Sitzung der Tweede Kamer zum „Grasanbau in der Gemeinde“

In der 2. Kammer wurde am Montag über den Gemeindeanbau diskutiert. Frau Berndsen-Jansen von der D66 wollte in der Fragestunde wissen wie Herr Opstelten und die Regierung zum Thema „Gemeindeanbau“ steht. Ich habe gestern den ganzen Tag versucht den Mitschnitt auf ENCOD zu übersetzten. Was sich mal wieder als sehr schwierig gestaltet hat. Daher fasse ich Euch erst das „Ergebnis“ zusammen, meinen Übersetzungsversuch könnt ihr dann weiter unten lesen. Unser beliebter Ivo lies sich zu der Sitzung vom Staatssekretät Teeven vertreten und war selbst leider nicht anwesend.

Frau Berndsen-Jansen hat aufgrund der vorherigen Pressemeldung im Telegraph sowie des Briefes von Ivo eine Stellungnahme des Ministers gefordert. Die PvdA bezichtigte Sie der Wahllüge und der fortlaufenden „Meinungsänderung“. Das Justizministerium forderte Sie auf eine Aufstellung der Kosten welche der Polizeiapparat in die Verfolgung von „Hanfbauern“ zu liefern. Letztendlich möchte Sie eine Auskunft vom Justizminister wie er zu dem Thema „Grasanbau in der Gemeinde“ steht. Beim lesen des Protokolls habe ich unweigerlich das Gefühl bekommen, dass Herr Teeven von Ivo einen Maulkorb verpasst bekommen hat.

Herr Teeven gibt im Endeffekt genau drei Auskünfte:

1. Bis zum Sommer sondiert das Justizministerium die Lage (sprich welche Gemeinde hat welche lokalen Anpassungen in ihren „Drugsbeleid“ geschrieben) – dazu kommt ein Zwischenbericht

2. Im Januar 2014 wird Ivo dann in einem Brief seinen Standpunkt mitteilen – der dann wohl verbindlich werden soll

3. Bezüglich des Gemeindeanbaus würde es momentan aus Sicht des Ministeriums und der Regierung keine Möglichkeit geben, da internationale Verträge die auch von den Niederlanden (in vollem Bewußtsein!) unterzeichnet wurden auch ihr Gültigkeit hätten. Diese bieten NICHT die Möglichkeit einer regulierung und legalisierung von Cannabis. Irgendwie kommen mir diese Argumente bekannt vor…

Frau Berndsen-Jansen führt dann noch Portugal und die USA als Beispiel an, stößt aber (wie bei uns) auf kein Gehör. Bis auf unsere beliebte Frau Kooimann von der SP sind auch alle Fraktionen gegen den Antrag den „Gemeindeanbau“ zur Debatte zu stellen. Bemerkenswert finde ich die Ausdrucksweise von Herrn Teeven. Gerade als es um die internationalen Verträge geht schränkt er sehr zeitlich ein. Ich habe das mit MOMENTAN übersetzt. Heißt für mich, an der Ansichtsweise wie sich die Verträge ausgestalten KÖNNTE sich aber auch was ändern.

2. Kammer Sitzung vom 12.02.2013

Mitschnitt Kammersitzung:

Frage des Kammermitglieds Berndsen-Jansen an den Staatssekretär des Justizministeriums, in der Abwesenheit des Ministers für Justiz (Ivo Opstelten), über den Bericht das die Polizei den Kampf gegen den illegalen Cannabisanbau nicht gewinnen kann, mit folgendem zunehmenden „Overlast“ und zunehmender Kriminalität – Minister Opstelten aber in dieser Hinsicht auch den regulierten Gemeindeanbau ablehnt.

