Ivo antwortet…

Nine Kooimann, die in der SP (Sozialistische Partei) Wortführerin u.a. in Sachen Softdrugpolitik und Jugendschutz ist, hatte Ivo Opsteltem, dem Niederländischen Sicherheits- und Justitzminister am 08.02.2013 einen Fragenkatalog eingereicht welchen er schriftlich beantworten musste. Den „gesamten“ Verlauf wie es zu diesen Fragen kam kann man gut von hier ausgehend nachlesen.
30 Tage Zeit hatte Ivo Opstelten, nach 21 Tagen kam die folgende Antwort. Das Schreiben richtetet sich an den Vorsitzenden der 2e Kamer (~Bundestag). Dieser Vorsitzende ist quasi „Zwischenhändler“ für die schriftlichen Fragen der Abgeordneten an Mitglieder des Kabinetts.

 

Antwortschreiben im Original

Als Antwort auf Ihren Brief vom 08.02.2013 teile ich Ihnen mit, das die schriftlichen Fragen der Abgeordneten Kooilmann (SP) über den Kampf gegen die Drogenkriminalität und dem Wunsch einiger Gemeinden den Grasanbau zu legalisieren (eingesendet am 08.02.2013), wie in der Anlage dieses Briefes angegeben, beantwortet werden.

Der Minister für Sicherheit und Justitz

I.W. Opstelten

 

Was ist Ihre Reaktion auf diesen Artikel ‚Grasanbau wächst der Polizei über den Kopf‘? (de Telegraaf, 07.02.2013)

Antwort auf Frage 1
Der Artikel ist mir bekannt. Es ist eine gute Nachricht, das die durch Bürger gemachte Anzahl an Meldungen (Denunzierungen) über Grasplantagen rasch gestiegen ist. Trotzdem ist die Menge der jährlich geräumten Plantagen immer noch hoch. Alle Anstrengungen wirken. Trotzdem bleibt der organisierte Hanfanbau ein ernstes Problem und die Bekämpfung wird unter dieser Regierung höchste Priorität behalten. Hierbei werden wir auf die integrierte Herangehensweise von Gemeinden, Steuerbehörden und anderen Partnern setzen, damit auch die kriminellen Organisationen die sich hinter kleinen Anbauern versuchen zu verstecken ins Visier geraten. Um diese Zusammenarbeit noch effizienter zu gestalten sind die gemeinschaftlichen Prinzipien für die integrierte Herangehensweise in der letzten Zeit in einem Leitfaden „Integrierte Herangehensweise gegen subversive Kriminalität“ zusammengefasst worden.

 

Wieviele Kapazitäten der Polizei beschäftigen sich derzeit mit illegalem Hanfanbau? Was kostet der Einsatz der Polizei?
Können sie eine Gesamtübersicht aller Kosten liefern, die der Kampf gegen den organisierten Hanfanbau für die Gemeinschaft mit sich bringt? Wenn nein, warum nicht? Wollen sie auch im Hinblick auf diese Kosten und allen weiteren unerwünschten Effekten an den aktuellen Regeln festhalten?

Antwort auf die Fragen 2 und 4
Polizeikapazitäten sind nicht speziell Zweckgebunden. Auch wird keine Auftstellung der Kosten nach bestimmten Kriminalitätsformen gemacht. Kriminalität wird bekämpft und Kapazitäten werden da eingesetzt wo sie nötig sind.

 

Wie ist Ihre Reaktion auf die Tatsache, das Versicherer tausende Ansprüche, mit einem totalen jährlichen Schaden von 100 Millionen Euro befriedigen müssen, die im Zusammenhang mit Hanfanbau , z.B. Wohnungsbrände, stehen?

