10.000 € Strafe für den Verkauf von Spacecakes

Coffeeshop Alien, Quelle: Google StreetView

Coffeeshop Alien, Quelle: Google StreetView

Der Coffeeshop „Alien“ in Steenwijk (Overijssel) hat es nicht leicht: Schon mehrfach musste der Shop Sanktionen für das Überziehen der Öffnungszeiten erleiden. Es gab dafür bereits eine einmonatige Schließung und schließlich drohte deswegen sogar die entgültige Schließung und Lizenzentzug. Dies wurde später zwar revidiert und zu einer Geldstrafe von 10.000€ umgewandelt, aber das Verhältnis zur Gemeinde wurde dadurch nicht wirklich entspannt.

Jetzt gibt es erneute Sanktionen: Diesmal geht es um den Verkauf von „Spacecakes“. Diese dürfen in dem Shop nämlich gar nicht verkauft werden, weil die lokalen Regelungen für Coffeeshops dies untersagen. Im Januar aber wurde bei einer Kontrolle der Verkauf von Cannabiskuchen entdeckt und daher wurde dem Shop eine erneute Geldstrafe von 10.000€ aufgebrummt.

Natürlich muss sich ein Shop an die Regeln halten. Egal ob es um das Warenangebot oder die Öffnungszeiten geht. Die Frage ist halt, inwieweit diese Regeln überhaupt notwendig sind und ob das Strafmaß von 10.000€ nicht ein wenig zu hoch gegriffen ist.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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  • xy_ungeloest

    ‚Diese dürfen in dem Shop nämlich gar nicht verkauft werden, weil die lokalen Regelungen für Coffeeshops dies untersagen.‘

    ach, wusste ich noch gar nicht, dass es da von stadt zu stadt unterschiede bezüglich solcher regelungen gibt. wieder was gelernt. warum das so ist kann wahrscheinlich aber niemand so genau erklären?!

    • Gast

      Kuchen gilt vermutlich als Lebensmittel und dafür müssen evt. je nach Gemeinde diverse Kriterien erfüllt werden. Bzw. die nötige Verkaufsgenehmigung für Lebensmittel vorliegen.

      Kann ich aber auch gut verstehen. Anderseits sollte Cannabis auch als „Lebensmittel“ betrachtet werden, was die Hygiene, etc. angeht.
      Wer sich Cannabis kauft und damit Kuchen backt, will bestimmt keine Pestizide und sonstwas im Gras.

      • xy_ungeloest

        barney’s breakfast bar in amsterdam war berühmt für sein frühstück. ich glaube, das gibt’s auch nicht mehr, seitdem coffeeshops eine nichtraucher- bzw. raucherzone haben müssen? bin mir aber nicht sicher. ist doch albern. dann bitte in cafės auch keinen kuchen mehr verkaufen. ist doch alles nur schikane. in amsterdam gab es bis vor einiger zeit coffeeshops, die eine sonderlizenz für den alkoholausschank hatten. diese sonderlizenzen wurden entzogen und die shops hatten die wahl: entweder nur gras oder nur alkohol, aber nicht beides.

        • Marok21

          Gegenüber vom Barneys gibt es Barneys Uptown… dort kann man essen (z.B. das berühmte Frühstück was du meintest), Bier trinken und Weed rauchen. Man kann dort zwar kein Weed kaufen aber dafür gibt es ja z.B. den Barneys Shop gegenüber.
          Das man in Coffeeshops kein Bier mehr trinken darf finde ich gar nicht mal so schlecht… es gibt einfach zu viele Touristen die es einfach übertreiben und nicht wissen wo ihre Grenzen sind… Hab schon Besoffene im Coffeeshop gesehen, die aggressiv wurden… in den Shop gekotzt haben usw…. auf so was kann ich gut verzichten.
          Aber wer unbedingt rauchen und trinken will, der kann in eine Kneipe gehen wo auch das Weedrauchen gestattet ist (wie z.B. Barneys Uptown)

          • xy_ungeloest

            ah, okay, so läuft das jetzt genau bei barney’s…

            ‚Das man in Coffeeshops kein Bier mehr trinken darf finde ich gar nicht mal so schlecht…‘

            finde ich aufgrund der von dir angeführten gründe auch gut. wer alkohol will soll in eine kneipe oder bar gehen, wer kiffen will in den coffeeshop. märktetrennung und konsumentenschutz, quasi. das ist aber nur ein beispiel von vielen, wo deutlich wird, dass man den coffeeshopbetreibern das leben so schwer wie möglich machen will. auch in puncto ‚backwaren‘.

