Gastbeitrag: Reisebericht #AMS420

Blogger versuchen stets alle davon zu überzeugen, selbst zu bloggen. Seine Gedanken, Informationen und Probleme mit anderen zu teilen bringt uns Gesellschaftlich nach vorne. Und nachdem mein guter Freund Manuel mich davon überzeugt hat, auf eine Ausnahmegenehmigung hinzuarbeiten, hab ich ihn davon überzeugt, auch zu bloggen. Stolz darf ich auch verkündigen, dass der geniale Name seines Blogs, „Ausnahmemedizin“ auf meinen Mist gewachsen ist. Als Cannabispatient hat er viel zu erzählen und ich freue mich auf seine Beiträge. Belohnt ihn bitte mit ähnlichen Besucherzahlen wie mich! Sein Gastbeitrag (hier auch in seinem Blog) gibt seine Erfahrungen auf dem SmokeOut im April wieder. Bevor alle gleich meckern: Er darf unter dem Einfluss von Cannabis Auto fahren und hat dies auch schriftlich bestätigt.

Am 20.04.2013 war es so weit: Ich habe mich mit der Truppe von „Kein Wietpas!“ und ein paar anderen Leuten aus der deutschen Aktivistenszene in Amsterdam zum Smoke Out getroffen, um gemeinsam mit Ihnen gegen den Wietpas bzw. die niederländische Drogenpolitik zu demonstrieren.

Und dabei stand ein Tag vor diesem Event noch nicht einmal fest, ob ich überhaupt nach Amsterdam komme, da meine Partnerin ausgerechnet an diesem Samstag arbeiten musste, was nur alle zwei Monate einmal vorkommt. Ich habe sie dann an diesem Morgen zur Arbeit gebracht, danach habe ich unseren Hund bei Ihrer Mutter abgeliefert und dann konnte die Reise losgehen. Meine Partnerin ist nach der Arbeit von Ihrer Mutter abgeholt worden, sodass ich nicht auf die Zeit achten musste und den Tag entspannt angehen konnte.

Vor der Fahrt habe ich noch einmal meine Medizin eingenommen und eine Dosis (in Form eines Joints) meiner Medizin habe ich zur Reserve mitgenommen, falls ich in einen Stau komme und zwischendurch mal eine Pause machen würde. Das kam jedoch nicht vor und ich erreichte Amsterdam gegen 11 Uhr, wobei ich das riesen Problem hatte, dass ich nie Guthaben auf dem Handy habe und aus dem Grund niemanden vom „Kein Wietpas!“ Team erreichen konnte. Ich entschloss mich, erstmal weiter nach Haarlem zu fahren, wo Nol van Schaik, einer der Initiatoren des 4:20 Smoke Out zwei Coffeeshops betreibt, und da mobo von „Kein Wietpas!“ in gutem Kontakt zu ihm steht, habe ich gehofft, mobo im Coffeeshop Indica anzutreffen. Dem war nicht so, aber Nol hat mich sehr freundlich in Empfang genommen und hinter den Tresen an seinen PC gelassen, um mobo über Facebook zu kontaktieren. Nachdem mir das gelungen war entschied ich mich, mein Auto in Haarlem stehen zu lassen und mit der Bahn nach Amsterdam reinzufahren und ich denke, dass es sowohl finanziell als auch zeitlich die richtige Entscheidung war.

