso sind da Türken,Kurden,Niederlander…

    Wer weiter in Holland drin ist sieht noch richtig viele Südamerikaner und andere,
    DIe bieten dir auch noch ganz andere Sachen an.
    Ausserdem wer meint ihr bringt das meiste Hasch nach Niederlande.

  • Hunter S Thomson

    So viel ich weiß, ist der größte Produzentenmarkt für die CS Deutschland und die Niederlande. Im Container aus dem Riffgebirge kommt die Ware so gut wie nicht mehr..

  • KlausiMausi

    Jaja, ich weiß – ich vermute ja gerne Verschwörungen. Solche Aktionen sind mMn nur dazu geeignet, um weitere Aktionen und Beschwerden zu provozieren, um die Berechtigung zu erhalten, weiteren Druck aufzubauen und die Macht der Politiker zu demonstrieren. Gerade Nijmegen hat da eine Vorreiterrolle gespielt: Denkt mal an den Anfang des Jahres zurück! Entzerrung? Blödsinn!

    Also Coffeeshop in das Wohngebiet? Hier WIRD DEFINITIV eine Overlast entstehen. In einem Wohngebiet ist jeder Anwohner um jede Minute Ruhe froh, die er hat. Er möchte keine zusätzlichen 500 Autos oder mehr am Wochenende dort haben! Er wohnt in einem Wohngebiet, um seine Ruhe zu haben. Dass dort Kinder spielen können. In das Wohngebiet kommen doch nur die Leute die dort WOHNEN. Andere werden immer als Fremde, als Eindringlinge betrachtet. Und das Feindbild ist schnell ausgemacht…. Deutsche Kennzeichen? …. Seit dieser $&!// Coffeeshop da ist!!! Das wollt Ihr nicht! Bestimmt nicht!

    Wie könnte es denn besser werden?
    Gibt es denn eine Overlast?

    Schafft die Möglichkeiten, die Overlast zu vermindern. Kostenlose Kurzzeitparkplätze, mit Parkscheibe. Schickt „Handhaving“ vorbei – Parkzeit überschritten? 60€. Parken in zweiter Reihe? (keine Ahnung was das in NL kostet) Günstige Parkplätze für Leute die länger bleiben wollen. Türstehermodell in den Coffeeshop. „Fout parkeeren? Geen Cannabis!“

    Geht gegen die Leute vor, die Overlast produzieren! Straft nicht die, die sich benehmen können. Stellt Euch vor, alle Fußballstadien werden geschlossen, weil es einige Randalierer gibt… Undenkbar! Laßt die Polizei Streife laufen… Laßt die leisen Leute in Ruhe, und haltet Euch an die Leute die Ärger machen, wenn sie es tun.

    Es gibt viele Cannabiseinkäufer, die gerne ungestreßt in Ruhe einkaufen wollen. Die sind auch nicht scharf auf gröhlende Horden!

    Leben und Leben lassen ist scheinbar wirklich aus der Mode gekommen….
    Konzentration von Coffeeshops in einen Bereich finde ich nicht in Ordnung. Laßt die Läden doch dort wo sie sind. Integriert. In das normale Leben. Denn da gehören sie hin! Beschützt sie als wertvolles Gut! Beschützt ihre Gäste genauso! Denn Ihr seid gute Gastgeber, ein Gast, der sich wohl fühlt, wird sich auch anständig benehmen, besonders als willkommener Stammgast!

    • Bitte Bedenken: das ist ein alter Artikel. Hatte heute etwas Mist gebaut, darum wurden die Artikel neu an die Abonnenten verteilt!

      • KlausiMausi

        Ich habs auch grad erst gesehen, ich bin von der Benachrichtigung direkt auf die Kommentare gegangen.

        Egal. Schade dass diese Nachricht nicht kommentiert wurde. Das habe ich jetzt nachgeholt. Kam mir schon etwas bekannt vor… ;)

    • KlausiMausi

      Wie, erster Februar? Wieso hab ich denn heute eine Benachrichtigung bekommen? Ööööhhhh.
      Egal. Ich meine es trotzdem so!

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