Der Tag an dem in Maastricht die letzten Coffeeshops geschlossen wurden

Am heutigen Freitag wurden in Maastricht alle verbliebenen Coffeeshops, die noch geöffnet waren und an Ausländer verkauften während Polizeiaktionen geschlossen. Zufällig war ich während der gesamten Aktion, die von der niederländischen Polizei zusammen mit der sogenannten „Handhaving“ ausgeführt wurde, vor Ort in Maastricht. Morgen will Justizminister Ivo Opstelten (VVD) die Stadt Maastricht besuchen um sich vor Ort über die Lage zu informieren. Entweder wollte er zuvor endgültig „aufräumen“ oder sein Zauberlehrling und Parteifreund Onno Hoes, seines Zeichens unbeliebtester Bürgermeister Maastrichts, wollte seinen Chef beeindrucken.

gilt nun leider für alle Coffeeshops in Maastricht - Foto: Antonio Peri

gilt nun leider für alle Coffeeshops in Maastricht – Foto: Antonio Peri

Seit meinem letzten Besuch in Maastricht waren nun bereits über zwei Wochen vergangen. Damals konnte ich Marc Josemans noch im Easy Going einen kleinen Besuch abstatten. Das dies heute nicht ging und da auch meine anderen bevorzugten Shops den Razzien der letzten Wochen zum Opfer gefallen waren, beschloss ich meinen Tag in Maatricht auf der anderen Maasseite (die kleinere mit der Rechtstraat) zu beginnen, wo noch die meisten Shops offen hatten. Also stieg ich am Plein 1992 aus dem Bus und ging auf direktem Weg zum Lucky Time – einem Shop der früher auch immer ehrliches Gras verkaufte und noch nie viele Sorten auf dem Menü hatte. Dafür hoffte ich, nicht noch einmal so eine negative Überraschung wie mit dem White Rhino aus dem Missouri zu erleben. Vor dem Lucky Time sah ich als erstes eine kleine Warteschlange (Die Ausweise werden gleich vor dem Einlass kontrolliert und gescannt) und einen Polizeiwagen. Ich beschloss, mich erst einmal nicht in die Warteschlange einzureihen und ging ein paar Schritte zu dem Immobilienmakler an der Ecke und bewunderte die Maastrichter Mietpreise (ein 14 m² Zimmer in der Rechtstraat für nur 489 €). Dabei fiel mir ein Typ mit Walkie Talkie auf, der an der Ecke stand, dieser gehörte jedoch zum Shop, wie mir der Mann an der Bar im Shop auf Nachfrage erklärte. Inzwischen waren nur noch zwei Wartende vor dem Shop und so reihte auch ich mich ein und betrat kurz darauf das Lucky Time. Seit dem Umbau war ich nicht mehr hier gewesen. Ganz netter Shop finde ich. Es gab 2 Sorten Gras und 2 Sorten Hasch, die ich jedoch nicht beachtet habe. Gras gab es die Haussorte (die es da seit ewigen Jahren für 9€ gibt) Da Chronic und ein Amnesia Haze für 11 €. Wie überall in Maastricht galt auch dort nun 3 Gramm maximal pro Person.

Ich hätte mich wohl besser nicht so lange ins Lucky Time setzen und das Amnesia (was wirklich gut ist und der Preis dafür okay) genießen sollen, denn der weitere Verlauf des Tages sollte sich als dramatisch herausstellen. Mein Plan war, nach dem Lucky Time ins Maxcys zu gehen – ein weiterer ganz guter Shop, den ich auch immer mochte. Dort etwas gestrecktes zu bekommen, halte ich für unwahrscheinlich. Das Missouri an dem ich vorbeikam besuchte ich diesmal nicht. Der Plastikgeschmack des White Rhino war noch zu präsent. In der Nähe der Rechtsstraat ballte sich der „Drogentourismus“. Jedes zweite Grüppchen, das an mir vorbeilief redete von Wiet und Coffeeshops. „Wiet kopen“ und „van Luxemburg“ drangen laut als Wortfetzen an mein Ohr und ich mußte unvermittelt grinsen – wie auch derjenige der hinter mir lief und wir grinsten uns an, als ich dem Grüppchen Luxemburger hinterhersah. Ich wechselte ein paar Worte mit ihm. Er wohnte in Maastricht und kiffte nicht. Sagte aber auch ganz klar, dass es vor dem 01.05.2012 keine vergleichbare Overlast wie heute durch die Drugsrunner gegeben hätte und stimmte mir in allem was ich sagte zu. Er war jedoch nicht über den Prozess am 12. Juni und seine Auswirkungen informiert.  Als ich kurz darauf in Sichtweite des Maxcys kam, sah ich gleich zwei Polizeiwagen und ahnte Böses. Das sollte sich bestätigen, denn hinter den beiden Autos der Polizei stand gleich noch ein Geländewagen der „Handhaving“ – einer Art Ordnungsamt mit erweiterten Befugnissen, gerade im Bezug auf die Coffeeshops, und ein weiterer Streifenwagen. Eine kleine Menschentraube stand vor dem Shop. Ich wartete nicht ab, bis die Polizisten herauskamen, da ich als „Buitenlander“ gerade aus dem Lucky Time gekommen war, und bei diesem Besuch eigentlich den Kontakt zu den Maastrichter Behörden vermeiden wollte.