Die Purtüte aus dem Indica wirkte noch nach, als ich am Bahnhof von Haarlem meine vorgedrehten Joint von zuhause rauchte, um die Zeit bis zum Erscheinen der Bahn sinnvoll zu nutzen. Zu meiner Überraschung und wie sich herausstellte auch zu meinem großen Glück gibt es in der Bahn in Amsterdam kostenloses W-Lan, denn ich hatte mit mobo noch keinen konkreten Treffpunkt ausgemacht und am Bahnhof hätten wir uns warscheinlich nicht gefunden. Wir verabredeten uns für Barneys Coffeeshop, in dem wir uns dann auch trafen und ich den Rest vom „Kein Wietpas!“ Team kennenlernen konnte (mobo kannte ich bereits vorher). Dort konsumierte ich einen Purjoint und einen nahm ich für das Smoke-Out mit, allerdings hätte ich mich besser schon direkt für den ganzen Abend eindecken sollen, da ich später nicht mehr die Gelegenheit bekam, mir meine Medizin für den restlichen Abend zu besorgen.
Eine dreiviertel Stunde vor dem Smoke-Out haben wir uns vom Barneys aus auf den Weg zum Stadhuis gemacht, was fast unser nächster schwerwiegender Fehler geworden wäre, denn wir bemerkten schnell, dass das Stadhuis 6 km entfernt ist und wir es zu Fuß unmöglich rechtzeitig erreichen können. Wie der Zufall so will, sahen wir auf unserem Weg ein Großraumtaxi am Straßenrand stehen und obwohl der Fahrer gerade Pause machte, versprach er uns, sobald er sein bestelltes Essen bekommen hatte, uns noch rechtzeitig am Stadhuis abzusetzen, wo wir dann auch um 16:15 Uhr eintrafen… Puhhh, das sollte wohl so sein.
Eine stattliche Menschenmenge war vor einer kleinen Bühne versammelt und die beiden Initiatoren – Peter Lunk und Nol van Schaik – heizten der Menge ein und stimmten den Countdown an, bis pünktlich um 16:20 Uhr eine riesige Rauchwolke den Vorplatz des Stadhuis in Nebel hüllte. Danach folgten noch einige musikalische Beiträge und Reden von Menschen aus den verschiedensten Ländern, u. a. trat auch Selassikai auf und Antonio Peri hielt eine spontane Rede. Insgesamt war der oder das Smoke Out in Amsterdam ein tolles Event, obwohl ich eigentlich noch mehr Besucher erwartet hätte.

Dies spiegelte sich leider auch auf dem anschließenden Festival wieder, welches etwas außerhalb von Amsterdam stattfand (keine Coffeeshops in der Nähe, um sich nochmal eindecken zu können), obwohl vorher auf dem Smoke Out noch eine ganze Menge Freikarten verteilt wurden. Da ich relativ spontan in Amsterdam war, hatte ich das Glück, mir im Vorfeld noch keine Karte gekauft zu haben und so konnte ich mir das Eintrittsgeld sparen. Ich war mit dem Team von „Kein Wietpas!“ als Erster an der Halle, allerdings war ich der Einzige, der kein V.I.P. Ticket hatte. Die V.I.P. Gäste durften zuerst rein und ich musste noch warten, aber schon kurze Zeit später kam mobo mit einem V.I.P. Bändchen wieder raus… Der Wahnsinn oder? Leider konnte das auch nichts an der überdimensionierten Halle ändern, allerdings musste ich mir keine Gedanken mehr um meine Medizin machen, da im V.I.P. Bereich ständig Medizinal-Cannabis-Zigaretten kreisten. Unangenehm war es mir dennoch, keine eigene Medizin dabei gehabt zu haben. Der Höhepunkt des Festivals war neben verschiedenen Ständen von Head- und Growshops und einem Barbier ein großer Contest, bei dem vier Teams aus Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Deutschland in verschiedenen Disziplinien wie z.B. möglichst schnell 1g Ice-O-Lator Hash durch eine(n) Bong zu rauchen gegeneinander antraten. Die deutschen konnten dabei hinter den Niederländern und den Briten den dritten Platz belegen, was aber eigentlich völlig nebensächlich war. Obwohl ich an diesem Tag auch etwas mehr Cannabis konsumiert habe als normal, möchte ich diesen Contest dennoch hier kritisieren, da diese exzessive Kifferei mit Sicherheit nicht mehr der Gesundheit dienlich sein kann und auch für die Außenwirkung finde ich es relativ unpassend. Mich wundert es, dass ich bisher nirgends Kritik zu diesem Contest gelesen habe!