Antwort auf Frage 3
Das Versicherer aufgrund von Hanfanbau Schäden erleiden ist bekannt. Aus diesem Grund hält das Kader zur Bekämpfung des organisierten Hanfanbaus regelmäßigen Kontakt mit dem Verband der Versicherer (VVV) bzw. mit dem angeschlossenen Zentrum zur Bekämpfung von Versicherungsbetrug (CBV). Dieser Kontakt hat unter anderem dazu geführt das der CBV, Straftaten Anonym Berichten und die Polizei zusammenarbeiten, wenn es (anonyme) Signale gibt die im Zusammenhang mit Hanfanbau stehen.

 

Was ist ihre Reaktion auf den Artikel ‚Gras von der Gemeinde‘ (anm. Nine bezieht sich auf einen Artikel einer anderen Zeitung, der aber inhaltlich nahezu identisch mit dem von mir übersetzten ist) und den Anmerkungen des zitierten Rechtswissenschaftlers, das das Verbot des Gemeindeanbaus Unsinn ist und nirgends festgeschrieben steht? (BN/De Stem, 07.02.2013)
Teilen sie die Meinung dieses Professors, das die internationalen Regeln Butterzart sind und nicht darauf schließen lassen, das Experimente der Gemeinden mit Grasanbau unter allen Umständen verboten bleiben müssen.
Was ist ihre Reaktion auf die Ansicht, das die Niederlanden an allen Ecken und Kanten von z.B. den USA, in Sachen legaler Grasanbau, überholt werden? Wie kann das sein wenn der regulierte Grasanbau, so wie sie sagen, im Widerspruch zu internationalen Regeln steht?
Glauben sie das dieser Professor völlig daneben liegt, oder sind sie bereit zu zugeben, das die internationalen Regeln sehr wohl Raum bieten um regulierten Grasanbau zu gewähren?
Sind sie bereit einigen Gemeinden nachträglich die Genehmigung zu erteilen mit reguliertem Grasanbau zu experimentieren, insbesondere auch im Blick auf den Kampf gegen die Drogenbedingte Kriminalität?

Antwort auf die Fragen 5,6,7,8 und 9
So wie ich es bereits angegeben habe ist die aktuelle Gesetzes- und Regellage deutlich: Die Regulierung von Hanfanbau steht im Widerspruch zu den UN-Verträgen, EU-Recht und dem Opiumgesetz. Es ist kein Platz für Gemeindeinitiativen die davon abweichen. Ich habe der Kamer am 13.12.2012, während allgemeiner Überlegungen zum Wietpas, eine Bestandsaufnahme der Pläne, von Gemeinden um Hanfanbau zu regulieren, zur Verfügung gestellt. Im weiteren habe ich auch zugesagt den Kleinanbau in den USA und Europa zu untersuchen, wobei ich auch die juristischen Aspekte betrachte. Darüber werde ich die Kamer vor Ende des Jahres informieren.

Ist schon ganz schön frech von Ivo, wie er solch dezidierte Fragen nur grob zusammenfassend beantwortet um blos nicht auf den wahren Kern der Fragen antworten zu müssen. Letztendlich dokumentiert er damit seine Hilflosigkeit sich gegen die Realität, nicht nur in den Niederlanden, zur Wehr setzen zu können. ABER – und das unterscheidet Ivo von den Konservativen in Deutschland – er fängt ganz langsam und immer offensichtlicher an einzuknicken. Von der Selbstsicherheit mit der er vor einem Jahr noch alle Wietpas-Bedenken vom Tisch fegte oder dem Hohn über den Wunsch des Eindhovener Rates sich ihr Gras selbst zu organisieren – ist quasi NICHTS übrig geblieben. Er drischt Phrasen um das Gesicht nicht zu verlieren, andererseits fängt er einzulenken um den Job nicht zu verlieren. Natürlich ist Ivo in den Augen der Cannabisten ein „Mistkerl“. Betrachten wir aber die politischen Rückschläge und die beständige Dämpfung des Ivo-Tons im Laufe des letzten Jahres wird unverkennbar das er seine Höchstphase lange hinter sich gelassen hat.
Auch in den Niederländischen Medien werden diese Antworten thematisiert und Hauptkritikpunkt bei der normalen Bevölkerung/Presse ist der, das Ivo nicht mal im Ansatz eine Aussage über die Verteilung der Polizeikosten machen kann. Er sagt zwar, das die Polizei da eingesetzt wird wo es nötig sei. Ohne Kosten-/ Nutzenanalyse lassen sich aber keine rationalen Entscheidungen treffen wo der Einsatz am nötigsten ist. Mit dieser Antwort hat er zugegeben, das er generell von den Kosten der Polizei keinerlei Ahnung zu haben scheint – und das stößt den Zahlenverbundenen Niederländern doch sehr auf. Wieder einmal sägte Ivo erfolgreich ein Stück tiefer in den Ast auf dem er sitzt.

