Gastbeitrag: Warum die Gefährdung der Volksgesundheit ein Märchen ist

deutschevolksgsundheitMal wieder ein Gastbeitrag! Unser Leser „Pseicoman“ hat seinen zweiten Text für uns geschrieben (hier die Nummer 1)! Vielen Dank dafür!

Die Wissenschaftstheorie verweist immer wieder gerne darauf, dass einmal aufgestellte Hypothesen nie ganz verschwinden. Selbst wenn es hieb- und stichfeste Belege gibt, dass die These falsch ist, bleibt sie in den Köpfen irgendwelcher Menschen bestehen. So ist es auch mit der Annahme „Cannabis gefährdet die Volksgesundheit“.

Richtig ist, dass Cannabis seit über 50 Jahren gesetzlich geächtet wird. Noch heute basiert die Gesetzgebung vieler Länder im Kern auf einer Liste von Stoffen, die vielleicht auch durch ihr Alter den Nimbus der absoluten Richtigkeit besitzt. Auch vor fünfzig Jahren ging es bei der Definition der Stoffe um die Volksgesundheit. Erstaunlich ist nur, dass damals überhaupt keine Datenlage über Cannabiskonsum und dessen Auswirkung bestand. Parallel sind Medikamente zugelassen worden, die Behinderungen mit dem Name eines pharmazeutischen Mittels erschufen und harte Fakten (und damit messbare Daten) hinterließen.

Eigenartigerweise wird in der Begründung für eine ernsthafte Gefährdung der Volksgesundheit durch Cannabis eher immer eine indirekte Wirkung konstatiert. In den 70er war Cannabis gefährlich, weil man sonst mit Heroin in Kontakt kommen könnte. Heute ist es gefährlich, weil man es mit Tabak, der übrigens legal ist, mischen könnte. Fragt man stattdessen nach der tatsächlich realen direkten Gefährdung durch Cannabiskonsum selbst, wird die Datenlage sehr dünn. Unbestritten, Cannabiskonsum in jungen Jahren kann Entwicklungsstörungen begünstigen, dies gilt aber für sehr viele Stoffe (z.B. der extreme Anstieg von Koffeinhaltigen Getränken). Daher ist Jugendschutz absolut wichtig, daher gibt es Gaststätten und daher sollte es auch Coffeeshops geben.

Betrachtet man dagegen die Befunde zum Konsum im Erwachsenenalter wird die These der Gefährdung der Volksgesundheit sehr wackelig. Und besonders erstaunlich ist, dass der menschliche Körper eigene Rezeptoren für Cannaboide hat. Ganz im Gegensatz zu Heroinrezeptoren oder Rezeptoren für das immer weiter verbreitete Ritalin. Wieso soll ein Stoff a priori die Volksgesundheit schädigen, für den unser Körper Rezeptoren entwickelt hat? Über Konsumformen, Zusammensetzung, Züchtungen, darüber sollte man endlich unter natürlichen Bedingungen forschen, um unserer Natur gerecht werden zu können. Doch mir scheint, dass eine kollektive „Cannabiphobie“ einen solchen Paradigmenwechsel verhindert.

Denn jede Studie, die auf der Basis eines bereits seit Generationen verbotenen Stoffs basiert, hat nicht die Chance mit Wirkstudien zu neuen und damit noch nicht illegalen Medikaments mitzuhalten. Daher wird die Mär von der Gefährdung der Volksgesundheit durch die Pflanze weiter verbreitet. Eine Geschichte, die viele Medikamente und Therapien sponsort und die Cannabiphobie am Leben hält. Jeder Wissenschaftler wird sich zweimal überlegen, ob er überhaupt zu einem solchen illegalen Thema neutral forschen soll, wer will schon in der „Schmuddelecke“ landen. Sollte die Gefährdung der Volksgesundheit auf der Basis von handfesten Belegen widerlegt werden, muss man doch fürchten, dass die lieben Kollegen mit „schlüpfrigen“ Unterton vermuten, dass man ja nur die eigene Sucht legitimieren möchte. Dann forscht man doch lieber für die Pharmaindustrie.