Der ganze Tag in Amsterdam hat sich trotz einiger Komplikationen mehr als gelohnt und gegen 1 Uhr habe ich mich dann auf den Heimweg gemacht (erst mit der Bahn zurück nach Haarlem und dann weiter mit dem Auto). Um 3:15 Uhr war an der Grenze alles ruhig. Ich erwähne das, weil ich zwar Auto fahren darf, aber trotzdem noch nicht weiß, wie unwissende Polizisten auf mich reagieren. Selbstverständlich hatte ich auf dem Rückweg nach Deutschland kein Cannabis im Gepäck, da die Einfuhr auch für Patienten strengstens verboten ist, selbst wenn es meine Medizin ist, die ich vorher schon aus Deutschland ausgeführt habe (was ich streng genommen auch nicht darf, aber die Niederländer sehen das nicht so eng)! Als ich um halb fünf zuhause ankam, ging dann ein langer und ereignisreicher Tag zuende.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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  • suspect

    hallo zusammen

    passt jetzt nicht wirklich… aber wollte die coffeeshopbewertungsliste oder sowas in der art nochmals gutheißen und vorschlagen hier sowas auf der seite ins leben zu rufen vllt auch mit einem punktesystem für auswahl qualität und allgemeiner erster eindruck des shops
    auch sollte das ganze dann von leuten nachgeprüft werden ggf gibts dann nen kein weedpass aufkleber oder darf sich mit auf ne liste auf der seite einreihen , natürlich sollte man auch bewerten ob sich der shop für die legalisierung /verbessserung der drogenpolitik einsetzt oder nicht . würde mich freunen wenn die seite in nächster zeit ein gütesiegel für shops auf die beine stellt .

    gruß

    • Ich werde nach meinem Reha-Aufenthalt verschiedene Projekte angehen, auch dieses!
      Aber überprüfen werde ich Resteverwertungen leider nicht, da ich das natürlich (leider) nicht Hauptberuflich machen kann und das dich recht teuer werden dürfte.
      Wenn mir jemand eine wochenlange Rundreise mit Besuch aller Coffeeshops finanzieren möchte, bin ich natürlich gerne dabei :-p

  • Jenz

    OT:
    http://www.voc-nederland.org/2013/05/nrc-legt-bom-onder-i-criterium-willekeur-in-wietland/

    Vorsicht, ist ein Bild von Ivo drin!
    Leider ist der Link zum NRC/Handelsblad hinter einer Paywall..:-(
    Hat einer den Original-Text?

  • Jenz

    „Er darf unter dem Einfluss von Cannabis Auto fahren und hat dies auch schriftlich bestätigt.“

    Hoe kan dit? Das ist eine Unverschämtheit unserer Behörden! Bloß weil es als Medizin verschrieben wird ist es im Strassenverkehr nicht mehr so schlimm !? Jeder andere der bei einer Kontrolle noch Reste im Blut hat bekommt den Schein abgenommen!! Ich geh mich grad mal übergeben…

    Ich finde breit Auto zu fahren nicht so schlimm wenn man es kann! Das scheint bei den Menschen sehr unterschiedlich zu sein. Ich kenne Leute die nach einer Tüte sich schlicht nicht mehr trauen zu fahren weil sie sich unsicher und überfordert fühlen. Gut so wenn sie dann von alleine drauf verzichten. Andere fahren stoned besser als andere nüchtern und finden auch nichts dabei breit zu fahren. Ich bin dafür einen Kiffer-Führerschein einzuführen. Denn wenn man es einem Patienten zutraut unter THC-Einfluss Auto zu fahren sollte das bei allen anderen auch so sein.

    2 Tüten feinstes Haze und dann eine ganz normale Fahrprüfung ablegen. Wer’s
    schafft bekommt ein Hanfblatt auf den Schein geklebt und darf dann auch unter THC fahren. Das wäre fair.

    • Du könntest versuchen, unter Cannabiseinfluss eine Freiwillige MPU zu machen. Wenn die dir dann bescheinigen, dass du fahrtüchtig bist, hättest du zumindest ne Diskussionsgrundlage. Wär mal ein interessanter Versuch…

      • Sebastian

        Gibt genug Menschen, die unter Cannabiseinfluß die Fahrprüfung bestanden haben. Leider hat das keiner schwarz auf weiß.

        • Du kannst aber unter Medizinalhanfeinfluss eine MPU ablegen. Dann hast du es schwarz auf weiß.

      • Jenz

        Sischer dat!…:-) Wenn man denen das nur ankündigt werden sie vermutlich schon eine MPU anordnen. Schliesslich nimmt man DROGEN zu sich. Das alleine reicht doch schon um als „psychisch nicht geeignet“ eingestuft zu werden. Nee, das Risiko wär mir zu hoch. Aber wär mal ein interessanter Ansatz. Es kann doch nicht sein das die selbe Substanz bei den einen erlaubt ist und bei anderen nicht. Könnte man das nicht einklagen? Gleiches Recht für alle, oder so?

