Gastbeitrag: Ein vollständiges Konzept für die legale Produktion von Cannabis

Das Team von „Kein Wietpas!“ vergrößert sich. Ich darf Euch bei dieser Gelegenheit mit Freude unseren neuen Autor Steve Thunderhead vorstellen, den wir in diesen stürmischen Zeiten herzlich an Bord von „Kein Wietpas!“ begrüßen dürfen. Steve hat sich mit dem bemerkenswerten Konzept des Team Haarlem Coffeeshopentrepreneurs (THC) auseinandergesetzt. Dieses Konzept ermöglicht eine absolut transparente und regulierte Cannabisproduktion vom Steckling bis zur Anlieferung der verkaufsfertigen Ware im Shop. Schon das Keurmerk-Konzept des Team Haarlemse Coffeeshopondernemers (THC) funktioniert gut und ist ein Schritt nach vorne. Ist dieses Konzept der neue Coup von unserem Freund Nol van Schaik?

Immer mehr Gemeinden freunden sich mit dem Gedanken an, die Cannabispflanzen für ihre Coffeeshops selber anzubauen. So einfach sich dieser Gedanke auch anhört, so verursacht er doch eine ganze Menge Probleme bei der Umsetzung.

Doch was bedeutet die Produktion von Gemeindewiet für den Konsumenten? Ist es schlecht wenn der Staat das Monopol bei der Produktion bestimmter Güter hat? Eine Frage, die überall für Diskussionen sorgt und immer anders beantwortet wird. Gäbe es heute noch die Bundespost und ihr Monopol, dann würden wir dieses Blog wohl im Bildschirmtext lesen und immer noch eine Handvoll Farben für Telefone zur Auswahl haben. Bei anderen Dingen, wie der Wasserversorgung, ist eine große Zahl der Europäer der Ansicht, dies wäre in staatlichen Händen besser aufgehoben. Was ist der Unterschied? Nun, Wasser sollte überall gleich sein und bei Telefonen lieben wir die Vielfalt.

Ebenso im Coffeeshop. Wenn die Gemeinden mit der Cannabiszucht beginnen, werden sie höchstwahrscheinlich keinen Wettbewerb um die beste Züchtung veranstalten oder mit einer Teilnahme am Cannabis Cup liebäugeln. Sie werden eine Art „Standardgras“ anbauen und dieses in allen Coffeeshops der Stadt verkaufen. Der Cannabis Konsument hat also die Auswahl zwischen Heerlen-Skunk und Haarlem-Herer. Vermutlich wird der Unterschied nicht wirklich groß sein. Wahrscheinlich wird der Schwarzmarkt dann Menükarten einführen, denn jeder der eine gewisse Abwechslung liebt und bestimmte Sorten bevorzugt wird sich dort eindecken.

Dies wird dann natürlich zu einer Abnahme des Absatzes in den Coffeeshops und damit zu weiteren Schließungen führen. Die Anzahl der Coffeeshops in den Niederlanden wird zurückgehen und die Probleme werden mehr. Mehr illegale Straßenhändler, mehr Heimplantagen und dadurch mehr Hausbrände. Alles Probleme die mit einem durchdachten Konzept vermieden werden könnten. Das Team Haarlem Coffeeshopentrepreneurs (THC) hat ein solches Konzept erarbeitet, welches die Produktion und die Anlieferung an die Coffeeshops zu einem transparenten Prozess macht.

Dieses Konzept wurde der Stadt Haarlem als Vorschlag für eine komplett regulierte und transparente Cannabisproduktion übergeben.Das Konzept umfasst den gesamten Produktionsweg.

Insgesamt ein sehr lesenswerter Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion um den Anbau von Gemeindewiet.

Vorwort…

In diesem Moment gibt es ca. 12 Gemeinden, die die Produktion von Cannabis für
Coffeeshops zulassen wollen, darunter Haarlem.
Einige dieser Gemeinden wollen die Produktion von Cannabis selber ausführen, so das die Coffeeshops dann ihr Weed von der Gemeinde bei einer städtischen Institution einkaufen sollen.

Ich denke, dass dies nicht sein sollte, die Obrigkeit sollte keine Drogen produzieren oder handeln, denn auf diese Weise können wir noch 40 Jahre darauf warten das etwas passiert.
Selbst wenn dieses eventuell erlaubt wird, und die Gemeinde das Gras für eine Anzahl Coffeeshops züchtet, sollen die Coffeeshops alle das selbe Weed abnehmen und dann verkaufen, und das kann nicht die Absicht sein. Jeder Coffeeshop hat ein anderes
‚Cannabis Menü‘ als der nächste. Auf diese Art wird dem Konsumenten die
Möglichkeit geboten, aus dem großen Sortiment an Cannabis, welches in der Stadt angeboten wird, auszuwählen.
Mit Gemeindeweed werden die Coffeeshops zu einer Art McCannabis, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gemeinde Haarlem z.B. 16 x 8 Sorten Weed für die 16 in der
Gemeinde ansässigen Coffeeshops anbauen kann oder will.

Die Produktion von Cannabis und die Anlieferung von diesem Cannabis an die
Coffeeshops kann gemäß dem THC besser durch andere ausgeführt werden, aber dann mit vollem Zugriff und Kontrolle durch alle beteiligten Instanzen, in einer völlig
transparenten Regelung.

Die 16 Haarlemer Coffeeshops, vereinigt im Team Haarlemer Coffeeshopunternehmer (THC) möchten kein Gemeindeweed, sie haben ein ausgearbeitetes Konzept für die Produktion von Cannabis. In dem Haarlemer Konzept haben die Coffeeshopunternehmer Einfluss auf die zu produzierenden Sorten Cannabis, um so die Abwechslung eines eigenen Cannabis Menü zu garantieren, und um eine gesunde Konkurrenz mit den ansässigen Kollegen fortzuführen.

