Trotz Absage aus Den Haag: Städtische Cannabis-Plantage für Heerlen

Heerlen – Die Gemeinde Heerlen wird in diesem Jahr mit dem Aufbau einer eigenen Cannabis-Plantage beginnen, sollte die Sturheit in Den Haag andauern. Das sagte Bürgermeister Paul Depla (PvdA) am Donnerstagabend während seiner Neujahrsansprache.

Mutig und realistisch - Paul Depla - CC-License Wikimedia Commons

Mutig und realistisch – Paul Depla – CC-License Wikimedia Commons

Sollte aus Den Haag keine Aktivität kommen um den Hanfanbau zu regulieren, wird die Stadt Heerlen selber eine Cannabis-Plantage errichten. Unterstützt wird sie dabei durch Sachkundige und Betriebe. Das berichtet die Tageszeitung „De Limburger“ am heutigen Freitag.

Depla hofft, dass es nicht soweit kommt und Gemeinden, darunter Heerlen, Spielraum gewährt wird um als Testgebiet für einen regulierten Cannabis-Anbau zu fungieren. Der Bürgermeister hofft, die Alternative nicht nutzen zu müssen, aber sie wurde gestartet da aus Den Haag keine Aktion zur Regulierung des Hanfanbaus kommt.

Erneut drückte Paul Depla seine Unzufriedenheit über die Sturheit von Minister Opstelten aus, der „taub und blind zu sein scheint“ für die Probleme, die viele illegale Plantagen in den Wohngebieten verursachen. Im vergangenen Jahr wurden in Heerlen 130 Cannabis-Plantagen von der Polizei entdeckt und ausgeräumt. Damit steht Heerlen an der Spitze der Städte mit den meisten entdeckten Hanfplantagen.

Herrschte Beginn 2013 noch Trübsal erwies sich Heerlen als flexibel und anpassungsfähig, zeigte sich Depla zufrieden. Die öffentliche Sicherheit wurde verbessert, Theaterbesuche nahmen zu und die Jugendarbeitslosigkeit ging spaktakulär zurück. „Das Unmögliche wurde möglich gemacht“. Wenn es nach ihm geht, macht Heerlen das auch in Punkto Hanfanbau, falls aus den Haag kein Platz für ein Experiment mit dem Anbau von Gemeindegras eingeräumt wird.

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com
  • üüüberupfuck aka.cad.

    Respekt!!!
    alle sagen das geht nicht, bis einer kam und es einfach machte!

    • paypay

      Wie ist das jetzt eigentlich in Berlin!
      Gibtet da neue Infos!

      • Was meinst Du genau?

        • paypay

          Da war doch mal irgendetwas im Gespräch an dem einen Park!Herr van der Laan war doch nicht umsonst da oder?

          • Ja, der Coffeeshop am Görlitzer Park.

            Das letzte was ich dazu gelesen habe, war vor einigen Tagen ein geschliffenert Brief von Max Plenert an den Bezirksbürgermeister. Dieser ist dagegen und hat sogar die olle Kamelle „Einstiegsdroge“ rausgeholt.

            Entschieden ist da aber noch nichts – ich gehe aber nicht davon aus, das daraus etwas wird.

  • Anononym

    OT:Heute kommt der Hanfverband mit Georg bei der Millionärswahl auf Sat1, den müssen wir ins Finale voten! Das wird das erste mal sein, dass ich bei sowas anrufe, aber das ist es wert. Im schlechtesten Fall haben wir nur die Publicity, im Besten Fall hat der DHV ne Million!

    • Ja – wer unsere Facebook-Präsenzen auf dem Schirm hat weiß, dass wir da dick involviert sind. Mobo ist schon auf dem Weg nach Köln bzw. sitzt nun wohl schon im Studio. Ich habe heute hier den redaktionellen Teil übernommen während er in der „bunten“ Medienwelt unterwegs ist ;-) – Wollen wir hoffen, dass das Format nicht nur Georghs Kindern ein schönes Leben beschert, sondern vor allem das Thema Legalisierung verstärkt in eine andere Öffentlichkeit trägt.

