WDR 5 Beitrag zur Coffeeshoppolitik

Bildschirmfoto 2013-04-09 um 19.55.13Wurde schon in den Kommentaren besprochen, aber der Vollständigkeit halber: Heute hab es auf WDR 5 ein kleines Feature über die niederländische Coffeeshoppolitik. Und der ist gar nicht mal so schlecht geworden.

Hier gehts zum Beitrag

Vielen Dank an Krautcontrol für den Hinweis!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Love smocking

    Für einen deutschen Artikel absolut gut! Geht doch!!

  • michael

    Kritischer Blick auf niederländische Fehler in der Drogenpolitik. Realistische Konsequenz gezogen. Doch ganz konsequent wäre die Forderung: nun auch Coffeeshops in Deutschland! Das würde in beiden Ländern eine deutliche Besserung bringen.

    • Wenn ich der verantwortliche Journalist gewesen wäre, hätte ich nicht nur Zahlen wie Verdoppelung bzw. in Maatricht 300% Anstieg von drogenbezogener Kriminalität und Vorfällen angeführt und gesagt, das Bürgermeister der Grenzregionen (außer Hoes) sich beklagen und Opsteltens Darstellung (die übrigens die selbe populistische Verdrehung der Tatsachen ist, die Hoes immer von sich gibt) Lügen strafen, sondern ich hätte das Beispiel Nijmegen angeführt. Das eignet sich als exemplarische Vorlage für die Presse nämlich grandios. Wie in einem Laborexperiment konnte man es dort sehen – ohne auf Zahlen von einem ganzen Jahr zu warten. Niemand braucht Statistiken, wenn er nicht mit Scheuklappen durch die entspr. Städte läuft. Die Nijmegener haben es nach 2 1/2 Wochen begriffen: Shops für Ausländer zu = Dealer und mehr Overlast auf den Straßen – Shops wieder offen für Touristen = alles ruhig. Noch Fragen Hauser?

      Gibt ja auch schöne Videos, die das belegen. Nijmegen ist eigentlich das Paradebeispiel für Journalisten, die zu dem Thema was machen wollen – aber die „professionellen“ Rechercheure vergessen das Gelderland wohl immer, da sie nur die 3 Südprovinzen und Amsterdam auf dem Schirm haben.

  • Anonymous
  • Anonymous
    • Anonymous

      Ein sehr guter Beitrag von WDR5 :)

  • keek

    Auch wenn die Realisten und Pessimisten jetzt wieder ihre Stimme gegen mich erheben…

    Ich sehe das als positives Zeichen. Wir haben lange gewartet, dass sich in den deutschen Medien was tut. Haben uns gewundert, waren sauer, wie auch immer, dass nicht über die aktuelle Situation in NL berichtet wurde. Nun kommt das WDR mit so einem Bericht…

    Diesen an sich sehe ich als durchaus ehrlich, wenn auch nicht alles erzhält wird. Die wichtigsten Fakten werden genannt, wie ich finde. Der Anstieg der Kriminalität, die Meinungen verschiedener Politiker… Auch wenn nicht auf Nijmegen eingegangen wird und auch nicht auf diverse andere, durchaus wichtige Punkte, geht der Bericht definitiv in die richtige Richtung.

    Direkt zu erwarten, dass Coffeeshops in Deutschland gefordert werden, halte ich für überzogen. Immer langsam mit den jungen Pferden.

    Jetzt muss der Artikel einfach den nötigen Anklang finden, so dass sich mehr Journalisten für das Thema interessieren. Denn mal ehrlich, wie immer die eigene Denkweise auch aussieht, solange die Leserzahlen stimmen, nimmt sich ein Journalist dem Thema auch an. Wenn diese Journalisten dann auch noch mit offenen Augen in alle Richtungen recherchieren, könnte das Thema in den deutschen Medien größer werden, als wir jetzt gerade annehmen :)

    • Jgreeen

      Naja ich finde schon, dass es in den letzten Jahren immer mehr positive Berichte zum Thema Drogenpolitik gibt. Besonders was das Thema Cannabis angeht und nach der Relegalisierung in Washington und Colorado. Man liest immer öfter auch unter Artikeln die z.B. beschreiben wie die Polizei mal wieder erfolgreich irgendeinen kleinen Kiffer fertig gemacht hat, Reaktionen die das verurteilen. Immer mehr Menschen erkennen wie fehlerhaft der heutige Kurs ist und fordern nach einer Änderung. Auch dank des Internets und der immer professioneller werdenden Aufklärung verfallen viele Leute nicht mehr in die stupide „Drugs are bad makay“ Haltung.
      Es wird aber noch ein weiter Weg bis endlich richtig was passiert. Vieleicht merkt man ja durch die immer schlimmer werdende Crystal Meth Welle, dass die bisheriger Politik versagt hat.