Der graue Tag hatte sich in Maastricht mittlerweile in einen echten Frühlingstag verwandelt und alle Wolken hatten sich verzogen. Die gute Stimmung, mit der ich mich auf den Weg zum Club 69 – dem einzigen verbliebenen Shop auf der anderen Maasseite machte, sollte jedoch ebenfalls bald verschwinden. Der Club 69 war noch geschlossen, als ich um etwa 17:30 dort ankam. Die Razzia im Maxcys fand etwa gegen 17 Uhr statt. Die einheitlichen Öffnungszeiten der Maastrichter Shops gehörten schon wieder der Vergangenheit an. Der Club 69 öffnete erst um 18 Uhr – was zu einem lustigen Missverständnis mit einem 55 jährigen Mann afrikanischer Abstammung führte. Ich dachte, er hätte das 18+ (was das Mindestalter angibt) für die Öffnungszeiten gehalten und wollte ihn aufklären. Stattdessen erklärte er mir, dass er das alles viel besser wusste als ich und ich mit meinem 12 – 23 Uhr schon wieder falsch lag.  So kam ich auch mit einem anderen Wartenden in Kontakt, der sich als sehr gut deutsch sprechender Niederländer herausstellte. Auch er war sehr gut über die aktuelle Problematik informiert – was ja auch bei Kiffern in den Niederlanden oft nicht der Fall ist. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit zum Reden und auch er wusste bereits von der Razzia im Maxycs.

Razzia im Club 69 - Für größere Ansicht klicken - Foto: Antonio Peri

Razzia im Club 69 – Für größere Ansicht klicken – Foto: Antonio Peri

Genau sieben Minuten vor der Öffnung fuhr dann die Truppe, die ich bereits vor dem Maxcys gesehen hatte auch vor dem Club 69 vor. Oliver, mein neuer niederländischer Bekannter, hatte zuvor einer Frau das Parken erklärt und einer der Polizisten – die übriges in kugelsicherer Weste angetreten waren, wollte die parkende Frau gerade wegschicken. Da platzte Oliver beinahe der Kragen und er rief etwas auf Niederländisch zum richtigen Parken in Richtung der Polizisten und krönte das mit einigen deutschen „Arschloch!“ Ausrufen. Ich wollte als Ausländer schon im Boden versinken, doch die Polizisten beachteten weder die Beleidigung noch dass sie nun von einigen Passanten und vor dem Shop Wartenden gefilmt wurden. Vor allem warteten sie gar nicht erst, bis der Shop öffnete und Ausländer anwesend waren, sondern schlossen den Shop vor Öffnung. Ein Bus, ein Van und ein normales Auto, sowie der Jeep der Handhaving verließen die Szenerie so schnell wie sie gekommen waren. Vor dem Club 69 blieb ein coffeeshopeigener Security-Mann zurück, der sich auch nun noch vor dem geschlossenen Shop darum kümmerte, dass dort keine Drugsrunner Stellung bezogen. Diese waren auch gleich mit zwei Mann anwesend, gingen aber nur still vorbei. Ich sprach noch mit einigen – heute seltsamerweise hauptsächlich niederländischen, verhinderten Coffeeshopkunden, von denen mich einer von der Anonymous-Demo kannte und ging dann zurück Richtung Bahnhof auf die andere Maasseite. Im Maxcys waren die Angestellen noch beschäftigt, aber sie hatten ein Schild „gesloten“ ans Fenster gehängt und man konnte im Minutenabstand enttäuschte oder verärgerte Gesichter sehen. Meine nett gemeinte Empfehung zum Missouri oder Lucky Time zu gehen, sollte sich ebenfalls als kleiner Wunschtraum herausstellen. Vor dem Missouri standen zwei Security-Männer und als ich sie fragte (die Rolladen waren halb heruntergelassen) ob noch geöffnet sei, erklärten sie mir, dass auch sie und das Lucky Time in der Zwischenzeit Razzien hatten. Ich hatte das Lucky Time wohl verlassen kurz bevor sie zuschlugen und bevor sie am Club 69 aufliefen, hatten sie sich auch noch das Missouri vorgeknöpft.