      • Wir stehen davor. Und rauchen ;-)

      • cadupfuck

        krass wenn ihr es hier nicht gepostet hättet dann hätt ich davon nichts mitbekommen…wenn sowas wieder vorkommt wär es schön da mehr für zu werben da so anti smartphone und facebookverweigerer (wie ich) sonst nicht mitmachen was schade wär…

        • Und Profis wie ich hören seit drei Wochen täglich 20mal nichts mehr außer Millionärswahl. Bin ja froh über die Publicity aber mich hat es schon genervt bevor es begann.

    • Mike

      Sehr gut , danke für die Info ! Werd ich mir selbstverständlich anschauen + Voten !

  • Revil O

    Hoffentlich kann man vor 22 Uhr Voten !!! Bin heute noch in ein wenig Arbeit involviert und würde das Voting mehr als ungern verpassen.

  • donkey

    … einer flog über das kuckucksnest

    Geilomat der Mann

    Einfach machen, dann soll der Staat gegen die Gemeinde klagen. Die Polizei wird nichts machen, der Bürgermeister ist Chef von denen.

    • Zitat: „Der Bürgermeister ist Chef von denen“. So einfach ist es leider nicht. In Süd-Limburg ist Onno Hoes der Chef der Polizei – leider auch in Heerlen. Aber trotzdem weiß Depla sicher was er macht und was möglich ist. Ich wollte einen Kommentar afügen, aber das hätte den Rahmen gesprengt, weil sowas in unserem deutschen Denken und System einfach nicht vorkommt, das ein Provinzbürgermeister mal eben die Bundespolitik ignoriert – versteht hier eigentlich irgendwer die Sprengkraft dieses Beitrages? Für NL ist das evtl. normal – aber in Deutschland wäre so etwas undenkbar. Es gibt viel mehr Unterschiede im politschen System und in der Denkweise als wir uns bewusst sind.

      • White Widows

        Hier in Deutschland sollte man einfach auch mal machen. Wenn man auf das OK der Regierung wartet warten wir noch in 100 Jahren auf die Legalisierung von Cannabis ..

        • Sebastian

          Vielleicht muß man bei der Bundesopiumstelle eine Legalisierung beantragen.

          • a.cad.

            guter beitrag gefällt mir sehr! steckt auch viel von dem, Ich nenn es mal „physioökonomischen schwachsinn „drin das halt eine berufsgruppe ein loch öffnet und eine abder es wieder schliesst… da fällt mir noch ein das sich ja unsere arbeitsendgelder auch umgekehrt proportional zu unserer physioökonomischen bedeutung verhalten…. weis nicht mehr von wem das ist aber ich mein das da was dran ist..

          • a.cad

            shit habs unter den falschen post gesetzt sollte zu antonio und dem youtube link…

  • eli

    Korrekter Auftritt von Georg Wurth. Bischen schüchtern aber sympathisch :-)

    • Revil O

      Auf jeden Fall. Georg hats gut meiner Meinung nach gut und verständlich rüber gebracht. Muss um22 Uhr los. Hoffentlich kann man bis dahin abstimmen.

      • uuu

        01379363602 anrufen oder sms an 40400 mit „2“

        • cad.

          Yes!!! was für ein guter Tag…freu…

  • eli

    Das Thema Legalisierung wurde gestern öffentlich ziemlich gepusht. Ich weiß gar nicht, wo dieser plötzliche Run herkommt? Oder erlebe das nur ich so? Nein!

    Also spätestens wo gestern Georg Wurth an dem DHV-Pult (mit Fahne recht und links) sprechen sah, musste ich mir ehrlich die Augen kneifen *lach* Das ich sowas nochmal erlebe…

    Mal schauen wo dieser Run hinführt. Die Gegner konnte man gestern aber auch hören, als sie laut Buh gerufen haben. Das konnte man hören. Hoffentlich gabs nach der Sendung kein Stress…;-)

    • An welcher Stelle? Im studio habe ich nichts gehört

      • eli

        Am Ende als noch mal alle mit Telefonnummer vorgestellt wurden, glaub ich wars.

        Viell hab ich mich auch verhört…

        • arschcad.

          mmh…im stern steht grad das laut einer umfrage immernoch 69% der deutschen gegen eine legalisierung seien…?,halte nicht sehr viel von denen und weis auch nicht woher die ihr wissen beziehen,aber…69%???kann ich mir kaum vorstellen sogar mein konservativer arschnachtbar sagt:ja wenn man alt genug ist,seine pflichten im leben kennt und erfüllt, sowie seine sozialen einbindungen hat und pflegt,warum nicht…und der ist cdu extrem!!!