Dieses Konzept ist durch den THC an die Gemeinde übergeben worden, als Vorschlag, um zu einem guten System zu gelangen, wodurch die Coffeeshops auf eine legale und kontrollierte Manier mit einer Top Qualität von Cannabis versorgt werden können. Nicht
allein die Coffeeshopunternehmer und die Steuerbehörden haben hier etwas von, auch der wichtigste Teil, der Cannabis Konsument wird durch den Einkauf von legalem Weed profitieren, sie bezahlen jetzt zu viel für illegal produziertes Cannabis.

Das Konzept ist erarbeitet worden durch Coffeeshopbesitzer in Zusammenarbeit mit dem Drogen-Experten Mario Lap, basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung und Praxis in der Coffeeshopkultur und dem Cannabishandel.

Nol van Schaik.
Secretaris vereniging THC.

Konzept zur Cannabis Produktion für Coffeeshops in Haarlem, Niederlande

Einleitung

Es ist mittlerweile 40 Jahre her, dass der erste Coffeeshop eröffnet wurde, an der Weesperzijde in Amsterdam, das Mellow Yellow. Niederlandes erster ‚offizieller‘ Cannabis Ausgabepunkt war in einer ehemaligen Bäckerei eingerichtet, die Gründer hatten das Gebäude besetzt, ein Tischfußballspiel und etwas Mobiliar rein gestellt und begonnen, Hasch und importiertes Weed zu verkaufen. Einer der Gründer des Mellow Yellow war Wernard Bruining, der später im Jahr 1986 auch den ersten Growshop der Niederlande in Amsterdam eröffnete, das „Positronics“. Die Obrigkeit griff in den ersten Jahren nicht ein, und so wuchs die Anzahl des Coffeshops beständig, bis es 1996 zum Ende des Wachstums kam, bis dahin waren es 1450 Coffeeshops.

Im Moment gibt es noch 650 Coffeeshops in den Niederlanden, die Obrigkeit hat durch strenges Vorgehen gegen jede Übertretung die Anzahl von 1996 mehr als halbiert, aber selbst nach 40 Jahren scheint es unmöglich zu sein, die Produktion und den Ankauf von Cannabis durch Coffeshops aus dem Strafrecht zu heraus zu halten. Viele Coffeeshops sind geschlossen aufgrund der Illegalität des Produkts welches sie verkaufen, unter anderem durch die bloße Anwesenheit des Produktes (+550 Gramm). Dann kann ein Bürgermeister beschließen die Lizenz einzuziehen, und wenn nicht, zumindest schwere Sanktionen aufzuerlegen.

Dieses Konzept ist theoretisch gesehen gegen das Opiumgesetz, aber ohne Anpassungenund/oder Veränderungen des Opiumgesetzes wird die Produktion und die Bevorratung in Coffeeshops nicht realisiert werden können.

Auslegung des Konzepts

Das Konzept richtet sich an:

ZZP’ers als Cannabis Produzenten.

Das Ermöglichen der verantwortungsvollen und völlig kontrollierbaren Produktion von Cannabis durch genehmigte Coffeeshops. Die Produktion soll durchgeführt werden durch eine Art ZZP’ers (Zelfstandigen Zonder Personeel), die unter strikten Vertragsbedingungen eine gewisse Menge Cannabis produzieren dürfen.

Dieses Cannabis wird mit Rechnung, inklusive der erhobenen Steuer, an die Coffeeshops geliefert. Auf diese Art ist die Buchhaltung der Coffeeshops komplett, und es kann der Finanzbehörde eine vollständiger Einsicht in diese Buchhaltung geboten werden. Durch den Mangel an Quittungen für das eingekaufte Cannabis entsteht ein völlig unnötiger Konflikt zwischen dem Coffeeshopunternehmer und dem Steuerbeamten.

Registrierte Bevorratung von Cannabis Produkten

Die verantwortungsvolle und kontrollierbare Lagerung des produzierten Cannabis muss zu einer gewissen Menge ermöglicht werden, so dass kein Mangel oder Überschuss an Cannabis entstehen kann. Dies kann in Übereinstimmung mit den Züchtern geregelt werden, sie sind dazu angehalten, niemals mehr als ihre Quote zu produzieren. Hat die Produktion einmal das Gewicht erreicht, erntet der Produzent ab und verkauft seine Ernte an den Coffeeshop. Auf diese Weise entsteht kein unbeherrschbarer Vorrat an Cannabis und der Produzent erleidet keinen finanziellen Schaden.

Da das produzierte Cannabis ohne Gefahr von Strafverfolgung gelagert werden kann, ist auch der Vorrat durch den Finanzbeamten völlig kontrollierbar. Viele Coffeeshops arbeiten ohne Vorrat, sie rechnen das angekaufte Cannabis täglich mit einem Lieferanten ab, der das Cannabis in vorverpackten Einheiten an die Coffeeshops liefert, natürlich ohne Rechnung.

Der Schutz der Gesundheit von Cannabis Konsumenten

Durch die Illegallität der Produktion von Cannabis hat der Coffeeshopbetreiber keine oder wenig Einsicht darin, wie und mit welchen Nährstoffen das Cannabis produziert wurde. Der Einkäufer eines Coffeeshops muss auf seine Kenntnis vertrauen um beurteilen zu können, ob die angebotene Handelsware sauber, trocken und reif ist. In den letzten Jahren gab es wiederholt Verunreinigungen, z.B. gestrecktes Gras, auf dem Markt. Ein Grund für Einkäufer, alles angebotene Weed gründlich zu untersuchen, zu beschnüffeln und zu rauchen um die Qualität und Reinheit der Blüten zu beurteilen. Es kommt dann auch regelmäßig vor, dass Einkäufer die Anbieter mit ihrer Ware wegschicken weil das Weed verunreinigt, gestreckt, noch nicht reif ist oder weil zu viele Düngerrückstände in den Blüten vorhanden sind. Dieses Weed wird nicht vernichtet sondern solange angeboten bis es jemand kauft, zum Beispiel ein Schwarzmarkthändler.

Mit einer legalen, auf Qualität kontrollierten Anlieferung von Cannabis an Coffeeshops kann gesichert werden das das Cannabis frei von Pestiziden, Schimmel, Düngemittelückständen und anderen schädlichen Beimengungen ist, welche die Volksgesundheit bedrohen könnten.