Sehr geehrter Herr Opstelten, sehr geehrte EU-Kommissare,

ich respektiere die aktuell bestehende Gesetze zu Cannabis in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern. Doch ich verbitte mir, als Begründung einer Verschärfung der Verfolgung der Produktion und des Konsums das Argument anzuführen, dass damit die Volksgesundheit geschützt und verbessert werden würde. Tatsache ist, dass viele Jahrzehnte einer liberalen Handhabung des Themas Cannabis keineswegs zu einem kontinuierlichen Anstieg des prozentualen Anteils der Langzeitkonsumenten in der Bevölkerung führte. Im Gegenteil, der Anteil der Langzeitkonsumenten in der Bevölkerung in ganz Europa ist relativ stabil, Tendenz eher fallend. Viele Menschen vertragen Cannabis nicht gut, da sie einfach weniger Cannaboidrezeptoren besitzen und auch andere Persönlichkeitsstrukturen entwickeln. Doch diese Personen hören nach einmaligen Kontakt direkt auf.

Anders wie bei neueren chemischen Drogen, muss der Cannabisrausch gelernt werden, erfordert psychische Eigenleistung. Das tun nur Menschen im Erwachsenenalter, die aufgrund ihrer physischen Konstellation besonders positiv reagieren. Ängstliche Menschen dagegen meiden Cannabis eher, da dessen Wirkung eben sehr von der psychischen Eigenleistung abhängt, die einer mitbringt, dabei wird positives ebenso verstärkt wie negatives. In dem Sinn kann man feststellen, dass es eine Minderheit von Menschen gibt, die eine spezifische neurophysiologische Konstellation mit mehr Cannaboidrezeptoren besitzt und dadurch auch eine spezielle Persönlichkeitsstruktur entwickelt. Diese Menschen haben eine Gleichbehandlung, Entkriminalisierung und Entpathologisierung verdient. So wie man ja auch heute Epileptiker mit einer ganz speziellen neurophysiologischen Struktur nicht mehr in geschlossene Abteilungen einsperrt.

Sehr geehrte Volksvertreter,

auch ich bin der Meinung das Gewerbetreibende und Produzierende ihren Strom, ihre Steuern bezahlen und Qualität gewährleisten sollen. Niemand soll „schwarz“ mit Cannabis oder Hasch Handel treiben, schon gar nicht mit qualitativ minderwertigen Produkten (daher ist ja auch Schwarzbrennerei verboten, die oft genug schon Menschen erblinden ließ). Dafür fordere ich hartes Durchgreifen. Doch die Pflanze Cannabis unter legalen Bedingungen ist nicht gesundheitsgefährdend. Es gibt durchaus bekannte Beispiele langlebiger Cannabiskonsumenten. Daher will ich als Mensch, der zu ca. 10% der Menschheit mit einer hohen Anzahl von Cannaboidrezeptoren gehört, nicht länger diskriminiert werden. In 30 Jahren war ich nicht einmal krank, habe viele und regelmäßig meine Steuern bezahlt, habe weder in den Niederlanden noch sonst wo falsch geparkt, herumgeschrien oder sonst etwas Auffälliges getan. Und vor allen Dingen sage ich nichts gegen brüllende alkoholisierte Männerhorden, betreibe auch keine Lynchjustiz bei all den Gewalttaten, die im alkoholisierten Zustand begangen wurden und verdamme auch keine Politiker, die im Alkoholrausch ihre Frau betrogen haben.

Verbieten Sie Cannabis aus ideologischen Gründen oder einfach weil Sie die Macht haben! Verbieten Sie Cannabis, weil Sie die Persönlichkeitsstruktur von Cannabislangzeitkonsumenten verachten, fürchten oder diskriminieren wollen. Aber behaupten Sie bitte nicht mehr, dass die Kriminalisierung und Prohibition von Cannabis der Volksgesundheit dient. Mir ist klar, dass die Persönlichkeitsstruktur, insbesondere der cannabiskonsumierenden Männer von der Mehrheit abweicht. Doch diese Minderheit ist keineswegs weniger leistungsfähig oder gesund als die alkophile Mehrheit. Wenn Sie weiterhin behaupten wollen, dass Cannabis die Volksgesundheit gefährdet, dann verlange ich eine Evidenzbasierung. Vergleichen Sie die Arbeitsleistung, die Anzahl von Krankenscheinen und auch Gewalttaten bei Langzeitkonsumenten (Beginn im Erwachsenenalter) Cannabis mit denen von unauffällig, aber intensiv konsumierenden Alkoholkonsumenten. Dabei hoffe ich, dass Sie selbst oder ihre Freunde und Bekannte niemals einen Tag bei der Arbeit gefehlt haben mit der Begründung, dass sie wegen der Feier gestern Abend einen „dicken Kopf“ hatten. Denn das wäre nicht nur ein handfester Beleg für eine Gefährdung der Volksgesundheit, sondern wäre sogar Diebstahl an den sozialen Sicherungssystemen, in die eine cannabiphile Minderheit eventuell sogar mehr einbezahlt wie die alkophilen Leistungsempfänger.