Vorwurf von Frau Berndsen-Jansen (D66):

Was machen die VVD und PvdA mit unserem „Drugsbeleid“? Hanfanbau wächst der Polizei über den Kopf berichtet der Telegraph. Der Mittel welche durch die Polizei eingesetzt werden sind unverhältnismäßig groß, und es werden keine Ergebnisse erzielt. „Overlast“ und der illegale Drogenhandel nehmen zu. Es ist die Rede von einer Vermengung des Marktes für Soft- & Harddrugs. Jugendliche sowie Kinder werden aktiv durch Dealer bedrängt. Es ist die Rede von schlechtem Cannabis mit einem hohen Gesundheitsrisiko. Minister Opstelten ist mit seinem „Drugsbeleid“ gescheitert. Dieses Kabinett verursacht Drogenoverlast und Drogenkrimininalität anstelle dessen es diese Dinge bekämpft.

Die Niederlande haben einen realistischen „Drugsbeleid“ nötig, schwere organisierte Kriminalität wird solange nicht bekämpft, bis die „Backdoorproblematik“ nicht geregelt wird. Die einzige Lösung hierfür, kann nur sein den Anbau und Vertrieb von Hanf zu legalisieren und zu regulieren. Trotz der großen Versprechungen im Wahlprogramm der PvdA, stimmte die Partei gegen den Antrag der D66 der lokale Experimente hätte möglich gemacht. Letzte Woche drehte die PvdA wieder, und möchte nun doch das der Minister lokale Experimente ermöglicht. Der Minister antwortete – wie durch eine Wespe gestochen – in den Medien: Es kann und darf und wird nicht passieren, das Gemeinden Cannabis anbauen dürfen. Ich sage es nur in meinen Worten. Er sagte: „Wir werden es einfach nicht zulassen!“

Was wird das nun? Was wollen die VVD und die PvdA nun? Lässt die Regierung, all die PvdA Bürgermeister die für die lokalen Experimente sind, einfach im Regen stehen? Oder kommt Minister Opstelten doch noch auf seine Worte zurück, und stimmt lokalen Experimenten zu?

Staatssekretär Teeven:

Vorsitzender. Ich danke Frau Berndsen-Jansen für Ihre Frage. Ich glaube nicht das den Minister eine Wespe bei einer Aussentemperatur von -3 gestochen hat (anm. d. R. der ist noch zu Späßen aufgelegt!!!).

Der Minister versucht gerade zu sondieren, welcher Gemeinderat wie Stellung zu diesem Thema genommen hat. Es ist natürlich viel interessanter welche Standpunkte die lokalen Gemeinderäte beziehen. Ich verstehe auch das der Minister noch bis zum Sommer seinen Ausschuss anhört, um dann im Januar 2014 einen Brief mit seinem Standpunkt zu veröffentlichen. Aber lassen wir eins klar sein: Die Regierung ist gegen die Pläne eines „Gemeindeanbaus“

Frau Berndsen-Jansen:

Vielleicht wurde der Minister doch durch eine Wespe gestochen? Ich weiß leider nicht auf welchem Kontinent er sich zurzeit befindet… (anm. d. R. schlagfertig ist die Dame ja !)

Straßenoverlast und der illegale Drogenhandel nehmen zu. Ich kann die ganze Liste auch noch mal aufzählen. Was diese Regierung jetzt machen möchte, frage ich noch einmal!? Der Minister versprach Raum für lokale Anpassungen bei der letzten Sitzung. Er versprach auch, die Möglichkeiten in einem internationalen Kontext zu untersuchen. Aber was sehen wir? Der Minister hat einen Brief an einen Bürgermeister gesendet, aus dem hervorgeht, dass seine Schlussfolgerungen schon feststehen. Regulierung und Legalisierung von Cannabisanbau darf laut Opstelten nicht sein, und somit ist auch kein Raum für das „lokale Masswerk“. Warum wird dann hier noch immer untersucht? Welche Erklärung gibt der Minister an die Gemeinden? Welche Erklärung gibt er an die PvdA Bürgermeister? Welche Erklärung gibt er der PvdA Fraktion in der 2. Kammer?