 

hanfgleichstellen

Ich kann es nicht mehr sehen/lesen/hören mit welcher Ignoranz unsere Politik die guten Gründe für einen konsequenten Wandel in der Drogen- und Genussmittelpräventionspolitik ignoriert.
Ebenso wenig konnte ich noch weiter mit ansehen, das solche Menschen wie ich nicht in die Öffentlichkeit gehen und den Finger in die Wunde legen - auch wenn, oder gerade weil, das mit negativen Folgen belegt sein kann.
Macht mit! Werdet wenigstens Sponsor im DHV o.ä.!
  • Anonymous

    Ist nur die Frage ob die Niederländer auch erkennen was für stumpfe Phrasen ihr Herr Justizminister da von sich bringt.

  • Joachim

    Vielen Dank an “KeinWietpas – Kranten” und überhaupt!

  • Anonymous

    Sorry for off topic:

    Interview mit Mechthild Dyckmans:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article114125790/Automatenspieler-sind-30-arbeitslos-Migranten.html

    Hier der relevante Abschnitt für uns:

    Die Welt:Immer wieder gibt es Forderungen, vermeintlich weiche Drogen wie Cannabis zu legalisieren. Eine Option für Sie?

    Dyckmans: Nein, auf keinen Fall. Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge, und die möglichen durch Studien belegten Gesundheitsgefahren werden leider häufig unterschätzt. Da sehe ich den Staat in der Pflicht, seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

    • Anonymous

      Die Welt:In Südamerika denken dagegen Regierungen darüber nach, Kokain zu legalisieren, um die Drogenkartelle zu zerstören. Rechtfertigt da der Zweck das Mittel?

      Dyckmans: In Bolivien geht es nicht um eine Legalisierung von Kokain. Der Staat hat sich dafür eingesetzt, dass die 1000 Jahre alte Tradition des Koka-Blattkauens unbestraft stattfinden kann. In Uruguay ist die Regierung von ihrem Vorhaben, Marihuana zu legalisieren, wieder abgerückt, nachdem sich 64 Prozent der Bevölkerung sowie die Ärztegewerkschaft dagegen ausgesprochen haben.

      Der Kommentarbereich ist übrigens schon geschlossen. Man muss ich fragen, warum z.B. Colorado und Washington nicht erwähnt wird. Wenn’s nicht ins Weltbild passt, unterschlägt man es eben. Ein guter Interviewer hätte da nachgehakt.

    • Joachim
    • White Widows

      Die Alte wird keiner mehr überzeugen. Da ist Hopfen und Malz verloren :-(

  • fjkjfkf

    die dyckmanns ist in 10 jahren eh weg,weg von dieser welt also soll sie nur weiter so denken

  • Gerd50

    Am genialsten ist der Satz von Dyckmans, „Cannabis ist die am
    häufigsten konsumierte illegale Droge…“ deswegen müssen unsere
    Bürgerinnen und Bürger geschützt werden.

    Es entsteht der Eindruck, Konsumenten sind keine Bürger, sondern
    Abschaum wie Hoes ausländische Coffeeshopkunden bezeichnete.

