„Coffeeshops müssen an den Stadtrand“

Dutch Gold Coffeeshop in Alphen am Rhein - Quelle: Google Street View

Dutch Gold Coffeeshop in Alphen am Rhein – (Google Streetview)

Quelle hier. Alphen am Rhein. Beigeordneter Kees van Velzen (CDA) ist ein Befürworter eines Umzugs der Coffeeshops in ein Gewerbegebiet am Rand der Stadt. Die Politik prüft, ob es möglich ist, die Coffeeshops an einen Ort weg von Schulen und Wohngebieten zu verlegen.

Die innerstädtischen Coffeeshop in Alphen am Rhein  (Provinz: Südholland) waren das Thema bei einer Diskussion innerhalb des Gemeinderats. Danny Bunnik, Inhaber des Coffeeshops „Dutch Gold“, ist nicht der Meinung dass die Coffeeshops im Zentrum ein Problem seien. Der Umzug in ein Gewerbegebiet scheint keine gute Idee. Soziale Kontrolle ist in einem Gewerbegebiet viel schwächer als im Zentrum.Bunnik fragt sich außerdem, ob er durch den Umzug nicht auch erheblich wirtschaftlich geschwächt würde. 

John Vermeer, vom Verband der Unternehmer in Alphen, sieht es nicht so, dass die Coffeeshops am Stadtrand besser zurecht kommen. „Sie müssen umgesiedelt werden wegen der Overlast die sie erzeugen, aber damit wird das Problem nur verschoben“, meint Vermeer.

Eli

Eli

Die Einführung des Wietpas hat mich dazu gebracht, mich für die niederländische Cannabispolitik zu interessieren. Ich komme aus dem mittleren Ruhrgebiet und bin wie so viele am Wochenende immer mal gern in die niederländischen Grenzstädte zu den Coffeeshops gefahren. Die negative Meinung gegenüber Cannabis ist ein Vorurteil, für dessen Abbau ich mich einsetzen möchte!
Eli
  • Pietzi

    Der „Overlast“ kann man nur mit der Eröffnung von mehr Shops entgegen wirken.

  • Test

    • Revil O

      Komisch mobo.
      Meine App spinnt seit Tagen rum.
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  • KlausiMausi

    Dann muss wohl alles an den Stadtrand.
    Der Markt. Proppenvoll. Overlast.
    Der Andenkenladen. Propenvoll. Overlast. Raus!
    Gemüsehändler. Käsehändler. Alle voll.
    Mediamarkt. Bumsvoll! Stadtrand! (und weil da so viele Schulschwänzer wegen den Spielen hingehen: Mindestabstand zu Schulen! Mindestens 1km!)
    Sexshop? Eijeijei! Overlast. Schule. Raus.
    Cafés und Kneipen? Besser mal raus!
    Frittenbude? Ungesund. Raus.
    Parkhaus? Auch dauernd voll. RAUS!

    • Tom

      Naja, die die nicht in den Coffeeshop gehen sind ja „die Guten Touristen“ (jedenfalls in der Vorstellung der VVD). Deshalb ist das auch „gute Overlast“ :D
      Die Kiffenden Touristen sind dann der „böse Abschaum“ so einfach kann die Welt sein.
      Das das größtenteils alles dieselben Leute sind, kapiert man bei der VVD nicht (genausowenig wie, das die dann auch vertrieben werden). Die sehen das ja jetzt schon und schieben es dann ganz fix auf die Straßendealer (die sie selbst im Grunde gerufen haben, aber das will man vergessen machen).

      • KlausiMausi

        Ob es die gleichen Leute sind, wage ich zu bezweifeln. Ist aber auch egal.
        Es ist der Wahnsinn, der dahinter steckt. Es ist das populistische Schaffen eines Feindbildes, der auf der ungleichen Gesetzgebung in Europa basiert, die das Ungleichgewicht schafft. Die Definition einer Substanz als böse „Droge“, und diverser anderer Substanzen als Kulturgut.
        In Venlo beschwert sich niemand darüber dass die Touristen Säckeweise Kaffee mitnehmen. Ich bin auch noch nie krumm angeschaut worden, weil ich die holländische Zapfpistole in meinen Diesel eingehängt habe. Oder wenn Omma wieder mal die günstige Packung Paracetamol mitnimmt. München heisst jedes Jahr 6 Mio Drogentouristen willkommen, die nichts anderes wollen, als eine harte Droge zu konsumieren. In all seinen Schattierungen von gesellig über schunkeln über Krawall, Körperverletzung bis zum Bombenanschlag….
        Ladies and Gentlemen, geachte dames en heren, verehrte Damen und Herren: Europa muss einen Weg finden, eine gemeinsame, tolerante Lösung erarbeiten. Die Grenzen verschwimmen von Tag zu Tag mehr. Niemand muss mehr auswandern, um im Nachbarland arbeiten zu gehen. Fast nur wenn es um die Substanz Cannabis geht, gibt es weiter Grenzen.