Einige Polizisten trugen sogar Kugelsichere Westen - wer soll auf sie schießen? Die Straßendealer deren Geschäft sie fördern sicher nicht - Foto: Antonio Peri

Einige Polizisten trugen sogar Kugelsichere Westen – wer soll auf sie schießen? Die Straßendealer, deren Geschäft sie fördern, sicher nicht – Foto: Antonio Peri

Damit ist Maastricht nun, pünktlich zum morgigen Besuch von Justizminister Opstelten, komplett von Coffeeshops „gesäubert“. Die Straßendealer können sich freuen, und so wurde auch ich gleich nachdem ich mich von den Sicherheitsleuten des Missouri verabschiedet hatte, die mir übrigens empfahlen nach Sittard zu fahren, von einem etwa Anfang 20 jährigen dunkelhäutigen Drugsrunner angesprochen, der mit noch einem Dealer im Zweierteam unterwegs war. Ein Belgier neben mir bekam das mit und fragte seinerseits den Dealer. Es gibt nun definitiv keinen legalen Shop mehr, der an uns Abschaum verkauft und mit liebevollen Gedanken an Ivo und Onno ließ ich mich diesmal darauf ein, mit Floyd, wie sich der Straßendealer nannte und dem Belgier in eine dunkle Ecke am Küchenausgang eines Restaurants zu gehen. Der andere sicherte den Eingang zu der Ecke und stand Schmiere. Floyd hatte Amnesia Haze für 10 € pro Gramm. Es war kein Abzieher, Qualität allerdings noch nicht getestet aber auf den ersten Blick und Geruch ist es gut. Der Belgier wickelte sein Geschäft typischerweise auf französisch ab, ich sprach niederländisch. Und wohl zumindest für Floyd gut genug, um mich nicht für einen Duitser zu halten und mir gleich seine Telefonnummer anzubieten, die er mir auf Niederländisch diktierte. Für ein Interview oder eine Anfrage dazu, war in dieser Situation keine Zeit. Vielleicht lässt sich ein Interview mit einem Maastrichter Straßendealer aber noch arrangieren. Ich werde es besser vorbereitet evtl. mal mit vorheriger telefonischer Anfrage versuchen.

Bis zum 12. Juni wird sich nun nichts mehr bewegen. Ganz Limburg wartet auf den großen Prozesstag in Maastricht.

Hier noch zwei kurze Videos von der Razzia im Club 69:

Wenn mobo noch einen Picdump einrichtet, kann ich auch noch weitere interessante Fotos aus Maastricht zeigen, die keinen Platz im Artikel gefunden haben. Zwei davon möchte ich Euch jedoch nicht vorenthalten – sie fangen die Stimmung so gut ein:

Onnozel heißt: Dumm, Doof, Einfältig - genau wie den Aufkleber gesehen am geschlossenen Café To the Point, wo illegal zu Wietpas-Zeiten verkauft wurde - Foto: Antonio Peri

Onnozel heißt: Dumm, Doof, Einfältig – genau wie den Aufkleber gesehen am geschlossenen Café To the Point, wo illegal zu Wietpas-Zeiten verkauft wurde – Foto: Antonio Peri

Das ist Limburger Platt - da sieht man, wie beliebt der Bürgermeister ist - Foto: Antonio Peri

Das ist Limburger Platt – da sieht man, wie beliebt der Bürgermeister ist – Foto: Antonio Peri

