Nol van Schaik: Bürgermeister im Gespräch mit Coffeeshopbesitzern

Heute veröffentlicht Nol van Schaik folgenden Blogpost: Heute Nachmittag kam Haarlems Bürgermeister Schneiders (PvdA) mit anderen Offiziellen der Provinz Noord-Holland zu einem Besuch in den Coffeeshop ‚Birdy‘ in Haarlem.

Bürgermeister Schneiders erklärte vor Ort, wie die Coffeeshopunternehmer und die Gemeinde auf die ‚Keurmerk‘ für die Coffeeshops gekommen sind. Bernt Schneiders und ich haben so gut und wie möglich versucht, die Keurmerk zu erklären, um die Eigenschaften und vor allem die Vorteile vorzustellen. Es wurde z.B. erklärt, dass durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit den Behörden mehr Einsicht in die Funktionsweise von einem Coffeeshop möglich wurde. So konnten Probleme der Unternehmer oder des Personals gezeigt werden.

Bernt Schneiders (PvdA)

Bernt Schneiders (PvdA)

Natürlich kam das Gespräch auf den umstrittenen Plan, eine Obergrenze für THC  einzuführen und dass diese Problematik mit der ‚Backdoor‘ kaum zu lösen ist. Auch die Bürgermeister konnten keine Lösung präsentierne und wirkten ratlos. Nach einigen Schilderungen der Problematik der Versorgung der Coffeeshops mit ausländischem Gras, war ich so frei, das Konzept der Keurmerk des Verbands THC (Team Haarlemse Coffeeshopondernemers) vorzustellen.

Ich erklärte, dass es mit diesem System und den Steuerdaten über den Verkauf  eines Coffeeshop möglich wäre, dass Cannabis nicht mehr außerhalb eines Coffeeshops angeboten würde  . „Ah, ist das möglich?“, hörte ich sagen und die Konzepte wurden aufmerksam zur Kenntniss genommen.

Insgesamt ein sehr interessantes Treffen mit Menschen, die etwas verändern können, wenn sie überzeugt werden. Der Verband THC wird heute als seriöser Gesprächspartner der Regierung und Behörden angesehen und darauf sind wir sehr stolz.

Eli

Eli

Die Einführung des Wietpas hat mich dazu gebracht, mich für die niederländische Cannabispolitik zu interessieren. Ich komme aus dem mittleren Ruhrgebiet und bin wie so viele am Wochenende immer mal gern in die niederländischen Grenzstädte zu den Coffeeshops gefahren. Die negative Meinung gegenüber Cannabis ist ein Vorurteil, für dessen Abbau ich mich einsetzen möchte!
Eli
  • Kurze Info: THC ist der Verband der Haarlemer Coffeeshops. „Team Haarlemse Coffeeshopondernemers“

    • eli

      Jo, ich änder das schnell.

  • keinwietspass

    Bei einer Regulierung wird wohl die 15% Grenze kommen, denn dann ist es
    durchführbar.
    Ist in Uruguay so, mit einer tieferen Grenze. Hasch wird es auch nicht mehr geben.
    Ich glaub nicht dass die Regulierung mit Ivo zu machen ist.
    Oder wenn mit Ivo dann nur mit landesweiter Durchsetzung des I Kriteriums.

    • Revil O

      Mit so einer Grenze und erst recht mit dem I-Kriterium wird man den Schwarzmarkt , egal wie viel Polizeieinsatz man aufbringt aber niemals beseitigen.

      • Hanfbauer

        Und kontrollierbar ist sie auch nicht. Jeder Züchter lacht sich kaputt über solche Vorstellungen. Man kann natürlich massenhaft Ruderalis – Sorten reinkreutzen. Dann kriegt man es bis auf 2% runter, aber das will niemand kaufen.
        Vor allem ist es dann als medizinische Sorte nicht mehr zu gebrauchen, denn da MUSS der Anteil an THC oder CBD (Oxidationsprodukt von THC) sehr hoch sein. Wer züchtet die dann ? Quatsch hoch 10.

        • keinwietspass

          Das mit dem landesweiten I Kriterium ist natürlich weit
          hergeholt. Aber wer weiß. Falls mal die Regulierung unter Ivo erst mal in einigen Gemeinden als Projekt getestet wird, kann ich mir dabei nur Gemeinden mit I Kriterium vorstellen. Das eingenommene Geld kann dann in die Bekämpfung des
          Straßenhandels fliesen.
          Ich sehe kein Problem darin Pflanzen zu züchten die ein THC Gehalt unter 15% haben. Ist das nicht jetzt schon etwa der Durchschnittsgehalt in CS wiet?
          Bei medizinischen wiet ist die 15% Regel doch nicht vorgesehen.
          Aus 2% Material wird dann Wasserhasch mit 14,85%
          hergestellt. :)

          • Revil O

            Auch wenn ich mich weit aus dem Fenster lehne mit meiner Meinung bin ich trotzdem überzeugt das dass niemals klappen wird. Gute Connections werden auch weiterhin Gras ohne irgendwelchen schwachsinnigen Grenzen verticken weil eh eine Nachfrage bestehen wird!!! Ebenso würde es sich bei Importhasch verhalten. Auch hier würde eine Nachfrage bleiben , somit wird diese auch weiterhin bedient. Wer in einem regulierten Markt den Schwarzmarkt wirklich effektiv bekämpfen möchte wird das nur ohne irgendwelchen Grenzen und ohne Diskriminierung wirklich schaffen.