Staatssekretär Teeven:

Erst mal glaube ich, dass die Regierung erfolgreich gegen den Cannabisanbau vorgeht. Es werden immer mehr Organisationen in den Südniederlanden aufgedeckt. Es gibt mehr Verurteilungen wegen Hanf und Handel damit als jemals zuvor. Es werden sehr viele Plantagen zerstört: Mehr als 5.000 Stück in einem Jahr. Das sind wirkliche und sehbare Erfolge! Natürlich sollte man immer priorisieren. Das heisst das Entscheidungen nur nach vorheriger Aufklärung getroffen werden sollten. Sie können nicht alles auf einmal machen, Polizei und Staatsanwaltschaft müssen auch mitentscheiden.

Welches Signal sendet der Minister? Die Regierung sendet das Signal aus – und dadurch auch der Minister – das es von Interesse ist was er an lokalen Massnahmen liefern kann. Der Minister läßt erkennen welche Pläne bestehen. Die Realität ist, dass auch international gültige Verträge mit den Niederlanden bestehen, die mit vollem Verstand unterzeichnet wurden, und diese einem kommuna geregelten Anbau von Hanf wiedersprechen.

Frau Berndsen-Jansen:

Letzteres wird durch eine Reihe Professoren bestritten. Sie sagen, dass es doch Raum für Experimente geben würde. Da sollte der Minister mit seiner Meinung auch einmal drauf achten. Der „Beleid“ könnte erfolgreich sein, und natürlich werden viele Hanfplantagen aufgedeckt, doch wie viel Polizeikapazität wird dafür benötigt? Es kommt nicht von ungefähr, dass die Polizei sich beklagt, dass ihnen die Hanfplantagen über den Kopf wachsen. Da können Sie auch weiter den Kopf in den Sand stecken und sagen: „Unsere Politik ist erfolgreich.“ Ich für meinen Teil würde die Polizeikapazitäten lieber an anderen gesellschaftlich wichtigen Themen einsetzen um die Welt sicherer zu machen. So würde die Polizeikapazität effektiver eingesetzt als sie es derzeit wird.

Staatssekretär Teeven:

Es ist klar, das viele Hanfplantagen von der organisierten Kriminalität kontrolliert werden, und damit verbunden auch viele Straftaten stattfinden. Es ist daher sehr wichtig, dass der Hanf in Angriff genommen wird, und vor allem die organisierte Kriminalität die dahinter steckt. Das ist eine Priorität der Regierung und wird auch eine Priorität bleiben. Der Minister wird dafür sorgen, lassen Sie sich das gesagt sein. (anm. d. Red. jetzt bekomm ich aber Angst)

Der Minister steckt nicht den Kopf in den Sand. Er verlangt von den Gemeinden eine Bestandsaufnahme. Im Sommer wird ein Zwischenbericht bereit gestellt, und im Januar 2014 wird der Standpunkt per Brief erörtert. Natürlich gibt es immer ein paar Professoren, die über etwas was möglich ist oder auch nicht, auch etwas schreiben. Da sollen wir aus dem Ministerium drauf achten. Tatsache ist, dass wir internationale Verträge unterzeichnet haben und diese einen Anbau von Cannabis verbieten.

Herr Oskam (CDA):

Das ist etwas, wovor die CDA schon immer gewarnt hat! Ich fürchte die schwere organisierte Kriminalität die damit einhergeht. Wenn die Polizei damit nicht umgehen kann, ist es unsere Aufgabe etwas zu tuen. Ich fürchte mich ebenfalls ein wenig vor der Position der D66, doch ist es wirklich wahr, dass es so wie der Professor geschrieben hat, es sich um „Butterwerk“ bei den Internationalen Verträgen handelt? Ich will vom Minister wissen ob das wahr ist!?

Staatssekretär Teeven:

Die Verträge sind, so glaube ich von 1948. Die Single Convention, meine ich aus dem Kopf, existiert seit 1963. Viele Länder dieser Welt haben diese Verträge unterzeichnet. Man sieht hier und da das lokale Experimente stattfinden – diese aber niemals das „okay“ der Regierungen erhalten haben. Zu diesem Zeitpunkt ist unsere Regierung der Meinung das sich ein legaler und regulierter Cannabisanbau nicht mit diesen Verträgen vereinbaren lässt. (anm. d. Red. Was auch immer diese Einschränkung zu bedeuten hat – für mich hört sich das so an, als ob es morgen auch wieder anders sein kann.)

