Haarlemer Coffeeshopbesitzerin überfallen

In Haarlem (Noord-Holland) hat es gestern morgen einen sehr unschönen Zwischenfall gegeben. Zwei Vollpfosten  Unbekannte haben der Besitzerin des Coffeeshops „Willie Wortel’s Sinsemilla“ (Tochter von Nol van Schaik) auf offener Straße die Taschen aus der Hand gerissen und sind dann auf einem Roller in Richtung Heemstede geflüchtet.

CS Willie Wortels Sinsemilla, Quelle: Google streetview

CS Willie Wortels Sinsemilla, Quelle: Google streetview

Die Besitzerin war vor Ort, um den Umsatz abzuholen, welcher letztendlich bei dem Überfall erbeutet wurde. Einer der beiden Täter war mit einer Pistole ausgerüstet und verlangte die Herausgabe der Handtasche. Auch der dreijährige Sohn der CS-Besitzerin befand sich im Wagen. Zu aller Erleichterung ist niemand zu Schaden gekommen. Nol van Schaik hat bereits eine Belohnung in Höhe von 2500 € ausgesetzt, sollte jemand Hinweise haben oder genaueres wissen. Die Täter trugen zudem auffallend gelbe Sonnenbrillen. Nach kurzzeitiger Schließung hat der Shop seine Türen wieder geöffnet und alles geht wie gewohnt weiter. Polizei und Burgernet suchen intensiv nach den Tätern. Dazu wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Eine Überwachungskamera konnte das Geschehen filmen.

Solche Geschichten werfen immer ein schlechtes Bild auf die Branche. In anderen Gemeinden führten ähnliche Ereignisse bereits zu Schließungen der Betroffenen Shops mit der Begründung, dass die „Sicherheit der Nachbarschaft“ gefährdet sei. In Haarlem gehe ich zwar nicht davon aus, aber im Netz liesst man auch böse Kommentare wie „Hier rauben Kriminelle andere Kriminelle aus“. Unsereins sieht in solchen Vorfällen keinen Unterschied zu „gewöhnlichen“ Überfällen wie z.B. auf Tankstellen. Für Konservative hingegen ist es ein Beleg dafür, dass Coffeeshops Verbrechen provozieren.

Abschließend wünsche ich der Familie van Schaik alles Gute, so dass der Schock schnell verarbeitet werden kann.

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Kushdee

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In den letzten Jahren habe ich mich eingehend mit der Niederländischen Coffeeshopkultur beschäftigt und einige Erfahrungen vor Ort sammeln dürfen. Sie hat mich quasi in Ihren Bann gezogen und lässt mich nicht mehr los. Ich freue mich hier auf "Kein Wietpas!" dabei sein zu dürfen und euch regelmäßig Beiträge zu liefern. Wie man in den Grenzregionen sieht, kann auch ein "kleines" Blog zur Verbesserung der Situation beitragen.
Kushdee

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  • Rolf Rammbock

    Wenn überhaupt, wäre die Tendenz Coffeeshops und/oder deren Personal auszurauben, ja ein weiteres Pro-Argument für eine Legalisierung, da ja absolut davon auszugehen ist, dass die Hemmschwelle aufgrund der Stigmatisierung gegenüber „Weed Händlern“ geringer ist, als z.B. bei anderen Bereichen des Einzelhandels.

    • Aus unserer Sicht ja. Aber so denken „die“ nicht.

    • Danke für den Hinweis. Siehe neuer Artikel!

  • F.Erkel

    Voll link , auf jeden Fall unterste Schublade , erst der geplante Abzock und dann auch noch Frau und / oder Kinder im Spiel ….
    Was sind das für abgefuckte Ratten ???

    Ich hoffe die werden gefasst und kriegen ordentlich ….

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