Interview mit Opstelten zur Regulierung des Cannabisanbaus

Ivo Opstelten - CC-License "Maarten from Netherlands"

Ivo Opstelten – CC-License „Maarten from Netherlands“

Die Bürgermeister, die die Kampagne zur Regulierung des Cannabisanbaus anführen, sollen sich damit abfinden, dass dies nicht geschehen wird. Das erklärte Justizminister Ivo Opstelten gegenüber NU.nl.

Freitag kamen die Bürgermeister und andere Politiker zu einer Konferenz zur Regulierung des Cannabisanbaus in Utrecht zusammen. Gemeinsam unterzeichneten sie ein Manifest, das von Paul Depla (Bürgermeister Heerlen), Victor Eberhardt (Ratsmitglied in Utrecht) und Rob Gijzel (Bürgermeister von Eindhoven) entworfen wurde und einen Aufruf zur Regulierung der Hintertür enthielt.

Opstelten : “ Eine Regulierung können wir nicht machen. Das würde auch keine Probleme lösen. Unterstützt werde ich von Fachleuten der Polizei und der Staatsanwaltschaft. 80 Prozent des Cannabis-Anbaus ist für den Export, nur 20 Prozent geht an die niederländischen Coffeeshops….“

„Man muss die Gesamtheit anpacken, sonst nimmt man die Schlagkraft von denen, die die Kriminalität bekämpfen.“

Die Bürgermeister ziehen das 80/20-Verhältnis in Zweifel. Sie sagen, das muss untersucht werden.

„Das ist dann immer die Reaktion: eine neue Untersuchung. Diese Zahlen sind die Zahlen, die ich von der Polizei bekomme. Es ist durchaus möglich, dass die Zahlen für den Export noch höher sind.“

Der Bürgermeister von Zwijndrecht Dominic Schrijer hat das in seiner eigenen Gemeinde untersucht. Er sagt, es ist eher fifty fifty.

„Ich gönne dem Bürgermeister von Zwijndrecht seine Analysen. Die Verantwortung liegt nicht bei ihm, sondern bei mir. Vielleicht liegt der Prozentsatz in Zwijndrecht bei 50/50, aber es geht hier um das nationale Bild. „

„Es ist natürlich nicht der erste Cannabis-Gipfel. Ich selbst habe an diesen Bürgermeistertreffen teilgenommen, aber nie an einem Cannabis-Gipfel. Andere gehen aber dahin. Glücklicherweise leben wir in einem Land, wo man die Dinge aus verschiedenen Sichtweisen sehen kann.“

Was können Sie dann noch mit den Bürgermeistern besprechen?

„Ich freue mich auf den Text des Manifestes. Darin klingt eine Besorgniss durch: Lasst uns mehr gegen die Overlast und für die Bekämpfung der Kriminalität tun. Und über die Regulierung: das ist eine Milchmädchenrechnung. Es zeigt die Qualität der Bürgermeister in unserem Land, die sich mit Angelegenheiten auseinandersetzen, die nicht auf ihrer Ebene entschieden werden.“

„Dann sehen wir zu, wie wir noch intensiver gegen die Overlast vorgehen können. Ich bin nicht einverstanden mit ihren Ansichten, deswegen benutze ich diese energische Ausdrucksweise.

Also, wenn Sie sich mit den Bürgermeistern treffen, dann spreche Sie nur über die Coffeeshoppolitik, aber nicht über die Regulierung?

„Ja, jeder kann von mir denken was man will, aber über diesen Punkt habe ich mich immer sehr klar ausgedrückt. Das ist schon das ganze Leben mein Standpunkt. Ich habe mich fortdauernd selbst hinterfragt, aber immer wenn ich ein neues Manifest lese, denke ich: Das ist nicht meine Meinung.“

Auch die PvdA im Parlament befürwortet den Schritt mit Experimenten zu beginnen. Sollten Sie nicht wenigstens hierbei zustimmen?

