The Bulldog vs. Red Bull

IMG_7046-1

Foto: Stefan Müller

Mal wieder einer dieser Geschichten, von der man absolut nichts mitbekommen hat, obwohl sowas eigentlich auch in den Mainstream passen würde…

Ihr alle kennt die „The Bulldog“ Coffeeshops in Amsterdam. Die Filiale am Leidseplein dürfte wohl einer der auffälligsten Coffeshops sein (neben dem kürzlich geschlossenen „The Grasshopper“). Für viele ist diese Coffeeshopkette Sinnbild für die Kommerzialisierung der Kiffer-Kultur. Fakt ist, dass die Läden mit der prägnanten Bulldogge im Logo einer der alteingesessenen Coffeeshops in Amsterdam mit einer beachtlichen Marketingstrategie. Ob Snoop Dogg aka Snoop Lion, der den Bulldog gerne als seinen Lieblingsshop bezeichnet, ein Teil davon ist weiß ich nicht. Ein hauseigener Energydrink, der weltweit erhältlich ist aber schon.

Dummerweise gibt es einen anderen, weltweit operierenden Energydrinkhersteller mit Sitz in Österreich, der in seinen Namen den Begriff „Bull“ trägt. Ich denke, ihr wisst schon, wer gemeint ist (es gab kürzlich übrigens eine sehr interessante Reportage über den Konzern. Unbedingt anschauen!). Dieser hat 2010 vor einem niederländischen Gericht auf Verstoß gegen die Namensrechte geklagt, da eine Verwechslungsgefahr bestehe. Der Richter gab damals „Red Bull“ recht und die Dosen mussten aus den Regalen verschwinden.

Muss sich geschlagen geben: Red Bull

Muss sich geschlagen geben: Red Bull

Doch die Coffeeshopkette wollte sich damit nicht zufrieden geben und klagte weiter. Jetzt hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg der Coffeeshop-Kette recht gegeben. Die Begründung ist so naheliegend wie sie nur sein kann: Der Markenname „Red Bull“ ist ist erst seit 1983 eingetragen, der erste Bulldog-Coffeeshop wurde aber bereits 1975 von Henk de Fries in Amsterdam eröffnet. Der Coffeeshop darf also jetzt wieder seine Dosen verkaufen!

Man mag zu den Coffeeshops stehen wie man will, aber diesen Sieg gönne ich ihnen aus tiefsten Herzen! Ziemliche Glückssträhne nach der Rettung in letzter Sekunde kürzlich. Damit die Nörgler, die den Shop nicht mögen etwas beruhigt sind, möchte ich auch noch mal an diese Geschichte erinnern!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

Letzte Artikel von mobo (Alle anzeigen)

Unsinnige EU-Gesetze verlangen, dass wir Euch auf die Verwendung von Cookies auf "Kein Wietpas!" hinweisen müssen. Obwohl Cookies ein elementarer Bestandteil des Webs sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Dir das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Durch Weiterbenutzung unseres Angebotes und/oder dem Klick auf "OK" stimmst Du dem zu.

Schließen