Jagd auf die Shops in Apeldoorn !?

Coffeeshop

Coffeeshop ´t Bunkertje

„Apeldoorn macht „keine Jagd“ auf Coffee-Shops!“

Bürgermeister John Berends (CDA) äußerte sich in Bezug auf die Debatte zu diesem Thema. „Aber wir werden mit aller Strenge durchgreifen wenn ein Coffeeshopbesitzer einen Regelverstoß begeht!“ sagte  Berends.

Berends entzog dem Coffeeshop „´t Bunkertje“ Ende letzten Jahres die Lizenz. Der Grund hierfür war eine Verurteilung des Eigentümers und des Betriebsleiters wegen des Besitzes einer zu hohen Menge Cannabis im Shop. Darüber hinaus gibt es einen „administrativen Bericht der Polizei“ der sich gegen den Besitzer ausspricht, lässt Berends am Donnerstag Abend den Rat wissen. PvdA, GoenLinks und D66 befürchten, dass die Gemeinde Apeldoorn vor Gericht eine Niederlange erleiden wird. Sie beziehen sich auf ein angeblich ähnliches Problem in Almere, wo der Richter für den Coffeeshop entschied. Der Richter monierte, dass die Gemeinde ein Coffeeshop toleriert, aber die Bevorratung des Angebotes nicht (Anm. Red. Hierzu werde ich nochwas googlen und evtl. was schreiben….).

Nach Berends jedoch kann der Besitzer vom „’t Bunkertje“ den Prozess nicht gewinnen, da es keine formalen Einwände gegen den Einzug einer Lizenz gäbe. Was vielleicht auch nicht gerade unwichtig für den Prozess von Marc ist – und mich leider in meiner Meinung verstärkt, dass JEDER Prozess sinnlos ist, da es sich um eine Duldung und nicht um Recht handelt. Hierbei würde es sich um „Toleranz“ handeln, die nicht Einklagbar ist. Berends sagte weiter, dass es derzeit keine Anzeichen für eine Overlast in der Umgebung oder bei den verbliebenen Coffeeshops gäbe. Mitarbeiter der verbliebenen Shops gaben in der Samstagsausgabe der örtliches Zeitung an, dass eine hohe Fluktuation eingesetzt hat. Ebenso hatten die Mitarbeiter Sorge, dass durch das höhere Kundenaufkommen in den verbliebenden Shops Overlast ausgelöst wird, wodurch die verbliebenden Shops auch wieder Probleme bekämen.

Hier wird von einer Jagd auf die Coffeeshops in Appeldoorn berichtet, da es ungewöhnlich viele Kontrollen gab. Allerdings zählt Appeldoorn zu den „Touristenfreundlichen“ Städten. Ich hatte das Städtchen mal bei einem Ausflug nach Arnhem besucht.

Mark Sandmann (D66) wies am Donnerstag Abend darauf hin, dass die übrigen drei Läden nicht wie das „’t Bunkertje“ auf einen Vorrat im illegalen Rahmen zurückgreifen müssten. Er fragte ebenfalls ob Berends zusammen mit Polizei und Justiz nachdrücklich nach solchen Sachen auf der Suche sei“. ,, Ich bin nicht mit einer Jagd beschäftigt“, sagte der Bürgermeister. ,, Aber wenn wir etwas finden, handle ich in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften.“ Unmittelbares Eingreifen durch uns. ,,Da stimme ich Ihnen zu.“ Und dafür erhält Berends die Unterstützung von mehreren Parteien. Es gibt keine breite Unterstützung für das „‚t Bunkertje“ und dessen Erhaltung. Was sehr schade ist – denn das „‘t Bunkertje“ war ein sehr angenehmer Laden und hatte ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Schade drum…. Der Rat wird weitere Gespräche in diesem Frühjahr über den Coffeeshopbeleid führen.