  • Lissbett

    @Gerd50
    Es entsteht nicht nur der Eindruck….:(
    Ich habe ein Leben vor und eins nach dem „Outen“, als
    Konsument.gehabt. Könnte ich das rückgängig machen, sofort!!!!
    Du wirst nur noch wie Abschaum gehandhabt, sämtliche Sachbearbeiter
    etc. leben ihre Machtgeilheit an dir aus ,es ist nicht schön.

    • Gianni

      Schön Steuern zahlen und bloß keine eigene Meinung haben. Das ist der Zahn der Zeit. Die Bürger müssen geschützt werden das ich nicht lache!! Als wären wir irgendwelche unterbelichteten Idioten, die nicht selbst über ihr leben entscheiden können.

      • Mike

        Word !

    • Kai & Steffi

      Die Leute geben einem dann auch noch so schöne Namen wie……..
      „Haschgiftspritzer“
      „Hascher“
      „Junkie“
      Uuuuuuuund jeder weiß doch das wir unseren Konsum nur durch Prostitution und Diebstahl finanzieren können.
      Ja ja so nen Scheiß musste ich mal bei ner Diskussion über mich ergehen lassen und wär fast explodiert vor Wut.
      Hab auf der Arbeit einfach nur gefragt warum es ok ist Alkohol in einer Bar oder im Café zu trinken und beim Cannabis Rauchen nicht.
      Beim Beispiel Coffeshops in NL bin ich auf sehr viel Ignoranz und Arroganz gestoßen, mit der Begründung die Niederländer seien ein unschlüssiges und nicht ernst zu nehmendes Völkchen.

      • „mit der Begründung die Niederländer seien ein unschlüssiges und nicht ernst zu nehmendes Völkchen.“

        Und genau das ist der Grund, warum die NL keine CS mehr wollen! Das ANSEHEN!

        • Sie müssten ja nur eine Linie konsequent durchziehen – egal welche – dann wäre das Ansehen sofort wieder da. Mit Vorne lächeln und Hinten verhaften – haben sie sich ja auch eine definitiv nicht Ernst zu nehmende Sitúation gebastelt, die selbstverständlich kein Vorbild war und somit auch keine Nachahmer gefunden hat. Lizensierter Anbau zur Versorgung hingegen würde ein Vorbild abgeben dem sich die umliegenden Länder garnicht verschließen können (zumindest nicht 35 Jahre lang). Der einzig gangbare Weg ist die Regulierung. Totalverbot funktioniert in NL nicht mehr – keine Chance. Ein Land welches 40% seines Stroms zum Zwecke des Hanfanbaus gestohlen bekommt – bekommt diesen Geist nicht vertrieben – selbst mit Regulierung ein Jahrzentelange Aufgabe…
          Ich versuche Heute Abend nen Belgischen Artikel für KW klar zu machen – GENIAL! Die Grasbauern in Limburg sind die ehemaligen Schnapsbrenner für Belgien – vor 100 Jahren ist man im Winter schon durch Limburg gezogen und hat die Häuser mit wenig Schnee gesucht… Die Geschichte der Niederländischen illegalen „Hanf“bauern ist so alt wie die unterschiedliche Besteuerung von Alk zwischen B NL D.

          • Kai & Steffi

            Mmmmmh
            Hört sich auf jeden fall interessant an

      • Allen Leuten, die die Chance hatten mich wirklich kennen zu lernen und den Mensch in mir zu erfahren – habe ich irgendwann reinen Hanf eingeschenkt – und nie wirklich schlechte Erfahrungen gemacht. Für einige bin ich wohl bloß eine Ausnahme (der man das dann aber auch zugesteht), bei vielen anderen konnte es aber einen positiven denkprozess anstoßen.
        Die Frauen die abgetrieben haben, die Schwulen die sich öffentlich küssten – mussten sich durch den öffentlichen Fleischwolf drehen lassen – und haben ihren schwersten Kampf bereits gewonnen.
        Uns wird es nicht anders ergehen und wir müssen das „gleiche“ ertragen.
        Kopf hoch! Ich habe 1985 für das mitkiffen und Tüten bauen von anderleuts Hasch 160 Sozialstunden ableisten und 1260DM (3 Ausbildungsgehalter) zahlen müssen.
        Wenn ich bedenke wie der 31a diese Situation schon geändert hat… sehe ich allüberall halbvolle, sich weiter füllende Gläser… ;-)