      • Marok21

        Ich glaube nicht, dass das Verbot mit einer nicht vorhandenen Verkaufsgenehmigung für Lebensmittel zusammen
        hängt… eher weil Weed zum Essen den ein oder anderen doch ganz schön umhauen kann… gerade Anfänger wissen nicht, dass das Weed erst Zeitversetzt anfängt zu wirken… also Vorsicht bei dem Verzehr von Space Cakes… erstmal die Wirkung abwarten bevor man den nächsten oder die nächsten isst ;)
        Sch

        • high society

          Na ja das wird wohl kaum der Grund sein. Wenn ich mir anschaue, was für abgefahrene Bongs in manchen Shops herumstehen – wenn sich da ein Anfänger einen durch raucht von halbwegs passablem Shit, steht der so schnell auch nicht mehr auf. Wesentlich krasser als bei oralem Konsum. Weil man die Wirkung nicht kommen „sieht“.

          Da halte ich die Lebensmittelgeschichte echt für wahrscheinlicher. Da sind die Regulierungen total heftig, was auch gut so ist. Wenn man nur mal bedenkt, mit was man so allem Weed düngen und behandeln kann an: Von den zum Teil übelsten Chemikalien bis zu Fäkalien von allem möglichem Viehzeuch ist da alles dabei. Das möchte ich auch nicht im Spacecake haben. Keine Ahnung wie das in z. B. A`dam läuft – ob da extra sorgfältig und einwandfrei, quasi lebensmittelecht, gegrowtes Kraut verwendet wird. Und wer das wie kontrolliert.

          • Hazenjagd

            Ich finde allerdings, dass ein oral eingenommenes Cannabisprodukt viel krasser als ein gerauchtes wirkt – Je nach Dosis und Ausgangsmaterial kann der Rausch schon recht psychedelisch werden und das fiese daran ist, dass sich der Rausch bei peroralem Konsum erst nach 1-2Std. komplett entfaltet, was einige Leute zum nachlegen verleitet, was sie dann eiskalt erwischen kann, wenn man mit der Wirkung nicht vertraut ist, selbst Personen mit Tolleranz kann soetwas passieren.
            Natürlich möchte ich nicht wiedersprechen, dass dich als Anfänger ein Hit von der Bong auch ausknocken kann, aber in dem Falle hört die Wirkung auch schneller wieder auf, als bei oral konsumierten Cannabis ist, denn die Bioverfügbarkeit ist peroral einfach viel besser, was zu einer lang anhaltenden Wirkung führt.

          • Marok21

            jo genau meine Meinung… oder man stelle sich vor, jemand der nicht so die Ahnung von Cannabis usw. hat isst zum ersten mal einen Spacecake und spürt keine Wirkung… nach kurzer Zeit haut er sich 3 weitere Kekse rein (weil er wahrscheinlich nicht weiß, dass sie zeitversetzt wirken…). Wenn die Wirkung, dann erst nach 1-2 Stunden eintritt wird wohl jemand SEHR High sein bzw. nicht drauf klarkommen…

      • Sebastian

        Das Rauchen von Pestiziden oder damit verseuchter Rauchware ist wahrscheinlich ungesünder als die orale Aufnahme, wo die Organe noch ausfiltern was in die Blutbahn gelangt und was nicht.
        Geraucht geht alles direkt ins Blut.

        • Tom

          Wahrscheinlich mit Sicherheit :) ist Plätzchen essen weniger schädlich als Rauchen.
          Aber gerade an solchen Fällen sieht man, was für eine Verlogenheit und Doppelmoral bei diesem Thema herrscht.

          Es wird vorgegeben im Interesse der Volksgesundheit zu handeln, während bei vielen wesentlich gefährlicheren Substanzen dieselbe Volksgesundheit plötzlich keine Rolle mehr spielt. Dann muß man den Verkauf von -übrigens sehr gesunden ! – Hanfplätzchen mit Drakonischen Strafen belegen.

          Ein weiterer Sturm im konservativen Wasserglas. Während richtige Verbrechen kaum noch verfolgt werden können, weil 77% der Polizei mit derart lächerlicher (und sehr teurer!) Beschäftigungstherapie belästigt werden.

          • pseicoman

            Das Problem liegt darin, dass die Volksgesundheit vom Gesundheitsministerium abhängt und der Justizminister sich auf die Einstufung von Cannabis als illegale Substanz basiert. Die Doppelmoral liegt darin, dass verdeckt die Justiz Normen für eine „gute“ Gesundheit und deren Förderung setzt und damit die Grenzen der Volksgesundheitsförderung definiert. Gnädig werden kleine Experimente des Gesundheitsministeriums nachgesehen, aber eine normative Kraft besitzt der Gesundheitsminister eben nicht. Und so bleibt die Regel „Es ist verboten, weil es verboten ist“. Das ist nicht nur in NL so. Wenn aber Barack Obama auf einem G7 – Gipfel sagen würde, dass Cannabis – auch gegessen, als Prävention für die Geißel der Menschen, Alzheimer, Milliarden sparen kann (und nebenbei Reduktion der Staatsausgaben für Strafverfolgung etc. und fundamentale Steuereinnahmen), dann hätte manch‘ konservativer Politiker keine Probleme damit, schlagartig alles mit neuen Augen zu betrachten.

