Opstelten muss Wietdebatte ernst nehmen

opstelten28.6.14Der Aufruf einer großen Zahl von Bürgermeistern den Cannabisanbau zu regulieren, muss vom Minister für Sicherheit und Justiz Ivo Opstelten (VVD) ernst genommen werden. In einem offenen Brief ruft die ‚Kommission für Sicherheit und Justiz‘ der Ersten Kammer Opstelten dazu auf.

Die Senatoren der Ersten Kammer fordern, dass eine Debatte in der Zweiten Kammer (Parlament der Niederlande) darüber stattfindet, um so „alsbald zu einer Lösung“  in dieser Frage zu gelangen. Darüberhinaus fordern sie von Minister Opstelten und Innenminister Ronald Plasterk (PvdA) eine Erklärung über die bisher getroffenen Maßnahmen zur Lösung des Problems.

Die Bürgermeister sowie die Senatoren sehen mit Sorge, dass immer mehr Menschen „in die Arme von kriminellen Organisationen getrieben werden“, weil sie an der Produktion von Hanf beteiligt sind. „Die Argumente, die die Bürgermeister von Ihnen gehört haben, sind nicht ausreichend, um dieses Problem zu lösen“, so ein Zitat aus dem Brief.

Eli

Eli

Die Einführung des Wietpas hat mich dazu gebracht, mich für die niederländische Cannabispolitik zu interessieren. Ich komme aus dem mittleren Ruhrgebiet und bin wie so viele am Wochenende immer mal gern in die niederländischen Grenzstädte zu den Coffeeshops gefahren. Die negative Meinung gegenüber Cannabis ist ein Vorurteil, für dessen Abbau ich mich einsetzen möchte!
Eli
  • donkey

    Lustig,

    ein Thema, zwei Artikel, gleicher Inhalt, unterschiedliche Wahrnehmung….

    Mobo macht in seinem Artikel erstmal Stimmungsmache im ersten Absatz, bevor der Inhalt kommt. Dieser hier ist eher reiner Bericht. Jeder hat so seinen eigenen Stil.

    ps. dieser Obstelten hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Hartmann. Die scheinen vom gleichen Planeten zu kommen.

    • eli

      Der Zeitungsartikel (von wo der Inhalt stammt) ist aber auch kein reiner Bericht, sondern eindeutig wertend für die Regulierung, also keine neutrale Beschreibung der Dinge.

      • Sebastian

        Das heißt also die Niederlande stehen wohlmöglich kurz vor einer Regulierung von Cannabis, ähnlich wie in Colorado, Washington und Uruguay.

        • donkey

          Nicht, solange Ivo seinen Posten hat. Er müsste also, wenns schnell gehen soll, seinen Rücktritt erkären. Dafür braucht es aber einen trifftigen Grund, Skandal?

          • Ivo bzw. die VVD als Regierungspartei sind nicht das einzige Problem. Rutte selbst hat es bei seinem Auftritt vor Studenten im Wahlkampf ja klar gesagt: „Wenn wir das machen (den Cannabisanbau regulieren) kann ich mich in Berlin nicht mehr blicken lassen. Auch die Zusammensetzung des Joint-Hit-Teams aus Niederländern, Deutschen und Franzosen zeigen klar den Einfluss der prohibitionistischen Nachbarn auf die Drogenpolitik der Niederlande. Und diese Entwicklung gibt es leider nicht erst seit Opstelten. Auch das Frederick Polak bei der Unodoc das Mikro abgestellt bekam zeigt, das es ein weitaus größerer Plan ist in den Niederlanden das Rad der Zeit zurückzudrehen. Der Rückgang von einst 2600 auf nun ca. 550 Coffeeshops zeigt das auch. Ich schreibe dies übrigens vom Krankenhausbett. Habe wie mobo im letzten Jahr nun einen Bandscheibenvorfall.

          • streuner

            Na dann mal „viel Spaß“ :-) Und in erster Linie eine erfolgreiche Behandlung.
            NL wird dem internationalen Druck nur durch den Eigenanbau und limitierte Clubs, nur für „Eingeborene“ entgehen KÖNNEN.
            Wenn es in D jemals eine Legalisierung geben sollte, kommt die über Nacht (wie der Atomausstieg).
            Immer aufrecht halten :-)
            greetz

          • Danke Streuner. Und die Wahrscheinlichkeit für eine Legalisierung hierzulande steigt und fällt mit dem Erfolg oder Misserfolg der Drogenpolitik anderer europäischer Länder wie eben den Niederlanden, Spanien oder Portugal. Auch Belgien ist uns schon voraus. Immerhin gibt es dort bereits eine echte Entkriminalisierung von Kleinstmengen (3g) und minimalem Eigenanbau (1 professionelle Pflanze).