„Nein, ich respektiere, dass wir anders denken. Schließlich wird die Labour Partei auch nicht von der Mehrheit im Parlament unterstützt, die bei diesem Thema auf meiner Seite steht. Wir werden effiziente Lösungen finden. Ohne Regulierung. Ohne Experimente.“

Schließlich noch der Parteigenosse von Ihnen Frits Bolkestein: Er sagt, Sie machen eine „Vogelstraußpolitik“ (stecken den Kopf in den Sand) mit der Weigerung, die Initiativen zur Regulierung anzuerkennen

„Ich wusste, dass er an diesem Gipfel beteiligt ist. Wir kennen seit Jahren unsere jeweiligen Positionen. Da unterscheiden wir uns völlig in unseren Ansichten. Das zeichnet uns gegeneitig aus. Es ist schön von den liberalen Kreisen sagen zu können: Ivo und Frits sind sich nicht einig.“

Eli

Eli

Die Einführung des Wietpas hat mich dazu gebracht, mich für die niederländische Cannabispolitik zu interessieren. Ich komme aus dem mittleren Ruhrgebiet und bin wie so viele am Wochenende immer mal gern in die niederländischen Grenzstädte zu den Coffeeshops gefahren. Die negative Meinung gegenüber Cannabis ist ein Vorurteil, für dessen Abbau ich mich einsetzen möchte!
Eli
  • Björn Andresen

    80/20 – Verhältnis wundert mich. Dachte immer ein Großteil des Weeds für die CS werden in Dtl. angebaut.

    • Revil O

      Die Zahlen 80/20 von Polizei und Staatsanwaltschaft sind schlichtweg falsch!!!!! Das ist mittlerweile bekannt!!! Auch das das meiste Cannabis für den Export bestimmt sein soll ist schlicht und einfach falsch und auch „wiedermal“ gelogen. Wahr ist das das meiste Cannabis was in den Niederlanden angebaut wird für den heimischen Markt ( Coffeeshops) bestimmt ist. Stelle heute Abend ein-zwei Links dazu rein und werde zu soviel Ignoranz wie von diesem Volksverdummer noch was zu schreiben. Bin gerade mit dem Handy drin deshalb später.^^

      • Sebastian

        Dann passt auch hier der Satz von Uruguay´s Präsident:

        „Der alte Mann* soll aufhören zu Lügen.“

        (*der, dessen Knopf fast vom Jackett platz)

    • donkey

      Selbst wenn das Verhältnis so stimmen sollte, ist es doch erst Recht ein Argument „für“ den regulierten Anbau. Denn nur dort kann man schließlich den Weg vom Samen bis zum Konsumenten kontrollieren.

  • Sebastian

    Er hat nur seine Meinung und ist damit auch noch in der Minderheit, er bringt kein schlüssiges Argument, wieso seiner Meinung nach kein regulierter Anbau für die niederländischen Coffeeshop´s stattfinden kann.
    Wenn dadurch nach seinen Zahlen mindestens 20% illegalen Anbaus wegfallen, erhöht das die Schlagkräftigkeit der Polizei und der eh schon überforderten Staatsanwaltschaft für die restlichen 80%.

    Was sagt denn das Gesundheitsministerium zu dem Vorschlag der Bürgermeister?
    Ivo kann den Gemeindeanbau meiner Meinung ;-) nach nicht verhindern, „Volksgesundheit“ geht vor, deshalb gibt es doch überhaupt Coffeeshop´s und man hat sie bis heute geduldet, und selbst Ivo duldet sie, obwohl er lieber jeden geschlossen sieht.

    • kiff

      “ Er hat nur seine Meinung und ist damit auch noch in der Minderheit,“

      Trotzdem hat er ja wohl zu bestimmen !? Und was er sagt ist richtig und Gesetz !? Da können sich alle anderen auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln , denn … „Die Bürgermeister, die die Kampagne zur Regulierung des
      Cannabisanbaus anführen, sollen sich damit abfinden, dass dies nicht
      geschehen wird.“ Und damit Basta. Ich sehe da leider Schwarz solange
      solche Leute an der Macht sind , schade.

