Coffeeshop Blue Tomato kämpft gegen Urteile und Falschmeldungen

Innenansicht Coffeeshop Blue Tomato, Quelle: Facebook

Innenansicht Coffeeshop Blue Tomato, Quelle: Facebook

Kürzlich haben wir über das Gerichtsurteil gegen den Edel-Coffeeshop „Blue Tomato“ in Hoorn (Nordholland) berichtet. Dort hiess es, dass der Shop mit sofortiger Wirkung geschlossen sei, was auf einen Artikel des „Noordhollands Dagblad“ hervor ging. Nach Rückfrage an den Shopbetreiber John Elbers bestätigte uns dieser allerdings, dass der Shop nicht geschlossen sei und der Verkauf vorerst ganz normal weiterginge. Der Fehler ist also bei den Medien zu suchen, was in diesem Falle eindeutig Geschäftsschädigend war, denn in den Tagen nach der Meldungen gingen die Besuchszahlen merklich zurück.

Fakt ist, dass das Urteil gesprochen wurde. Fakt ist auch, dass bei einer Rechtskräftigkeit des Urteils der Shop schließen müsste. Fakt ist aber auch, dass Betreiber Elbers das Urteil zusammen mit seinem Anwalt anfechten wird, um dem Unglück zu entgehen.

Glücklicherweise steht die Gemeinde Hoorn, allen voran Bürgermeister Onno van Veldhuizen (D66) hinter der Idee, dass im Gewerbegebiet Horn80 ein Coffeeshop sein soll. Und mit Betreiber Elbers habe sich ein zuverlässiger Unternehmer gefunden, der etwas vom Geschäft versteht und eng mit der lokalen Politik zusammenarbeite. Der Bürgermeister bekräftigte dies auch alles kürzlich in einem TV-Interview. Die Gemeinde will prüfen, inwieweit sie den Shopbetreiber unterstützen kann.

Die Geschichte dürfte also auch weiterhin durchaus spannend sein. Natürlich wünschen wir dem „Blue Tomato“ auch für das Wohle des Personals alles erdenklich Gute. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Shop vom Betreiber John Elfers in letzter Minute gerettet wurde: Sein Amsterdamer Coffeeshop „Johnny“ war vom Abstandskriterium bedroht bevor sich herausstellte, dass die Entfernung zur nächsten Schule doch passte.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Gute Frage, nächste Frage;

    Man stelle sich vor, man eröffnet mit viel Aufwand und Kosten ein Geschäft und die Presse teilt den Leutz mit, das das Business schon wieder geschlossen ist.
    -> Vielleicht ist hier eine Schadenersatzklage möglich. Nur, gegen wen? Gegen die berichtende Presse?

  • Gute Frage, nächste Frage;

    PS: Falls man Meldungen aus Deutschland hier bei kwp auch noch als Blogeintrag integrieren wollte, dürfte man den Text 1:1 mit einer zusätzlichen eigenen Meinung einfach kopieren? Oder würde dies eine Urheberrechtsverletzung darstellen?

    • Gute Frage, nächste Frage;

      Ich nehme an, das bei jedem verwendeten Satz eine Änderung vorgenommen werden muss. Oder reicht schon eine Änderung pro übernommenen vollständigen Text aus?

  • streuner

    Also am letzten Mittwoch gegen 14 Uhr war da zu. Nur zu, kein Schild, nix.

    • Piet Blank

      Bist du da extra hingefahren, weils ein cooler neuer Laden ist oder nur daran vorbeigefahren? Ich meine mich erinnern zu können, das der Shop gar nicht mal so grenznah ist, ist der Hintergrund…

      • streuner

        Ich war für einige Tage in der Gegend :-)

  • Pingback: …wenns dem bösen Nachbarn nicht gefällt. | Kein Wietpas!()

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