Frau Kooimann (SP):

Wenn wir die Backdoorproblematik reguliert haben, haben Sie eine bessere Sicht auf die Dinge. Kriminelle können Sie wie gewohnt verfolgen. Der Staatssekretär hat nur einen Punkt, in dem er sagt das die kriminellen Organisationen ein Misstand sind. Das die Polizei dort nicht mehr gegen ankommt, ist nur das 2. Problem. Meine Frage an den Staatssekretär ist, wie er untersuchen will, wie viel Geld wir zu Bekämpfung der organisierten Kriminalität benötigen?

Staatssekretär Teeven:

Die Frage nach der polizeilichen Kapazität ist sehr schwierig, weil wir keinen Unterschied zwischen den Verbrechen machen. Sicher ist es allgemein Bekannt, dass „kiffen“ für die Jugend nicht gut ist. Es gibt auch viele Probleme durch die Sucht von jungen Leuten. Das ist auch der Grund für die Regierung hier einzugreifen. Organisierte Kriminalität hat sich nicht nur über den Cannabisanbau zusammen getan. Diese hat auch viele andere „Branchen“ die wir bekämpfen müssen. Es scheint am besten den Bericht im Sommer sowie den Brief vom Minister im Januar 2014 abzuwarten. Darüber hinaus muss der Kammer bewusst sein, dass die internationalen Verträge gegen einen „Gemeindeanbau“ sprechen. Ich denke wir werden das nicht zulassen.

Frau Van Tongeren (GL):

Es ist meiner Fraktion klar, dass dieser Staat nicht will. Es ist nicht wahr, dass dieser Staat nicht kann! Portugal, ein EU-Land, kann es – MIT Zustimmung der Behörden! In den USA ist die Regulierung auch wieder eingeführt. Das sind nicht einmal Experimente sondern Gesetze! Ausserdem wird daraus klar, dass es tatsächlich möglich ist. Das Argument, dass dies nicht in Verhältnis zu den bestehenden Verträgen geschieht, ist in meiner Fraktion nicht mehr haltbar. Dieses Argument wird nur genutzt um die Regulierung juristisch vom Tisch zu fegen.

Staatssekretär Teeven:

Derzeit ist die Position der Regierung, dass die internationalen Verträge gegen die Regulierung und Legalisierung vom Cannabisanbau stehen. Deshalb gibt es derzeit keinen Platz dafür. Die Regierung möchte daran festhalten. Der Minister ermittelt, welche Pläne die Gemeinden haben und legt im Sommer einen Zwischenbericht vor um dann im Januar 2014 den Standpunkt festzulegen. (anm. d. Red. irgendwie wiederholt sich der Mann – ich bekomme unweigerlich das Gefühl das Ivo nur 2 Sätze gebrieft hat: 1. Im Sommer gibts nen Bericht – 2. Im Januar sag ich was dazu – anonsten hälst Du den Mund!)

Vorsitzender:

Das Wort geht an Frau Berndsen-Jansen.

Frau Berndsen-Jansen:

Vorsitzender. Ich möchte ein Gespräch mit dem Minister für Sicherheit und Justiz haben. Der Grund dafür ist, dass die PvdA nun einen „Gemeindeanbau“ befürwortet – der Minister jedoch nicht. Es scheint von Nöten, dass die Gemeinden etwas mehr Deutlichkeit über den Standpunkt des Kabinetts erhalten.

Vorsitzender:

Frau Berndsen-Jansen fragt nach einem Termin mit Minister Opstelten.

Frau Berndsen-Jansen:

Was mich betrifft können wir diese Debatte zusammenführen mit der Debatte welche ich vorige Woche über den Drogenbericht angefordert habe.

Vorsitzender:

Schauen wir zuerst ob Sie Unterstützung bei dieser Debatte erhalten. Dann können wir sehen ob wir das zusammenführen.