          • Marok21

            Gute Besserung Antonio ;)

          • Maik

            Ominöses Video von Opstelten:

            beste grüße

            Maik

          • Und hier noch eins von mir zusammengeschnitten ;-) http://youtu.be/5zDVY84ZpAU

          • Frank2

            Ich sehe (leider) in den nächsten 50 bis 100 Jahren in Deutschland keine Legalisierung kommen. Eine Überwältigende Mehrheit ist dagegen. Da kommt eher ein neuer Diktator.

          • Ich sehe schon eine große Chance auch in Deutschland mittelfristig zu einer vernunftbasierten Drogenpolitik zu kommen. Wenn eine breite Öffentlichkeit besser informiert ist, wird sich die dumme, teure und dogmatische Drogenpolitik von heute nicht mehr vermitteln lassen und spätestens dann müssen sie einlenken. Wichtig ist aber auch wie es in den Ländern nun weitergeht, die sich schon vorgewagt haben. U.a. daher sind auch die Niederlande so wichtig. Wenn diese die Zeit komplett zurückdrehen und wieder so repressiv werden wie wir, sinken die Chancen hierzulande. Ich denke realistisch sind eher noch die nächsten 2 Legislaturperioden. Optimistisch bleiben! Der politische Widerstand ist hart, aber das gesellschaftliche Klima hat sich schon stark gewandelt und irgendwann wird man dagegen keine Politik machen können. Der Atomausstieg kam auch – und der kostet Geld und bringt keines wie eine Cannabislegalisierung.

          • Revil O

            Wünsche Dir auch gute Besserung Antonio und das Du schnell von den üblen Schmerzen befreit wirst.

          • Vielen Dank lieber Revil O. Das tut gut. Werde wohl erst Morgen das Gespräch mit dem Neurochirurgen haben und dann habe ich ein paar Tage Bedenkzeit ob OP oder nicht. Hauptsache ich bin schnell wieder fit. Hab ehrlich gesagt keine Lust damit ewig herumzulaborieren. Aber Reha werde ich in jedem Fall machen müssen, das wurde mir heute schon gesagt.

          • Wichtig ist: es gibt verschiedene OP-Techniken. Die richtige zu finden ist nicht leicht. Ich hatte ubrigens eine „dynamische Fixierung“. Ubd das es ne Reha gibt ist normal. Ist faktisch gesehen keine Reha sondern eine „Abschlussheilbehandlung“. Eine sehr angenehme, sorgenfreie Zeit! Versuch navh Bad Sassendorf zu kommen. War wirklich toll und ich kann dich dann besuchen kommem!

  • Sebastian

    Lese gerade die Meldung im Hanfjournal, das Polen als erstes Land bei „Weed like to talk“ das erforderliche Quorum erreicht hat.
    Deutschland liegt bei 20%, Leute haut rein, Ungarn ist schon bei 38%, Bulgarien bei 62% und sogar Schweden hat schon 47%! Wenn 7 Länder das Quorum erreicht haben muß die EU sich ernsthaft damit auseinandersetzen, das Ergebnis ist verpflichtend, nicht so wie die Petitionen sonst.

    Ich finde das Thema kann auch als Aufhänger hier in den Blog, so das man das als erstes beim Besuch sieht. Es passt schließlich zum Thema, die Niederlande haben grad mal 2.58% der benötigten Stimmen, auf die brauchen wir kaum hoffen, da sind Kroatien mit 23,6%, Estland mit 34% und Lithauen mit 25,5% schon eher im Rennen.

    https://ec.europa.eu/citizens-initiative/REQ-ECI-2013-000023/public/map.do

    • Anononym

      Das Problem ist glaub ich, dass die insgesamt 1 Mio Stimmen brauchen und eben die 7 Länder. Die Länder sind vielleicht noch zu schaffen, aber Stimmen sind insgesamt erst ca. 108000, das wird wohl leider nichts werden. Aber versuchen und unterstützen sollte man es in jdem Fall

    • Ich bin Admin der Weed like to talk Nederland-FB-Seite – schon bezeichnend, dass sich dafür kein Niederländer gefunden hat…

      Und leider liegt NL auch nur bei mageren 2,65% und dürfte damit so ziemlich das Schlusslicht bilden. Unterstützt mal wieder den Satz von Peter Lunk, dass Cannabis für Niederländer wie ein Käsebrötchen ist.

