Regierung stimmt gegen Gemeindeanbau

Peter Oskam freut sich (Foto: CDA)

Peter Oskam freut sich (Foto: CDA)

Neben all den schlechten Nachrichten, die aus dem einst so Hanffreundlichen Nachbarland kommen, gab es auch oft positive Impulse zu vermelden. So haben in den letzten Jahren immer mehr Gemeinden verkündet, dass sie gegen die Backdoor-Problematik vorgehen und einen regulierten Anbau zur Versorgung der Coffeeshops starten wollen. Das dies nicht über Nacht möglich ist, sollte jedem klar sein. Die Gemeinden mussten gegen Widerstand im Gemeinderat kämpfen, Konzepte entwerfen, juristische Unklarheiten beseitigen und natürlich ein OK aus Den Haag bekommen, was die generelle Machbarkeit angeht.

Alle Bemühungen scheinen jetzt im Keim erstickt zu sein, dank des CDA Politikers Peter Oskam. Dieser hatte eine Resolution (Motie) in die Tweede Kamer zur Abstimmung gebracht, die die Regierung dazu aufforderte, Anträge auf Gemeindeanbau nicht zu ermöglichen. Das Kabinett solle dafür sorgen, dass Pläne von Gemeinden, den Anbau zu genehmigen, nicht durchgeführt werden könnten.

In der heutigen Abstimmung stimmten 75 Parlamentarier für die Resolution und 70 dagegen.

Für die CDA ist es ganz einfach: Wir wollen nicht normalisieren, was nicht normal ist und was wir unseren Kindern vorenthalten wollen.

Peter Oskam

Die Regierungserklärung zur Abstimmung stimmt das bekannte Blabla an: Ein Anbau sei mit internationalen Verträgen nicht vereinbar und abgesehen davon würde er sowieso nicht die organisierte Kriminalität verhindern.

Die CDA freut sich natürlich über ihren Erfolg. Das Unterbinden von Anbau-Modellversuchen würde verhindern, dass Minderjährige mit dem Cannabiskonsum frühzeitig anfingen, was Psychische Erkrankungen, Drogenabhängigkeit und Schulprobleme nach sich zöge. Aha… Wie dieser Gedankengang zustande kommt möchte ich gerne mal wissen.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Revil O

    Wie manche Gedankengänge in manchen Köpfen zustande kommen möchte ich mittlerweile garnicht mehr wissen ehrlich gesagt.
    Was mich höchstens an solchen Statements interessiert ist die Frage ob solche Schlaumeier die Scheisse tatsächlich selber glauben die sie so vom Stapel lassen oder ob mit solch verschrobenen Ansichten andere Leute und Entscheidungsträger im Hintergrund zufrieden gestellt werden sollen.

    Greetz

    • ogf

      Wie solch unrealistische Entscheidungen zu stande kommen??Haltet mich fuer einen Verschwoehrungstheoretiker,aber nach dem Deal von Opstelten und seinem Hashbaron ist doch nun wirklich alles gesagt…was vorher auch schon sonnenklar war,Geld Geld Geld Und nochmehr Macht Macht Macht und trotz das man dann ein unbeliebter undynamischer Unsympath ist gibts dann trotzdem immer viele junge Frauen oder wahlweise eben Toyboys zu f….!solche Schlaumeier glauben an gar nichts ausser an ihre eigene Karriere…

  • Alice Tantius

    Da
    sieht man mal wieder, wie ähnlich wir unseren holländischen Nachbarn
    doch sind. Bei der (auf amerikanisches Betreiben) installierten
    Prohibitionspolitik werden überall die gleichen fadenscheinigen
    Argumente angeführt. Krude Argumente finden opportinistischen Politiker
    zuhauf, hier wie dort. Nur Vernunft und Realitätsorientierung scheinen
    einhellig außen vor zu bleiben. Leider funktioniert das System
    Realitätsverweigerung so gut, daß die auch noch gewählt werden…

  • Pingback: Leserwahl: Der Kommentar des Monats Mai 2015 | Kein Wietpas!()

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