Sollten Sie eine solche Klärung nicht wünschen, dann erhärtet das eine neue These, die nicht bewiesen ist: Vergleichbar der Homophobie gibt es eine Cannabiphobie. Männer mit bestimmten Persönlichkeitsstrukturen weichen zuviel von der Mehrheit ab und müssen bestraft werden. Wenn Sie also das nächste mal bei einer kleinen Weihnachtsfeier einen Schwips haben und ein wenig laut werden sollten, dann denken Sie daran, dass Sie gerade in diesem Augenblick die Volksgesundheit belasten und gleichzeitig die Minderheit der Langzeit-Cannabiskonsumenten diskriminieren, die solche Auffälligkeiten nicht zeigt.

Meine Mutter hat mich mit dem Slogon erzogen, „gleiches Recht für Alle!“, aber die ist ja auch nur eine Frau!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Drogen brauchen immer Rezeptoren an die sie andocken können um eine Wirkung zu erzielen. Neben dem endogenen Cannabinoid-System gibt es noch weitaus länger bekannte neuronale Systeme wie das dopaminerge System, das Noradrenerge System (die beiden sind z.b. beim genannten Methylphenidat betroffen) und schon 50 Jahre länger als das Cannabinoid-System ist das körpereigene Opioid-System (Heroin uvm. ) bekannt. Nur ein kurzer, ungenauer Einwurf da vom Handy.

    • pseicoman

      Da muss ich Dir leider widersprechen, Antonio, Heroin dockt zwar an den Rezeptoren für Endorphine an, zerstört aber die „Köpfe“, da es eben keine Heroinrezeptoren gibt. Ein großes Problem für das Loskommen von Bayers Chemie, da dann auch nicht mehr die körpereigenen Opiate aufgenommen werden können und man nur schwer noch Glück empfinden kann. Bei speziell für Cannaboide konstruierten Rezeptoren, kann das nicht passieren, deswegen ist auch Abstinenz kein Problem. Gibt es übrigens in meinem Umfeld oft, dass Menschen nach zig Jahrzehnten ohne jeglichw Entzugserscheinungen einfach den Konsum von Cannabis einstellen. Das erklärt sich daraus, dass auch weiterhin die körpereigene Stimulation der Rezeptoren möglich ist.. es ist also ein zentraler Unterschied, ob ein Rezeptor mit dem Stoff stimuliert wird, für den er konstruiert ist oder ob ein Rezeptor quasi zweckentfremdet mit einer ähnlichen Chemie gereizt wird. Von der Empfindung ist das zunächst fast gleich, doch die Langzeitwirkung unterscheidet sich sehr.

      • Hanfbauer

        Kann ich nur bestätigen. Habe hin und wieder (nachdem ich Jahrelang jeden Abend mein Köpfchen geraucht habe) ein oder zwei Monate Pause gemacht. Ohne die geringsten Beschwerden !

  • eli

    Für mich ist das ganz klar: Wenn man davon spricht, dass durch Cannabis die Volksgeundheit geschädigt wird, dann meint man, dass dadurch der Staat und heute vor allem die Wirtschaft geschwächt wird, und zwar in der Weise, dass er nicht mehr so produktiv ist. Kiffer sind halt keine guten Kämpfer.

    Der Staat ist immer daran interessiert, die Freiheit der Menschen möglichst stark einzuschränken, indem den Menschen „fremde Bedürfnisse“ (nämlich die des Staates) indokriniert werden. „Diese Bedürfnisse sind Bedürfnisse die im Dienst der herrschenden ökonomischen Interessen zur Unterdrückung des Menschen stehen.“ (H.Marcuse)

    Wenn es um die Menschen ginge, wäre Cannabis nicht verboten, denn es ist ja gesundheitlich relativ unbedenklich, vor allem im Vergleich zu Tabak oder Alkohol.

    Natürlich sehe ich auch ein, dass man Gesetze und Arbeitsteilung braucht und nicht in der Anarchie leben kann, aber wenn man sich die Vergangenheit anguckt und so weit muss man gar nicht zurückgucken, dann missbrauchen die Staaten halt vielzuoft die ihnen anvertrauten Rechte.