          • Sebastian

            Kannte in den 90ern jemanden, der sich CDU Traditionswähler nannte, und kein Problem damit hatte, Cannabisblüten in Kopfkissen-großen Mengen aus NL zu importieren und damit gewinnbringend zu handeln. Das gab ordentlich Diskussionen, auch weil er zu dem Zeitpunkt selbst nicht mehr konsumierte.

            Laut Georg Wurth haben wir auf jedenfall eine Mehrheit für eine Entkriminalisierung, und eine Minderheit meint weitermachen zu können, dürfen und müssen wie bisher.

          • pseicoman

            Meiner Meinung nach sind in den Köpfen der Allgemeinheit vor allen Dingen Bilder schmuddeliger, dicke Pfeifen/Joints rauchender Konsumenten verankert. Da ja aktuell das Rauchen allgemein gesellschaftlich geächtet wird, erklären sich für mich die 69%. Wer kann sich schon vorstellen, dass in einer legalen Situation auch ein leckerer Kakao oder Insalata Cannabica zum Alltag gehören könnten..? In israelischen Altenheimen ist man da schon deutlich weiter..!

          • Sebastian

            Ich kann diese Menschen nicht verstehen, haben kein Problem sich, Dich und mich, alle mit Autoabgasen zu vergiften. Da ist dieses zwanghafte nicht mehr ohne können auf einmal als notwendiges Übel akzeptiert.
            Weil PKW blenden den Fußgänger, verpesten ihn und halten ihn in ständiger potentieller Lebensgefahr. Wie unbedeutend ist es da, wenn irgendwo welche irgendwelche Pflanzen rauchen. Ich glaube die Menschen haben keine Lust selbst zu denken und gehen aus Angst mit der Masse.

          • Sebastian

            Die Lärmbelastung hab ich vergessen.
            Autoverkehr ist Overlast an vielen Orten der Welt.

          • Der Vergleich mit dem Autofahren (Verkehrstote/Luftverschmutzung) wird in diesem sehr guten Kommentar auch gezogen. Hört mal rein: http://www.youtube.com/watch?v=X34A1SAHDz4

        • Revil O

          Nee hast du nicht. Ich konnte auch einige Buhrufe vernehmen. Wer weiß warum mobo und die anderen Jungs nicht gehört haben. Vielleicht hat man für die TV-Glotzer daheim ein paar Buhrufe mit unter gemischt damit man nicht mitbekommt wie die Leute im Studio Georg feiern. :-D . Der Kirch -und Springergruppe traue ich alles zu. Die waren sich noch für keinen Schwachsinn zu schade.

  • Sebastian

    Zum Thema:
    Eine mutige, aber nötige Ankündigung, die hoffentlich auch anderen Bürgermeistern Anstoß ist sich dem Vorhaben anzuschließen.

    • Der Artikel steht in Zusammenhang mit diesem Artikel: http://keinwietpas.de/2013/12/29/opstelten-erteilt-cannabis-anbau-durch-gemeinden-eine-absage/

      Daraus: „Indes geben Utrecht, Eindhoven und Heerlen die Hoffnung nicht auf. Sie versuchen weiterhin Opstelten für neue Einsichten zu gewinnen. Die drei Städte organisieren einen Verwaltungskonsens, der zu einem Manifest werden muss, dass dem Kabinett und dem Parlament angeboten werden soll. Sie werden Lobbyismus betreiben um Unterstützer für lokale Experimente zu gewinnen. “Wir teilen die große Sorge um Gesundheitsrisiken durch illgeal angebautes Cannabis und über die massiven Polizeieinsätze gegen die schnell wachsende Kriminalität” , schreibt Einhovens Bürgermeister Rob van Gijzel an seinen Gemeinderat.“

      Insgesamt sind 25 Bürgermeister mit im Boot.

      • Revil O

        Und auch die Mehrheit in der niederländischen Bevölkerung ist mittlerweile auch für eine Legalisierung. Opstelten hat mittlerweile die Mehrheit der Bürgermeister , Gemeinderäte und der Bevölkerung gegen sich mit seiner politischen Ignoranz.