Herr Oskam (CDA):

Wir haben viele Male mit dem Minister über Drogen diskutiert. Die Positionen sind bekannt, sowohl für den Minister als auch für die einzelnen Parteien. Somit unterstützen wir diese Debatte nicht.

Herr van der Steur (VVD):

Der Generalsekretär hat gerade klar gesagt, dass einige Briefe kommen, genauso wie der ständige Ausschuss verlangt hat. Es gibt keinen Grund, wieder eine Debatte zu halten – hier wird sich nur wiederholt.

Frau Hilkens (PvdA):

Frau Berndsen weiss, dass die Debatte hierfür noch kein Gehör findet und wir die Briefe aus dem Ministerium abwarten. Was mich betrifft, hat sich nichts geändert. Somit keine Unterstützung für die Debatte.

Frau Kooimann (SP):

Unterstützung für die Debatte! Vor der Debatte möchte ich noch einen Brief vom Minister Opstelten erhalten, der ohnehin in das Haus kommt. Ich habe begriffen das die Gemeinden sehr spät über die Nicht-Möglichkeit des „Gemeindeanbaus“ informiert wurden. Und etwas anderes wurde auch nicht durch den Rat besprochen. Eine sorgfältige Behandlung scheint mir doch logisch. Ich möchte sehen, dass der Minister hierauf in seinem Brief eingeht.

Herr Voordewind (CU):

Keine Unterstützung für die Debatte!

Vorsitzender:

Sie haben keine Unterstützung für diese Debatte. Ich lasse das Stenogramm zum Kabinett durchreichen für die gefragten Informationen.

Ivo

Ivo

Als alter "Grenzbewohner" hab ich mich mächtig darüber aufgeregt, dass mir meine Stammkneipe Nobody´s Place genommen wurde. Gras sollte für jeden, überall und immer auf der ganzen Welt verfügbar sein ;-)

Cannabem liberemus!
Ivo

Letzte Artikel von Ivo (Alle anzeigen)

  • Anonymous

    Im Endeffekt nix neues! Dachte aber auch direkt der Teeven sagt immer das selbe! Mal sehen was noch so kommt! Hört sich jetzt alles nicht so Spitze an. Aber denke der Druck wird noch steigen und Ivo wird umfallen! Jede Wette!

  • Naja man kann tausend mal behaupten 1+1=7 aber dadurch ändert sich auch nix an der Tatsache, dass das falsch ist.
    Ich hoffe die Befürworter bleiben hartnäckig und untermauern ihre Vorschläge so lange mit Fakten bis Leute wie Opstelten und Teeven einfach nur lächerlich wirken. Immer mehr Niederländer erkennen, dass das Backdoor Problem die eigentliche Quelle der Kriminalität um die Coffeshops ist.

  • Die Versuchen mal wieder auf Zeit zu spielen… bis 2014 wird sich aber an der Situation in manchen Gemeinden nichts von selber verbessern!
    Die Regierung zwingt die Gemeinden förmlich dazu, selber zu „machen“. Ob sich aber eine Gemeinde soweit vorwagen wird und selbst Hanf anbaut, wage ich zu bezweifeln.
    Eher denke ich, dass die Coffeeshops wieder voll geöffnet werden, zumindest bis von Ivos Seite aus endlich mal eine klare Ansage kommt… Brief… 2014… ALLES BULLSHIT! Solange kann keiner mehr warten! DIE ZEIT LÄUFT AB!

    Der Wiet Erstand in Deutschland hat auch grad eine Aktion laufen, die nach Beteiligung lechtzt: http://wieterstand.wordpress.com/2013/02/13/brieftaube-light/
    Da kann man den „Drogenexperten“ von FDP und CDU mal eine Ansichtskarte schicken…

    Teilnahme ist anonym möglich, 90 Cent wird auch JEDER übrig haben, oder?

