Apeldoorn hält nichts vom ‚Wietdrive‘

Wie der Omroep Gelderland berichtet, plant ein unbekannter Unternehmer aus Apeldoorn, zusammen mit dem ortsansässigen Makler Dick Post, ein mobiles ‚Wietdrive‘ aufzubauen. Dabei handelt es sich um einen Bus, in dem Cannabis gekauft und konsumiert werden kann. Dieser Bus soll dann am Rand von Apeldoorn an einer belebten Strasse stehen. An diesem Platz gibt es bereits einen zur Pommesbude umgebauten LKW.

Die Gemeinde Apeldoorn hat den Plan abgelehnt, weil er nicht in das Duldungskonzept der Stadt passt. Sie ist der Ansicht, dass der Verkauf von Cannabis nur in Gaststätten erlaubt ist. Da ein Bus aber keine Gaststätte darstellt, ist der Verkauf nach der Auffassung der Gemeinde nicht zulässig.

Der unbekannte Unternehmer und der Makler prüfen nun, ob eine Klage gegen die Gemeinde Erfolg haben kann. Ihrer Ansicht nach wäre diese Lösung ein guter Plan zur Bekämpfung von Overlast. Die Pläne für einen mobilen Coffeeshop sind im übrigen nicht neu. Solche Initiativen gab es bereits in den Niederlanden, unter anderem in der Gemeinde Vlaardingen.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead
  • Und die Amerikaner zeigen mal wieder, dass sie es besser können: http://www.sbsun.com/news/ci_23519160/mobile-medical-marijuana-dispensaries-look-be-next-big

  • blacksand

    wenn ich schon lese,was die Amis besser können,wird mir übel..das in den USA zigtausende Menschen lebenslang wg cannabisbesitz im Knast sitzen ist wohl nebensächlich..Hauptsache es gibt ´nen Dopebus..

    • Unterschlägst dabei aber auch, dass in Colorado und Washinton bereits Menschen wieder frei gelassen wurden

      • blacksand

        mag sein,aber in den restlichen 48 Bundesstaaten schmoren sie weiterhin..und ganz abgesehen davon ist für viele von uns die USA unerreichbar,um sich die Entwicklung vor Ort anzusehen.Denn jede Vorstrafe,und sei es wg Eierdiebstahls,führt zum Einreiseverbot..

        • mobo

          Natürlich läuft da noch vieles so richtig scheiße.
          Aber wenn es um den Mut zu etwas neuem, revolutionären geht, da haben die Amerikaner schon immer den größten Mut bewiesen.
          Es waren nicht ohne Grund Amerikaner, die als erstes auf dem Mond waren, die dafür gesorgt haben, das in jedem Kinderzimmer ein Computer steht mit einem amerikanischen Betriebssystem auf dem ein amerikanisches Social Network genutzt wird. Es waren die Amerikaner die schnell Begriffen haben, dass man Strassen von vorne herein Mehrspurig baut…
          Klar kann man immerhin auf Amis bashen und oft hat man ja auch recht. Aber trotzdem machen die uns immer wieder vor, wies läuft. Wir hecheln, wenn überhaupt weit hinterher.

          • blacksand

            Hat nicht ein Deutscher den Computer erfunden,der damit die Voraussetzung schaffte ein Betriebssystem zu entwickeln? Die Amis waren doch gezwungen Strassen mehrspurig zu bauen,aufgrund der Ausmaße ihrer Fahrzeuge,Stichwort Strassenkreuzer..

          • Ja, ein deutscher hat den Computer erfunden. Aber wir haben nichts raus gemacht. Wir haben sogar Jahrzente gebraucht, um den Herrn Zuse annähernd gebührend zu ehren.
            Übrigens können amerikanische Autos auch auf unseren Strassen fahren, das hat ja nichts mit der Anzahl der Spuren zu tun.

          • Sebastian

            Die ganze USA ist eine Erfindung von Europäern.

          • zghost

            Sehr gut auf den Punkt gebracht.