Cannabis mit Rechnung und Mehrwertsteuer

Die Besteuerung der Cannabis Produktion und das Ermöglichen von Kontrollen durch die Steuerbehörde. Wenn nun, wie in diesem Konzept, in einem Raum das Cannabis für einen Coffeeshop produziert wird, kann der Verkauf von diesem Cannabis besteuert werden, nachdem die Lohnkosten des Produzenten und der Einkauf von Material, Elektrizität etc. bezahlt sind. Der Finanzbeamte kriegt Zugang zu den Produktionsräumen, um z.B. die Pflanzen zählen zu können, und um die Buchhaltung des Produzenten (ZZP’ers?) einsehen zu können etc.

Die Minimalisierung von Kriminalität an der Hintertür

Weil das Anlieferungssystem der Produzenten an die Coffeeshops für Dritte nicht zugänglich ist, ist die Hintertür, was das Nederweed betrifft, frei von kriminellen Einflüssen. Es wird für illegale Züchter unmöglich sein, ihr Cannabis bei Coffeeshops abzusetzen. Durch die legale Cannabisproduktion, selbst mit Steuerabzug, wird der Preis für das Cannabis unter die heutigen (schwarzen) Marktpreise fallen, so das die Preise in den Coffeshops unter die Schwarzmarktpreise fallen. Dies würde den Straßenhandel in den Gemeinden mit Coffeeshops effektiv aus dem Spiel drängen. Mit einer legalen Produktion von Cannabis wird selbst die Produktion von niederländischem Haschisch möglich sein, da dafür genug produziert werden würde.

Vieles des in den Coffeeshops angebotenen ‚Nederwiet‘ kommt aus anderen EU Ländern, weil die Hennep Task Force die Nederwiet Züchter weggejagt und eingeschüchtert hat. Nur Kriminelle züchten weiter, und die tun das im Ausland. Da die Interessen beim Import von Cannabis Hand in Hand gehen mit großen kriminellen Banden, kann die Kriminalität welche durch die illegale Anlieferung an Coffeeshops verursacht wird, nur zunehmen. Wenn Coffeshops ihr Cannabis legal einkaufen können werden Kriminelle aus dem Rennen geworfen.

Das Schaffen von Arbeitsplätzen.

Um Cannabis für Coffeeshops produzieren zu können sind Produzenten nötig. Die Anzahl der pro Coffeeshop benötigten Produzenten von Cannabis ist abhängig von der Anzahl Kilos welche der Coffeeshop verkauft. Die Produzenten sollen ZZP’ers sein können, die unter sehr strikten Bedingungen Cannabis produzieren dürfen. Bei der Berechnung der Anzahl an Produzenten sollte der eventuelle Verkaufspreis des produzierten Cannabis und der voraussichtliche Jahresumsatz bei einer gewissen Kilomenge berücksichtigt werden, so das ein Produzent eine festgelegte Anzahl Kilos pro Jahr züchten darf. Sicherstellung gleichbleibender Qualität des Cannabis zu einem festen Preis.

Seit über 40 Jahren wird in den Niederlanden toleriert mit Cannabis gehandelt und konsumiert und die ganze Zeit hat der Coffeeshop-Betreiber keine Kontrolle über die Qualität und den Einkaufspreis von Cannabisprodukten. Durch die Illegalität der Cannabis-Produktion und die Einfuhr von Hash, mit allen damit verbundenen Risiken für die Erzeuger und Importeure, steigen die Preise kontinuierlich. Besonders in den letzten Jahren, seit die Verfolgung der Cannabis-Züchter die höchste Priorität bekommen hat, sind die Einkaufspreise gestiegen. Zusammen mit der zunehmenden Gefahr der Entdeckung und Verfolgung von Züchtern. Dann verpflichtet das Finanzamt die Unternehmer zu mindestens 100% Aufschlag auf den Einkaufspreis. Der Coffeeshop-Betreiber gibt diese hohen Preise dann an den Konsumenten weiter. Die niederländischen Cannabis-Konsumenten tragen die Hauptlast der Exzesse einer unvollständigen Politik, sie zahlen einen (zu) hohen Preis für ihr Cannabis.

Volle Transparenz.

Das Erreichen von vollständiger Transparenz in und um die Produktion von Cannabis wird ermöglicht, wodurch alle Behörden und Instanzen Einblick in diese Produktion gewinnen können. Durch die Herstellung des Cannabis für einen Coffeeshop in einem Zuchtbereich ist es möglich, allen Instanzen, nicht nur der Steuerbehörde, Zugriff auf die Produktion und Verarbeitung von Cannabisprodukten zu geben.

Der Gehalt von Wirkstoffen auf der Verpackung

Die Bestimmung der prozentualen Wirkstoffe von Cannabis muss ermöglicht werden, so dass der Verbraucher diese auf der Verpackung lesen kann.

Es wird viel getan, um ein bestimmtes Limit auf den Prozentsatz des THC im Cannabis zu erreichen, aber dabei wird absolut keine Rücksicht auf den Verbraucher genommen.

Der Verbraucher will beim Verlassen des Coffeshops wissen, ob das von ihm gekaufte Cannabis, normal, mittel oder stark ist, um bei einer bestimmten Stärke auf den Kauf zu verzichten. Der beginnende Konsument will wissen, wie er/sie das Cannabis dosieren kann, um den von ihm/ihr gewünschten Effekt zu erreichen. Einige erfahrene, Verbraucher und medizinische Anwender wollen die Höhe der wirksamen Bestandteile wissen, wie THC, aber auch die CBD- und CBN-Werte des Cannabis welches sie kaufen möchten.

Eine THC Begrenzung ist jedoch kontraproduktiv und wird lediglich als Resultat haben, dass Konsumenten, die stärkeres Cannabis wollen, zum Straßenhandel getrieben werden. Weiterhin werden alle Coffeeshops bald in Konkurs gehen, wenn Cannabisprodukte mit einem höheren THC-Gehalt aus den Coffeeshops verschwinden, weil sie als harte Drogen gelten und allein auf der Straße verkauft werden.

