Apeldoorns Bürgermeister sorgt sich um die Qualität

Bürgermeister Berends ist bereit zum Dialog

Bürgermeister Berends ist bereit zum Dialog

Die meisten Coffeeshopkunden, die schon ein paar Jahre länger mit an Board sind wissen es: Die Qualität der verkauften Ware ist leider oft nicht die Beste. Die Streckmittelproblematik, die man eigentlich eher dem „richtigen“ Schwarzmarkt zuordnen möchte greift auch in den offiziellen Verkaufsstellen um sich. Es wird gestreckt, um mehr Gewicht oder bessere Optik zu erreichen. Es wird zu wenig, oder gar nicht gespült, wodurch sich Düngemittelreste im Gras anlagern. Ihr kennt es…

Schaut man sich die Nachrichten über Coffeeshops an, scheint dieses Problem aber kaum zu existieren. Es geht viel mehr um Overlast, um vermeintlich zu starkes Cannabis. Gesundheitliche Problematiken durch minderwertige Qualität scheint es in den Köpfen der Politiker (und leider auch vieler Coffeeshopbetreiber) schlicht nicht zu geben. Die Diskussion wird also definitiv am Thema vorbei geführt.  Ich will jetzt nicht pauschalisieren, weder bei der Branche, noch bei der Politik. Aber es fällt schon auf.

Doch es kann auch anderes gehen: Der Bürgermeister von Apeldoorn (Gelderland), John Behrends (CDA) möchte sich jetzt mit den Coffeeshopbetreibern seiner Gemeinde über die Qualität der Produkte unterhalten und gemeinsam Lösungen finden. Welche das sein können ist unklar – einen Antrag auf regulierten Anbau zu stellen, so wie es viele andere Gemeinden tun, stünde nicht auf der politischen Tagesordnung. Trotzdem natürlich schön, dass man sich des Themas annimmt und nicht einfach wegignoriert.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • pseicoman

    Das ist sehr beachtenswert, dass sich immer mehr Bürgermeister um die Volksgesundheit sorgen machen. Schließlich ging man doch Jahrzehnte davon aus, dass man in NL ein fortschrittliches System im Umgang mit Cannabis implementiert hat. Eines, dass Kriminalisierung verhindert, Kontakt mit hards drugs verringert und die Gesundheit der Konsumenten schützt. Und es hat ja selbst bei manchem Konsumenten gedauert, bis er glauben konnte, dass man in CS sogar schlechtere Ware als auf dem illegalen Markt bekommen kann. Das kann doch gar nicht sein, wenn es doch irgendwie staatlich zugelassene Verkaufsstellen sind. Mit diesem Image der garantierten Anständigkeit wurde über zehn Jahre „abgekocht“, während bereits irgendwelche Minister begannen, der Grundidee der CS in den Rücken zu fallen. Doch wenn mir jemand sagt, Deine Betreiberlizenz ist KEIN Beleg dafür, dass Du Dich an bestimmte Regeln hälst und Du hochwertige Ware verkaufst, ich mach‘ Deinen Laden zu, gleich wie Du es machst.. dann ist es schon schwer anständig zu bleiben.

  • Hanfbauer

    Noch scheinheiliger ist es, wenn man die Lösung eigentlich schon seit langer Zeit kennt (Legalisierung des Anbaus!), aber so tut, als müßte man nun in endlosen Diskussionsrunden erst mühsam rausfinden, was man um Gotteswillen denn tun kann, um gestrecktes Cannabis zu verhindern. Eine andere Lösung als Anbau zu erlauben und die Hanf Bauern – wie alle anderen Bauern auch! – staatlich zu kontrollieren gibt es nicht – ENDE !
    Klar, man kann jetzt noch jahrelang rumdiskutieren, doch am Ergebnis wird das nix ändern, das kostet nur Zeit, die Lösung ist schon lange klar. :D.

    Das einzige Problem, das wirklich existiert, sind falsche Gesetze, und Verträge, die die Interessen einiger Weniger auf Kosten der Allgemeinheit schützen.

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