PvdA: Aufklärung über illegale Dealer in Maastricht gefordert

DEN HAAG – Die Mitglieder der Tweede Kamer (Niederländisches Parlament) Myrthe Hilkens und Manon Fokke (beide PvdA) wollen von Justizminiter Ivo Opstelten (VVD) wissen, ob auch er über Hinweise darauf, dass die illegalen Straßendealer duch die Coffeeshopbetreiber gesteuert würden, verfügt. Das behauptete Maatrichts Bürgermeister Onno Hoes am Samstag in einem Interview mit der Zeitung „Volkskrant“.

Myrthe Hilkens (PvdA) Tweede-Kamerlid - Foto: Lex Draijer (CC-Lizenz)

Myrthe Hilkens (PvdA) Tweede-Kamerlid – Foto: Lex Draijer (CC-Lizenz)

Wie die Tageszeitung „De Telegraaf“ heute berichtet, wollen Fokke und Hilkens auch von Opstelten wissen, ob er zusätzliche Polizeibeamte für Maastricht zugesagt hat und ob der Minister auch zusätzliche Polizei in andere Gemeinden in Brabant und Limburg schickt, die die gleichen Probleme mit Coffeeshops haben wie Maastricht.

Hilkens und Fokke fragen sich, ob die zusätzlichen Polizisten notwendig sind um die Overlast auf den Straßen zu reduzieren, oder um gegen die Coffeeshops vorzugehen. Die Freigabe von zusätzlichen Polizeikräften für Maastricht, bedeute das Kapazitäten woanders und für andere Aufgaben fehlen, so die Kammermitglieder. Zusätzlich möchten sie wissen, woher die Polizisten für Maastricht kommen sollen.

Die beiden Parlamentsmitglieder fragen sich, warum Hoes nach mehr Polizisten fragt, während er in der Zeitung sagt, dass „es ein paar Straßen gibt, wo etwas mehr Overlast ist als woanders.“

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com
  • Sebastian

    Mal davon ab, daß solche Aussagen, wie die von Onno Hoes behauptete Steuerung der Straßendealer durch die Coffeeshops, in den Bereich der Verschwörungstheorien gehören, die Ängste und Zweifel schüren, auf die die Wietpas-Idee nunmal nicht die geeignete Antwort ist, um in dem BackdoorCannabizness für Transparenz zu sorgen, so ist die Idee mehr Polizei könnte dieses Problem lösen, ein Ausdruck der Hilflsosigkeit unter dem Deckmantel der starken Hand, deren Art von Anpacken zu grob ist, um ein friedliches Zusammenleben der dazu gewillten Menschen nach europäischen Vorbild zu fördern.

  • Anonymous

    Mmmmmmhhhh
    Die würd ich ja mal ger’n vernaschen. ;-))

  • Steffen Geyer hatte mich auf Facebook gefragt, ob ich ihm den Artikel aus dem Telegraaf übersetzen kann bzw. nur ihm zu sagen was der Aufreger ist.

    Hier ist das was ich ihm geschrieben habe, eine kleine Interpretation der Meldung. Ich will ja nicht, dass auf FB mehr steht als hier im Blog:

    „ach ja: so, jetzt frischgeduscht, kann ich Dir auch noch sagen, was genau daran der Aufreger ist. Es ist bekannt, dass Opstelten Hoes mehr Polizei versprochen hat – und auch woher diese kommen soll: Nämlich 5 Mann aus jedem Polizeibezirk in Limburg. Darüber sind die anderen Limburger Bürgermeister sauer – die wollen nämlich keine Polizei abgeben und sagen, sie hätten selbst Probleme und es sei anders abgesprochen. Wenn Hoes diese Polizisten nicht bekommt, wird er vermutlich das Einwohnerkriterium nicht mehr kontrollieren = Ausländer wieder rein, wie in Nimwegen. Dazu hat Hoes ein Gerücht verbreitet, die Straßendealer seien von den Coffeeshops gesteuert. Das kann er selbst nicht einmal bestätigen und Opstelten wird das, als Minister, sicher weit von sich weisen – damit wird Hoes als Waschweib diskreditiert. Im Grunde ist den beiden PvdA-Ladies die Antwort also bekannt – es geht darum die VVD bzw. Opstelten vorzuführen. Pikant ist daran noch, das PvdA und VVd Koalitionspartner sind und die Regierung bilden – jedoch ist die PvdA Pro Cannabis und die VVD die Mutter des Wietpas. Also typische Parlamentsgeplänkel.“

    • Josh

      Ich befürchte, dass es jeden einzelnen zu Ernst ist um nur Parlamentsgeplänkel zu sein. Hoes ist nur Bürgermeister wegen seine Einstellung und die Befürworter welche seine Meinung folgen. Idealisten sind gefährlicher als Drogenabhängige!

      Die PvdA ist letztendlich Mondtot, in meinen Augen Wahlbetrug, sie haben gar nichts zu melden und die VVD zieht ihr Ding durch, dies macht alles noch viel Schlimmer!

  • Anonymous

    Sieht echt süß aus, die Myrthe ;) Kompliment!
    Solche Seitenhiebe, die die Herrn Hoes und Opstelten gegeneiander ausspielen und letztendlich deren Politik diskreditieren, können wir gut brauchen!

  • Anonymous

    die sollen da ruhig ma richtig druck aufbauen das der mal rede und Antwort für seine Behauptungen stehen muss. bin mal gespannt wie viel Sinn dann noch übrig bleibt!

  • anonym

    Die „Steuerung der Drugrunners durch Coffeeshops“ verläuft folgendermaßen: Niederländische Kiddies kaufen für 50 € Dope im Coffeeshop (pro Tag ) und verkaufen es dann auf der Straße für 100 € weiter, halt einfach um sich ihr Taschengeld ein bischen aufzubessern :-) .

    Wenn die Polizei sie dabei erwischt und sie sagen, das Dope kommt aus Coffeeshop XY, wird dann „messerscharf“ von Hoes darauf geschlossen, das Coffeeshops Dealer unterstützen! Ist so lächerlich, das man sich kaputtlachen könnte darüber. Vielleicht sollten die Coffeeshops dann nach dem Kauf alle ihre Kunden rund um die Uhr mit Kameras oder Detektiven überwachen lassen, das sie ihr Weed auch ja wirklich selber verbrauchen !

  • anonym

    mal abgesehen davon, selbst wenn das stimmen würde (also das Coffeeshops Drugrunners anheuern): Eins steht fest, ohne den Wietpas gäbe es das ganze Problem überhaupt nicht. Hoes beklagt auch hier im Grund ein nur von ihm selbst geschaffenes Problem, indem er – wie eigentlich immer – Ursache und Wirkung miteinander vertauscht.

  • Pingback: Parteien in Maastricht verärgert über Polizei und Staatsanwaltschaft | Kein Wietpas!()

Unsinnige EU-Gesetze verlangen, dass wir Euch auf die Verwendung von Cookies auf "Kein Wietpas!" hinweisen müssen. Obwohl Cookies ein elementarer Bestandteil des Webs sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Dir das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Durch Weiterbenutzung unseres Angebotes und/oder dem Klick auf "OK" stimmst Du dem zu.

Schließen