Die notwendige, aber noch nicht rechtlich mögliche Messung des Gehalts an Wirkstoffen muss nach einem standardisierten Verfahren durchgeführt werden. Die heutigen Messergebnisse zeigen unerklärliche Unterschiede, z. B. die von Belgien und den Niederlanden, sind unterschiedlich und geben einen großen Unterschied beim THC an.

Seltsam, denn wenn das in Belgien produzierte Cannabis in niederländischen Coffeeshops ankommt, steigt der THC-Gehalt deutlich an und steigt von durchschnittlich 9,7% (B) auf 15-18% (NL)! Nach der Einführung des Wietpas, der jetzt „nur“ im Süden Ausländer aus Coffeeshops ausschließt, wäre der Süden von den Folgen der Einführung einer Grenze von 15% THC in Cannabisprodukten stark betroffen. Wenn kein gutes Cannabis mehr in Coffeeshops gekauft werden kann, werden auch alle niederländischen Cannabis-Konsumenten (etwa eine Million) Cannabis auf der Straße kaufen, bei den ‚alle Altersstufen alle Drogen angeboten bekommen.

Förderung der Sicherheit

Die Förderung der Sicherheit durch das uninteressant machen der Anzucht für Coffeeshops von Dritten in Wohnungen, weniger Wohnungsbrände und Gefahr für die Umwelt.

Dadurch, dass die Produktion von Cannabis Coffeeshops in einer professionellen Art und Weise durchgeführt wird, mit einer Installation und Ausrüstung, die alle Sicherheitsanforderungen erfüllt.

Die elektrische Installation wird durch einen autorisierten Installationsbetrieb ausgeführt, so dass keine Gefahr der Überlastung oder Kurzschluss besteht, was häufig auftritt, in und durch illegale Zuchtinstallationen mit illegalen Stromanschluss. Wenn Coffeeshops kein Cannabis von illegalen Cannabis-Züchtern mehr abnehmen, wird der illegale Anbau weniger interessant, und die Zahl der ‚professionellen Heimzüchter‘ und die Zahl der damit verbundenen Bränden entsprechend verringert.

Konzept Cannabis-Produktion

Um zu bestimmen, wie viel Cannabis für jeden Coffeeshop produziert werden soll gibt es eine sehr zuverlässige Quelle: Die Steuerbehörde.

Coffeeshops führen alle Bücher, die nicht nur verwendet werden, um die Höhe der Steuerzahlungen zu bestimmen, sondern auch genau festhalten, wie viele Kilo Cannabis ein Coffeeshop pro Jahr verkauft. Es ist nicht schwer zu bestimmen, wie viel Cannabis für
einen Coffeshop produziert werden soll, um die Abhängigkeit vom schwarzen Markt, illegalen Züchtern und Händlern komplett auszuschließen.

In diesem Konzept wird das Cannabis für einen Coffeeshop auf einer kompletten Cannabisproduktionsfläche hergestellt, die zugeschnitten und angepasst ist, um den Coffeshop mit einer ausreichenden Menge Cannabis und einer ganzen Reihe von Sorten zu beliefern. Die Anzahl der Anzuchträume, in diesem Fall mit 20 Wachstumslampen, wird auf die erforderliche Produktion für den zugehörigen Coffeeshop angepasst. In diesem Modell gehen wir von 6 Anzuchträumen und verschiedenen anderen Bereichen aus, die für die Verarbeitung der Blüten der Pflanze nötig sind.

Wenn dieses Modell, nach einer Anlaufphase eines halben Jahres, die benötigt wird, um Mutterpflanzen zu züchten und in der Lage zu sein Stecklinge von ihnen zu schneiden sowie die Wachstumsräume vorzubereiten, vollkommen umgesetzt wurde, kann 5 mal pro Jahr geerntet werden.

Der Eingang

Um zu vermeiden, das die Mitarbeiter von Cannabis Anbaugebieten unerwünschten Schädlinge wie Insekten (Eier) und Pilze in das innere bringen, sind die Mitarbeiter und alle Besucher verpflichtet, einen Overall über ihre Kleidung zu ziehen und die Schuhe zu tauschen gegen (temporäre) Hausschuhe oder andere Schuhe, die nur im Anzuchtraum getragen werden.

Der Mutterpflanzen und Stecklings Raum

Um eine gleich bleibende Qualität von Cannabis liefern zu können, ist es wichtig mit den gleichen Sorten und Genen zu arbeiten. Hierzu dienen nur die besten weiblichen Cannabispflanzen aus einer großen Anzahl von Samen. Mit diesen Pflanzen arbeiten wir weiter als Mutterpflanzen einer Cannabis-Sorte. Von dieser Mutterpflanze können dann Stecklinge geschnitten werden, um die Cannabispflanzen für die Produktionsräume zu züchten. Die Mutterpflanzen bekommen 18-20 Stunden Licht am Tag, um sie in einem vegetativen Zustand zu halten, so dass die Pflanzen konstant weiter produzieren. Nachdem die Stecklinge ‚geerntet‘ sind, werden sie in einen Wurzelstimulator getaucht und dann in einen Stecklingsblock gesetzt. Die Blöcke mit Stecklingen werden dann auf einer erwärmten Oberfläche angeordnet und unter unter LED-Beleuchtung 18-20 Stunden beleuchtet. Wenn die Stecklinge gewurzelt haben werden die Blöcke in Töpfe oder größeren Blöcke platziert, bevor sie in den Wachstumsbereich gebracht werden.

Der Wachstumsbereich

Die Pflanzen werden unter spezielle Wachstums Beleuchtung gesetzt, mit 18 -20 Stunden Beleuchtung pro Tag, bis sie eine bestimmte Höhe erreichen. Diese Wachstumsperiode dauert in der Regel etwa drei Wochen, braucht nicht in den Anzuchträumen zu erfolgen und spart bei jeder Ernte drei Wochen Zeit in den Anzuchträumen. Die Höhe der Pflanzen richtet sich nach der zur Verfügung stehenden Höhe in den Anbau Räumen, die Pflanzen wachsen noch 50-60%, nachdem sie in den Anzuchtraum eingesetzt wurden, wobei die Belichtungszeit auf 12 Stunden reduziert wird und bis zum Ende des Zyklus gehalten wird. Hinweis: Es dauert sechs Monate, um den Raum für Mutterpflanzen und den Wachstumsbereich voll funktionsfähig zu machen.