        • Das ist leider nicht hunderprozentig richtig – aber ich stimme Dir trotzdem zu. Die Mehrheit aller Bürgermeister sind es wohl nicht – allerdings haben ja auch noch nicht einmal alle Gemeinden Coffeeshops. Aber die 25 die sich da zusammengeschlossen haben, sind ja wohl sehr aktiv. Und eine Mehrheit in NL ist für den Gemeindeanbau – das stimmt. Ich bin gespannt ob die sich gegen das Diktat von oben durchsetzen werden. Immerhin hat das vor 40 Jahren mit anderen Protagonisten und anderen Vorzeichen auch funktioniert. Die Regierung hat sich die Coffeeshops ja nun nicht ausgedacht. Ich lege da durchaus Hoffnung hinein. Für Deutschland undenkbar (wo alles von der Obrigkeit diktiert wird und sich jeder dran hält) – daher glaube ich auch nicht an den Erfolg des Görli-Coffeeshops in Berlin. Aber in den Niederlanden läuft es eben einen Tick anders als hier.

          • Revil O

            Hupps !!!! So schnell verbreitet man Unwahrheiten wenn man nicht auf eine richtige Formulierung beim Schreiben achtet. Richtig sollte das natürlich heißen: Eine Mehrheit von Gemeinden und Bürgermeistern mit „Coffeeshops“!!!!! Sorry an alle für meinen Fehler hier und riesigen Dank an Antonio für die schnelle Richtigstellung hier. ;-) . War heute morgen beim Schreiben noch nicht ganz auf der Höhe. Das Wochenende war sehr ereignisreich und ich war sehr eingespannt. Ich gelobe hier Besserung. ;-).

    • a.cad.

      Ich kann mir bisher das ganze in amiland auch nur so erklären das es rein wirtschaftliche interessen sind die dann ausnahmsweise mal was gutes hervorbringen,das kann man eben auch legal ausschlachten und vermarkten kommerzialisieren… und ich denke das die nicht das die pharmariesen deswegen gleich abstürzen weil keiner mehr deren chemie frisst,ausserdem gibts ja ab und an auch mal ne erkrankung wo anorganische medizin erforderlich ist das muss man selbst als bioanhänger akzeptieren.vielleicht ist die prohibition das auslaufende und mehr kostenverursachende geschäftsmodell und der kapitalismus regiert nunmal alles,und auch wenn ich die wegwerfkonsumgesellschaft nicht mag bringt sie mir auch nutzen,allein das ich ne gibson und ne fender gitarre hier rumstehen hab war für mich im osten unvorstellbar…und ich hab das gefühl das man evtl. bald diesen markt (also cannabis)eröffnen und ausschlachten will.mal sehen…

      • Sebastian

        Eine Mehrheit kann durch Demokraten nicht mißachtet werden und
        Staatsrecht der Bundesstaaten ist den konservativen Republikanern sehr wichtig, also kann keine der politischen Parteien die Wahl anzweifeln, ohne massiv Stimmenverluste hinzunehmen. Die Legalisierung in Colorado hat mehr Stimmen bekommen als der amtierende Präsident der USA in diesem Bundesstaat bekam.

        • a.cad.

          ich glau das die für den kapitalismus alles missachten würden bzw. wird doch alles missachtet…will nicht wieder darüber nachdenken wer meine kinderarbeitsschlappen von nike ect. zusammenklebt und wat nestle so in afrika treibt wie gut man mit ghaddafi und saddam und koni auskam solange man mit ihnen waffengeschäfte machen konnte und und und …aber es ist sonntag

          • Sebastian

            Sonntagsmusik:

      • pseicoman

        Sicherlich entscheidet das Geld viel, doch es geht auch um die Sicht der Pflanze und ihrer Konsumenten. Es gibt eben in der Zwischenzeit eine ganze Menge bekannter, gut situierter Babyboomer-Konsumenten. Da kann man die moralische Keule irgendwie nicht länger so durchziehen. Aber wenn legal, dann soll es schon gediegen zu gehen, der neue Puritanismus halt. Am Ende ist Cannabis ein Luxusprodukt erhältlich in VIPLounges mit Megagewinnspanne..

