Hoes soll sich wegscheren

Not the place to be - Bahnhof Maastricht - CC-License: photo by Alex Thompson

Not the place to be – Bahnhof Maastricht – CC-License: photo by Alex Thompson

In Maastricht (Limburg) gerät Bürgermeister Onno Hoes (VVD) mal etwas unter Druck. Die lokale D66 startete vor ein paar Tagen eine Umfrage, bei der bereits 1200 Einwohner der Stadt befragt wurden. 90 % waren der Meinung, Hoes ist nicht mehr der richtige Mann für diese Position und er sollte sein Amt niederlegen. Drogenkriminalität und Probleme mit Straßendealern gab es in Maastricht schon immer aber seit seines Amtsantrittes hat das ganze ein Level erreicht, welches nicht mehr akzeptabel ist. Seit dem Ausländerverbot ( ohne NL-Wohnsitz) in den Coffeeshops liegt die Stadt, gemessen an der Einwohnerzahl, in der Kriminalitätsstatistik ganz oben und wird nur noch von den Städten Rotterdam, Amsterdam, Den Haag, Eindhoven und Utrecht überboten. Carol Berghmans, Vorsitzender einer Bürgerinitiative in Maastricht, ist schockiert. Vor dem Aktuellen „Drugsbeleid“ glich Maastricht gegen 21 Uhr Abends zum Teil einer Geisterstadt, die Gestalten die man heute antrifft sind alles andere als gemütliche Zeitgenossen. Hoes weigert sich immer noch mit Berghmans eine Lösung zu finden. Wollen wir mal hoffen, dass die Umfrage weiter in diese Richtung geht und man nicht nur D66 Sympathisanten befragt hat. Immerhin passiert überhaupt mal wieder etwas in Maastricht, man hatte ja schon fast das Gefühl die Bürger wären völlig zufrieden und alle lieben Onno.

Nachher gibt es dann noch einen Reisebericht von mir, seid gespannt.

Kushdee

Kushdee

In den letzten Jahren habe ich mich eingehend mit der Niederländischen Coffeeshopkultur beschäftigt und einige Erfahrungen vor Ort sammeln dürfen. Sie hat mich quasi in Ihren Bann gezogen und lässt mich nicht mehr los. Ich freue mich hier auf "Kein Wietpas!" dabei sein zu dürfen und euch regelmäßig Beiträge zu liefern. Wie man in den Grenzregionen sieht, kann auch ein "kleines" Blog zur Verbesserung der Situation beitragen.
Kushdee

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  • Sr.SMOKEtoomuch

    Moin
    da wird Maastricht wohl zum Negativbeispiel aller Instanzen , die Bürger von Maastricht sind zu spät aufgewacht , …. plötzlich explodieren die Kriminalitätszahlen , welche Überraschhung , hat keiner von den ach so tollen und ach so schlauen Politikern kommen sehen …..
    Von den Kosten für die Gesellschaft mal ganz zu schweigen …..

    Schade für Maastricht und ein Indiz , für mich , dass die Demokratie von Menschen wie Hoes und Opstelten missbraucht wird …..

  • Nimrod

    Gut dass man endlich mal auf die Idee kommt und eine hoffentlich repräsentative Umfage beim Volk macht. Aber nach den bisherigen Erfahrungen geben die Politiker, insbesondere Hoes und Opstelten, einen feuchten Kehricht auf die Meinung der von Ihnen „vertretenen“ Bevölkerung. Selbst Fakten wie Anstieg der Kriminalität, Rückgang des Umsatzes der ansässigen Geschäftsleute, massiver Anstieg der Kosten für die Bekämpfung der Drogenkriminalität werden doch gepflegt ignoriert. Es wird einfach weiter am eigenem Volk vorbei regiert. Da müsste der Druck noch erheblich stärker werden, bis wirklich was passiert. Und es darf auch nicht vergessen werden, dass der Druck der angrenzenden Euroländer in Bezug auf eine restriktive Drogenpolitik auch nicht weniger wird.

      • Sebastian

        Es steht nicht im Text, aber im meine Georg sagte es wurden knapp mehr als tausend Menschen befragt, repräsentativ für die ganze BRD.
        Da ist 1200 Befragte für ganz Maastricht garantiert auch representativ, wenn der Auftrag von einem anerkannten Dienstleister durchgeführt wurde, wovon ich mal ausgehe.

        • Sebastian

          1.012 Befragte waren es beim DHV, dann ist Onno auf jedenfall sehr unbeliebt, da gibt es gar keinen Zweifel.
          Er darf ja jederzeit zurücktreten, aber will er Maastricht so hinterlassen, oder nicht lieber doch alles wieder in Ordnung bringen.

          http://hanfverband.de/download/Hanfverband_KW1444_tabs

          • Kushdee

            Bin ich ganz deiner Meinung. Aber das ist ein Problem in ganz NL. Die Bürgermeister haben in der Regel wenig Verbundenheit zur Stadt, da Sie vorher schon in zwei anderen Städten diesen Posten besetzt haben.

            Wenn er ein aufrichtiger Mensch ist, dann tritt er nicht zurück und zieht den Karren aus dem Dreck. Immerhin ist er der Verantwortliche, auch wenn die Partei sicherlich ein wenig Druck auf ihn ausgeübt hat diese Politik konsequent durchzusetzen.

          • Hoes ist bekennender Fan der lokalen Fussballmanschaft. Sowas zieht ja scheinbar…

          • LOL – Fussballmannschaft. Das soll ziehen? Wer nimmt dem das denn ab. Der knutscht doch lieber mit 17jährigen Strichern. Das ihm damals noch nicht einmal diese Affäre das Genick gebrochen hat, zeigte mir dass der Typ total schmerzfrei ist und an seinem Posten klebt. Vor 20 Jahren wäre das gesellschaftliche Klima noch so gewesen, dass er nach „Onnogate“ auf jeden Fall zurückgetreten wäre. Aber scheinbar vergibt man Homosexuellen mittlerweile sogar das Rummachen mit Minderjährigen – sogar wenn sie Bürgermeister sind. Da hat sich gesamtgesellschaftlich einiges getan – früher wäre der Typ danach untragbar gewesen.

            Ehrlich gesagt habe ich damals sehr darauf gehofft – wenn mir die Sache selbst auch ziemlich egal war. Es gibt weitaus trifitgere Gründe warum dieser Mensch nicht Bürgermeister von Maastricht sein sollte.

            Die Facebook-Seite: „Onno Hoes moet weg als Burgemeester van Maastricht“ (Onno Hoes muss weg als Bürgermeister von Maastricht) hat mittlerweile auch über 5000 Likes. Hier die Seite: https://www.facebook.com/OnnoHoesMoetWegAlsBurgemeesterVanMaastricht?fref=ts

            Und nochmal zwei Videos zu „Onnogate“:

          • Das mit dem Fussball kommt von Onnos deutscher Wikipedia-Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Onno_Hoes auch wenn wir das nicht nachvollziehen können, aber bei vielen zieht sowas.

          • Oha – über Onno Hoes gibt es einen deutschen Wiki-Eintrag. Den kannte ich bislang ja gar nicht.

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