  • Fischkopf

    Genau dieses Thema hat hier noch gefehlt. Eine Bekannte leidet unter Multipler Sklerose und nimmt zur symtomatischen Therapie Cannabisprodukte zu sich. Allerdings hält sie die Produkte aus der Apotheke für zu lasch, sodass immer wieder Fahrten nach Holland anstehen…Aber der Weg zu einer Ausnahmegenehmigung ist weit. Jedenfalls ist es gut, dass sich diese neue Themenecke etabliert.

    • Bedrocan ist aber jetzt nicht unbedingt lasch… Oder redest du von Dronabinol?

      • Fischkopf

        Ich meine, sie spricht von Dronabinol. Nächste Woche werde ich sie mal wegen Bedrocan ansprechen.

        • Dronabinol ist auch recht zahm. Ich mag es aber mittlerweile sehr gerne und sehe mit Bedauern, dass mein Fläschchen bald leer ist.

  • Anonymous

    Da muss ich auch mal kurz meine Geschichte erzählen: Ich rauche jetzt seit 20 Jahren, bin nie bekifft oder betrunken gefahren und habe trotzdem meinen Führerschein 2011 verloren?! Ich wurde auf der Rückfahrt meine Hollandurlaubes von der Polizei (nicht vom Zoll) angehalten, 200 km nach der Grenze , Blutprobe usw…Das ganze war um 16.00 Uhr nachmittags, geraucht hattte ich den Letzten Joint um 22 Uhr des Vortages. Ich war also für mich komplett nüchtern, hatte aber einen aktiven THC Wert von 7 !!!da ich seit 20 Jahre täglich rauche und 10 Tage Hollandurlaub hinter mir hatte ;-)Musste meinen Führerschein abgeben für 10 Monate und bekam 40 Tagessätze (insgesamt 1600 Euro) Strafe. Auf eine MPU habe ich verzichtet und fahre jetzt nur noch Fahrad, is aber nicht so schlimm, da ich in der Stadt wohne. Das Geld war mir auch egal, da ich genug habe. Is das Gerecht??? Ich hatte nie einen Unfall oder Sonstiges, war ein guter Fahrer. Herausgezogen wurde ich vermutlich wegen des alten Kleinautos meiner Freundin, am Erscheinnungsbild liegt es wohl nicht, habe Abi, Studium und ein normales Außeres, also kein Assi. Also passt auf, vor allem auf den Autobahnen in der Pfalz (A61)…..vg Frog

  • Anonymous

    was rauchen und dann nach adam fahren ist der gesundheit auch nicht dienlich… mal ernsthaft freunde moege es dir auch noch so scheisse gehen warum muss man bekifft auto fahren? die schmerzminderung als ausrede koennt ihr euch an den hut schmieren!

    • Solche Aussagen sind eine Beleidigung für alle, die auf Cannabis als Medizin angewiesen sind.
      Der Autor ist kein Spasskiffer und ohne Medizin ist er fahruntüchtiger als mit.
      Einem Epileptiker würde ich auch nicht ohne sein Epilepsie-Medikament hinters Steuer setzen.

      • da gebe ich dir Recht mobo! ich werde seit Jahren mit Tilidin, Tramal Flunis usw. behandelt…. Hatte alles wenig Wirkung! Rauche ich edoch einen kleinen „Sticky“, gehen die Schmerzen und ich konnte bis zu 80% der sch….. Chemie einsparen. Da ich jedoch meinen Lappen ( Fahrerlaubnis ) behalten will, kann ich das auch nur in schweren Ausnahmefällen tun und lasse dann auch das Auto für mehrere Tage stehen. Leider habe ich bisher KEINEN Arzt gefunden, der außer hinter der verdeckenden Hand, Cannabisprodukte befürwortet oder gar verschreibt, da die Kassenübnernahme der Kosten immer noch ein Kampf ist. Wer also da von „Ausrede“ faselt, dem wünsche ich einmal einen anständigen Cluster-Schmerzanfall und die TÄGLICH andauernden Schmerzen aushalten zu müssen, die meine Leidensgenossen und ich zu überstehen haben….. nicht für immer, NUR EINEN TAG…. und der „arme Willi“ mit dem großen Mund wird sicher ein weinendes Häufchen Elend…und von seiner Hochmut und Dekadenz geheilt sein……..

