Weitere Coffeeshops geschlossen

Zwei weitere Coffeeshops in den Niederlanden stehen vor der Schliessung. Der Coffeeshop ‚t Geeltje in Dordrecht muss innerhalb von zwei Wochen seine Türen schliessen. Das steht in einem Beschluss von Bürgermeister A.A.M Brok (VVD). Bürgermeister Brok fühlt sich in seinem Beschluss gestärkt durch eine Verhandlung vor dem Gericht in Rotterdam.

Bürgermeister Arno Brok (VVVD)

Bürgermeister Arno Brok (VVD)

Eine der Voraussetzungen, die zum Verkauf von Cannabis in den Niederlanden benötigt wird, ist eine Erlaubnis zum Betrieb aufgrund der Algemene Plaatselijke Verordening (APV). Diese Erlaubnis besitzt der Coffeeshop zur Zeit nicht mehr, und wird sie vorläufig auch nicht mehr bekommen, weil das Bureau BIBOB (eine Art behördliche Kontrollstelle) sich dagegen ausgesprochen hat. Als der Eigentümer sich, nach dem negativen Bescheid, an den Richter wandte, und nachfragte ob der Shop zunächst offenbleiben könnte, lehnte dieser das aufgrund des BIBOP Bescheids ab.
Inzwischen ist jedoch bekannt, dass der Coffeeshop ‚t Geeltje immer noch Softdrugs verkauft. Der Bürgermeister hat daraufhin die Schliessung angeordnet. Wenn das nicht innerhalb von zwei Wochen durch den Eigentümer selber geschieht, wird die Gemeinde dies auf seine Kosten erledigen.
Eine der Folgen der verschärften Drogenpolitik in den Niederlanden, ist die mittlerweile zeitlich befristete Vergabe der Betriebsgenehmigung. Alle alten Genehmigungen wurden eingezogen und die Coffeeshopbesitzer müssen sich alle zwei Jahre um eine neue Genehmigung bemühen. Die bekommen sie nicht, wenn sie den Abstand von 350m zur nächsten Schule unterschreiten.

Schon jetzt wurde der Coffeshop Mikmak in Schiedam geschlossen. Der Shop ist für sechs Monate durch Bürgermeister Cor Lamers (CDA) zugemacht worden, weil ein Minderjähriger bei einer Kontrolle angetroffen wurde. Die Dauer von sechs Monaten geht konform mit der Handlungsvereinbarung der Stadt. Der Bürgermeister sah hier nicht nur den Jugendschutz verletzt, sondern wirft dem Eigentümer des Mikmak auch mangelhafte Geschäftsführung vor. Deswegen sah er diese Dauer als gerechtfertigt an.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead

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