  • KlausiMausi

    Wie kann man nur so stur sein.
    Meine Fresse.
    Erneut sehe ich hier den Beweis, dass Polizei und Staatsanwaltschaften an den derzeitigen Verhältnissen festhalten wollen – und keine Lösung der für alle Seiten unbefriedigende Situation herbei führen wollen. „Duldung“ bietet wunderbar Platz für Willkür und Ungerechtigkeit. Ängste schüren, plumpe nationalistische Ansätze sorgen für den Stimmenfang, denn irgendwann werden auch Neuwahlen anstehen.

    Wie will denn bitte die Polizei ermitteln, zu welchem Prozentsatz der Anbau für das Ausland stattfindet? Hängt da ein Zettelchen an den beschlagnahmten Pflanzen, oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Und die Bürgermeister so abzuwatschen… Was für ein Stil ist das denn? Ich sag mal: Unkollegial, überheblich, unglaublich, undemokratisch. „Die Qualität der Bürgermeister“? Bis auf einige unrühmliche Ausnahmen machen diese Politik für ihre Bürger! Und suchen nach Lösungen, anstatt weiter immer mehr Probleme zu schaffen, die sich nur noch durch einen Überwachungs- und Polizeistaat lösen ließen.

    Oder ist das letztendlich Ihr Ziel, Herr Opstelten?

  • ncnfcj

    Naja einfach bis zur nächsten Wahl abwarten und dann mal sehen wer gewählt wird.Vielleicht legalisieren ja Alaska und Kalifornien bis dahin.

  • Revil O

    Hier mal ein Bericht über die Zahlen von Staatsanwaltschaft / Polizei von wegen 80/20.
    http://reporter.incontxt.nl/seizoenen/2012/afleveringen/02-03-2012
    Alleine die Aussagen und das Gestammel von dem Uniformenträger in der Sendung sind an Peinlichkeit und an Unglaubwürdigkeit schon nicht mehr zu toppen.
    So.. und nun sind dann hier einige Aussagen von uns Ivo die auch an Ignoranz und Dreistigkeit auch schon nicht mehr zu überbieten sind.

    “ Die Bürgermeister ( immerhin 35 Stadtväter), die die Kampagne zur Regulierung des Cannabisanbaus anführen, sollen sich damit abfinden das dies nicht geschehen wird.“

    Hier scheisst ein Minister auf Erbitten und Ersuchen von 35 Bürgermeistern und auch Gemeinderäten die sich ernsthaft einen realen Problem stellen und dieses für alle Beteiligten zusammen angehen wollen.

    “ Es ist natürlich nicht der erste Cannabisgipfel.Ich selbst habe an diesem Bürgermeistertreffen teilgenommen, aber nie an einem Cannabis-Gipfel.“

    Das erklärt zumindest schonmal so einiges.
    Der Mann ist nicht nur Ignorant und Realitätsfremd, sondern scheint bei gewissen Themen die in sein Ressort fallen völligst uninformiert zu sein.
    So etwas werte ich als eine Farce und auch als unverantwortlich.

    „Ich freue mich auf den Text des Manifestes. Darin klingt eine Besorgniss durch:
    Lasst uns mehr gegen die Overlast und die Bekämpfung der Kriminalität tun.“

    Nichts anderes wollen die Bürgermeister mit einen kontrollierten Anbau erreichen!!!

    “ Und über die Regulierung: Das ist eine Milchmädchenrechnung.“

    Wie bitte??!!
    Warum das denn??
    Mich würde mal interessieren welche Note dieser Volksverdummer in Mathematik einmal hatte.
    Jedem Analphabeten sollte einleuchten das ein legaler Anbau allen Beteiligten ökonomisch zu gute kommt, im Gegensatz zu einem Verbot welches Unsummen verschlingt und Probleme nur potenziert.

