Helmond schustert am Drugsbeleid

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Helmonds Wappen

Wir haben kürzlich bereits über das Dilemma in Helmond geschrieben. Die Stadt hat ein Problem:  Bei 89.000 Einwohnern ist ein Coffeeshop deutlich zu wenig. Unterversorgung führt zu einem verstärktem Straßehandel, dass sehen wir in allen Ländern ohne Verkaufsstellen und das sehen wir auch in den Niederlanden. Früher gab es neben dem “Bonne Ville” auch noch den Coffeeshop „Carpe Diem“, der aber aufgrund eines Anschlages geschlossen wurde. Das „Bonne Ville“ muss allerdings umziehen, hat aber die üblichen Probleme, einen neuen Standort zu finden, der den Strengen Regeln entspricht und bei dem die Nachbarschaft nicht auf die Barrikaden geht. Eine erste Lockerungen der Regeln hat die Situation nicht verbessert und so geht man jetzt einen Schritt weiter: Das in der Stadt bestehende „A-Kriterium“ (Mindestabstand zu Schulen) soll abgemildert werden und von 350m auf 250m herabgesetzt werden, um einen zuvor aufgrund der Regelung nicht genehmigungsfähigen Standort doch noch nutzbar zu machen. Ansonsten gäbe es wohl keinen anderen Standort, der in Frage käme.

Fände sich kein Standort, wäre die Stadt bald ganz ohne Coffeeshop – und davor fürchtet sich jeder Politiker einer größeren Stadt, denn dann müsste er den Bürgern erklären, warum er nichts gegen den Strassenhandel unternimmt… Overlast, oh Overlast!

Die Geschichte zeigt doch einmal erneut die schöne Ambivalenz bei der Überregulierung der Coffeeshops: Die Politiker sind erzkonservativ und wollen den Coffeeshops möglichst öffentlichkeitswirksam Steine in den Weg legen und sie schön klein halten (was meiner Meinung nach der Grund ist, warum kaum ein Betreiber politisch engagiert ist), aber wenn der letzte Coffeeshop in Gefahr ist, merken sie, dass es ganz ohne auch nicht so toll ist.

 

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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  • GreenL‘

    weiss den jemand ob die dann auch das I Criterium weglassen oder nicht überprüfen scheinbar ist brabant darin sehr konsequent im gegensatz zu limburg

  • shiva

    und wie sieht es eigentlich mittlerweile in Eindhoven aus?

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