      • Gerhard Balthasar

        Hm, ich bin grade ein bisschen kreativ und hab mir etwas überlegt. Ob das realistisch ist, müssen aber andere beurteilen. Ich schreib das jetzt mal alles so spontan auf, wüsste sonst nicht wo ich das hinterlassen kann. Hoffe mal das stört dich nicht :)

        Ich denke, für 5000€ pro Monat liese sich das Ziel durchaus erreichen. Evtl. könntest mal mit dem DHV reden…

        Folgende Maßnahmen fallen mir ein:

        – Infostände in Innenstädten mit Ipads zum direkt unterzeichnen
        – In jedem Land die aktiven sozialen Medien ermitteln und dort ansetzen: Flyer/Werbefeuerzeuge/… für Freiwillige Verteiler kostenlos bereitstellen usw., Gewinnspiele, Onlinespiele infiltrieren (soweit es halt legal ist :)

        – Google Adwords buchen falls nicht zu teuer

        – Sponsoring von Veranstaltungen, z.B. Konzerte, LANs, eSport Eregnissen: Evtl. kann man Rabattaktionen oder so machen, wo man als Gutschein Sponsor auftaucht, bzw. z.B. 10% Eintritt Nachlass gegen Unterzeichnung.

        – Veröffentlichungen über die Initiative in allen Growzeitungen aller Länder mind. einmal pro Monat, evtl. kann man auch mit Herstellern von Genuss-Zubehör vereinbahren, Visitenkarten mit der Weburl bei Bestellungen beizulegen, z.B. auch bei den großen Seedversendern.

        – Grassroot Aktionenen, die es in die lokalen Zeitungen schaffen, quasi als kostenlose Werbung: Selfies mit Cannabispflanzen (Kunstwort Weedfie oder so :), Bus oder Autolackierung mit Cannabisblatt und Webadresse, Künstler überzeugen etwas herzustellen und auszustellen, Flashmobs organisieren
        – Podiumsdiskussionen organisieren in Universitäten, Bibliotheken, Museen, etc, wo es halt nicht viel kostet einen Raum zu mieten.
        – Speziell in den Niederlanden Aushänge/Flyer in Coffeshops, in Spanien in den CSCs, in Österreich in den Stecklink Shops, generell in Growshops, etc.

        Wichtig sind dabei Faktoren wie:

        – In jedem Land Leute finden, die aktiv mitmachen und diese koordinieren anstatt alles selbst zu machen. UND: Auf die besonderheiten jedes Landes Rücksicht nehmen, d.h. wie man die Leute am besten erreicht ohne viel Geld.

        – Familien gezielt ansprechen: Wollen Sie lieber dass ihr Kind vom Dealer Cannabis kauft oder vom großen Bruder oder von Ihnen etwas aus reguliertem Verkauf bekommt? Die Schiene etwa.
        – Man muss Freundeskreise erreichen. Von der Initiative muss es irgendwas geben, was einer an 5-6 andere geben kann, z.B. Papers oder Siebe.
        – Wichtig wären normalerweise auch ältere und Rentner, einfach weil es viele gibt. Allerdings denke ich wegen dem Online Charakter zu vernachlässigen, bzw. noch schwerer zu monilisieren.

        – Medizin! Von Rick-Simpson Oil und Charlotte Web berichten, Heilung und Linderung für X Krankheitsbilder, usw. Nur über eine Marktregulierung kann den Menschen geholfen werden.

        Jo, das wärs glaube ich erstmal. Man kann sicher noch viel dazuspinnen und sich überlegen, wenn man mal zu dritt oder so ein paar Stunden das Gehirn „stormt“.

        Die sieben Länder lassen sich mit konzentrierten Aktionen sicher erreichen, erst recht weil absolut gesehen in einigen kleinen Ländern z.B. nur 1500 Stimmen fehlen.

        Aber die Million wird schwierig. Da muss man in Ländern die eh weit vorne liegen auf sehr viel mehr als die Mindeststimmen kommen. Also sich auf die Länder konzentrieren, die eh schon viele haben, dort sind die Leute wohl eher bereit zu unterschreiben.

        Ich hoffe das war nicht alles Blödsinn und sag mal liebe Grüße und Gute Besserung!

        • Joe xOG

          Ich versuch auch bei uns mal Dampf zu machen damit wir die 4500 unterschriften für unser kleines kack Land bekommen !!!

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