          • Hanfbauer

            Sehe ich auch so. Warum gibt es denn keinen funktionierenden Schwarzmarkt für Alkohol ? Weil es da keine Grenzen im Verkauf gibt ! Da gibts alles bis zum 80% Strohrum, der schon in kleineren Mengen absolut tödlich ist.

            Den Schwarzmarkt wird man so zu 100% nicht wegbekommen. Da gibts nur eine Lösung: Ganz oder gar nicht. Gerade in de Niederlande sollte man wissen, das halbe Lösungen KEINE LÖSUNGEN sind, weil das Problem nur verschoben wird und nicht gelöst.
            Beim Alkohol hat man das doch auch hinbekommen, obwohl der viel schädlicher ist.

          • Revil O

            Das sollte man sehr wohl gerade in den Niederlanden wissen.
            Hier sollte man sich gerade an die 90er zurückbesinnen , als man der Duldungspolitik von seiten der Legislative nicht irgendwelche Knüppel zwischen die Beine gehauen hat.
            Bis Mitte Ende der 90er konnte man doch viele Jahre gut beobachten das sich der Markt in Holland von selbst und in vernünftige Bahnen reguliert hat.
            Erst als Ende der 90er angefangen wurde das Rad herum zu drehen enstanden die Probleme über die wir hier alle oft drüber diskutieren und schreiben.

          • franz v. a.

            voellig korrekt,alles was verboten ist wid es grade deshalb immer geben,und durchs verbot nur noch gewinnmaximierter….das einige wo meiner meinung knallharte prohibition nuetzlich sein koennte waeren schusswaffen ect…ist schon heftig ne kanone kriegt jeder besoffene schuetzenvereinstyp aber vor weed will man das volk beschuetzen…hab sogar ein gerichtsurteil aus mg gelesen wo ein dachdecker sich 2-3 pflaenzchen angebaut hat und der richter ihn vollsuelzt:sowas in ihrem alter nimmt ein gesunder junger mann doch keine drogen sondern ist z.b. im schuetzenverein….ja klar.. dazu faellt mir ein familiendrama zu weihnachten in bayern…

        • Sebastian

          @Hanfbauer: Oxidationsprodukt von THC ist CBN, Cannabinol.
          CBD, Cannabidiol ist eine Vorstufe von THC.

          • Hanfbauer

            ja, hab ich wohl das d mit n verwechselt. Aber was solls, wenn ich ernte und genieße ist mir der Name egal.

            @franz va
            In USA ist noch viel schlimmer, da kann in Texas ein 10 Jähriger eine Halbautomatic kaufen. Aber für einen Blunt kommst du ins Gefängnis. So verlogen kann eine angeblich „freie“ Gesellschaft sein.

  • keinwietspass

    Das oben von mir geschriebene spiegelt nicht meine Meinung wieder
    wie eine Regulierung ablaufen sollte. Das sind rein spekulative Gedanken
    darüber wie es unter gegebenen Umständen umgesetzt werden könnte. Am realistischsten ist, dass es unter Ivo keine Regulierung geben wird, Sollte es zu einer Regulierung kommen, halte ich es für sehr wahrscheinlich das es zur 15% Grenze kommt. So wie ich es verstanden habe ist es mit der 15% Grenze schon beschlossene Sache und soll am 01.07.2014 oder 01.01.2015 eingeführt werden,
    Aber ist pestizidfreies, sauberes 15% wiet das
    verseucht ist? Viel Stärkeres ist in den meisten CS heutzutage eh nicht zu
    bekommen. Importhasch ohne „ achterdeur“ ist solange nicht möglich bis sich die z.T. sehr strengen Gesetze in den Erzeugerländer ändern. Es sei den man
    verkauft vom NL Zoll abgefangene Ware. Ich hatte in meinen Jugendjahren sogar geglaubt das so die CS beliefert werden, damals gab es dort noch kein NL wiet.

    • Hanfbauer

      Also ich bin auch Niederländer, und glaube nicht, das mit der VVD
      überhaupt eine Lösung zu machen wäre. Das, was ich da geschrieben habe, bezieht sich auf eine Zeit nachdem die VVD mitsamt Opstelten in de
      Regierung nichts mehr zu sagen haben. Sie verlieren ja auch überall in
      den Umfragen.

      In Deutschland haben sie die Pseudo-Liberalen Spinner auch aus dem Parlament gewählt, warum soll das hier nicht gehen ? Danach könnte man eine wirklich umfangreiche und gründliche gesetzliche Lösung angehen, ohne falsche Kompromisse, die letztlich den Schwarzmarkt, der den Staat viel Geld kostet!, nur auf alle Zeiten zementieren würde.

      Es sollte sich auch mal jemand dabei Gedanken machen, wieviel Geld die geradezu hysterische Verfolgung von Privatgrowern den niederländischen Staat kostet. Wenn ich mein eigenes Kraut anbauen kann, warum soll ich dann zum Dealer rennen und dem im Monat ein paar Hundert Euros für verseuchtes Gras in den Rachen werfen ?

      Die heutigen Gesetze fördern Kriminalität in jeder Weise und eine eingeschränkte Legalisierung würde da nur wenig ändern. Ich höre schon Leute sagen: „das richtig starke Zeug kriegst du nur bei mir ! „

      • Ihr ganzen perfekt deutsch schreibenden Niederländer: wollt ihr nicht mal n Gastbeitrag schreiben oder fest im team mitmachen?

        • eli

          einen oder zwei können wir sicher noch gebrauchen.

        • Hanfbauer

          Ja, ich hab jetzt mein Übersetzer, deswegen geht es in Deutsch besser. :)

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