    • Wie schön das Du genauer Bescheid weist was gut/schlecht für einen anerkannten Cannabispatienten ist als das Starßenverkehrsamt, die Bundesopiumstelle und diverse Ärzte. Von den Untersuchungen zu den Fahrqualitäten von Konsumenten wollen wir jetzt garnicht sprechen sondern bemühen uns der als äußerst Konservativ geltenden inernationalen Dopingagentur:
      Diese hat kürzlich die Grenzwerte für THC hoch gesetzt… 150 Nanogramm… (Bei 9 ist der Lappen weg…) Ein Cannabispatient, der den „Ich darf fahren“ Stempel besitzt hatte 15 Minuten nach einem Joint ~110 Nanogramm und hat damit die MPU mit bravur bestanden und den Stempel bekommen. Er hätte noch 40 Nanogramm mehr im Blut haben müssen um an internationalen Sportwettbewerben nicht mehr teilnehmen zu dürfen. Dazu gehören auch 2-Radsportarten! Ein 2-Rad ist im Gegensatz zu einem Auto völlig instabil und lebt einzig von den Kreiselkräften der Räder und dem Gleichgewichtssinn des Fahrers. Wenn DU bekifft nicht Auto fahren solltest… wirst DU das wahrscheinlich freiwillig nicht machen. Was aber für DICH gilt, gilt insbesondere bei Cannabis, noch lange nicht für andere!

  • Anonymous

    was ich noch vergessen habe zum Thema. Ich habe mich auch gegen den Führerscheinen entschieden, da für mich THC seit 20 Jahren auch Medizin ist. Ich leide unter Morbus Crohn (Darmkrankheit) und THC ist die einzige Medizin die hilft. Ich hatte schon viele OPs, viele Schmerzen, THC pur hilft mir meine Leiden zu lindern. Ohne hätte ich mir wahrscheinlich schon einen Strick genommen. Die Schulmedizin konnte mir nicht gut helfen, ich leide höchstens unter den Nebenwirkungen, Cortison usw…bei Ärzten habe ich mich noch nie getraut nach medizinischem THC zu fragen. Gibt es hier vielleicht ähnliche Fälle???….vg Frog

    • Bitte Schick mir mal eine Mail!

    • Schon mal vorab: du solltest AUF JEDEN FALL mit deinem Arzt über Cannabis sprechen.
      Und ich kenne sogar einem Morbus Crohn Patienten mit Ausnahmegenehmigung persönlich!

  • Anonymous

    heute morgen noch ein zollbeitrag im frühstücksfernsehen gesehen, da wär ich beinahe wieder geplatzt vor wut über diese lügen die die medien über cannabis verbreiten. “bei kiffern ist das unfallrisiko besonders hoch“ oder so ähnlich…ich sag es entstehen mit sicherheit immer noch mehr unfälle durch trunkenheit am steuer als durch den konsum von gras. wenn ich mich bekifft hinters steuer setzte bin ich ein viel sicherer auto fahrer denn 1. ich bin dann viel konzentrierter unter aufmerksamer weil mir bewusst ist das ich bekifft bin 2. ich fahre vorrausschaunder halte mehr abstand 3. ich möchte möglichst nicht auffallen und um jeden preis vermeiden das ich in eine polizei kontrolle gerate deswegen halt ich mich auch streng an die verkehrordnung…mir ist aber schon oft an mir selber aufgefallen wenn ich mal nicht high bin neige ich schon viel eher dazu mal ein bisschen schneller zu fahren als erlaubt oder auf der autobahn ein bisschen dichter aufzufahren…bekifft lass ich mich auch viel weniger provozieren von irgendwelchen dränglern. aber natürlich muss man mit der droge umgehen können das ist denke ich das problem ist die einen können es die anderen weniger..das jemand zb nach seinem ersten kopf oder joint wieder fahren dürfte halte ich auch nicht grade für gut…