        • Sebastian

          Ein Luxusprodukt, das eine große Gewinnspanne bringt und gleichzeitig von jedem selbst hergestellt werden kann, vor allem im Socialclub, wo jeder seine Fähigkeiten einbringen kann. Einer growt gut, der andere ist Meister im trocknen, ein andere macht gern Hasch, andere backen daraus Kuchen, manche machen Mediwietoiltje. Vielleicht baut einer eine Papiermanufaktur auf. Wenn einer nicht mithelfen will, oder keine Zeit hat, kann er ja Fertigprodukte kaufen.
          Und wenn es dann noch Menschen gibt die wirklich das Bedürfniß haben diese Pflanze auszureißen und zu vernichten, müssen dann dafür auch selber aussäen, anstatt sich an fremdem Besitz zu vergreifen.

      • Es sind keine wirtschaftlichennInteressen gewesen, die die USA voran gebracht haben. Es sind Cannabisliebhaber, die fûr ihr Recht gekampft haben. Durch harte Arbeit, Spendenbereitschaft und Hartnackigkeit. Man sollte das nicht als Geldgier abtun.

        • a.cad.

          ich will gerne glauben das da user cannabisliebhaber hartnäckig für ihr recht gekämft haben aber die gabs schon ein paar jahrzehnte ,und jetzt auf einmal gehts,und das da drüben wo es einst sooo verteufelt wurde,bleibt abzuwarten wie es sich entwickelt wie fair und nachhaltig es sich gestaltet und obs nicht doch extrem kommerziell wird,aber klar alles besser als vorher

          und alles was die machen machen wir hier ja recht schnell nach…

        • Tom

          Es liegt auch ein bischen an den politischen Verhältnissen in den USA. Während hier die beiden großen Volksparteien jeglicher Argumentation aus dem Wege gehen und aus Angst (wovor eigentlich?) nur ja nichts verändern wollen, ist in den USA zumindest bei den Demokraten teilweise eine – für Politiker sehr erstaunliche ! – Informiertheit über das Thema zu sehen. Dadurch wurde in den USA auch das Thema „Cannabis als Heilmittel“ nie so völlig totgeschwiegen wie hierzulande.

          Erstaunlich ist das insofern, als diese Erkenntnisse ursprünglich eigentlich aus Europa gekommen sind (Hildegard von Bingen!). Damit auch skurilerweise aus dem Land (Deutschland) das sich heute am stursten gegen alle neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Thema Hanf sperrt bzw. diese völlig ignoriert. Wir werden immer dümmer und die Amis immer schlauer :D

          • Sebastian

            „…und wenn Huflattich verboten wird, dann pflanze ich
            Huflattich in meinem Garten.“

            Dr. med. Veronica Carstens, Ehefrau
            des Ex-Bundespräsidenten Karl Carstens

          • Tom

            Ja, soll sie mal in DE mit Hanf machen ! Wenns dem Nachbarn nicht gefällt und sie nach einem guten Sommer ein paar hundert Gramm Blüten ernten kann, wandert sie als „Verbrecherin“ in den Knast – unweigerlich. Und wenn in unserem sogg. „freiheitlichen“ System Huflattich verboten wird- genau dasselbe.

          • jjk

            Ich denke dass liegt auch daran dass es hier eben noch mehr konservative,spießige Leute gibt,dort haben ja auch ca 50% der Bevölkerung konsumiert und an Unis oder so konsumiert jeder dritte regelmäßig,während hier vllt nur 15% schon probiert haben und es auch viele junge Leute gibt die sagen,ja cannabis ist schlimm und sind gegen die Legalisierung.Die Bevölkerung ist dort um einiges jünger und allgemein offener,das ist kein Geheimnis.Guckt mal Obama war früher Kiffer,könnte Ihr euch vorstellen,dass jetzt Merkel sagt:ich hab früher gekifft,nie im Leben.
            Die Gesellschaft ist komplett anders dort als in Deutschland.Dort haben auch die alten keine Hemmungen Sachen zu machen die vielelicht nur die Jugend macht,während hier die meisten alten Leute eher in den 60ern Leben,aber die die dort in den 60ern gelebt haben hatten ganz andere Eindrücke,guckt euch mal zb LA in den 60ern an und Berlin,ist schon ein krasser Unterschied.Die Entwicklung hat dort damals schon geboomt während hier damals noch nix los und sie erst alles aufgebaut haben.Das wirkt sich natürlich auch auf die Gesellschaft aus.Was ich damit sagen will,man kann die Sachen nicht mit einander vergleichen,auch der Umgang mit Alkohol ist dort anders.Nicht so krass verherlichend und verharmlosend wie hier.Ja man muss sagen die Gesellschaft ist um einiges moderner als hier,auch in den Niederlanden.Weiß nicht wie man das erklären kann aber man muss nur hier durch die Strassen laufen und dort,da weiß man genau.