    “ Es zeigt die Qualität der Bürgermeister in unseren Land, die sich mit Angelegenheiten auseinandersetzen,die nicht auf ihrer Ebene entschieden werden.“

    Was für eine Frechheit!!!!
    Hier diskreditiert ein Volksverdummer öffentlich 35 Bürgermeister die bereit sind die Scheisse auszubaden die solche Volksverdummer wie dieser Minister ihnen mit ihrer weltfremden Politik seit Jahren eingebrockt haben.
    Entscheiden können die Bürgermeister das über ihre Ebene nicht.
    Doch müssen die Bürgermeister , die Behörden in den Städten und auch die Menschen in den Städten die Scheisse ausbaden die solche hirnlosen Entscheidungsträger im Bund treffen.

    Hier zeigt sich einmal mehr wie kompetentlos Opstelten bei dem Thema ist.
    Dieser Mensch hat mittlerweile eine Mehrheit in den Städten und Gemeinden und auch in der Bevölkerung gegen sich und doch verhaart er auf seiner Meinung ohne Rücksicht auf Verluste.
    Und wieder stelle ich mir selber die Frage: Wie lange ist dieser Typ als Minister in dieser Koalition überhaupt noch tragbar???

  • GreenL@bloggin

    Konservatives Gelaber!?!

    Ganz easy malso hingehauen,man kann es sich ja erlauben als Veiligheidsminister!
    Ich frage mich warum in letzter zeit immer wieder konservative Parteien
    diemacht kriegen,sei es hier oder Nland.
    Man sieht doch das sich nichts zum besseren bewegt.

    Jetzt kann man aber zumindest unberuhigt weiter gucken das man unsaubere Ware und Teure Preisein offizell gedoogten Verkaufspunten kriegt.

  • jenz

    Dieser Absatz sagt doch alles aus:
    „Es ist schön von den liberalen Kreisen sagen zu können: Ivo und Frits sind sich nicht einig.““

    Es geht hier nicht um „die Sache“. Es geht um Politik. Ivo KANN gar nicht einlenken solange die Gegenseite solche Vorderungen stellt. Er MUß dagegen halten um sein Gesicht und das Profil der Partei zu erhalten. Wir können uns alle Argument sparen, Ivo wird nicht umfallen. Er kann es nicht und er DARF es auch nicht. Wie sollte er denn seiner fanatisierten Stammwählerschaft erklären wiso er plötzlich nicht mehr an seinen Grundsätzen festhällt die er seit Jahren vertritt? Ist etwa so wie bei der Kirche. Da wird auch immer nach Veränderung gerufen obwohl doch klar ist, das Wort Gottes kann man nicht einfach anders auslegen ohne seine Legitimation zu verlieren. Denn es würde ja bedeuten, man habe sich geirrt…Das geht weder in der Kirche noch in der Politik. Aber die Menschen bleiben in der Kirche und wählen immer wieder „ihre“ Partei..Warum? Keine Ahnung!
    Ivo sollte sich mal mit unserer Kanzlerin besprechen. Die könnte ihm erklären wie man Positionen der Opposition für sich vereinnahmt wenn der Zeitgeist es verlangt. Irgendwie hab ich sogar Respekt davor, dass der Mann zu seiner Position steht, andererseits liegt er halt (aus meiner Sicht) schlicht falsch und scheint (wie die meisten) beratungsresistent. Aber wie soll er sich auch beraten lassen wenn die Ergebnisse der Beratung den Parteiinteressen zuwieder laufen?

    • ???

