Maastrichter Coffeeshopbetreiber jubeln: Sie dürfen endlich vor den Richter

Maastricht: Für acht Besitzer, Verwalter und Mitarbeiter von drei Maastrichter Coffeeshops ist der Tag nicht mehr fern. Sie kommen am 12. Juni vor die große Strafkammer des Gerichts. Laut Staatsanwaltschaft haben sie sich des Verkaufs von Gras und Haschisch an Menschen, die nicht in den Niederlanden wohnen, schuldig gemacht.

Die Tür ist zu - Coffeeshop Kosbor gestern gegen 20 Uhr - Photo: Antonio Peri

Die Tür ist zu – Coffeeshop Kosbor gestern gegen 20 Uhr – Photo: Antonio Peri

Wie Maastricht dichtbij soeben meldet, hat die Staatsanwaltschaft dies heute verlauten lassen. Es ist das erste Mal seit der Einführung des Wietpas vor einem Jahr, dass sich Coffeeshopbetreiber vor dem Strafrichter verantworten müssen. Darauf haben sie bereits im vergangenen Jahr gedrängt. Die Coffeeshopbetreiber argumentieren, dass sie sich strafbar machen, wenn sie das Einwohner-Kriterium durchsetzen, da sie damit diskriminieren.

Der Rechtsanwalt der Maastrichter Coffeeshops, André Beckers stimmt mit dieser Auffassung überein: „Der Richter wertet den Europäischen Vertrag über die Menschenrechte sehr hoch“, sagt Beckers am heutigen Donnerstag. „Dieser Vertrag verbietet Diskriminierung.“

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com
  • kiff

    Na endlich . Und dieses Urteil ist dann entgültig ?
    Oder kann das spielchen so noch über Jahre weitergehen ?
    Hoffendlich bleiben die Shops bis dahin weiter geöffnet.

    • Ich habe das noch nicht ausreichend recherchiert. Aber ich denke je nach Strategie kann es schon noch über einige Instanzen gehen – hoffentlich nicht wieder bis zum EuGH – da hat Marc Josemans 2010 ja schon einmal verloren.

  • Jack

    Was ein Irsinn, wegen der Heilpflanze Cannabis. Aber es muss wohl so sein, damit Leute wie Hoes endlich in die Schranken gewiesen werden. Bin echt auf das Urteil gepannt, denke es fällt wieder zugunsten der Coffeeshops aus.

  • Anonymous

    12. Juni, Damen drücken! Notiert…

  • Anonymous

    Daumen

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