  • Jack

    Zitat Hanfgleichstellen:

    „ABER – und das unterscheidet Ivo von den Konservativen in Deutschland – er fängt ganz langsam und immer offensichtlicher an einzuknicken“

    Wenn Du mich fragst ist Ivo von O längst eingeknickt. Außer Zeit schinden und inhaltslos rumeiern kommt doch seit der Wahl nichts mehr neues von ihm.

    Was glaubt Ihr warum er die Städte und Kommunen selber entscheiden lässt, ob sie das I-Kriterium kontrollieren oder auch nicht? Bestimmt nicht, weil er seine Meinung geändert hat. Wenn sein neues Gesetz (=I-Kriterium) rechtlich sicher wäre würde er dies auch konsequent durchsetzten. Tut er aber nicht! Wenn Onno Hoes heute verkünden würde, Maastricht ist ab sofort wieder für den Abschaum offen, auch dies würde Ivo ohne Murren schlucken.

    Warum habt ihr vor dieser Lachnummer Ivo überhaupt noch Angst? Den kann ich mittlerweile genau so ernst nehmen wie Rösler und Brüderle ….

  • Nimrod

    Mir kann doch keiner erzählen, dass es nicht möglich sei, nachzuvollziehen, wieviele Einsätze der Polizei durch die Bekämpfung illegaler Hanfplantagen nötig waren. Jeder Polizeieinsatz muss schriftlich dokumentiert werden. Das wird in den Niederlanden genauso sein. Und dann lassen sich auch die damit entstandenen Kosten zumindest schätzen.

    • Er windet sich halt… ich warte auf die Ratssitzung in Venlo. Vorher freu ich mich über nix.

    • Das denken die Niederländer auch und entsprechend schockiert sind sie. Ivo kann nämlich ebenso wenig Zahlen liefern wieviel Kapazitäten in die Verfolgung von HardDrugs, Kinderpornographie, Menschenhandel, etc. investiert werden. Das wird durchweg als Armutszeugnis aufgefasst. Wenn die Polizeieinsätze in kein System eingepflegt werden, welches daraus entstandene Kosten ableiten kann, gibt es diese Zahlen nicht – obwohl die Einsätze selbst dokumentiert sind. Statt seinen Laden vernünftig zu organisieren, hat Ivo Phrasen gedroschen und das frisst ihn jetzt auf. Seine Konzentration auf die SoftDrugs offenbart so viele Unzulänglichkeiten in seinem Ministerium – ganz ohne seine SoftDrugPleiten wird er immer untragbarer.

      • Anonymous

        und wo bleibt die spende hanfg?oder schon gemacht?

        • Und wo bleibt die Deine? Nicht witzig anonym sooo zu fordern… ;-)
          Ja ich habe gezahlt.

          • Anonymous

            ich spende auch immer beim dhv am ende des jahres!

          • Und ich wette nichts mehr wenn keiner gegenwettet. Zum 01.03 hatte zwar noch kein Shop wieder in Limburg offen – aber es war klar das sich das sehr absehbar ändern wird. Bin gespannt ob dann auch wer Spendet unter dem Betreff „Kein Wietpas – Danke für´s Stange halten und mithelfen das Limburg weniger wie 1 Jahr geschlossen war“… ;-)

      • Wir haben doch die netten Statistiken aus Südlimburg gesehen. Es ist ein einfaches hier eine Kosten-/Leistungsrechnung aufzusetzten. Auch wenn es dabei nur um Durchschnittswerte geht – sind es dann doch Anhaltspunkte. JEDES Unternehmen weiß wieviel ein Mitarbeiter „kostet“ (ich rede jetzt nicht nur vom Gehalt – sondern von allem was dranhängt). Ist eine einfache Rechnung:

        Kosten des Gesamtapparates / Mitarbeiter = Kosten eines MA

        Kosten eines MA/365/8 = Kosten eines MA pro Std.