          • jjk

            Die Meinungsfreiheit wird dort auch sehr weit ausgelegt,während man hier schon öfters aufpassen muss was man sagt,Beweisverwertungsverbote auch,nicht wie hier,wo es praktisch sowas garnicht gibt,Schulpflicht gibt es dort auch nicht,die Kinder können mit den Eltern lernen.Es ist nicht alles so bürokratisch dort,was sicherlich auch damit zusammenhängt,ich denke es gibt auch keine Ausweispflicht,weiß ich aber jetzt nicht genau,auf jeden Fall habe ich mal gesehen,dass US Beamten Leute an der mexikanische Grenze nicht diskrimineren dürfen in dem sie sie Untersuchen,also auch die Identität,während hier das normalste ist,dass Leute wahhlos angehalten werden,besonders an Grenzen.Man darf übrigens auch die Aktivität der Polizisten filmen,während man hier mächtigen Ärger kriegen würde,wenn man das macht.

          • Letzteres stimmt nicht. Du darfst auch hierzulande Polizisten filmen. Das video habe ich gedreht: http://ausnahmemedizin.wordpress.com/2013/09/18/polizeikontrolle-eines-cannabispatienten-im-fdp-wahlkampf/

          • Sebastian

            Wenn man Polizisten nicht filmen dürft, gäbs keine Übertragungen von Fußballspielen ;-)

          • a.cad.

            Wär doch gar nicht so schlimm :-) :-) :-)

          • Und auch ich habe schon Polizisten aus nächster Nähe gefilmt. In meinem Fall beim (seltenen) ignorieren, dass Leute in ihrer Nähe kiffen: http://www.youtube.com/watch?v=fEHF1pJD3kw

          • Sebastian

            Cool, die haben ja auch Erfahrung vom Summerjam in Köln.

        • paypayGreenL

          Wat aber daraus gemacht wird,jung!
          Das zählt.
          Ich denke in A´Dam;Venlo und Maastricht haben sich sind auch nich
          von dem ausgegangen was sich da dann entwickelt hat !
          Ich meine halt den Ausmass von coffeeshops allein A´Dam in der Innenstadt um den Redlight herum, die Komemrzialisierung der Läden obwohl werbung nicht toleriert wird!(buldogg,barneys,greenhouse…..)
          Die Boote in Maastricht;Oase damals …

      • Joey

        Diverse Pharmafirmen haben sich ja schon zu Wort gemeldet.

        Berlin – Mehrere internationale Pharmaunternehmen haben Interesse am Ankauf von Marihuana aus Uruguay. Nach der Legalisierung des Cannabis-Anbaus und -Handels in dem südamerikanischen Land vor knapp einem Monat hätten Pharmahersteller aus verschiedenen Ländern nach Produktions- und Exportmöglichkeiten nachgefragt, erklärte der Vorsitzende der uruguayischen Drogenbehörde Diego Cánepa, wie die Zeitung „El Observador“ berichtete.

        http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/uruguay-pharmafirmen-wollen-cannabis-aufkaufen/

        • Sebastian

          Diese Aussage gefällt mir dort nicht:

          „Seit 2005 darf Cannabis nach Genehmigung durch
          die Bundesopiumstelle in Apotheken zu medizinischen Zwecken abgegeben
          werden. Die Nachfrage ist gering.“

          Ansonsten wars das dann ja bald mit Cannabis als toxische Substanz im internationalen Einheitsabkommen.

  • xy_ungeloest

    jetzt gleich thema in der ard im ‚weltspiegel‘: legalisierung in den usa. könnte ähnlich sehenswert sein wie der bericht über cannabis in israel.

    edit:
    wiederholungen:
    heute – 23:05 – tagesschau24
    13.1. – 01:55 – rbb brandenburg
    13.1. – 04:50 – das erste

    oder direkt online:
    http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/swr/2014/usa-marihuana-100.html

    • a.cad.

