VVD-Stadtrat tritt wegen Cannabis-Affäre zurück

Wijk bij Duurstede – Wie NOS gestern Abend meldete, tritt der stellvertretende Bürgermeister und Stadtrat Carel van Gelder (VVD) vorläufig von seinen Ämtern zurück. Nach Berichten van Gelder sei in den illegalen Cannabis-Anbau verwickelt, war er ins Gerede gekommen. In einer Erklärung verkündete er jetzt, dass er zum Wohle der Gemeinde vorerst seine Ämter niederlegt.

Wie die Tageszeitung AD gestern berichtete, soll van Gelder 2010 über einen Strohmann ein Haus im Zentrum von Arnheim gemietet haben. Dort wurde ein Jahr später eine Cannabis-Plantage mit beinahe 1000 Pflanzen von der Polizei entdeckt.

Strohmann

Der Stadtrat soll dem Strohmann Schweigegeld angeboten haben. Dafür sollte der Mann sein Wissen über die Rolle van Gelders für sich behalten. Da das versprochene Schweigegeld jedoch nie bezahlt wurde, beschloss er nun über van Gelders Rolle bei dem Cannabis-Anbau zu sprechen.

Van Gelder soll die Cannabis-Plantage aufgezogen haben, um schnell viel Geld zu verdienen. Er soll den Plan für die Plantage gehabt, und das Projekt finanziert haben. Ein weiterer Zeuge hat diese Aussage bestätigt, schreibt AD.

Der Strohmann muss sich in Kürze vor Gericht verantworten. Auf ihn kommt eine Forderung in Höhe von 100.000 Euro zu. Der ehemalige Eigentümer des Hauses in Arnheim möchte Schäden in dieser Höhe ersetzt bekommen.

Van Gelder sagt, dass es sich hier um eine private Angelegenheit handelt und er einfach nur Zeuge in diesem Verfahren sei. „In diesem Strafverfahren bin ich noch nie Verdächtiger gewesen. Auch bin ich nicht verhört worden“, schreibt Stadtrat van Gelder in seiner Erklärung.

Schaden für die Gemeinde

„Das ist nicht nur für mich persönlich schädlich, sondern auch für die Gemeinde. Es ist ein falsches Bild von mir entstanden, das trifft mich sehr“.

Bürgermeister Poppens von Wijk bij Duurstede hat den Beschluss von van Gelder, in den kommenden Wochen nicht als Stadtrat tätig zu sein, angenommen.

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com
  • xy_ungeloest

    weedogate ;-)

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