      Dein post bring es auf den punkt. Top!
      Dazu kommt noch das das thema cannabis den holländern am arsch vorbei geht. Die haben einfach genug andere probleme die fuer die gesellschaft wichtiger sind. Es geht immer mehr ein rechtsruck durch holland. Touris werden teilweise sehr kritis h betrachtet auch in adam.
      Und gut kommt das bei den hollaendern auch nicht an das die Deutschen meinen sich in Ihre Politik einmischen zu műssen, auch nicht bei dennen die eigentlich auf eurer seite stehn sollten.

  • Tom

    Naja, ist dasselbe, wie bei den deutschen Konservativen. Ich kann in dem Interview kein Argument entdecken, wieso diese Politik jetzt so wichtig und richtig sein soll.

    Es wird halt einfach gemacht – und basta ! Wenn es wirklich so wäre, das 80% des Anbaus ins Ausland gehen, wäre das eindeutig ein Argument FÜR einen regulierten Anbau, denn nur so kann man mit Staatlicher Kontrolle die Bauern überwachen.

    Aber Herr Opstelten will wohl ehr den anderen Weg, der noch nie in irgendeinem Staat der Welt funktioniert hat. Mehr Polizei und Kriminalisierung von breiten Bevölkerungsschichten. Wie der Weg aussieht, hat er ja schon mit diesen „Geruchsproben“ gezeigt. Die Bürger der Niederlande werden ganz offen dazu aufgerufen sich gegenseitig zu denunzieren. So ging das auch in Mexico los !

    • eli

      Nach meiner Meinung ist, dass möglicherweise soviel ins Ausland geht, kein Argument für eine Legalisierung, weil der private Kleinschmuggel dann extrem zunehmen würde. Vielleicht wurde Opstelten so stark von den Nachbarländern unter Druck gesetzt. Anders kann man das Argument ja gar nicht auslegen.

      • KlausiMausi

        Aus diesem Grunde dürfen eben keine willkürlichen Trennungslinien geschaffen werden. Der Schmuggel findet nur statt, weil es ein Gefälle gibt. Will man den „Drogen“-„Tourismus“ beenden, muss in den Ländern Gleichheit in dieser Frage bestehen. Und wenn man gute Erfahrung mit einer Duldung oder gar Legalisierung gemacht hat, muss man sich in Europa für eine freiheitliche Lösung stark machen, in der die Eigenverantwortung des Konsumenten gefördert wird.

        • Jenz

          Du glaubst immer noch, das Drogenpolitik etwas mit Vernunft zu tun
          hat…Deine Argumente sind alle richtig nur leider passen sie nicht in
          die Agenda der aktuellen Regierungen. Klar „müßte“ man aufgrund der
          Erfahrungen eine EU-weite Legalisierung anstreben. Es geht aber im
          Moment in die andere Richtung. Freiheit und Eigenverantwortung sind
          nicht die Ausrichtung im aktuellen Europa. Also wird vermutlich
          (erstmal) weiter auf Repression gesetzt. Hat noch nie funktioniert?
          Egal, wir nehmen einfach MEHR davon, dann wird’s schon klappen. Und wenn
          nicht? Dann war’s halt noch nicht genug! Ein Paradigmenwechsel ohne
          Gesichtsverlust nach all den Jahrzenten des „Krieg gegen Drogen“ nicht
          so einfach hin zu bekommen ohne das Politiker ihr Gesicht verlieren.
          Selbst Obama lenkt ja nicht offiziell ein. Dort wird es darauf
          hinauslaufen, das das Bundesgesetz noch lange gegen die Landesgesetze
          stehen wird. Lokalpolitiker können da aus irgend einem Grunde
          pragmatischer rangehen. Sieht man ja auch an den Bürgermeistern in NL.
          Warum das nicht auch eine Ebene höher funktioniert verstehe ich auch
          nicht. Aber wie eingangs geschrieben: Mit Logik und Vernunft hat das
          alles nichts zu tun.

          • Revil O

            Noch war nie war Politik logisch oder rationell und wird das in diesem unserem System auch niemals sein.