      35 jahre wegen 100g davon träumt der opstelten…

      • xy_ungeloest

        don’t mess with texas. home of the kkk.

        fand den bericht gut. mal ein emotionaler aspekt, den auch mütter verstehen…

        • a.cad.

          ich will gar nicht wissen was die vergleichsweise harmlose gesetzeslage hier in d schon an schaden angerichtet hat mir hats auch gefallen,kommt mir schon vor als ob langsam aber sicher „das volk“ vorbereitet wird…es kommt in den medien immer öfter zu korekten darstellungen der sachverhalte im qqclub macht der hermans gemässigte weedwitze…georg vom dhv(für mich immernoch unglaublich) bei sat 1…grade die…aber toll super mehr davon…

          • xy_ungeloest

            yup, es tut sich was.

            vom feeling her hab ich ein gutes gefühl ;-)

          • Sebastian

            Bleezy B ft Trevor Lyon – I Love Weed

          • Allerdings. Das mit den 35 Jahren hat mich allerdings auch nochmal schockiert. Wir vergessen immer. dass es auch noch die Staaten gibt, denen diese Entwicklung noch bevorsteht, oder die sich eben als Hochburg der Prohibitionisten halten werden. Immerhin gibt es die Todesstrafe ja auch nicht mehr überall in den USA aber eben in einigen Staaten sehr wohl. Potentiellen USA-Urlaubern lege ich daher diese Seite ans Herz: http://www.usmarijuanalaws.com/

          • P.S. – Wer den Weltspiegel-Beitrag verpasst hat, findet ihn hier: http://www.ardmediathek.de/das-erste/weltspiegel/usa-legaler-rausch?documentId=19047896

        • Tom

          Die Republikaner in Texas sind ja auch mehrheitlich der Meinung, das die Klimakatastrophe eine „Erfindung“ einer von ihnen erfundenen imaginären „Öko-Lobby“ ist.
          Also wer es fertigbringt 120 Jahre Wissenschaftliche Grundlagenforschung in diesem – viel wichtiteren Bereich – völlig zu ignorieren, bei dem ist sowieso auf längere Sicht Hopfen und Malz verloren.

          • a.cad

            diese gegensätze da in amiland hauen mich immer um,auf der einen seite die legalisierung die vielen subkulturen,ganz abgesehen von der musikszene sämtlicher genres californischer wein……und dann im gegensatz dazu werden menschen mit dem iq eines kleinstkindes hingerichtet bzw familienväter für etwas weed 35jahre weggesperrt menschen verhaftet und übelst vorgeführt weil sie bei einer prostituierten waren,dieses ganze schiesswütige gelaber der waffenfans usw. eben ein land der absoluten gegensätze…auf der einen seitewill ich unbedingt mal hin andererseits bin ich manchmal arg verstört wenn da wieder so n hammer von da kommt…

          • pseicoman

            Am Ende ist alles eine Frage der Moralvorstellungen. Da, wo Kreationisten allen Ernstes die Schöpfungsgeschichte als Fakt ansehen, wird auch die Verurteilung von Menschen zu einer willkürlichen Angelegenheit. Daher bleibe ich dabei, aktuell ist alles nur Phyrrussieg in den USA, solange Cannnabis nicht in den internationalen Verträgen rehabilitiert wird. Wenn sich der Wind dreht, kann man von einem Moment auf den anderen Menschen wieder verurteilen. Einfach ein paar Jahre Gewinn abgreifen und dann wieder Hexen verbrennen.. und das Volk johlt..

  • Hanfbauer

    Die Niederländer sind ja so rückständig und provinziell. Die VVD will aus der Niederlande einen „modernen“ Bankenstaat (wohl nach Vorbild Luxembourg) machen. Aber woanders in der Welt passiert gerade das >> http://www.handelsblatt.com/finanzen/aktien/aktien-im-fokus/marihuana-aktien-spekulanten-berauschen-sich-an-drogen/9323300.html

    Wir werden von der geballten Inkompetenz regiert, die 40 Jahre in der Vergangenheit lebt.

    • a.cad.

      Der mann scheint da mit seiner ankündigung über den anbau notfalls auch im alleingang aber ganz schön was losgetreten zu haben…mein nl ist leider zu schlecht auf radio limburg1 war gestern abend ne schöne diskussion zu dem thema mit soweit ich es verfolgen konnte einer sehr energischen weiblichen ?politikerin?

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