    • pseicoman

      Da gebe ich Dir vollkommen Recht, doch meiner Meinung nach geht es eben auch um die Persönlichkeitsstruktur, die der homo cannabis entwickelt. Sie begünstigt einen kooperativen Umgang. Allerdings basieren meine gesamten Überlegungen auf Cannabiskonsumenten, die mehrere Jahrzehnte konsumieren, erst im Erwachsenenalter angefangen haben und nicht mit Alkohol oder anderen Substanzen „mischen“. Hier gibt es durchaus sehr erfolgreiche Menschen, die auch kämpfen können.

      Aktuell werden da ja von einigen Rappern, die die Jugend hört, wieder die alten Root-Rasta-Gebote neu aufgekocht. Manche Ami-Rapper übertreiben da aber wirklich, da bringt der Manager Cannabissäcke und in den Videos ist jede Sekunde ein Joint zu sehen. Doch das ist dann für viele nur ne Phase..

      Doch die, die wirklich über Jahrzehnte nur abends kiffen und sich dem Leben und dessen Herausforderungen stellen, die wollen das, weil sie dafür „gemacht“ sind. Die wollen keinen Alk, kein Speed oder Kokain.. nur die Untersuchung solcher Langzeitkonsumenten kann belegen, dass diese Randgruppe sehr wertvoll für Gesellschaft und Wirtschaft sein kann. Über die, die Stoffe mischen, kann man eigentlich nicht viel sagen, weil das chemisch betrachtet eher eine „black box“ ist..

      • Ralf

        Angst und Volksverdummung sind eine beliebte Strategie aller „Herrschenden“.
        Der Gesundheitsminister gibt bekannt,dass Cannabis gefährlich und gesundheitsschädlich ist,das reicht für breite Teile der Bevölkerung,genauso wie der Erklärungsversuch der USA-Spionage,es diene nur zu unserer Sicherheit…
        Fakt ist,daß man nicht an einer Cannabisvergiftung sterben kann,im Gegensatz zu Alkohol oder anderer berauschender Stoffe…
        Fakt ist,daß Cannabis ein anerkanntes Schmerzmittel ist usw.,es gäbe da noch wahrscheinlich tausend anderer Gründe,diese Gesundheitsvollverarsche zu entkräften.
        Fakt ist auch,daß alles, was übertrieben wird,sogar der Sport gesundheitsschädlich ist und körperliche Schäden mit sich bringen kann,ausser natürlich…..CANNABIS….,gut die psych. Schäden,die es bei einer geringen Zahl von Konsumenten geben kann,will ich nicht unter den Tisch kehren.
        Alles in Maßen ist jedoch vertretbar und das Totschlagsargument von gefährdeten Jugendlichen ist doch auch mehr als lächerlich,erstens sollten sie bis zu einem gewissen Alter nicht unbedingt mit C. in Kontakt kommen und zweitens redet niemand über Alkoholvergiftungen und das zuschmeißen mit Ritalin…
        Aber,das Volk will ja verarscht werden damit alte Vorurteile gegen jeder baren Vernunft auch weiterhin Bestand haben….

        • Hanfbauer

          Ja, stimme dir 100% zu. Das mit den gefährdeten Jugendlichen ist auch so eine Sache. Komischerweise dient es nur beim Cannabis als Grund es zu verbieten, obwohl viele andere Stoffe (allen voran Alkohol u. Tabak) in der Jugend noch sehr viel schädlicher sind. Alkohol zerstört (im Gegensatz zum THC) Nervenzellen, weil er ein Zellgift ist. Jugendlich, auch die, die in früher Jugend wenig trinken haben schon Schäden.

          Bei Cannabis führt es nur dann zu Wachstumsverzögerungen des Gehirns, wenn in der Jugend stark und regelmäßig gekifft wird. Ein gelegentlicher Joint schadet auch in der Jugend nix, eben weil THC die Nervenzellen nicht angreift. Das sieht beim Alkohol ganz anders aus.
          Die derzeitigen Gesetze schaden der Volksgesundheit ! Aus 2 Gründen: zum einen, eine der Schädlichsten Drogen (Alkohol) ist erlaubt und die relativ harmlosen (teilweise sogar heilenden!) Drogen sind verboten. Zum anderen auch deshalb, weil eine wertvolle Arzneipflanze verboten ist, die vielen Schwerkranken entscheidend helfen könnte. Hier werden der Bevölkerung Helmittel aus ideologischen Gründen vorenthalten!

          Aber kannst nix machen, Politiker sind meistens Rechtsanwälte und die haben nun mal von sowas keine Ahnung.