Die Bereiche für die Blütenbildung

Die Pflanzen werden im Anzuchtraum in größere Töpfe, Wannen mit Erde oder in ein anderes Wachtumsmedium wie Kokos gesetzt. Durch die Reduzierung der Belichtungszeit auf 12 Stunden pro Tag gehen die Pflanzen in die Blüte. Die Blütezeit dauert 8-12 Wochen, je nach Sorte. Die Pflanzen werden dann geerntet und in den Verarbeitungsraum gebracht.

Die Anzuchträume sind alle mit einer auf die Anzahl der Kubikmeter abgestimmten Lüftungsanlage ausgestattet, um sicherzustellen, dass die ideale Temperatur für den Anbau von Cannabis geregelt und konstant gehalten werden kann. Die Verabreichung von Wasser und Pflanzennahrung ist vollständig automatisiert und von einem zentralen Computersystem gesteuert. Zu Beginn wird die Anzucht auch in diesem Raum erfolgen. Wenn der Wachstumsbereich dann in Gebrauch ist, kann der Anzuchtraum für die Blüte der vorgezogenen Pflanzen verwendet werden, so dass mehr Ernten pro Jahr möglich sind. Mit einer durchschnittlichen Blütezeit von 9-10 Wochen, ist es möglich, 5 Ernten jährlich zu
erzeugen.

Der Verarbeitungsraum

Im Verarbeitungsraum werden die Blätter der geernteten Pflanzen entfernt. Dies wird manuell mit der Schere und viel Personal durchgeführt. Es gibt jedoch auch spezielle Schneidemaschinen für Cannabispflanzen.

Der Trockenraum

Nachdem die Pflanzen geschnitten wurden, werden die Spitzen in den Trockenraum gebracht. In speziellen Trocknungsanlagen, mit einer geregelten Temperatur und Luftfeuchtigkeit, werden sie getrocknet. Nachdem die Blüten getrocknet sind, können sie in speziellen Säcken in den Coffeeshop gebracht werden.

Der Coffeeshop bekommt nun eine Rechnung für das Cannabis, und es kann daher als ein „normales“ Geschäft betrachtet werden, ohne den Begriff „kriminell“ hinter dem Beruf ‚Coffeeshopbetreiber‘.

Die „Hobbyzüchter“

Auch für Hauszüchter kann es geregelt werden. Lasst diese Hobby Züchter eine Lizenz bezahlen für ein Wachstumslicht, wie z.B. bei einem Angelschein. Diese könnte beispielsweise auf 2 Wachstumslampen pro Haus begrenzt sein, damit sie nicht das Stromnetz des Hauses überlasten.

Es gibt mittlerweile Zuchtanlagen auf dem Markt, die über eine Löschanlage verfügen. Diese Schränke könnten zur Pflicht gemacht werden. Wenn es in einer sicheren Weise angebaut werden kann, sollten Brände, die durch Eingriffe in das Stromnetz verursacht werden, auch der Vergangenheit angehören.

Auf diese Weise kommt von allen Seiten Geld in die Staatskasse, und die Kosten für die illegale Cannabis-Züchter Bekämpfung werden stark abnehmen.

Eine Win-Win-Situation für die Niederlande, und wir können unsere Rolle als Cannabis Pionier Land wieder ein wenig verbessern, wir liegen nun Jahre zurück, hinter den USA!
im Namen von THC.

Nol van Schaik.
Secretary Teams Haarlem Coffeeshopentrepreneurs (THC)

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com
  • Jenz

    Weise und ware Worte. Da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht. Hoffentlich findet das Gehör!

  • White Widows

    Soweit die bekannte Einstellung unser Politiker zum Thema Cannabis. Konservatives Politkerpack *grummel* Aber was soll man anderes von der CSU erwarten …

    Friedrich gegen bundesweite Cannabis-Freigrenze
    Di. 21.05.2013, 10:10

    Osnabrück/Hannover
    Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich gegen eine bundesweite Straffreiheitsgrenze beim Besitz von Cannabis ausgesprochen. Kurz vor dem Treffen der Innenministerkonferenz erteilte er dem Vorschlag seines niedersächsischen Amtskollegen Boris Pistorius (SPD) eine Absage. Eine Debatte über eine Freigrenze sei das „völlig falsche Signal”, sagte Friedrich der „Neuen Osnabrücker Zeitung”.

    • Jenz

      Für einen Herrn Friedrich ist ALLES was nicht mehr Verbote und mehr Überwachung fordert ein „Falsches Signal“. Das sehen Innenminister als ihren Job an. Alles verbieten und stärker kontrollieren. Das ist deren Lösung für jedes Problem. Genau wie die NRA für alles „Mehr Waffen“ fordert…Egal ob es Sinn macht oder nicht. Das bei manchen Angelegenheiten „Mehr freiheit“ die Lösung bieten könnte kommte diesen Menschen nicht in den Sinn. Oder vielleicht schon aber das kann man ja schlecht verkaufen wenn man sich nicht selber überflüssig machen will.
      Eine Freigrenze für Cannabis, wo kämen wir denn da hin?! Am Ende kann ein Polizist aus Bayern einen Kiffer für eine „nicht wägbare Menge“ gar nicht mehr verhaften. Das geht doch nicht. Die einzige Grenze über die man hier diskutieren könnte wäre 0. Weil, äh, denk doch mal an die Kinder!111!

    • Sebastian

      Da betreibt die CSU Signalpolitik, wo die SPD schon bei der Realpolitik ist, wenn denn mit Freigrenze gemeint ist, daß Strafverfolgung bei Eigenbedarf grundsätzlich ausgeschlossen ist.
      Was ist denn das Signal welches sie fürchten, daß die Strafverfolgung für Eigenbedarf überflüssig ist, es eigentlich immer schon war, daß seine Vorgänger, so wie er mit Lügen oder wahlweise Unwissen falsche Signale sendeten.
      Das Signal der Tsunamiwarnug aus Colorado hat er wohl noch nicht vernommen.
      Wie wäre es denn, wenn Niedersachsen nun eine Freimenge von 5 Planzen und deren Ernteertrag einführt.
      Fünf Pflanzen sind doch nun wirklich eine geringe Menge.