          • Tom

            Ja, so seh ich das auch. Nur warum es in den nationalen Regierungen nicht funktioniert? zum einen Geld , gewisse Firmen /kath. Kirche haben was dagegen, zum anderen sind das auch noch Überbleibsel der völlig irrationalen und wissenschaftlich überhaupt nicht begründbaren sogg. „Todeskraut-Kampagne“ die Anfang der 70er in den USA anfing(und in vielen Ländern nach wie vor Anhänger hat!).

            Das alles trifft auf lokale Bürgermeister nur höchst bedingt zu. Da geht es weniger ideologisch, sondern mehr pragmatisch zu. Das sieht man auch an den „internationalen Verträgen“ von denen Opstelten dauernd redet. Diese Verträge müsssen nicht unbedingt so ausgelegt werden (wie man z.B. an Spanien sieht) nur das will man eben nicht ! Und da fängt die Ideologie an.

          • KlausiMausi

            Logik und Vernunft sind aber die Instrumente, die wir haben. Und so wie jahrzehntelange Gehirnwäsche ihre Spuren hinterlassen hat, so wird es seine Spuren hinterlassen, wenn wir immer wieder darauf hinweisen, was wir als Volk für richtig halten.
            Ich denke, im 21. Jahrhundert sollten wir dahin kommen, dass sich ein Politiker als Dienstleister an dem Volk versteht, das ihn gewählt hat. Und auch an denen, die ihn nicht gewählt haben, denn schließlich ist er für das gesamte Volk da, und nicht für ausgewählte Interessen.
            Ferner hat ein Politiker sich an Fakten zu orientieren. Es geht nicht darum, welche Meinung er hat, oder was er glaubt! Es geht darum, Probleme zu erkennen und Lösungsansätze zu verfolgen. Auch vielleicht mal was auszuprobieren.
            Die Erfahrungen in den Niederlanden sind da – und wertvoll. Wer wäre besser dafür geeignet, diese Erfahrungen zu teilen? Was gibt es für ein besseres Argument, als dass es in den Niederlanden prozentual gesehen weniger Konsumenten gibt, als in den repressiveren Ländern? Die Scheinargumente eines Anslingers sind lange widerlegt. Arbeiten wir damit!
            Womit sollten wir denn sonst gewinnen, als mit Logik und Vernunft? Propaganda, Gewalt und Repression sind ja schon von der anderen Seite belegt. Und die weiss, dass wir recht haben, ansonsten würden sie auf unsere Argumente nicht anworten mit

            „Das ist schon das ganze Leben mein Standpunkt“
            „aber immer wenn ich ein neues Manifest lese, denke ich: Das ist nicht meine Meinung.“

            Hierzulande sieht es ja seitens der Politik nicht viel besser aus. Aber ich garantiere, dass die Overlast in Zuid Limburg kein Thema mehr sein wird, sobald es eine regulierten Markt in Belgien, Deutschland und dem Rest Europas geben wird. Im Görlitzpark wird sich niemand mehr belästigt fühlen, und in München darf die Polizei gerne auch wieder Streife laufen, um Taschendiebstahl zu verhindern, und Streit im Bierzelt zu schlichten.

            Volkes Wille hat die härteste Grenze Europas einstürzen lassen. Da geht noch mehr!