  • keek

    oohhh, mir fällt was ein…

    Ich frage einfach mal unverblümt in die Runde…

    Journalisten hier auf der Seite unterwegs?

    Ansonsten könnte man doch eigentlich auch „Gastbeiträge“ an Zeitungen schicken. Leserbriefe schreiben. Oder einfach mal nachfragen, wieso denn so wenig berichtet wird. Als Einzelperson vielleicht nicht sonderlich aussichtsreich, doch als „KeinWietpas.de“ oder mit ner gewissen Anzahl einzelner User lässt sich doch vielleicht was bewegen. Ganz zu schweigen davon, wenn man andere Organisationen als Unterstützer/Mitzeichner finden kann.

    @mobo etc: Solltet ihr in dieser Richtung bereits aktiv sein, betrachtet meinen Vorschlag bitte nicht als ignorant oder naiv, ich versuch nur zu helfen :) Um so trauriger wäre es, dass sich die Medien immer noch nicht aufraffen.

    sorry für doppelpost

    • Anonymous

      Wieso so wenig berichtet wird?

      Die wollen nicht! Schon klar warum so ein Bericht auf WDR 5 läuft und nicht auf WDR 2 oder Einslive. Dort erreicht man niemanden! Jeder Artikel muss vom Chefredakteur abgesegnet werden. Wenn der meint, der ist zu progessiv und gesellschaftsverändernd, dann wird das nicht gebracht. Es geht IMMER! nur darum, Infos so zu verdrehen und zu verfälschen, dass die Macht in den Händen möglichst weniger bleibt. Offene und ungeschminkte Informierung über Sachverhalte gibts nicht. Als Redakteur oder Chefredakteur macht man nichts anderes als die Leute versuchen zu indoktrinieren. Schreiben können viele. Aber nur die die nicht aufmucken bekommen einen Job und dürfen dann im Sinne der Chefetagen schreiben.

      • Elli

        Elli war es.

      • Ex-Maastourist

        So ein Schwachsinn. Wenn du keine Ahnung von einer Branche hast, dann halte dazu den Mund. Aber mal schnell ein Redakteursbashing und alle als konservativ hinstellen passt ja ganz gut ins Weltbild, gell. Auch wenn deins äußerst schief und engstirnig zu sein scheint …

  • Purple

    was ist mit venlo? :-)

    • Venlo

      Ist in der Toilette ertrunken. :(

  • Anonymous

    Der Artikel ist echt super! Sowas würd ich gern überall lesen.

  • Elli

    Mich würde mal interessieren, wieviele Deutsche regelmäßig nach Holland in die Coffeeshops fahren? Vielleicht eine Sonntagsfrage?

  • Purple
    • Jgreeen

      Wie bei allen kriminellen Aktivitäten wird es auch da eine Dunkelziffer geben. Wenn ich von der Uni zum Bahnhof gehe oder vorher mit dem Auto in die Stadt fahre, dann sehe ich 20-30 aktiven Dealer auf einmal in einer Straße. Es dürften also noch mehr sein. Allein schon wegen der ganzen Hausverkäufe die nur sehr schwierig zu erfassen sind. Auf der Straße sieht es ja jeder.

  • YesYo

    Finde 20-30 aktive Straßendealer nicht soviel da geht noch was aber bald is ja eh wieder auf ;)

  • YesYo

    In Venlo sind zwischen 20 und 30 aktive street Händler. Nach Angaben der Polizei.

    Laut Polizeichef Rob Graeve ändert die Gruppe eine regelmäßige Struktur. Die Straße Händler fungieren überwiegend in weichen Drogen und die Kunden sind vor allem Deutsche. Der Handel mit harten Drogen erfolgt nach Graeve mehr hinter verschlossenen Türen.

    In South Venlo, aktivsten Straße Händler, gefolgt von Stationen in Blerick und Venlo und der Innenstadt.