    • Elli

      Hier der Link dazu:

      http://www.ksta.de/politik/cannabis-besitz-friedrich-gegen-straffreiheit,15187246,22821130.html

      Und wieder einige Lügen mehr aufm Buckel Herr Friedrich…

  • jhdjhcjd

    aber das keumerk wurde doch nie eingeführt?

    • Sebastian

      Denke schon, daß Haarlem die Keurmerk anstelle des I-Kriteriums, als an die lokalen Bedingungen angepasste Maßarbeit eingeführt hat.

    • Es wird aber aktuell eingeführt. Habe gerade mit Nol van Schaik gechattet. Das schreibt er: Nol van Schaik: „Haarlem will hand out the Hallmark to the first 8 coffeeshops next wednesday and thursday, that will also hit the press. How can the difference between Haarlem and Maastricht be so huge, in our small democracy????“

      „Haarlem wird das Gütesiegel an die ersten 8 Coffeshops (der Gemeinde) am nächsten Mittwoch und Donnerstag vergeben, das wird auch in der Presse veröffentlicht. Wie kann der Unterschied zwischen Haarlem und Maastricht so groß sein, in unserer kleinen Demokratie???“

  • JS

    mMn alles nur ein Frage des WIE es gemacht wird. Wenn die Gemeinde nur eine Kontrollfunktion bekommt und die Shops selber für die Wahl der Samen und die Pflege zuständig sind wäre doch alles im Lot. Nur weil die „Gemeinde“ die Wietproduktion übernimmt muss das doch lange nicht heißen das die Shops da nix mit zu reden haben.
    mMn wenn sich die Gemeinden & Shops zusammen setzten würden und das Thema gut absprechen würden, wäre alles auch realisierbar. Man darf halt nur nicht übereifrig „irgendetwas in Stein meißeln“, sondern muss Möglichkeiten zum regelmäßigen Monitoren (jährlich) und Nachbesserungen bieten.
    Falls es euch noch nicht aufgefallen ist, wenn es um Steuern oder Beschneidung unserer menschlichen freien Rechten geht, sind neue Gesetzte sehr schnell aus dem Ärmel geschüttelt und sogar vor Änderungen im Grundgesetz ist man nicht abgeschreckt. Hingegen will das Volk mal Freiheiten und Recht durchsetzten wird auf die Gesetzte verwiesen als wären es ultimative, allzeit geltende Naturgesetze.
    „Gesetze und Kultur sind nichts Starres sondern werden immer wieder neu Erfunden!“
    (sry fürs ausschweifen, habs heut morgen irgendwie..^^)

  • Revil O

    Cool!!!
    Daumen hoch und volle 10 Punkte für so ein gut durchdachtes Konzept.
    Jeder Dummbeutel sollte erkennen das so ein Konzept nur Vorteile für alle Betroffenen haben kann.
    Die Frage die sich jetzt stellt ist die ob man politisch gewillt ist sich damit endlich mal auseinander zu setzen oder ob man weiterhin in Den Haag für sich alles schön ignorieren und lügen möchte und auch im Süden des Landes weiterhin eine politische Marionette weiterhin seine „Macke“ ausleben lässt.
    Behaupte mal mit so Schwachköpfen wie von der VVD wird sowas leider nicht umsetzbar sein.
    Auch hier bei uns Dummland werden solche gut durchdachten Vorschläge wohl politisch wenig Gehör finden.
    Unsere ganzen Volksverdummer sind mehrheitlich mit dem Thema eh völligst überfordert und nicht wenige lassen sich weiterhin lieber ihren Arsch von irgendwelchen Pharmalobbyisten lecken und halten weiterhin schön die Hand dafür auf.
    Immerhin steht hier wirklich ein gut durchdachtes Konzept im Raum und daran kann man zukünftig anknüpfen.
    Auf die ganzen Volksverdummern ob in NL oder hier in Dummland brauchen wir alle nicht zu setzen.
    Vielmehr sollte die weltweite Entwicklung dem ganzen auch hier bei uns Vorschub leisten!!!
    Die Entwicklungen gerade in Süd- und Mittelamerika, wie auch in den USA sprechen für sich ne deutliche Sprache.

  • Sebastian

    Das vorliegende Konzept für eine legale Produktion von Cannabis ist sehr gut.
    Helle Signale eines Leuchturmes der die Untiefen kennt.

  • Sebastian

    So sieht dann legales Cannabis aus, wenn es keine Importe gibt:

    Da kann man doch bis zur Weltweiten Relegalisierung mit leben ;-)

  • Sebastian

    „Die am meisten interressante und wichtigste Frage ist nicht ob Cannabis legalisiert werden soll, sondern wie.“ Bill Keller NYTimes
    http://www.nytimes.com/2013/05/20/opinion/keller-how-to-legalize-pot.html?smid=tw-share&_r=0

  • Anonymous

    ACHTUNG: ZIVILE BULLEN SIND HEUTE IM GRENZBEGIEBT VENLO/NETTETAL IN EINEM HELLBLAUEN KLEINWAGEN MIT VIERSENER KENNZEICHEN UNTERWEGS!

    • xXx

      das sind sie mit Sicherheit täglich…!

    • Anonymous

      Den häng ich ab :D

  • Ein gut durchdachter Vorschlag von Nol und seinen Kollegen von der THC!
    Leider wird das ganze wiedermal mit Verweis auf die „internationalen Verträge“ hinweggeschmettert werden..

