Nachrichten der letzten Tage

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In Tiel (Gelderland) schließt man sich, nach einer Abstimmung durch den Rat, den anderen 56 Gemeinden an und möchte zukünftig auch eine geregelte Versorgung der Coffeeshops mit qualitativ einwandfreier und gesundheitlich unbedenklicher Ware gewährleisten. Das Ergebnis war mit 19 zu 7 Stimmen sehr eindeutig und die Hardliner mussten sich geschlagen geben. Aber auch unter unseren geliebten Freunden von der CDA und der VVD gab es durchaus Befürworter. Bei dem Thema ist man sich parteiintern anscheinend auch nicht mehr einig.

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Der Coffeeshop „The Brothers“ in Heerlen (Limburg) steht momentan unter Dauerfeuer einer Bürgerorganisation. Seit dem Schusswechsel im Januar 2014 vor dem Geschäft, hat der Betreiber keine Ruhe mehr. Er sieht sich nun gezwungen eine neue Lokalität zu suchen. Die Gemeinde steht hinter dem Vorhaben und das Suchgebiet erstreckt sich von Heerlenerbaan über Welten-Benzenrade, Caumerveld-Douve Weien und Aarveld-Bekkerveld bis nach Molenberg. Somit hätte man eine gute Verteilung der Coffeeshops in der Stadt.

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In Tilburg (Noord-Brabant) fängt man an wirtschaftlich zu denken. Die „Taskforce“, die gegründet wurde um den illegalen Straßenhandel inklusive professionellem Anbau zu bekämpfen, hat ein wenig die Ordnung verloren seitdem einige Akteure das Spielfeld verlassen haben. Auch den konservativen Politikern wird langsam klar, dass die Steuergelder und Subventionen für diese „Spezialeinheit“ absolut falsch angelegt sind und die Resultate mehr als überschaubar bleiben. Im vorherigen Jahr habe man 31 Millionen Euro beschlagnahmt und vor kurzem erst eine international operierende „Drogenbande“ dingfest gemacht. Wer kurz ein wenig rechnet, dürfte schnell zu dem Ergebnis kommen dass die Kosten für die Taskforce deutlich höher sind. Diese ist in ganz Noord-Brabant tätig und die illegalen Cannabis-Plantagen sind leicht zurück gegangen. Prohibitionisten würden jetzt normalerweise aufstehen und klatschen, aber selbst in diesen Kreisen ist man alles andere als glücklich. Der Anstieg der schweren Straftaten lässt auch bei den Konservativen die Warnlampen angehen. Da wird es wohl bald Umstrukturierungen in der „Hennep-Taskforce“ geben.

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In Amsterdam (Noord-Holland) hat man der organisierten Kriminalität mal wieder einen Tiefschlag verpasst. Genauer gesagt geht es um fünf Pflanzen, die laut Gemeinde professionell produziert wurden und zum Verkauf gedacht waren. Sehr abstrus ist auch, dass die Ermittler die die Wohnung durchsucht hatten, eindeutig festgestellt haben, dass es sich hier um Eigenbedarf handelt. Ein genauer Bericht der zuständigen Ermittler wurde seitens der Gemeinde nicht angefordert. Ich will da jetzt nicht spekulieren, aber die Tatsache dass der Mann momentan leider arbeitsuchend ist, spielt sicher auch eine Rolle. Da befürchtet die Gemeinde wohl Zusatzeinnahmen. Richtigerweise ist der Beschuldigte in Berufung gegangen und die Chancen auf ein positives Ende stehen sehr gut.

 

Kushdee

Kushdee

In den letzten Jahren habe ich mich eingehend mit der Niederländischen Coffeeshopkultur beschäftigt und einige Erfahrungen vor Ort sammeln dürfen. Sie hat mich quasi in Ihren Bann gezogen und lässt mich nicht mehr los. Ich freue mich hier auf "Kein Wietpas!" dabei sein zu dürfen und euch regelmäßig Beiträge zu liefern. Wie man in den Grenzregionen sieht, kann auch ein "kleines" Blog zur Verbesserung der Situation beitragen.
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