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com
  • YesYo

    Sauber Peri gute Arbeit ;)
    Das hört sich doch prima an die Stadt wird ja morgen quasi brennen.
    Ach was heute schon

  • anonimo calabrese

    TJA viel spass am Wochenende Herr Hoes,man musste ein paar Videos von dieses Wochenende drehen

  • desertfox103a

    Hi Leute,
    war heute in Venlo und habe im (Afro)-coffeeshop im Zentrum ganz legal `ne Tüte gekauft!!!
    War weder im Nobody`s Place noch im Huzur – denke aber, das die jetzt auch wieder an uns verkaufen – ansonsten herrscht ja an Stasssendealern kein Mangel, wurde von 3 Dealern angequatscht.

  • Powerplant

    Ich bin mal gespannt wie lange die Shops in Roermond noch offen haben bis jetzt
    ist dort alles ruhig und cool

    • kiff

      Unglaublich aber wahr , nun ist es soweit.
      Alle hoffnung liegt jetzt auf dem 12.Juni.
      Dieses Urteil wird sich dann auf ganz Holland auswirken.
      Schade , morgen wäre ein guter Tag für eine Demo in Maastricht gewesen
      aber leider zu kurzfristig.

  • Oliver – der Niederländer, den ich vor dem Club 69 kennengelernt habe, hat übrigens gesagt, dass er sich für seine Landsleute schämt, die die VVD etc. gewählt haben. Ich habe ihm dann gesagt, dass wir hier immer zwischen der Niederländischen Bevölkerung und der Politik differenzieren. Immerhin leiden die Maastrichter mittlerweile mindestens genauso wie die Touristen. Er ging härter mit seinen Landsleuten in Gericht und meinte, die seien ja schuld, weil die so (zum zweiten Mal) gewählt hätten und es ging um ein politisches Spiel wobei die Coffeeshops nur Schachfiguren sind und er stimmte mir auch zu, dass Maastricht das auserkorene Schlachtfeld ist.

    Jedenfalls kann man nun auch als Niederländer nicht mehr legal in Maastricht Cannabis kaufen. Alle Shops sind nun dicht und man kann auch keinen freundlichen Menschen fragen, ob er für einen in den Shop geht. Nun bei den Drugsrunnern zu kaufen halte ich daher für völlig legitim. Und Opstelten soll schon die Effekte seiner Politik sehen. Die führen nämlich nicht zur Abnahme des „Drogentourismus“, sondern macht nur die Straßen unsicher und verursacht schlechtere Einnahmen von Geschäften, Gastronomie und auch der öffentlichen Hand.

    Zudem sind Drogentouristen nichts weiter als Touristen, die zusätzlich Geld im Coffeeshop ausgeben. Auch ich war heute nicht nur in Coffeeshops, sondern habe auch etwas gegessen, habe im Supermarkt eingekauft und hätte ich noch eine schöne Sonnenbrille gesehen (meine alte ist leider kürzlich kaputtgegangen) hätte ich auch diese gekauft. Stattdessen wurde ich knallhart auf den Schwarzmarkt geschickt.

  • onno

    na jetzt kann Opstelten ja kommen Stadt sauber (was Coffeeshops angeht).
    Würde mich nicht wundern wenn bei der morgigen pressekonferenz präsentiert wird wie gut alles doch jetzt ist.
    Die Wahrheit interessiert die sowieso nicht.

  • Anonymous

    Ich würde hier aufpassen Aufforderungen zu Straftaten – siehe: „Nun bei den Drugsrunnern zu kaufen halte ich daher für völlig legitim. Und Opstelten soll schon die Effekte seiner Politik sehen.“ – zu veröffentlichen, das kann unter anderem sehr, sehr teuer werden. Es ist ja nicht so, dass das, was in den Niederlanden geduldet wird, nämlich Erwerb und Besitz von Cannabis, in Deutschland unproblematisch ist, auch wenn es nicht in Deutschland stattfindet. Nein, es ist so, dass es gesetzeswidrig ist und bleibt und auch, wenn dies in einem anderen Land (Niederlande) stattfindet, so kann man dennoch in Deutschland dafür belangt werden, wenn einem das nachgewiesen wird. Eine unglückliche und/oder unüberlegte Formulierung führte schon häufig zu einer Anzeige mit anschließendem Strafverfahren. Ich bitte deshalb jeden, sich dieser realen Gefahr bewusst zu sein und vorsichtig und überlegt zu handeln und bitte bedenkt, auch im Internet ist man keinesfalls anonym, nie.

