Justizminister soll seine Haltung überprüfen

Marith Rebel (PvdA) - CC-License (PvdA)

Marith Rebel (PvdA) – CC-License (PvdA)

Die niederländische Arbeiterpartei PvdA gibt der Forderung der Legalisierung der Marihuanaproduktion einen neuen Schub, wenn damit die Versorgungskette aus den Händen von der Organisierten Kriminellen genommen wird. Das berichtet The Amsterdam Herald aktuell.

Die PvdA-Abgeordnete in der Zweiten Kammer (vergleichbar mit dem Bundestag in Deutschland) Marith Rebel sagte, dass Justizminister Ivo Opstelten auf den Rat der örtlichen Abgeordneten aus den Städten hören solle, die seit einiger Zeit vehement den Cannabisanbau regulieren wollen.

Sie forderte Justizminister Ivo Opstelten auf, seine gegnerische Haltung aufzugeben. In der Vergangenheit hat Opstelten damit gedroht vor Gericht zu gehen, um Gemeinden wie Utrecht den Cannabisanbau zu verbieten.

„Der Minister muss die Meinung der Gemeinden ernst nehmen „, sagte Rebel . “ Ich werden Opstelten nahelegen seine Ansicht zu überdenken, um sich wieder mit den Gemeinden an einen Tisch zu setzen“.

„Genauso wie er, wollen auch die Gemeinden eine Reduzierung der negativen Effekte des Anbaus und des illegalen Handels. Und sie wissen wohl auch am Besten, wo genauvor Ort ihre Probleme liegen und wie man diese am erfolgreichsten lösen kann“.

Es ist das erste Mal seit Beginn der Regierungskoalition mit der VVD, dass sich die PvdA explizit gegen die Cannabispolitik von Ivo Opstelten ausspricht.

Eli

Eli

Die Einführung des Wietpas hat mich dazu gebracht, mich für die niederländische Cannabispolitik zu interessieren. Ich komme aus dem mittleren Ruhrgebiet und bin wie so viele am Wochenende immer mal gern in die niederländischen Grenzstädte zu den Coffeeshops gefahren. Die negative Meinung gegenüber Cannabis ist ein Vorurteil, für dessen Abbau ich mich einsetzen möchte!
Eli
  • doc77

    Ich würde mal sagen die Frau hat Eier.
    Von den ganzen anderen spakos um sie rum hat noch nicht maleiner halb so große wie die Tante hier.
    Respekt.

  • Revil O

    NA ENDLICH!!!!!
    Endlich das die PvdA langsam aber sicher aus ihren Dornröschenschlaf erwacht.
    Schon lange stellte ich mir selber die Frage warum die niederländische Sozialdemokratie sich beim Thema Coffeeshops , Versorgungskette von selbigen und auch beim bewussten Potenzieren von Problemen wie z.B. die Diskriminierung von Nichteinwohnern der Niederlande ( I-Kriterium) , verstärktes Vorgehen gegen den Hanfanbau etc. p.p. so lethargisch verhalten hat.
    Es ist stellenweise klar das hier die haager Koalition mit der VVD eine Rolle spielt.
    Klar ist auch das andere Themen hier vorrang vor der niederländischen Drogenpolitik haben werden.
    Und trotzdem verstehe ich nicht warum man so lange offiziell schwieg.
    Die Probleme die viele Städte und Gemeinden seit Jahren haben sind bei unseren Nachbarn eh nicht mehr tot zu schweigen.
    Alleine die Zustände in Maastricht und in grossen Städten in Noord Brabant sprechen auch ne klare Sprache.
    Viele Bürgermeister , selbst einige von der VVD fordern hier länger ein Umdenken und gesetzgeberische Hilfsmittel aus Den Haag.
    Das Manifest was jetzt einige Bürgermeister ins Leben gerufen haben spricht ne deutliche Sprache.
    Frei nach dem Motto: Wenn ihr in Den Haag nicht aus dem Arsch kommt helfen wir uns selber , notfalls mit politischen Druck und parteiübergreifenden Mehrheiten aus den Städten und Gemeinden.
    Die PvdA habe ich drogenpolitisch immer in der politischen Mitte gesehen.
    Man stand und steht immer noch hinter dem Modell Coffeeshop ohne wenn und aber , doch kann oder will man dort nicht verstehen das so ein Modell auch zu Ende gedacht werden sollte , sprich man sollte zusehen das man die sog. Backdoor endlich vernünftig geregelt bekommt.
    Das haben Parteien wie die SP , die niederländischen Grünen und auch die D66 ( Linksliberale) schon viel länger erkannt und verstanden.
    Doch nun endlich kommen auch Stimmen aus der Zentralregierung in Person von Frau Marith Rebel und es ist gerade jetzt zu wünschen das es noch mehrere werden.
    Das Eis unter Ivo´s Füssen wird immer dünner und dünner und wenn noch mehr gewichtigere Stimmen in die Debatte hinzukommen dann sollte es bald brechen.
    Zu hoffen und wünschen wäre es.

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