Cannabis Bevrijdingsdag wird zum Politikum

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Fünf Jahre in Folge hat der VOC im Amsterdamer Westerpark veranstaltet.  Im letzten Jahr haben mehr als 5000 Menschen zusammen gefeiert und dabei für eine Vorurteilsfreiere Behandlung von Cannabis demonstriert. Jeder, der schonmal auf einem „Kifferfestival“ war, weiß, dass es kaum eine friedlichere Veranstaltung geben kann. Und so schien es fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass es auch dieses Jahr wieder eine Ausgabe des Gratis-Festivals geben werde.

Doch dieses Jahr wurde dem „Verbond voor Opheffing van het Cannabisverbod“ eine Absage erteilt: Die Gemeinde Amsterdam hat beschlossen, dass es im Westerpark nur noch im Mai und Juni Festivals geben solle, damit sich die Grünflächen des Parks erholen könnten, (Ich erspare mir jetzt bewusst irgendwelche Wortspiele mit „Gras wachsen lassen“…) und die Lärmbelästigung in der Nachbarschaft minimiert werden könne. Andere Festivals wurden daraufhin verschoben, aber dem Befreiungstag wurde kein Alternativtermin vorgeschlagen.

Es folge ein Antrag der SP, den Grünen und D66, um das Festival zu retten. PvdA, VVD und GL stimmten dagegen. Der Antrag wurde also abgelehnt.

 

Daraufhin schlug der VOC mit dem 11. Mai einen Alternativtermin für die Veranstaltung vor. Aber auch dieser Wurde abgelehnt, da der Termin zu nahe an anderen Festivalterminen läge und die Grünflächen sich dann nicht mehr erholen könnten. Dass die Besucher des Befreiungstages, auf dem kein Alkohol ausgeschenkt wird, nicht so ruppig mit der Lokalität umgehen wie die Besucher anderer Festivals (z.B. das „De Wereld Draait Buiten“ mit mehr als 15.000 Besuchern) scheint egal zu sein.

D66-SpitzenkandidaSP, De Groenen en D66 Pieter Rietman bringt es auf den Punkt:

Die Entscheidung, gerade dieses Festival abzulehnen ist völlig willkürlich und eine schlechte Wahl. Weiche Drogen sind Teil der freien Stadt Amsterdam. Man kann davon halten, was man will, aber auch „Kiffer“ sollten in Freiheit ihren Lifestyle und ihre Leidenschaft feiern dürfen. Kiffer gelten nicht gerade als Verursacher von Ruhestörungen.

Auch ein zweiter Antrag, der kleine Festivals weiterhin erlauben würde wurde abgelehnt. Nur die SP und die Grünen stimmten dafür.

Mit anderen Worten: Das Festival findet dieses Jahr nicht in der gewohnten Lokalität statt! Daher ist der VOC bemüht, eine Alternativlocation zu finden. Aussichtsreichster Kandidat ist Eindhoven, die Heimatstadt des VOCs. Aber auch dort wird man nicht mit offenen Armen empfangen. Ausgerechnet von Bürgermeisters Rob Gijzel, einem der Initiatoren des Manifests für eine Regulierung des Cannabisanbaus gibt es Widerstand. Ein friedliches, alkoholfreies Fest mit Informationsständen, Rednern und Künstler würde ihn bei seinem Kampf für die Regulierung des Cannabis-Anbaus für die Coffee-Shops nicht helfen.

Ich bin nicht für die Legalisierung von Cannabis, ich bin für die Legalisierung der „Hintertür“ der Coffee-Shops.

Am 01. März soll es eine Entscheidung geben. Es wäre zu schade, wenn man dieses wichtige Festival ganz verlieren würde. Einfach wäre der Locationwechsel so oder so nicht, jegliche Reputation, die der Befreiungstag in den letzten Jahren sammeln konnte wäre verloren, man müsste wieder von vorne anfangen.

Wenn es weitere Infos gibt, werden wir darüber berichten.

Übrigens: Der 420-Smokeout findet definitiv statt. Im Vondelpark! Alle Infos findet Ihr hier.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

Letzte Artikel von mobo (Alle anzeigen)

  • Frank2

    Echt schade das in den Niederlanden solche Festivals jetzt auch „unterdrückt“ werden. Wie bei uns. Die Prohibitionisten werden in Holland auch immer stärker. Leider.

    • pupsmaus

      dann müssen die prohibitionsgegner eben auch immer stärker werden;)

      jeder einzelne kann viel mehr für eine bessere cannabispolitik machen als er/sie glauben.

  • Wie schade, dass wir letztes Jahr nicht da waren. Wer hätte das ahnen können.

    • Sebastian

      Dafür fällt 4.20 auf Ostern, das wird als sehr gutes Zeichen für eine Legalisierung aus Nächstenliebe und Vernuft gewertet.
      Genauso, wie die Initialien des amtierenden Präsidenten der USA ein beliebtes Cannabisextrakt bezeichnen. BHO.
      Barrack Hussein Obama – Butan Honey Oil
      Und es gibt Autoflowerpflanzen, die mit Hilfe der Sonne, und ohne die schlechte Umweltbilanz des Indooranbaus, für Ganja in der Zeit des Jahres sorgen können, wo es sonst knapp wurde.

  • Anonym

    Danke für den Beitrag, mobo! Immer so weiter machen und sich von neidischen Kritikern nicht unterkriegen lassen bitte! Das wäre zu schade!

  • Pingback: Nachrichten der letzten Tage | Kein Wietpas!()

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