        Diese Kalkulation kann jedes I-Dötzchen durchführen. Nun müssen „nur noch“ durchschnittliche Werte für Razzien etc. angesetzt werden. Sprich wieviele MA werden für welchen Zeitraum eingebunden. Bei den Deutschen werden 3 Stunden für eine Hausdurchsuchung angesetzt mit 3-5 MA´s. Hieraus läßt sich auf einfache Weise ein Kosten/Nutzen Faktor errechnen (hach jetzt bin ich in meinem Element). Und sowas soll eine staatliche Instution nicht hin bekommen. Das wird aus der ganz normalen Buchhaltung abgeleitet. Die Polizei differenziert doch schon spezifisch – ansonsten könnten Sie die vergleiche zu den Vorjahren doch gar nicht belegen.

        Versteh das nicht^^

        • Josh

          Die Niederländer an sich sind nicht zu verstehen und dann wagst du dich noch an die holländische Politik?

          DAS verstehe ich nicht (Achtung Witz)

  • Hunter S Thomson

    Hier in D’land gibt es die Diskussion über die Kosten von Polizeieinsätzen doch auch nur , wenn es um Fußball geht, Dann immer mit der Forderung verbunden, dass die Vereine an den Kosten beteiligt werden. In dem Rechtsverständnis westlicher Demokratien werden Polizeieinsätze nie nach Kosten/ Nutzen aufgeführt. Wäre das ein Kriterium, würden alle Drogen unmittelbar freigegeben werden müssen. Die suchtindizierte Beschaffungskriminalität mag da nur als Beispiel dienen.
    Das Politiker Phrasen dreschen ist auch keine ganz neue Erkenntnis.
    Problematisch wird das alles halt nur, weil wir hier die (Schein) Liberalität der Niederlande nie gehabt haben.

  • Ganjaman

    Trotzdem bleibt der organisierte Hanfanbau ein ernstes Problem und die Bekämpfung wird unter dieser Regierung höchste Priorität behalten. Das sagt doch alles….der mann gehört gelinde gesagt „abgewählt“….

    • NEIN! Abwählen JA – aber grundsätzlich hat er mit der Aussage 100% Recht! Es stellt sich blos die Frage WIE man den organisierten Hanfanbau bekämpft.
      Polizei oder Legalisierung… ;-)
      Der Volkswirtschaftliche Schaden der den Niederländern durch die Duldungs- und Backdoorproblematik entsteht ist gewaltig. Die Ursache des Schadens muss bekämpft werden, da hat Ivo vollkommen Recht. Bei der Wahl der Mittel liegt er halt völlig daneben. Wohingegen der lizensierte Anbau (Gemendeteelt) ein sehr gutes Mittel darstellt – welchem Ivo selbst erst die Tür mit seinem „lokalen Maatwerk“ geöffnet hat.
      Diese beiden Modelle konkurieren nun in den Niederlanden… Die Vernunft wird siegen!

  • Hempfriend

    Ist Gemeindeanbau den wirklich durch die EU verboten?Glaube ich nicht,den in Rasquera/Spanien ging es doch letztes Jahr auch.Die haben gut geerntet letztes Jahr.
    Auch das Opiumgesetz von Holland duldet den anbau von 5 Pflanzen pro Person.