    • Ja, der Druck steigt und steigt. Deventer wird definitiv auch einen Antrag auf Gemeindeanbau bei Ivo stellen. In Breda wächst der Druck innerhalb des Stadtrats dem Ruf Eindhovens in der Sache zu folgen. In den nächsten Wochen (bis 01.04) werden ganz sicher noch viele Gemeinden folgen. Den 01.04. nannte Ivo ja als Stichdatum für die Gemeinden, die mit Gemeindeanbau experimentieren wollen. Das eine Gemeinde ohne Rückendeckung durch die 2e Kamer eine Blüte einfährt glaube ich auch nicht. Das die Gemeindegrow – Geschichte aber auch bei der nicht blowenden NL-Bevölkerung gut ankommt zeigen Leserbriefe ganz deutlich. Gegen die Meinung des „gemeinen Niederländers“ macht Ivo nichts – GARNICHTS. Di PvdA geht innerhalb der Koalition auch immer mehr auf Distanz… Wird schwer für Ivo das noch alles zu ersticken.
      Wisst ihr eigentlich wo Ivo gerade ist? Ich finde da könnte er ziemlich gut bleiben und sich bei dem Studium von erstklassigen Landrassen die ganze Sache mit dem Politikerdasein noch mal überlegen. Er ist in Kunduz – drei Tage… ;-)

  • Jack

    Ivo (auf den Stelzen) will also im Januar 2014 seinen abschließenden Standpunkt der Öffentlichkeit vortragen *zitter*

    Bis dahin werden aber noch viele Joints von den Buitenlanders in den niederländischen Coffeeshops geraucht werden. In meinen Augen ist das einfach Zeit schinden, um sein Versagen nicht zugegeben zu müssen.

    • Der hofft auf den Zusammenbruch der Koalition bevor er Farbe bekennen muss… ;-) Sieht garnicht schlecht aus. Könnte sein einziger funktionierender Plan werden.

    • „…Bis dahin werden aber noch viele Joints von den Buitenlanders in den niederländischen Coffeeshops geraucht werden…“

      Eventuell leider. Denn das wägt die träge Masse in trügerischer Sicherheit, während die Prohibitionisten im Hintergrund weiter ihr Netz spinnen. Opstelten und Konsorten haben einfach erkannt, dass sie nicht in Hauruck-Taktik die Entwicklung der letzten 36 Jahre rückgängig machen können. Aber ich glaube nicht, dass sie aufgeben.

      • Elli

        „wägt die träge Masse in trügerischer Sicherheit“

        …genau, die Menschen kriegen gerade soviel, dass nicht sie revoltieren. So wird bei Cannabis auch verfahren. Man sichert die Grenzen, aber so lasch, dass viele durchkommen. Ab und an eine Strafe, aber nicht wirklich konsequent. Genauso im Innland. Ab und an hebt man medienwirksam Grower und Dealer aus, aber nicht so konsequent, dass sich wirklich Unmut verbreitet.

      • Josh

        Mein Reden und je höher der Druck umso nötiger die Erfolge, aber hauptsache der Joint schmeckt!

      • Ich würde euch allen Recht geben, wenn da nicht die USA wären und wenn da nicht das lokale Maatwerk in den Landesweiten Gültigen Gesetzen ständ oder wenigstens das I-Kriterium ein bischen konsequent durchgezogen würde… Ja dann… wäre das hier bestimmt nur eine Etappe zu verschärfter Prohibition… Alledem ist aber nicht – ganz im Gegenteil. Die Welle ist am Wendepunkt angelangt. Die Brandung ist natürlich stark, wild und unberechenbar… aber irgendwann ist Ruhe und die Welle wechselt die Richtung endgültig. Wir dürfen dabei sein – Jack Herer nicht.

        • Ich beobachte die Entwicklung in den Niederlanden nicht erst seit dem Wietpas – sondern bereits seit 2005. Seitdem hat sich (bis zum Wietpas weitgehend unbemerkt – ja auch die Kiffer und sonstigen Drogis sind gern ignorant) eine Entwicklung vollzogen. Angefangen hat es mit dem Sterben der Coffeeshops – sogar schon früher als 2005. 2004 war in Middelburg (Zeeland) kein einziger Shop mehr zu finden und da hatte ich auch mal Lieblingsshops. Dann 2008 der Schlag gegen die Smartshops, die zumindest in Limburg zu 70% ihren Umsatz aus dem Verkauf psilocybinhaltiger Pilze hatten – die heutigen „Trüffel“ sind der letzte Strohhalm und die kaufen echt nur noch Touristen die keine Ahnung haben – da hat sich Amsterdam (damals noch unter Bürgermeister Job Cohen) auch erst geweigert das umzusetzen. Heute sind die echten Psilos nur noch online als Sporenprints zu bekommen).