    Was aber machbar wäre:
    Die niederländische Cannabis-Agentur (die gibt es meines Wissens schon) kauft alles lizensiert angebaute Wiet auf und distributiert (verkauft) es dann an die Koffieshops weiter.
    Das hätte dann auch den Vorteil, dass die Shops unter einem großen Angebot an verschiedenen Sorten auswählen könnten und die Qualitätskontrolle gleich beim Staat liegen würde, inkl. Cannabinoid-Mengen-Bestimmung. Die „internationalen Verträge“ würden auch nicht „gebrochen“ sondern nur etwas weitgefasster ausgelegt. ;-)

  • anonym

    Klar ist der Vorschlag gut und auch machbar, nur wird auch er wohl scheitern, weil es den Cannabis – Gegnern gar nicht darum geht, ein „Für und Wieder“ zu diskutieren. Sie wollen einfach auf Biegen und Brechen wie in Deutschland dieses Verbot um jeden Preis aufrechterhalten bzw. erweitern.
    Das sieht man vor allem daran, das auf die vielen (sehr guten!) Argumente der Legalisierungsbefürworter gar nicht eingegangen wird, statt dessen wird (wie bei Zimmermann) vage von irgendwelchen angeblich „falschen Signalen“ gesprochen (worin die bestehen, wird auch nicht weiter erläutert) und damit ist alles wieder „vom Tisch“. Heißt: eine ehrliche Diskussion um dieses Thema ist einfach nicht erwünscht, es wird mit Scheinargumenten, Vermutungen und Unterstellungen unter den Teppich gekehrt.

    Der Grund ist einfach: mehrere mächtige Lobbyorganisationen (Pharma -und Spirituosenindustrie) haben in der EU hier die „Kontrolle übernommen“ und betreiben mit Unsummen Politik, die unter allen Umständen eine Legalisierung von Soft-Drugs unterbinden soll. Aus Brüssel kommt letztlich auch die „Anweisung“ an die Niederlande die Coffee-Shops nach und nach auszutrocknen.

    D.h. die ganze Legalisierungsbewegung müßte zuerst einmal das Übel sozusagen an der Wurzel packen und sich mit diesem ausufernden Lobbyismus – Übel in Brüssel auseinandersetzen, der auch der Grund für diese „Internationalen Verträge“ ist (die im Grunde Menschenrechts-Verletzungen sind, weil sie persönliche Freiheiten per Strafrecht beschneiden). Man müßte sozusagen an „interne Unterlagen“ dieser Lobbyorganisationen herankommen, um diese dann öffentlich bloszustellen. (bei Wikilieaks hat das ja eine Zeitlang ganz gut geklappt)

  • Anonymous

    Hübsche Gedanken. Schlüssige Konzepte gibt es seit Jahrzehnten, daran scheitert es nicht.
    Von einer wirklichen „Legalisierung“ ist jedes Land dieser Welt noch viele Jahrzehnte entfernt und Mitteleuropa nicht unbedingt am wenigsten weit…

    Übrigens ist die „Einflussnahme“ der Pharmaindustrie pure Paranoia, die hätten am ehesten noch Interesse an einer Legalisierung, weil es ihren Markt & Zielgruppe schlagartig erweitern würde.

    Die Einflussnahme erfolgt über den Wähler (und ergo den wählerwillensüchtigen Gewählten). Und wenigstens 80% derer hält mal rein gar nichts von Cannabis.

    Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. So leid uns das auch tut.

    • Jenz

      Ich würde sagen 60%. Aber sonst gwb ich Dir Recht. Obwohl…BigPharma verdient eine Menge mit Medikamenten die mit Cannabis viel billiger zu ersetzen wären. Andererseits würden die sich den Markt sicher gern unter den Nagel reissen. Möglicherweise schicken verschiedene Geschäftsbereiche ihre Lobbyisten los umd arbeiten gegeneinander …Denkbar wär’s zumindest.

      • Revil O

        @Jenz
        Das ist aber das Problem der Pharma-Wichser wegen Cannabis.
        Cannabis lässt sich nicht patentieren , glaube weil es halt ein Naturprodukt ist.
        Deshalb ist man von der Seite auch so bedacht das Menschen ja keinen Zugang zu natürlichen Cannabisblüten bekommen , sondern das Menschen lieber weiterhin per Gesetz dazu gezwungen werden den ihre Giftcocktails zu sich zu nehmen müssen.
        Gerade deshalb wehnt man sich auch seit Jahren im deutschsprachigen Raum ( Deutschland, Österreich, Schweiz) den Zugang für Menschen zu natürlichen Cannabisblüten so weit wie möglich politisch zu unterbinden , sogar selbst gegen rechtsstaatliche Prinzipien.
        Die Pharmariesen Bayer ( Deutschland) oder Roche ( Schweiz)
        Und einige andere machen dort ihren Einfluss geltend.

    • Anonym

      Hanf hat ein gewaltiges Heilpotential bei sehr vielen schweren Krankheiten, das viele (sehr teure!) Medikamente schlicht überflüssig machen würde. Auch sehr wirksames Schmerzmittel ist es für viele chronische Schmerzpatienten oft die einzige Möglichkeit ohne Leber und Nierenschäden dauerhaft Schmerzen zu kontrollieren (alles nicht im Sinne der Pharmaindustrie)

    • Elli

      Nach meiner Meinung ist der Staat und alles was da mit dran hängt (Medien, Wirtschaft) dafür verantwortlich. Es war doch so, dass Anfang des letztens Jahrhunderts ganz gezielt von staatlicher Seite Cannabis böswillig diskreditiert wurde. Bestimmte Lobbygruppen unterstützen dies, aber Hauptverantwortlicher ist der Staat, wie man an den Äußerdungen Friedrichs heute wieder sehr schön sehen kann.

  • Josh

    Für ein Konzept fehlt noch einiges. Wer soll überhaupt anbauen dürfen, welche Mengen und wie soll die Qualität aussehen? Wer soll bei den „priviligierten“ Bauern kaufen dürfen und entstehet nicht noch die Gefahr von Streckmitteln etc. auch beim Händler? Lohnt sich dass Ganze ohne Ausländer? EU-, Nato- und Internationalle Verträge? 15% Grenze? Was wird mit der Kriminalität? Welche Auswirkungen hat das Verändern der momentane Verhältnisse, z.B. Drogenbanden Konflikte, der Balkankorridor welches ganz Nordeuropa mit Cannabis versort? Was wird mit dem Nachbarn?