  • Frank

    Es gilt allerdings die Meinungsfreiheit und was man schreibt oder macht sind zwei paar Schuhe…
    Für jede Anklage braucht die deutsche Justiz Beweise und wenn ich schreibe, dass ich ein kiffer bin, muss mir das für eine Anklage erstmal bewiesen werden!!

  • Anonymous

    Das ist leider falsch, Frank. Beweisfragen werden vor Gericht geklärt (rechtswissenschaftliches Studium, 1. Semester) und der Staatsanwalt erhebt Anklage, nicht das Gericht. Somit steht man also schneller vor dem Richter, als man gucken kann. Die angeführte Meinungsfreiheit genießt Schutz im Rahmen der Rechtsgrundlagen der BRD. Bedeutet, dass mit der Meinungsfreiheit nur argumentieren kann, wer sich in einem zweifelsfrei legalem Rahmen bewegt. Bei Erwerb und Besitz von Betäubungsmitteln bewegt sich der Erwerbende und/oder Besitzende nicht mehr in einem rechtlich legalen Bereich. Ich sage es so wie es ist, wenn dies hier in dieser Richtung weiter radikalisiert wird (ggf. illegale Inhalte – dazu zählen auch Angebote des illegalen Erwerbs und auch entsprechende Ratschläge: siehe Anstiftung; Beihilfe oder Vortäuschung einer Straftat), auch in den Kommentaren – und das ist durchaus nicht abwärtend zu verstehen – dann werden die entsprechenden Stellen früher oder später handeln (sie lesen bereits fleißig mit) und wenn es dazu kommt, dann wird dies hier und auch anderswo kommuniziert werden. Das würde die gesamte Bewegung gefährden und um Jahre zurückwerfen. Die Frage die sich also jeder stellen muss, ist, ob man seine eigenen Handlungen so überlegt steuern kann und will, dass keine anderen Menschen dadurch in ihrer Sicherheit und Freiheit beeinträchtigt werden oder ob das eigene Geltungsbedürfnis höher bewertet wird.

    • Aber es gibt auch noch die praktische Umsetzung:

      Die meisten Staatsanwaltschaften sind so überlastet, dass sie lieber die zig Verfahren wegen 1 – 10 Gramm bearbeitet bzw. einstellen, als sich nur aufgrund dessen, was ein Journalist oder Autor schreibt, auch Blogger genießen die Pressefreiheit, noch neue dieser Kleinstverfahren (denn anderes steht hier ja nicht im Raum) aufhalsen.

      Der Anfangsverdacht wird wohl, sofern er sich nur auf veröffentlichte Texte bezieht, kaum für eine Anklageerhebung ausreichen. Es gibt genüngend dieser Verfahren wo es beschlagnahmtes Marihuana und weitere stichhaltige Beweise gibt. In einem Text kann ich z.B. auch mit dem Mittel der Übertreibung arbeiten. Zu Straftaten aufgerufen wird hier an keiner Stelle. Der Autor, in diesem Falle ich selbst, äußert hier lediglich seine subjektive Meinung. Das er damit eine Straftat (den Erwerb von BTM) gutheißt, ist an sich ebenfalls noch nicht strafbar, sondern fällt tatsächlich noch unter die Meinungsfreiheit. Übrigens gibt es nach deutschem Recht keinerlei Unterschied zwischen dem Erwerb von BTM in einem niederländischen Coffeeshop und dem Erwerb derselben BTM Substanz – in diesem Fall Cannabis, bei einem Straßendealer.

  • Mary

    Ich wünsche Herrn Oberbürgermeister Hoes einen Tsunami an Drugsrunnern, Straßenkriminalität und die übelsten Verhältnisse auf den Straßen. Das wird er mit seinen paar Polizisten nicht bewältigen. Lächerlich. Die Straße ist nicht beherrschbar, es sei denn, ich baue eine Diktatur auf, mit staatsterroristischen Methoden.