          • Tom

            Das ist wohl so ! Es kam bei meinem Post nicht klar genug raus, das Problem ist, das „Volksgesundheit“ nicht von Medizinern (also den Fachleuten) sondern von Juristen definiert wird, die mit ihren Urteilen teilweise 40 Jahre hinter der medizinischen Forschung zurück sind. Natürlich ! Als Juristen haben Politiker keine Ahnung von dem enormen Heilpotential der Hanf-Pflanze, aber leider beschließen sie allgemein verbindliche Gesetze aufgrund ihrer Ahnungslosigkeit, noch dazu aufgrund des Strafrechtes, wodurch Verkäufer/Konsumenten ganz schnell mal im Gefängnis landen können.

            Das Problem in den Niederlanden und allen anderen Ländern ist auch, die Gesetze werden von fachlichen Laien gemacht ! Deshalb haben sie auch so negative Auswirkungen.

          • pseicoman

            Juristen basieren sich auf bestehende Gesetze. Ihre Arbeit besteht darin, diese von Fall zu Fall auszulegen. Fachleute geben lediglich die Grundlage für Normen. Ist eine Norm erst einmal aufgestellt, ist sie sehr schwer zu verändern. So belegen zum Beispiel die Fakten, dass das klassische Ehemodell nicht mehr funktioniert. Trotzdem sind vielfältige Rechte nur zu bekommen, wenn man verheiratet ist. Um die Norm nicht prinzipiell zu verändern, werden Ausnahmeregeln geschaffen, die niemals denselben Statut einer gesetzlich verankerten Norm haben. Und so muss man auch bei den Entwicklungen in USA genau hinsehen, inwieweit tatsächlich Gesetze pro Cannabis eindeutig geändert werden. Denn in dem Augenblick, wo das festgeschrieben würde, müsste auch die UNO die berühmten „internationalen Verträge“ ändern. Dann wäre auch die Diskussion in NL hinfällig. Doch auf dieser Ebene hat außer Uruguay keiner wirklich „legalisiert“. Aber dieses Land ist zu unbedeutend im Weltgeschehen. Solange das Fundament, dass Mr. Anslinger gelegt hat, nicht abgerissen wird, entsteht immer wieder dieses „halbseidene“ Image von Cannabis, dessen Anbau, Besitz und Konsum nicht erlaubt sondern lediglich befristet nachgesehen wird. Und das ist die Waffe aller Prohibitonsverfechter, denn gleich wie fundiert wissenschaftliche Aussagen sind, solange Cannabis nicht aus der Liste der Drogen gestrichen wird, kommt immer jemand, der das – sogar nach 40 Jahren – wieder auspackt. Wäre nicht im „Hexenhammer“ eines der ersten Bücher überhaupt, definiert worden, was eine Hexe ist und woran man sie erkennt, wäre die Hexenverfolgung nie so eskaliert. Dort wurde eben die Grundlage geschrieben, die über 300 Jahre gewirkt hat.

    • Ich habe mir mal den lokalen Coffeeshopbeleid angeschaut http://www.steenwijkerland.nl/cvdr.jsp?id=191747_2
      Der Punkt steht da in der Tat drin, allerdings ohne jegliche Form der Begründung (Beilage 2, Punkt 20)
      Es könnte aber auch etwas mit der Regelung zu tun haben, dass der Shop nur vor-verpackte Lebensmittel verkaufen darf, was ebenfalls in der Regelung steht. Dagegen spricht aber, dass Spacecakes explizit aufgenommen wurden.

      • streuner

        Merkwürdig das so etwas in Holland unterschiedlich gehandhabt wird.
        „Yanks“, Zandvoort zb verkauft „Grass Kakao“ und…?? hm, noch irgendwas in der Art. Und du darfst im gesamten Laden rauchen!!
        streuner

  • Jero Pampedo

    so kann man auch krieg führen….

  • Neuweltgeier

    ich finde es immer wieder unglaublich wie schwer es für manche menschen, in diesem fall ein shopbesitzer mit der lizenz zum gelddrucken, einfachste regeln einzuhalten.
    Sieht man aber wenn man quer durch NL unterwegs ist wie oft shops geschlossen und neueröffnet werden.

    • Neuweltgeier

      soll heißen, wie schwer es für manche menschen,[…], *ist* regeln einzuhalten

  • Eric Oliver

    hallo,
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    • Anonym

      Warum sollte alles arisch sein – will man mit
      ‚Blackies nichts zu tun haben? Wie findet die Geldübergabe statt? Alles in bar in einer Plastiktüte in kleinen Scheinen auf einem Parkplatz?
      ;-D

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