  • Zur Info: nachdem ich meine Ausnahmegenehmigung von der Bundesopiumstelle bekommen habe, habe ich mich direkt darum bemüht, objektiv bestätigen zu lassen, dass ich auch unter dem Einfluß meiner Medizin weiterhin Autofahren darf. Diese Bescheinigung habe ich von meinem behandelnden Arzt bekommen und zusätzlich dazu noch ein Gutachten vom TÜV Hessen anfertigen lassen in dem das Ganze auch nochmal bestätigt wird: „(…) Herr XXX ist von seiner psych-funktionalen Leistungsfähigkeit in der Lage ein Kraftfahrzeug auch unter Einfluss von THC sicher zu führen (so lange der Konsum mindestens 1/2 Stunde wie am Untersuchungstag zurückliegt und die Menge von maximal 0,3 Gramm eingehalten wird). (…)“

    • Jenz

      Ob man sich das als „nicht Patient“ auch von einem Arzt bestätigen lassen kann? Wie lief denn das Gutachten des TÜV ab? Mußtest Du eine Prüfung machen?

      • Das war ne MPU.

        • Jenz

          Ok…Ich muß ja zugeben es juckt mich schon sowas mal zu versuchen aber wie ich oben schrieb hab ich schiss das der Schuss nach hinten losgeht…Ich trau den Behörden da nicht und so geht’s vermutlich vielen. Wir werden also wohl nie erfahren ob man damit durch kommt. Ausserdem weiss ich zu wenig über MPUs ausser was man so von Betroffenen im TV sieht. Es besteht ja durchaus die Möglichkeit das die dabei zu dem Schluss kommen, das man besser nicht fahren sollte. Oder ist das bei einer freiwilligen MPU nicht der Fall? Man ist das OT, aber ein spannendes Thema.

          • Joachim

            „Es besteht ja durchaus die Möglichkeit das die dabei zu dem Schluss kommen, das man besser nicht fahren sollte“
            Mit der Durchführung solcher Untersuchungen sind doch zumindest teilweise private Organisationen betraut. Sind die berechtigt oder gar verpflichtet, Ergebnisse von privat beauftragten Untersuchungen an staatliche Behörden weiterzugeben?
            Spannendes Thema und sehr schöner Reisebericht!
            … ist grad mal vier Wochen her :)

  • pirat

    „Obwohl ich an diesem Tag auch etwas mehr Cannabis konsumiert habe als normal, möchte ich diesen Contest dennoch hier kritisieren, da diese exzessive Kifferei mit Sicherheit nicht mehr der Gesundheit dienlich sein kann “

    Ich habe mit großem Spaß an diesem Contest teil genommen und es soll tatsächlich Leute geben, die auch einfach Spaß am kiffen haben, auch wenn es sicher gesündere Hobbies gibt. Und alles war freiwillig, also wo ist das Problem?

    • Sebastian

      Das ist wie mit Sport, als Therapie und zum reinen Vergnügen vielleicht gesund.
      Doch im Contest gilt es nunmal an die Grenze zu gehen (Profis sogar darüber hinaus), das ist nicht mehr unbedingt der Gesundheit förderlich, teilweise sogar abträglich, doch riskiert der Hardcorestoner im Wettkampf nicht sein Leben wie zB ein Rennfahrer, Skispringer oder Boxer.
      Was die Aussenwirkung angeht denke ich schon das es einige abschreckt, wenn Bong um die Wette geraucht wird. Doch wenn man genau hinsieht kann man feststellen:
      „Wie, schlimmer ist das nicht?“

      • Anonymous

        Oder es entsteht das Bild in der Öffentlichkeit, das Kiffer nur auf den Rausch und exzessives Kiffen aus sind. Ist halt nicht hilfreich, das Bild der Kiffer in der Öffentlichkeit zu ändern.

        • Sebastian

          Was die Öffendlichkeit wohl beim Wettessen im TV denkt?

          • Jenz

            Essen muss aber nicht legalisiert werden…

          • Falsch – LEIDER!
            Die EU, Montesano, Nestle, usw. haben schon so vielen natürlichen Nahrungsmitteln den Gesetzesriegel vorgeschoben… auch an der Front unterliegen wir einer völlig ungerechtfertigten Bevormundung.

          • Sebastian

            THC haltiges Essen schon, doch das wird auch keiner um die Wette futtern.