Cannabem liberemus

Ivo

Ivo

Als alter "Grenzbewohner" hab ich mich mächtig darüber aufgeregt, dass mir meine Stammkneipe Nobody´s Place genommen wurde. Gras sollte für jeden, überall und immer auf der ganzen Welt verfügbar sein ;-)

Cannabem liberemus!
Ivo

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  • J S

    „Was vielleicht auch nicht gerade unwichtig für den Prozess von Marc ist – und mich leider in meiner Meinung verstärkt, dass JEDER Prozess sinnlos ist, da es sich um eine Duldung und nicht um Recht handelt. Hierbei würde es sich um „Toleranz“ handeln, die nicht Einklagbar ist.“

    Hm.. ich würde dann ja mal sagen das man in so einem Fall die Anklage anders formulieren muss (es lebe die Bürokratie -.-). Man kann vllt kein Recht auf Duldung einklagen (da man nur Rechte einklagen kann!?!..), aber man kann verlangen Strafrechtlich gleich behandelt zu werden. Was mMn bedeuten würde, das man zwar kein Recht auf Duldung des Kaufes & Besitzes geringer Mengen bestehen darf, aber man nicht mehr strafrechtliches zu befürchten hat als einer der Duldung genießt. Sprich, man könnte aus nem Shop rausgeschmiessen werden (und der Shop könnte Probleme kriegen), man müsste sein Dope bei der Polite abgeben (egal wieviel), aber man dürfte nicht mehr Rechtlichten Ärger erwarten jeder andere auch (da das auch Leute einschließt die unter die Duldung fallen und die nun mal nicht gleicher sein können als Andere). Wenn die Option auf Straffreiheit für geringe Mengen besteht muss diese für alle gelten.
    Klar viel ändern tut es nicht an der Situation, aber verhindert vllt das man für geringe Mengen ggf noch von der nl Justiz ein Knöllchen aufgebrummt bekommt.. Oder setzt uns im Idealfall vllt dann doch gleich mit den Geduldeten. Im Rechtssystem hängt vieles von der Formulierung ab und wer sich nicht an die Regeln hält hat halt eben Pech.
    Aber vllt kann sich ja jmd mal mit mehr (ggf nl) Rechtskenntnissen dazu äußern.

  • Powerplant

    Die Seite Coffeeshopnieuws ist nicht mehr erreichbar???

    • Momentan down, etwas ernsthaftere Probleme…

    • coffeeshopnews.nl – das neue Projekt geht aber

  • HansausSbeiG

    Ich hab den Bunkertje mal kurz vorm Jahreswechsel 97/98 besucht. Damals hab ich noch nicht unbedingt volljährig ausgesehen, und hatte meine Geldbörse samt Ausweis nicht bei. Mein damaliger Begleiter aus Appeldoorn war erst 17 aber schon länger (Stamm)Kunde dort. Der Budtender wollte unser Geld, aber keinen Ausweis sehen. Er riet uns auch den Laden schleunigst wieder zu verlassen, damit er keinen Ärger bekommt. Wenn das also noch immer noch der gleiche Besitzer/Pächter war, dann hat es für den „administrativen Bericht“ vielleicht auch einen weiteren Grund gegeben, und der Bürgermeister ist sich seiner Sache deswegen so sicher.

    Aber leckeres Silverhaze hatte der damals, wenn es auch was noch ganz anderes als das heutige (Silver)Haze war.

  • Nimrod

    Man muss da wohl unterscheiden: Bei dem Einen geht es um die Duldung eines Coffeshops an sich und/oder ob man einem bisher geduldeten CS die Lizenz wieder dauerhaft entziehen kann. Bei einer nur leichten Überschreitung der Lagergrenze wäre wohl eine zeitweise Schließung angemessener. Ist ja schon öfter in anderen Städten, auch wegen dem I-Kriterium, vorgekommen.

    Bei Marc geht es darum, ob das I-Kriterium und deren Durchsetzung ein Verstoß gegen das niederländische und europäische Diskriminierungsverbot ist.

    • Anonymous

      Hi ich konnte in dem kästchen unten (Kommentar verfassen) nicht schreiben sondern musste auf vorheriges komentar antworten ..
      die frage , wenn der besitzer gegen das gesetz verstößt und ihm die lizenz entzogen wird warum kan diese lizenz nicht an einen anderen vergeben werden . Mann verstößt dabei nicht gegen die regel (keine neuen lizenzen vergeben) Der anzahl der schops bleibt gleich

    • Elli

      @ Nimrod: Aber das niederländische Diskriminierungsverbot gilt leider nur für Leute MIT Rechten und das sind Kiffer und insbesondere Ausländische wohl nicht.

      @ J S: Nach meiner Meinung kann man formulieren wie man will. Die Ganze ist für mich alles völlige Willkür und hängt einzig von der Parteigesinnung des jeweiligen Richters ab. Wobei selbst ein uns positiv gesonnener Richter das I-Kriterium nicht grundsätzlich ablehnen wird, sondern höchstens noch weiter verklausulieren und verschlüsseln wird…Fortsetzung folgt

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