  • Ganjaman

    Das Hanf >>Medizin ist und nicht körperlich abhängig macht und gegen viele Beschwerden hilft, wird wissentschaftlich von renommierten Forschern bestätigt und von Ethnoforschern wie Dr. Christian Rätsch und Wolf Dieter Sporl untermauert; ich stehe auch im Leben und dessen Herausforderungen und beziehe kein Hartz 4 und lag dem Staat glücklicherweise noch nie auf der Tasche; toll….ich darf trotzdem nicht ohne Gefahr für Job, Ansehen in der Nachbarschaft und Gesellschaft stolz behaupten, dass ich Hanf rauche und zwar mit Tabakersatzstoff Damianablätter: Und jetzt schliessen sich das so lange aufgeschlossene Volk der Holländer dem deutschen engstirnigen durch die katholische Kirche beeinflusste scheiss System an und folgen den Dritten Reich Gesetzen, denn aus dieser Zeit stammen die Hanfverbote…

    • flaxman

      Kennst Du zufällig auch die Begründung, die die Nazis damals angegeben haben?

      • Gioacchino
        • flaxman

          Wow, Gio, saubere Facts, Danke! Also wenn ich das richtig zusammenfasse: Irgendwie ist 1929 Cannabis auf DIE Liste gerate, war aber eigentlich bis Ende der 50er gar kein Thema. Ging mehr um Alk und Tabak. Aber es war auf der Liste und eben auch als antiLEISSSTUNK im Volksbewusstsein abgespeichert. Erst in den 70er kam es in die Problemecke, als die Jugend damit anti-Haltung ausdrückte und damit gut die latenten LEISSSTUNKS-Werte der Spießer angreifen konnte. Erst an 1972 ging es richtig los, Cannabis zu verteufeln.

  • Hanfbauer

    Damit eine falsche Behauptung stirbt, müssen nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler, die diese falsche Behauptung gelernt haben sterben, deswegen dauert es so lange, bis dieser Unsinn über die angeblich gefährdete Volksgesundheit ausstirbt.

    Ich weis nur, viele Jahrhunderte lang, bis vor etwa 60 oder 70 Jahren (als die Alkoholprohibition in USA aufhörte und die Hanfprohibition als quasi ABM – Maßnahme für überflüssig gewordene Beamte in den USA anfing) galt Hanf als eine der wertvollsten Arzneipflanzen überhaupt (Hildegard von Bingen !) weil er gegen unzählige auch sehr schwere Krankheiten wie Krebs und AIDS entscheidend helfen kann.
    Insofern ist die rein ideologisch motivierte Hanf-Prohibition viel ehr eine Gefährdung der Volksgesundheit. Überkonsum in der Jugend ist schädlich für die Entwicklung des Gehirns, oke das ist Fakt – aber nur da (und nur bei starkem Mißbrauch) !

    Das Hauptargument vieler Prohibitionsbefürworter wird aber spätestens dann völlig lächerlich, wenn man bedenkt, das bei Überkonsum der meisten Lebensmittel und Genußmittel (es ist beileibe nicht nur Alkohol / Tabak !) äußerst schädliche, bis hin zu tödlichen „Nebenwirkungen“ auftreten (z.B. alles wo Zucker drin ist !).

  • JS

    wie wahr wie wahr….
    nun mal ganz im ernst: wer glaub denn heute bitte noch das Kiffen wegen der Volksgesundheit verboten wurde?
    Kiffen wurde verboten aus kapitalistischen Kontrollgründen. Cannabis ist mit eines der schnellst wachsenden Pflanzen der Welt, dazu die älteste von den Menschen genutzte Pflanze. Unsere kapitalistische Gesellschaft kann halt mehr Geld verdienen (Macht durch Abhängigkeit auslösen), wenn die Leute nicht mit Cannabis sich medikamentieren, davon Ernähren, anziehen. Es gibt so viele Industriebereiche die vom Cannabisverbot leben, das es mir schon manchmal schwer fällt an eine Legalisierung ohne gleichzeitiges umdenken in unserem Geldsystem zu glauben. Soviele finanzstarke Bereiche die das Nachsehen bei einer Legalisierung hätten (medizin, Öl !!!, Papier/Holz, Bekleidung, Kunststoffe usw). Mal von rassistisch orientierten Ideologischen Gründen ganz zu schweigen (gab vor ein paar Tagen eine Doku dazu im Fernsehen, wie Systematisch Drogen verboten wurden um damit rassistisch gegen Minderheiten vorzugehen, der Anfang ist natürlich in den USA zu suchen..).
    Wir müssen alle mehr Ursachenforschung betreiben um dies dann ggf bei einer Klage vor hoher Richterlicher Instanz auspacken zu können.