    • Wenn wir dem höchsten Professor für Recht an der renomiertesten Uni für Recht in den Niederlanden Glauben schenken dürfen sind die internationalen Verpflichtungen kein Gras anbauen zu dürfen „Butterzart“. Wenn die Ami´s das können… können die Niederländer das auch – wenn sie nur wollen.
      Belgien, Spanien usw. sind keine guten Beispiele. Auch dort ermöglichen blos Duldungen die CSC´s. Es herrscht auch in diesen Ländern leider kein Rechtsanspruch auf Selbstversorgung. In Washington und Colorado hingegen gibt es einen Rechtsanspruch.

  • Hempfriend

    Aber in Washington und Colorado haben sie auch keinen wirklichen Rechtsanspruch weil ihr Gesetz dem Bundesgesetz untergeordnet ist in dem Hanf auch generell verboten ist.
    Viele Niederländer wählen leider sehr konservativ,das ist zur Zeit das Problem.
    Ich glaube aber trotzdem das eine Mischung aus CSC und Coffeeshops eine neue Option in den Niederlanden wäre.
    Die Gemeinden haben doch die Möglichkeit für „lokal Maatwerk“.Sie könnten solche Shops die völlig Transparent agieren dulden.
    Als Kunde müsste man sich dann nur anmelden und schon könnten vom Shop aus für einen 5 Pflanzen angebaut werden.

    • Nein, das ist (zum Glück) komplizierter… ;-) Solange „Obama“ die Staatsgesetze nicht kassiert, haben die Bürger von Colorado und Washington State einen Rechtsanspruch gegenüber dem Staat in dem sie leben – würde mir vorrübergehend erst mal reichen… ;-)
      Und nochmal Nein, das ist (leider viel) komplizierter. Innerhalb einer Gezin (Kleinfamilie) könnte man die jeweils 5 Pflanzen „unter einem Dach“ realisieren, wenn man kein Kunstlicht, keine Zwangsbe- und Entlüftungen und auch keinen spez. Hanfdünger verwendet. Auch die 5 Pflanzen sind nur geduldet ohne den geringsten Rechtsanspruch und auch nur wenn sie „natürlich“ wachsen – ansonsten wirst Du selbst mit 5 Pflanzen in den Niederlanden zum „großen Kaliber“ gezählt.

      • xy

        ‚Auch die 5 Pflanzen sind nur geduldet ohne den geringsten Rechtsanspruch und auch nur wenn sie “natürlich” wachsen – ansonsten wirst Du selbst mit 5 Pflanzen in den Niederlanden zum “großen Kaliber” gezählt.‘

        yup, so isses. hängt ne lampe drüber (und weiteres equipment) ist’s gleich ‚organisierte kriminalität‘. weiß eine zweite person davon, ist’s ‚organisierte bandenkriminalität‘. krank. den pflanzen hingegen ist’s wurscht, die wachsen so oder so ;)

  • Jgreeen

    Der Minister hätte auch etwas über seine Lieblingssorte Vla erzählen können. Das wäre in der Sache genau so informativ gewesen und hätte die Fragen nicht schlechter beantwortet.
    Ich mag übrigens am liebsten Caramel mit dunklen Schokosplittern.
    Ansonsten würde ich mich freuen wenn die Niederländer hier erkennen würden wie leer Opsteltens Aussagen sind. Er hat keine Ahnung von der Situation aber will derjenige sein der sie meistert?
    Ich gebe Hanfgleichstellen mit seiner Aussage recht. Man erkennt wie der Minister nach und nach einknickt und mit Händen und Füßen sein Gesicht waren will. Vor einem Jahr war der Wietpas noch unausweichlich und ein garantierter Erfolgt. Heute gibt es ihn quasie nicht mehr.

Unsinnige EU-Gesetze verlangen, dass wir Euch auf die Verwendung von Cookies auf "Kein Wietpas!" hinweisen müssen. Obwohl Cookies ein elementarer Bestandteil des Webs sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Dir das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Durch Weiterbenutzung unseres Angebotes und/oder dem Klick auf "OK" stimmst Du dem zu.

Schließen