          Unterm Strich führen die Prohibitionisten in NL seit fast zehn Jahren einen erfolgreichen Kampf im Hintergrund – nur mit dem Wietpas haben sie sich zu schnell zu weit vorgewagt. Das haben sie auch erkannt und entschleunigen jetzt ihre Taktik wieder ein bisschen – davor habe ich aber mehr Angst als vor offensichtlichen und dummen Hauruck-Aktionen die Widerstand hervorrufen.

          • Ja, wenn man nur die Entwicklung der letzten 10 Jahre betrachtet, werden wir auch von den Niederländern direkt zum Abgrund gefahren. Betrachten wir das Ganze doch mal noch von 10, besser 20 Jahren früher… da war 2005 schon alles so unendlich beschissen, das wir heute normalerweise schon längst über die Klippe gefallen wären und es selbst Niederländern nicht mehr erlaubt wäre 5 Pflanzen zu besitzen, geschweige denn in einen CS gehen zu können. Gehen wir doch noch mind. 150 Jahre zurück. Da gehören die Niederlanden zu den Menschenverachtesten, blutrünstigsten Kolonialisten, die Europa je hervorgebracht hat – ihre Burischen Brüder haben das in Südafrika ja bis vor kurzem noch nach Lust und Laune ausleben dürfen.
            Aus diesen Menschenschlächtern konnte binnen 150 Jahren das toleranteste Volk Europas erwachsen. Wie ist das möglich wenn doch immer alles nur schlimmer wird? Für mich passt das alles absolut perfekt in meine Wellentheorie und die grundsätzlichen Schwankungen die mit der Fortentwicklung der Gesellschaften zwangsläufig einhergeht. Allem in der Welt ist ein Sinus (Auf- und Ab) mitgegeben. Ohne etwas erst mal schlecht gemacht zu haben kann das nächste Hoch nicht kommen. Die Menschheit wäre schon lange nicht mehr Existent, wenn die Liebe zum Leben dem Hang zum Wahnsinn nicht am Ende immer eins auswischen würde.
            Solche Ivo-Aussagen wie „Unsere internationalen Verpflichtungen lassen das nicht zu“ – ist das eine HauRuck-Aktion von Ivo? NEIN! Das ist entschleunigt, der Versuch ohne viel Aufsehens keinen Widerstand hervorzurufen… UND? VIEL MEHR Widerstand wie gegen den Wietpas. Keine 24h nach Brouwer ist der schriftliche Fragenkatalog bei der Kamer, wird in der ersten Montagsbefragung das Thema aufgegriffen. 1 Woche später wollen sich zwei weiter Städte definitiv an der Gemeindegrow-Geschichte mitmachen…
            Wir befinden uns in der Brandung einer sich umkehrenden Welle – und das ist gut so… ;-)

          • ^^ Was hast Du Dir denn heute morgen gegeben!?! Ist man ja gar nicht gewohnt von Dir :-D Aber Wellentheorie find ich gut

          • 39°C-Fieber, 2 Grippostad, 1l grüner Tee und ein Espresso… – Ich bin mal echt krank… :-( Und bevor ich daran sterbe muss ich noch legal in D einen kiffen können – also hilft nur Bedingungsloser Optimismus… ;-)

          • :-D Gute Besserung!

          • Gute Besserung! Hast Dir wohl das selbe eingefangen, was ich Ende Januar hatte. Da lag ich auch einige Tage flach.