    • pseicoman

      So ein guter Beitrag schon so früh geschrieben, bin richtig beeindruckt! Ja, die Seilerei unserer Familie gibt es seit vielen Jahrzehnten nicht mehr, aber mein Vater erzählte mir noch neulich, Hanf, das wächst da, wo sonst nichts wächst. Eine Katastrophe für alle Düngemittelkonzerne..

      • Hanfbauer

        wobei :-)) wenn man Hanf wirklich auf guten Ertrag züchten will, man sogar sehr viel Dünger verbraucht. Soviel, das die meisten normalen Pflanzen dadurch regelrecht verbrennen würden. Große Farmen verbrauchen viel mehr Dünger als selbst Tomatenpflanzungen.

        • pseicoman

          Das stimmt natürlich, solange man unter illlegalen Bedingungen effizientorientiert arbeiten muss..;-) Wenn es aber nicht nur legal, sondern normal ist, dass überall Cannabis vor sich hin wuchern kann, dann gibt es Seile, Tee, was für den Abend einfach im Überfluss.. war mal so, noch vor 60 Jahren in Bayern..!

          • Sebastian

            Und mit aller Wahrscheinlichkeit hat der bayrische Hanf einen THC-Gehalt gehabt, wie Hanf aus Marokko, aus dem Haschisch hergestellt wird.

            Wie ich bei NachtschattenTV erfuhr, hatte auch der Schweizer Faser-Hanf, der seit Menschengedenken in der Schweiz angebaut wird, einen vergleichbaren Wert vorzuweisen wie marrokanisches Haschisch.
            Das find ich ist der Hammer, für unsere Vorfahren war tatsächlich potenter Hanf verfügbar vor Ort. Da kann man nur hoffen, das in irgendwelchen Samenbanken noch die bayrische Landrasse für kommende Generationen erhalten ist und nicht durch Kurzsichtigkeit ausgerottet wurde, als ein Stück bayrischer Kultur von dem man sich wie in einem Wahn entfremdete, um Gesetze zu rechtfertigen, die von der internationalen Staatengemeinschaft quasi aufgezwungen wurden und denen Deutschland nur zustimmte um die Absatzmärkte für die eigenen Pharmaprodukte zu erhalten.

            Ab Minute 5.54 sagt er das mit dem Schweizer Hanf:

          • pseicoman

            Sehr interessant, das war mir nicht bekannt, danke. Auf jeden Fall hat man mir oft genug erzählt, unsere Ur-Großeltern waren so arm, dass sie sogar Gras geraucht haben.. doch offensichtlich hatte es keinen negativen Einfluss auf die Lebenserwartung (sind alle um die 87 Jahre alt geworden). Anstatt die eigene Kultur zu pflegen, gibt’s dann heute halt Leckerschmecker aus Albanien.. aber sonst soll Alles aus deutschen Landen kommen..! Schwer zu begreifen, dass der Pharmaindustrie so viel Einfluss zugebilligt wird.

          • Sebastian

            IG Farben ^ ^

        • JS

          ähem, sry wenn die Antwort etwas Spät kommt..

          Aber den Dünger brauchen meines Wissens nach nur „weedgrower“ & keine „Nutzhanf Bauern“. Da gibt es Sorten die überall wachsen & locker ihre 3m unter guten Bedingungen erreichen, ganz ohne extra Dünger. Nur mit Sonne & Regenwasser. Hanf gehört zu den Pionier-pflanzen, sprich kultiviert unfruchtbaren Boden zu fruchtbarem. Es kann unter den widrigsten Bedingungen wachen (das gilt natürlich nicht für das über züchtete labile zeug was wir Rauchen ;)

          • pseicoman

            Da fällt mir spontan die wahre Geschichte von einem Nachbarn ein, der immer gerne die Vögel gefüttert hat. Wie da so manches daneben fiel auf den Boden.. und ein Pflänzchen wuchs. Sagte er zum Nachbarn: eh, kuck mal bei mir wächst ne Mango. Nach ner Zeit kam der Nachbar vorbei: boah, deine Mango, die wächst vielleicht. Kommt der Sohn aus Berlin in den Semesterferien zurück und schreit nur, „eh Pappa, spinnst Du, hau die Graspflanze um!!!“

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