  • Hightower

    los leute, alle nach maastricht zum einkaufen auf der strasse! sind auch nicht alle runner böse…;)
    bitte nicht nach arnhem, nijmegen oder sonstwo ausweichen, maastricht muss brennen vor overlast, grade heute!!!
    dieses wochenende könnte geschichte schreiben wenn wir alle mitziehen und da auflaufen.

  • Mary

    Nun können auch die Niederländer nicht mehr in die Coffeeshops um Gras zu erwerben. Das wird wie ein Bumerang auf Hoes und Opstelten zurück kommen. Das wird für die Beiden böse enden. Das ist ein Angriff gegen die (Welt)kiffergemeinschaft.

  • Anonymous

    Gibts einen offiziellen (veröffentlichten) Ablaufplan des Ministerbesuchs in Maastricht?
    Weiss das jemand?

  • Anonymous

    mein freund wurde 1996 mit 150g in venlo erwischt (von den holländer) und des landes verwiesen…er wurde dem BGS übergeben und dieser erstattete anzeige
    .die gerichtsverhandlung war kurz anklage wegen besitz u. versuchter einfur von 150g da das beweismittel aber in nl geblieben ist….also keine beweise Freispruch…

    die ausage des zolls hat gereicht aber entscheiden tut der richter…

    anderer fall :
    ein bekannter prollte in seiner clicke das er schon mal gekifft hat……nach ein streit mit sein besten freund (nachbar)gab es ein family streit in aller öffentlichkeit die polizei protokolierte alles .auch die aussage (er sei ein kiffer)reichte aus um ihn zu verurteilen…
    seit dem ist er wegen btm vorbelastet. aber gekifft hat er bis heute noch nicht…

    früher musste aufpassen was man sagt.

    also vorsicht

    • Anonymous

      Und der Hund meiner schwerster kennt einen Gartenteich…Das glaubst du dich wohl selber nicht. Facepalm

  • Jack Herrer

    Hoffentlich wird der Prozess nicht wieder verschoben :P

  • Anonymous

    Ich verstehe den Mann nicht. Anstatt sich zu freuen das die Wirtschaft angekurbelt wird macht der alles dicht. Aber vielleicht hat es Maastricht ja nicht nötig Geld einzunehmen das sicher im Endeffekt auch der Stadt zugute kommt. Vielleicht erreicht man ja was mit dem Gegenteil.? Keiner sollte mehr nach Maastricht fahren dann werden die ja sehen was dem Staat an Geld verloren geht

    • Onno hat nur EINEN Shop geschlossen! 10 weitere haben nach der Kontrolle ihre Türen freiwillig/aus Protest geschlossen. Zwei weitere haben ohne Kontrolle geschlossen. Und der eine Shop der noch auf ist… gehört nicht zum VOCM und hält sich an das I-Kriterium.
      In Maastricht wird von zwei Seiten Krieg geführt. Onno hat angefangen – keine Frage! Aber der VOCM macht definitiv mit und fährt mit der Schließung auch ziemlich schwere Geschütze auf…
      Ob das Gut oder Schlecht ist… sei jedem selbst überlassen. Aber faktisch ist es so, das Onno einen Schop geschlossen hat und der VOCM 12.

      • 11! Einer ist im Urlaub!

        • Warum ist der im Urlaub? Weil er nicht in letzter Konsequenz hinter der Aktion der VOCM steht… der VOCM aber auch nicht in den Rücken fallen will… ;-)
          Oder ist das der einzige CS in NL der nicht genügend Personal hat um offen zu bleiben wenn der Chef im Urlaub ist… ;-) ?
          Finde ich aber völlig legitim sich so zu verhalten. Elegant gelöst. Niemand verliert das Gesicht und der VOCM kann nach außen völlige Geschlossenheit präsentieren.

  • Leidensgenosse

    …was machen denn nun die anderen Städte der Region, z.B. Roermond?
    Lassen die nun Ausländer wieder unversorgt?
    Irgendwie müssen die Bürgermeister doch auf den Sch… reagieren?

  • Ein Skandal und eine Schande für die dortige Politik.
    Naja die werden hoffentlich sehen, wie sehr sie sich damit ins eigene Fleisch schneiden.
    Ein sehr guter Artikel!