          • pseicoman

            Absolut richtig. Manchmal frage ich mich auch, wieso so selten diskutiert wird, wie eine Gesellschaft mit legalem Cannabis aussehen würde. Das Beispiel NL belegt bereits in der halbherzigen Variante, dass keine negativen Einflüsse zu verzeichnen sind. Andere Länder machen kein Aufheben um einen freien Umgang mit Cannabis und auch dort gäbe es genug Möglichkeiten die Frage des Effekts eines freien Zugangs soziologisch und medizinisch zu prüfen. Die Ergebnisse wären für die Prohibitionsfront verheerend. Daher wird eigentlich die Grundvoraussetzung jeder Generalprävention außer Kraft gesetzt: eine generelle Gefährdung des Einzelnen und der Gesellschaft ist nicht belegt. Da ist es besser, diese Frage überhaupt nicht aufzuwerfen. Und außerdem sind soziologische Belege ja irgendwie eh nicht so richtig anerkannt. Dabei wurden eben solche gefälscht und genutzt, um eine des häufigst verschriebenen Schmerzmittel des 19. Jahrhunderts zu einer strafrechtlich verfolgbaren Substanz zu machen. Vor 100 Jahren, übrigens das Zeitalter der großen Erfindungen sprach kein Mensch über Cannabis, geschweige denn wurden dafür Polizei oder Justiz behelligt. Eigentlich unglaublich, dass man aus etwas Normalen etwas Verbotenes, Verfolgtes, Giftiges, Kriminelles machen kann.

  • Jenz

    Grade gefunden. Gute Fragen an Ivo…

    http://stormglas.wordpress.com/2014/02/01/kamervragen-aan-de-heer-opstelten-over-cannabis/

    „- kunt u in 1 zin uitleggen waarom U na het beantwoorden van deze vragen
    nog steeds tegen hennep bent, niet “omdat” maar echt, de “REDEN”“

    Ja, GUTE Frage und nur mit „Politisches Kalkül“ zu beantworten.

  • OnlyGodCanJudgeMe

    Es liegt doch auf der Hand dass da was nicht richtig läuft. Ivo erzählt jeden Tag den gleichen Scheiß……jeder weiss dass es eine Lüge ist und zu nichts gutem führen wird. Wir „Kiffer“ sind der beste, lebende Beweis, dass Marihuana bzw. Cannabis wesentlich unschädlicher sind als Alkohol. Hätten wir in unserem Leben soviel gesoffen, wieviel wir schon gekifft haben, wären wir sicherlich entweder schwerstäbhängige oder tot. Ich denke eher das zweite….Das sagt eigentlich alles. Ich kann Merkel nicht mehr hören….Ihr Geschwaffel, dass Alkohol aus traditionellen Gründen legal ist…..Gesetze, die ich nicht verstehe bzw. für sinnlos halte, beachte ich nicht bzw. existieren diese für mich nicht. Vorausgesetzt ich schade niemandem damit, in meinem Falle schade ich niemanden damit:-)

  • Hanfbauer

    Ich finde vieles richtig, was hier geschrieben wird, aber was soll man machen ? Das Interview mit Ivo Opstelten zeigt, das er das überhaupt nicht ernst nimmt. Er hat nicht das geringste Interesse an dem Problem. Sein Problem ist, das er vor den Europäischen Nachbarn bestehen will, weil er Panik hat, das es seinem Land irgendwann so schlecht geht, wie vielen Nachbarn.
    In dem ganzen Interview ist eine unbewiesene Behauptung nach der andern : „Und über die Regulierung: das ist eine Milchmädchenrechnung.“ Woher weis er das so genau ? Ich weis nur, das es keine Kriminalität in REGULIERTEN Schnapsbrennereien gibt ! Und im Weinanbau auch nicht ! Und das gilt für alle Wirtschaftsbereiche, die legal sind. Oder „Diese Zahlen sind die Zahlen, die ich von der Polizei bekomme.“ Welche Zahlen sollen das sein ? Von welcher Polizei, welche Provinz und in welchem Zeitraum erhoben ? Und die wichtigste Frage: wie sind die erhoben worden ? und woher will man das so genau wissen ? (es sind ja immerhin „kriminelle Bereiche“ !).

    Wie ein Schreiber davor geschrieben hat, solche Interviews dienen mehr der Volksverdummung als der wirklichen Information, weil eine Behauptung an die andere gereiht wird, ohne belegbare Fakten zu zeigen. Der Befragte ist in seiner konservativen Denkweise geistig gefangen und will uns allen sein geistiges Gefängnis aufzwingen, weil er gerade die Macht dazu hat.

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