          • Sebastian

            @Jenz: Auf EU-Ebene wird eine neue Saatgutverordnung verhandelt, von der wieder einmal die Agrarkonzerne profitieren werden. Alte und seltene Sorten sollen dadurch in die Illegalität getrieben werden.
            Hab ich von dieser Petition kopiert: http://helfen.global2000.at/node/19
            2013 wird das EU-Saatgutrecht überarbeitet. Die Industrie betreibt Lobbying für Gesetze, die kleine Samenhändler, Baumschulen, bäuerliches Saatgut und die Sortenvielfalt gefährden.

        • Solange es „Ich bin ein Koma-Säufer“ T-Shirts gibt… muss die Gesellschaft gerne erfahren, das es unter den Cannabiskonsumenten NATÜRLICH auch 5% „Koma“kiffer gibt (seit Menschengedenken)… denn dann erfahren sie, das 90% der sich täglich ins „Koma“ kiffenden nach einer Nacht Schlaf von ihrer Lehrzeit bis zur Rente trotzdem pünktlich auf die Arbeit gegangen sind…
          HIMMELARSCH! (Ohne das jetzt auf den Kommentator persönlich zu beziehen).
          Liebe Cannabiskonsumenten macht euch mal selbst klar, das ihr KEIN RauschGIFT zu euch nehmt! Es gibt keinen Weg die letale Dosis (750kg 10%Blüte in 15 Minuten) zu sich zu nehmen. Jedes Jahr sterben in D ~100 Kinder an Aspirin und Paracetemol… aber von 4.000.000 Millionen Kiffern stirbt KEINER! Cannabis ist ein verfickt nützliches Unkraut!
          Die Wahrheit zu Hanf steht derart brutal im Gegensatzt zu dem was Prohibitionspropaganda vorgibt – das selbst die meisten Kiffer nicht schnallen das sie wirklich NICHTS machen was, aus egal welchem Betrachtungswinkel, „verwerflich“ wäre.
          Einzig das persönliche Maß des „zuviel des Guten“… DAS sollte man kennen und akzeptieren. Da aber das „zuviel des Guten“ noch NIE jemanden umgebracht hat… darf nur jeder selbst bestimmen wo das persönliche Maß liegt.

          • xy

            in indien gibt es die sadhus. einige sind immer stoned und einige haben ein gelübte abgelegt, als sakrament IMMER zu kiffen. diese kaste ist in indien hoch angesehen und übernimmt sogar priesterfunktionen. die sind bettelarm und besitzen nichts außer ihrem lendenschurz. beim rituellen baden im ganges dürfen die sadhus zu erst ins wasser, dann erst der rest. andere länder, andere sitten ;)

  • Sebastian

    Die Öffentlichkeit könnte denken, das dabeisein alles ist.

  • YesYo

    Wenn man um die Wette saufen kann kann man durchaus auch mal Kampfkiffen machen ;)
    1g Icolator ist natürlich hart. Wie war denn die Konsistenz ? Habt ihr das komplett weggeraucht oder bei wieviel wart ihr fertig? Pur geraucht ? Damit es schneller weg is ?

    Was wurde noch so geraucht?
    Ich glaube wir müssen den Cup das nächste mal nach Deutschland holen =)

  • Zu der ecxzessiven kifferei auf dem Festival, bin ich auch der Meinung dass dies auf jeden fall nicht alltäglich so sein wollte, aber wenn man dass Festival ohne den Grund (Weed) schaut, hätten die Leute auch getrunken wie die wilden weil dies ja heutzutage leider “ normal “ ist. Auf dem festival hatt jeder glaube ich mehr geraucht als sonst aber ich habe wirklich keine negativen Sachen bemerkt wie z.b Schlägereien, kotzende Leute, Alkohol Leichen…. Bei mir in Luxemburg ist dass völlig “ normal “ sowas zu sehen wenn man Abends aus geht…
    Ich, so wie ein grossteil der Leute die dort waren haben einfach die Freiheit genossen & gefeiert ! Klar hab ich mir auch 1 Bier genehmigt an dem Abend aber das wars danach auch, lieber einen guten rauchen mit deinem Amy Nachbarn neben dir den du gerade kennen gelernt hast :D