    Wer sollte sich an so eine Büchse der Pandora trauen? Da scheint das Ausmerzen des Problems doch der leichtere Weg leider!

  • anonimo

    Hab schon mal dieses Interwieu gepostet GLAUBT AN SÖLCHE BEAMTER UND KÄMPFT FÜR EUCHE IDEALEN,P.S Cazzu sugnu Calabrisi. Der Polizeipräsident von Münster, Hubert Wimber, fordert einen staatlich kontrollierten Verkauf von Cannabis. Er kritisiert die bisherigen Maßnahmen im Kampf gegen Cannabis-Abhängigkeit. Trotzdem dürfe es Cannabis natürlich nicht an der Tankstelle geben.
    Hubert Wimber, Polizeipräsident von Münster und Mitglied der Grünen, hat gegenüber dem WDR-Politikmagazin „Westpol“ deutliche Kritik an den bisherigen Maßnahmen der Politik im Kampf gegen Cannabis-Abhängigkeit geübt. „Die selbst gesteckten Ziele – Reduzierung der erstauffälligen Konsumenten, Einschränkung der Menge am Markt, Austrocknung der organisierten Kriminalität – haben wir alle nicht erreicht“, sagte Wimber dem TV-Magazin.

    „Die Alternative wäre natürlich nicht, Cannabis an der Tankstelle zu verkaufen“, so der Polizeipräsident. „Aber eine staatliche Kontrolle, staatlich lizenzierte Verkaufsstellen mit obligatorischer Beratungspflicht über das Suchtpotenzial der dort verkauften Stoffe, das wäre für mich die Langzeitperspektive einer vernünftig-rationalen Drogenpolitik.“

    • Jenz

      „Beratungspflicht“…:-) Wer da wohl wen berät?

  • Anonymous
    • Josh

      Ohne Worte!

      Ich erlaube euch zu lesen worauf ihr Lust habt, aber nur wenn jeder von Euch verspricht niemals auch nur 1 Buchstaben zu schreiben ;)

      Geile Welt, Scotty beam me up!

  • Nickname

    Zitat: Und wenigstens 80% derer hält mal rein gar nichts von Cannabis.

    Das ist das was die wenigsten hier bergreifen (wollen).
    Wen es darüber eine Volksabstimmung in NL geben würde währen die CS sofort weg.
    Obwohl Hoes durch seinen häckmäck es echt geschafft hat sogar bei einigen seiner Wähler als gek (blöd / bekloppt) zu gelten.
    Die CS Betreiber stehen ihm aber in nichts nach!
    Erst laut Diskriminierung schreien, und dann außer D und B en Rest der Welt diskriminieren? Da sieht man doch wo der Hase langläuft!`
    Und was soll den das mit der 3g Regelung? Die verursacht doch wohl noch mehr Overlast.

    Übrigens wurde heute entschieden auf die CS zuzugehen. Es wird drüber nachgedacht das i kriterium aufzugeben wen die CS nicht weiter an Ausländer verkaufen und erst mal an den Stadtrand umziehen.

    Und Hoes will den Verkauf regulieren. 

  • Anonym

    Im Grund ist die Formel sehr einfach: Je mehr der legale Verkauf eingeschränkt oder verboten wird, umso mehr wird der Ilegale Handel gestärkt. Es besteht nun mal in einem größeren Teil der Bevölkerung (in Jedem Land !) das Bedürfnis nach bewußtseinserweiternden Substanzen. Das hat nichts mit „Recht auf Rausch“ zu tun sondern nur mit Recht auf Freiheit vor allem innerhalb der eigenen 4 Wände. Der kriminelle Handel existiert nur aufgrund falscher Gesetze, einen anderen Grund gibt es nicht.

    Und vermehrter Einsatz von Polizei oder gar Armee führt nur dazu, das die kriminellen Banden sich auch immer mehr aufrüsten und am Ende ihre „Interessen“ auch mit schweren Waffen durchsetzen. Das alles hatten wir doch schon in Mexico ! das Ende vom Lied ist ein Land, das im permanenten Bürgerkrieg lebt und wo ein Leben nichts mehr zählt.

    Jedes Prohibitionsgesetz ist letztlich schädlich für eine Gesellschaft, da die Gesetze selbst viel mehr Probleme bringen, als die Drogen.

    • Revil O

      Das ist es in der Tat!!!
      Doch scheint es unseren weltweiten Volksverdummern scheißegal zu sein und sie haben ihre korrupten Finger selber in irgendeinen Dreck stecken und sorgen weltweit für soviel Elend.

  • Anonymous

    Die Lösung wäre so einfach. Das Finanzamt baut an und verkauft weiter an die Ausgabe stellen,mit Rechnung und Steuern wo wäre das Problem. Privatpersonen wäre der Anbau erlaubt,aber der weitere verkaufen verboten.
    Im übrigen können die Shops nicht auf Gewohnheitsrecht pochen!?

    • anonym

      Jo, habe damit die besten Erfahrungen :-) Warum sollte jemand so blöd sein, zu irgendwelchen Dealern zu laufen, wo er nicht weis mit was für einem Scheiß das Weed gestreckt wurde, bzw. ob er/sie nicht bei der Menge beschissen wird, wenn er/sie naturreines Homegegrowtes Weed zuhause hat. Letztlich hätte sich dann sogar das „Problem“ mit den Coffeeshops von selbst erledigt, weil es da ja auch alles andere als billig ist. :D

      • Revil O

        Nicht jeder hat aber zuhause die Möglichkeiten in den eigenen vier Wänden anzubauen.
        Nicht jeder hat auch zeitlich die Möglichkeit täglich sich um seine Plants zu kümmern.
        Und letzendlich besitzt auch nicht jeder das „Wissen“ seine eigenen Plants zu hause anzubauen womit weiterhin Coffeeshops für die Nachfrage bestehen bleiben werden.
        Nicht jeder Alkoholkonsument braut sich auch selber sein Bier oder brennt sich seinen eigenen Fusel.

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