Hilversum führt Keurmerk ein

Die Gemeinde Hilversum in Nordholland führt jetzt nach dem Vorbild Haarlem die „Keurmerk“ also ein Gütesiegel für die Coffeeshops ein. Neben Verpflichtungen, wie z.B das pro-aktive Vorgehen gegen die „Overlast“ hat der neue, lokale Coffeeshopbeleid aber auch einige Vorteile: Wie bisher wird auf das Kontrollieren des „I-Kriteriums“ verzichtet. Ausländer sind auch weiterhin recht hat herzlich in einen der neun Coffeeshops willkommen. Die haben bislang aber auch nur ca. 1% der Kunden ausgemacht. Platz für weitere wäre bestimmt vorhanden: 9 Coffeeshops bei 86.000 Einwohnern ist ne gute Quote, da gibt’s nicht viel Belästigung…
Natürlich hält man sich bei Problemen die Möglichkeit offen, es doch einzuführen, aber das halte ich doch für recht unwahrscheinlich.

Ebenso wird ab sofort auf das Abstandskriterium verzichtet. Bislang lag es bei 250m. Da man alle Coffeeshops an Ort und Stelle lassen will, wird es komplett gestrichen.

Mein Lob geht hiermit an Bürgermeister Pieter Broertjes von der PvdA. Schön, dass es auch anders geht!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Klaus

    Sagt mal,wieso werden die vielen deutschen „normalen“ Besucher,Kunden,etc. von Märkten,Supermärkten,u.v.a. „normalen“ Geschäften denn nicht als Overlast empfunden?

    • Jenz

      Man muß da unterscheiden zwischen Abschaum-Touristen und NICHT-Abschaum-Touristen. Erstere unterscheidet man von den zweiten dadurch dass sie, meistens nur so aus Spaß, Verbrennungsrückstände von Pflanzen inhalieren die nicht Tabak sind. Mußt du mal Onno Hoes fragen, der kann das sicher noch besser erklären wie ich.

    • Anonymous

      Weil die „Overlast“ augenscheinlich nur ein weitgehend hausgemachtes, fadenscheiniges „Argument“ ist.
      Sie dient lediglich als rhetorischer Hebel, mit dem die verantwortlichen Cannabiskritiker à la Hoes dem als gefährlich empfundenden Cannabishandel in den NL mehr Herr werden wollen als sie das z.Zt. sind.

  • Revil O

    Ja das ist doch vorbildlich!!
    Auch Hilversum wird vielen anderen Städten in Holland zeigen das es geht und gewiss nicht solche Probleme sich schaffen wie einige andere Städte in den Niederlanden.

  • Fischkopf

    Ich stelle mir eine komische Frage: Hilversum ist eine Gemeinde ohne Stadtrechte. Hat dieser Umstand irgendeine Konsequenz im Hinblick auf des I-Kriterium?

  • Peter Messer

    Hilversum hatte nicht NUR einen guten „illegalen“ Sender, sondern auch gute, freiheitlich denkende und aufgeschlossene Bürger, die sich nicht alles gefallen ließen, was ihnen (teilweise auch durch „Besatzer“) vorgeschrieben wurde. Faschistoide Strukturen hatten und (wie ich hoffe) haben auch weiterhin KEINE CHANCE in Hilversum. Bürger lassen sich nicht lange ein x für ein U vormachen…. erst recht NICHT in Hilversum!