          • Elli

            „meine Wellentheorie und die grundsätzlichen Schwankungen die mit der Fortentwicklung der Gesellschaften zwangsläufig einhergeht. Allem in der Welt ist ein Sinus (Auf- und Ab) mitgegeben. Ohne etwas erst mal schlecht gemacht zu haben kann das nächste Hoch nicht kommen“

            Guten morgen zum philosophischen Seminar :-)
            Ich glaube aber, bei allem Auf und Ab gibt es ja auch eine Gesamttendenz (quasi eine Gerade die den Scheitel der Wellen beschreibt) und die geht in den NL wohl wirklich abwärts.

          • Auf die letzten 10 Jahre gesehen hast Du Recht… und auf die letzten 100? Und wie lange unterliegt Cannabis der Prohibition? Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie ein halbleeres Glas gesehen – halbvolle gibt es zu hauf! Ohne Optimismus schwindet doch jegliche Kraft zu kämpfen. Wenn alle Gläser halbleer sind lohnt es nun wirklich nicht sich zu engagieren. Da hilft nur schnell noch kiffen was zu bekommen ist…

  • Jack

    Für das Zusammenbrechen von Koalitionen sind die Niederlande ja bekannt ;-)

  • Nimrod

    Ich bin erstmal auf den angekündigten Zwischenbericht Mitte dieses Jahres gespannt. Schon der dürfte zu heftigen Diskussionen führen. Wahrscheinlich wird wieder alles schön geredet und unliebsame Fakten werden verharmlost bzw. ganz weggelassen.

    Was das Verbot des Hanfanbaus aufgrund der völkerrechtlichen Verträge angeht: Mich wundert es nicht, dass Ivo bzw. Teeven dazu keine eindeutige und abschließende Stellungnahme abgeben. Das können die wahrscheinlich auch gar nicht. Diese Verträge sind idR. ellenlang, kompliziert und nur selten eindeutig. Da können sich heerscharen von Juristen monatelang mit befassen und doch zu keinem eindeutigen Ergebnis kommen. Letzten Endes sind es aber „nur“ Verträge und davon kann man sich lösen.

  • Fred Teevens ewige Wiederholung des selben Unsinns erinnert mich auch die Befragung von Michele Leonhart. Die Dame ist Direktorin der DEA. Leider scheitert sie mir ihrem Programm auch irgendwann an der Realtität bis man sich nur noch fremdschämen kann. Immer wieder die gleiche Platte rauf und runter.

    http://www.youtube.com/watch?v=n0ujs8mRkWM
    Wäre zum schreien komisch wenn ihr Programm nicht für so viel Leid und Ungerechtigkeit sorgen würde.

  • Gianni

    Grundsätzlich ist das natürlich ne super Sache!!! Es sollte mehr davon existieren.Aber eines möchte ich doch anmerken: Wir müssen natürlich aufpassen, dass es nicht zu sehr Klischee behaftet ist. Ich finde diesen Lars Knacken oder wie er heisst jetzt echt kontraproduktiv. Wir müssen aufpassen das es nicht ins lächerliche gezogen wird.

    • Lars Knacken? Klischee? Also ICH habe mich da wiedererkannt… zumindest in meiner „Jugend“ war ICH genauso drauf! ;-)

      Klar gibt es die „seriösen“ Kiffer auch, nur sieht man von denen leider GAR NICHTS! Der „Lars“ stellt sich wenigstens vor die Kamera und macht „entertaining“…

      • Gianni

        Ja das kann ja auch sein! Ist für mich als Konsument/Kiffer auch nicht schlimm.So ähnlich waren viele mal drauf ich auch. Nur muss man vorsichtiger an die Sache heran gehen. Es kommt halt ein bisschen unseriös herüber. Die Allgemeinheit muss behutsam an die Sache herangeführt werden.

  • Elli

    So wie sich der Bericht von marcel liest, verhält sich der Staatssekretär Teeven ja ziemlich schmallippig. Wie marcel ja schon sagt, überzeugend hören sich die Argumente nicht an. Eher, als wenn es nicht mehr viel braucht das Fass zum Überlaufen zu bringen und die Backdoorproblematik endlich zu lösen.

  • Pingback: Jetzt auch alle auf Ivo…. Limburg wackelt! | Kein Wietpas!()

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