  • Anonymous

    mein hate an den TE war leider unpassend geschrieben, es ist eher eine schande das unser system es zulaesst das menschen mit grossen schmerzen nach ihrem konsum dazu gezwungen sind auto zu fahren und es nicht moeglich ist die sache anders zu regeln aber eine sache muss ich trotzdem los werden sollte jmd unter dem einfluss einer droge meiner tochter das leben nehmen wuerde ich meine restliche lebenszeit nutzen dich zu suchen und dir einen qualvollen tot schenken und wenn ich dabei drauf gehe und das ist ein versprechen

    • Anonymous

      im strassenverkehr

    • Sebastian

      Herr anonymer potentieller Rachemörderer:
      Was ist daran besser wenn es ein nüchterner tut? Gibts dann einen Blumenstrauß für Abstinez?

  • onno

    Glaube auch nicht das es gut ist unter Cannabiseinfluss auto zu Fahren aber es müssten grenzen festgelegt werden. wann fahre ich unter Einfluss wenn ich gerade geraucht hab ist klar aber was ist am nächsten tag. Es muss erst mal klare grenzen geben.
    mit 0,3 promille Restalkohol darf man auch fahren dabei wirkt Alkohol viel schlimmer auf die Fahrtüchtigkeit.
    @Anonym wenn ein besoffener deine Tochter Überfährt ist das nicht so schlimm oder wie?

  • Schön geschrieben – mein Kompliment und schöne Grüße ;-)

    Ja, mit dem Taxi hatten wir echt Glück – das wäre sonst der SuperGAU geworden – und eine Rede zu Kein Wietpas hätte es auch nicht gegeben. Wir sind übrigens in der aktuellen Highlife-Ausgabe in NL erwähnt. In einem doppelseitigen Artikel zum Smokeout. http://www.keinwietpas.de ist in dem Artikel das einzig fettgedruckte und Kein Wietpas ist eine Zwischenüberschrift. Unsere T-Shirts sind aufgefallen und gut angekommen in NL.

    Zu den sog. Cannalympics kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich rauche auch gern mal viel und vor allem gute Sorten. Bin aber weder Bong- noch Schnellraucher. Daher kam „Cannathlet“ für mich gar nicht in Frage. Es wäre für mich eher Qual als Genuss 1,5 (es waren 1,5 nicht 1g) Cheese-Ice-O-Lator (die Konsitenz des Materials für den Contest war übrigens ungepresst, aber schon die gepresste Variante – die noch immer weicher als türkischer Honig war, gehörte zum besten was ich je geraucht hatte und kam von der UK-Cheese Mutterpflanze aus Spanien, die dafür gekillt wurde, wir durften das Material für das Festival am Vorabend ja im Indica testen) so schnell wie möglich durch die Bong zu rauchen. Winston aus England hat ja sogar nochmal nachgenommen. Also für einige war das sicher der Himmel auf Erden. Ich fand das Zuschauen lustig, aber es ist sicher keine seriöse Art, Cannabis kritischen Leuten zu vermitteln, sie unterstreicht aber, das selbstbewußtsein der niederländischen Cannabis-Szene. Wenn schon zum Smokeout nach London in den Hyde-Park 10 000 Menschen gekommen sind, und in Amsterdam nur 500 waren, ist es evtl. für die niederländische Cannabisszene wichtig (Nol van Schaik war jedenfalls stolz drauf) dass mit den Cannalympics die Weltmeisterschaft im Kiffen in NL stattfindet und NL seit 15 Jahren Titelverteidiger ist. Sieh es aus dem Blickwinkel. Das ist mit der deutschen (gerade medizinal)Hanfszene so nicht vergleichbar und wie gesagt, auch nicht mein Stil. War natürlich lustig zu sehen aber die Aussenwirkung… naja

    Lieber Gruß

    Toni

  • blacksand

    Highlife mei 2013,seite 18-19…http://www.cannabis.info/NL/highlife#/8/

    • Habe ich bereits auf der Kein Wietpas! Facebook-Seite gepostet, aber hier im Blog wurde es noch nicht erwähnt. Guter Artikel nicht wahr.

  • blacksand

    jau,gut für Leute,welche sich nicht auf Facebook rumtreiben..deshalb war´s gar nicht mal falsch,den link reinzusetzen..ist auch außer der Soft Secrets,die einzige Zeitschrift in NL,die sich mit dope befasst,seit die Essensie eingestellt wurde..