  • Marok21

    also ich war gestern in Sittard und Roermond… In Sittard ist zur Zeit nur der Coffeeshop Relax geöffnet. Das Skunk ist zu…

    Das Relax wird aber anscheinend jetzt auch von den Skunk Leuten geleitet. Das Menü ist genau das selbe wie in Roermond… außerdem haben die auch wie im Skunk Shop jetzt so Automaten wo das Wechselgeld rauskommt bzw. wo man sein Münz Geld einwerfen soll. Auch das Weed wird in den selben Papier Tütschen ausgegeben, wie in Roermond.

    Meine erste Frage an den Security Mann war, ob man als Deutscher noch reinkommt,
    worauf er mich mit einer freundlichen Geste in den Laden bittet und sowas sagt wie warum sollen wir unsere Deutschen Freunde diskriminieren?…

    Der Shop an sich war aber wirklich überlaufen. Viele wirklich sehr viele Leute aus Maastricht (vor allem Einheimische). In der Schlange standen bestimmt 60 Leute. Der Dealer war auch schon recht gestresst, aber sehr freundlich zu mir. Das lustige war, dass die Stadt wie ausgestorben war… auch vor dem Shop nichts zu sehen. Aber als ich den Shop betrat konnte ich meinen Augen nicht trauen.

    In Roermond war zwar nicht so viel los, aber auch viel im Gegensatz zu früher. Dort hab ich auch einige Deutsche gesehen.

    Ich hoffe nur das der Shop in Sittard nicht zu viel Overlast bekommt, aber wenn alle Shops in Maastricht geschlossen sind, wird es wohl darauf hinaus laufen… von der Qualität her kann ich die Shops nicht empfehlen. Hab Amnesia und Silver Haze probiert… Das Amnesia war noch sehr feucht… und das Silver Haze kam mir auch nicht so sauber vor (zwar kein Brix aber irgendwas stimmt da nicht). Das Hasch (Gardalla) war allerdings gut…

    Ich finde es auch sehr traurig, dass es in Sittard und Roermond anscheinend nur noch Skunk Shops gibt. Mein Eindruck ist, dass die nicht viel wert auf Quali sondern eher auf Profit legen (auch wenn die Mitarbeiter wirklich sehr freundlich waren). Komisch fand ich auch das in Sittard und Roermond nicht mein Ausweis kontrolliert wurde. In Roermond sah es sogar so aus als ob da so gut wie keiner kontrolliert wird. Sowas kann ich nicht verstehen vor allem, wenn das Risiko groß ist das der Shop kontrolliert wird.

    • Anonymous

      vor 2 tagen wars skunk noch offen in sittard.
      denke mal es liegt an den öffnungzeiten.
      skunk 10-16 uhr
      relax 16-xx uhr
      könnte gut ein und der selbe besitzer sein beider läden, da fast identische ware und preise.

  • Anonymous

    War auch am 1.6.2013 in NEderlands, net in Maastricht, aber sonst gabs überall was.
    Geht da net rein wie Vollneugierige kiddies und alles ist gut ;) .

    Ein Grüner Freund.

    Ps.: Denke das war nur wegen dem Minister, haste halt pech gehabt an dem Tag :P:P

  • Klausimausi

    Ginge es bei den Coffeeshopschließungen in Holland um die Volksgesundheit, würden die Shops für die Einwohner der Niederlande geschlossen, und nicht für die Ausländer.

    • ;-)
      DANKE!
      Der ist echt gut… ;-)
      Bitte mehr gute dumme Sprüche… sowas brauche ich im Moment.

      • Ok, nur für dich:
        Heute ist ne Kik-Filliale ausgebrannt.
        Der Gesamtschaden wurde auf 46€ geschätzt….

  • Der Macher dieses schönen Videos hatte mich gefragt, ob er Sequenzen aus meinen Videos dafür benutzen darf. Klar darf er – alle meine Videos sind unter CC-Lizenz (mit Namensnennung – schaut am Schluss auf die Special Thanks). Insgesamt ein schön gemachtes Filmchen, dass ich Euch hier nicht vorenthalten möchte:

    • Anonymous

      Video nicht mehr verfügber, weil der Uploader sein Youtube-konto geschlossen hat :(
      schade

  • Ich will mich jetzt nicht festnageln lassen, aber ich glaube, es wurde mit der Trailer-Funktion von iMovie gemacht. Das ist nicht sonderlich schwer..,

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