        • Tom

          Also ich wohn in Grenznähe und kenne daher jede Menge Leute, die regelmäßig rüberfahren. Keinen aber, der NUR wegen ein paar Kilo Kaffee, Benzin oder Tabletten rüberfährt. Das lohnt sich meistens alleine wegen der Anreisekosten nicht. Außerdem kriegt man die Sachen (bis auf Sprit, der nur unwesentlich billiger ist) alle auch hier. Zur Not noch viel billiger übers Internet.

          Das Einzige, was man wirklich (bisher!) nur in den Niederlanden faktisch legal erwerben konnte ist Cannabis. Aber seit 3 Jahren fahre ich sowieso nicht mehr hin, weil ich mich selbst versorge. Auf der Seite schreibe ich nicht als Betroffener, sondern nur aus Interesse und wegen der „alten Zeiten“ :D

          • xy_ungeloest

            bei mir ist es ähnlich. wenn ich denn heutzutage mal rüberfahre, dann muss auch ein bissken was mitgenommen werden. rein aus nostalgischen gründen quasi. hach, wie damals™… nur mit dem unterschied, dass das eigene heute meistens ‚leider‘ ;-) besser ist.

            tanken in nl lohnt nicht, weil dann doch zu weit weg. kaffee mag ich nicht; tabletten brauche ich nicht, weil ich so gut wie nie krank bin (traum eines jeden arbeitgebers, ganja sei dank. wenn der chef das wüsste…).

            eigentlich könnte mir die cannabispolitik der niederlande am allerwertesten vorbeigehen, aber ich sehe die niederlande nach wie vor als musterbeispiel für eine vernünftige, menschenwürdige art mit drogen in der gesellschaft umzugehen. leider versauen die gerade alles, was man innerhalb von ca. 30 jahren aufgebaut hat. obwohl genug zeit gewesen wäre um die ganze versorgungskette vollständig und sinnvoll zu regeln (stichwort backdoor). usa vs nl 1:0

          • Tom

            Ja, es war mal eine vernünftige, menschenwürdige Politik, die auch den Gedanken der persönlichen Freiheit mit verwirklicht hat.
            Es ist wohl in vielen Demokratien so, das viele, weil sie nichts anderes gewöhnt sind, den Wert der persönlichen Freiheit unterschätzen und deshalb Gesetze machen, die diese beschneiden /abschaffen. Oder sie wählen rechte Wirrköpfe und Fanatiker wie die VVD oder diesen blonden Siegfried-Verschnitt Wilders an die Macht, die sowieso noch nie was mit Freiheit am Hut hatten , aber umso lautstärker darüber in den Medien schwafeln, damit möglichst viele Wähler auf sie hereinfallen. Da rächt sich die Bildungsarmut, gerade die Niederländer sollten es besser wissen.

            Was z.Zt. passiert in den Niederlanden ist mit einem Sprichwort erfasst: “ Wenns dem Esel zu gut geht, geht er aufs Glatteis“ und wählt rechtes Gesocks in die Regierung!

          • eli

            Freiheit ist aber Ansichtssache. Wilders will auch Freiheit. Aber eben nur für Holländer.
            Es aber an Zeit hier den Schritt in Richtung Legalisierung zu gehen. Es wurde ja schon angesprochen, aber die Gründe für das Verbot von damals verschwimmen immer mehr. Nicht umsonst gehen die Amis diesen Weg. Die Zeiten ändern sich.Die Welt hat sich vollkommen geändert zu damals. Die Wirtschaft funktioniert ziemlich anders. Heute kann sich Cannabis viell wandeln von einer Gefahr zu einer Hoffnung für die Gesellschaft :-)

          • KlausiMausi

            Da halte ich es eher mit Kant. Der Freiheitsbegriff ist da nämlich gleich eingeschlossen. Freiheit nur für bestimmte Gruppen ist nun mal keine Freiheit.
            Und – wenn Du die ursprünglichen Ideen, so wie sie vorgestellt worden sind, betrachtest: Ich empfinde eine Registrierungspflicht in Clubs, oder regelmäßige Besuche auf der Gemeinde um sich einen GBA ausstellen zu lassen, nicht als Freiheit. Und schon gar nicht, wenn mir der Weg versperrt bleibt.
            Dazu kann man noch anmerken, dass es ja auch einen Vertrag zur europäischen Verfassung gab – der zwar unterschrieben wurde, aber nie rechtskräftig wurde. Kernsatz dazu:

            Artikel 2: Die Werte der Union Die Werte, auf die sich
            die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte; diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und Nichtdiskriminierung auszeichnet.

            Und wer war einer der führenden Gegner dieser Verfassung, die in den Niederlanden über ein Referendum abgelehnt wurde?

          • eli

            Rutte! nein, natürlich Wilders :-D

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