    • hank

      20-30? Locker 50. War gestern dort weil ich nichts mehr hatte. War kein problem, netter typ, gute quali, guter preis. Man muss nichtmal sein fahrzeug verlassen….und ich war nicht der einzige mit deutschem kennzeichen

      • Drive-in auf der Rodestraat…. aber kein Mäces in der Nähe^^

        • hank

          Hahahaaa…….:-) genauso ist es!!

  • Anonymous

    Hier noch ein Beitrag von gestern im Deutschlandfunk über den Gemeindeanbau:
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/2070020/

  • bertz_maas

    Strassendealer Maastricht werden agressiver …

    http://nos.nl/artikel/494966-dealers-maastricht-agressiever.html

    • Sollte man im Kontext hiermit lesen…
      http://www.limburger.nl/article/20130412/REGIONIEUWS06/130419590/1007#Hoes_wil_gebiedsverboden_drugsdealers
      … und sich abschminken das in Maastricht die Vernunft, mit Hoes an der Spitze, jemals einkehren wird. Jetzt will er Maastricht in 5 Zonen/Gebiete aufteilen und Gebietsaufenthalts- und Ansammlungsverbote erlassen.
      Ebenso hat er heute noch mal bekräftigt am I-Kriterium fest zu halten, dem Abschaum… äh… den Touristen noch klarer machen das es in Maastricht nichts zu kaufen gibt und mit noch härterer Hand gegen die Drugsrunner vorzugehen.

      P.S.
      Ja ich lebe noch – NATÜRLICH… ;-)

      • Gianni

        War doch klar!

      • Ja, lebt denn der alte Hangleichstellen, noch, Hanfgleichstellen noch, Hanfgleichstellen noch?
        Jaaaaa, er lebt noch, er lebt noch, stirbt nicht ;-)

        Mache doch mal n Blogpost raus, bist ja gerade im Bilde :-P

      • Jgreeen

        Irgendwie sieht das mehr nach einer Verzweiflungstat aus als nach einem souveränen Erfolg gegen das ausländische Kifferpack welches ja laut Hoes eigentlich gar nicht mehr kommt.
        Dann verlagert man sich als Dealer eben in die Gebiete in denen man sich aufhalten darf. Das werden dann wohl auch vermehrt die Wohngebiete sein wenn man im Zentrum nicht mehr bleiben kann. Wobei ich mich frage ob jemand der Drogen vertickt davor zurückschreckt ein Versammlungs- bzw. Aufenthaltsverbot zu missachten. Was passiert denn bei einer Missachtung? Ne Geldbuße? Das tut einem erfolgreichen Dealer sicher weh. Ne Nacht in der Zelle? Oh nein dann übernimmt eben der nächste Kollege und am nächsten Tag hat man dann wenigstens ordentlich Gangster Credibility. ;)

        Am besten wäre es wohl wenn man eine Ausgangssperre für Maastricht einführt. Niemand darf zu keiner Zeit auf der Straße sein. Dann ist ein angenehmes Leben da zwar nicht mehr möglich aber wenigstens ist die Stadt dann frei von Kiffern und Dealern.

        Die ganze Sache verkommt immer mehr zur Komödie. Wie sie sich fast ein Bein ausreißen bevor die Einsicht kommt. Einfach der Hammer wenn ich bedenke, dass ich böser Coffeeshoptourist (hauptsächlich zahlender Student) seit dem Wietpas ohne jemals bei einem Ticker gewesen zu sein auch nicht ein einziges Mal auf dem Trockenen gesessen habe.
        Mir tun die vernünftigen Maastrichter leid die mit einer solch mutwillig inkompetenten Führung gestraft sind.

        • Elli

          „dass ich böser Coffeeshoptourist (hauptsächlich zahlender Student) seit dem Wietpas ohne jemals bei einem Ticker gewesen zu sein auch nicht ein einziges Mal auf dem Trockenen gesessen habe.“

          Es wurde aber erheblich schwerer gemacht, besonders für Leute mit wenig Geld. Früher konnte man mit Zusatzticket für 3 Eur zusätzlich zum VRR Ticket locker nach Venlo.

  • bertz_maas
    • Hoes will mehr Agenten… Die Mehrheit des Maastrichter Rates will das Ende des ganzen Quatsches…