Coffeeshop Zanzi kämpft gegen Schließung

Mit freundlicher Genehmigung von duic.nl/

Mit freundlicher Genehmigung von duic.nl

Vor einigen Tagen haben wir über die Schließung des Coffeeshops Zanzi in Utrecht berichtet. VVD-Bürgermeister Jan van Zanen sah in der Tatsache, dass in der Wohnung über dem Shop eine zu große Menge Cannabis gelagert wurde eine “unmittelbaren Gefahr für die öffentliche Ordnung, Sicherheit und Gesundheit”, weshalb er nach dem Fund durch die Polizei den Laden sicherheitshalber schließen ließ. Ursprünglich sollte dies Temporär bis mindestens Ende August geschehen, doch schon nach kurzer Zeit wurde entschieden, dass der Shop jetzt doch komplett geschlossen werden sollte, dem Betreiber Danny Bunnik die Lizenz zum Betrieb eines Shops entzogen werden und für das Gebäude für mindestens ein Jahr keine neue Lizenz an einen anderen möglichen Betreiber vergeben werden sollte.

Bürgermeister van Zanen, CC BY 3.0 Foto: gemeente Amstelveen

Bürgermeister van Zanen, CC BY 3.0 Foto: gemeente Amstelveen

Die Schließung hätte zur Folge, dass 20 Mitarbeiter von jetzt auf gleich arbeitslos seien.

Betreiber und Personal wollen sich natürlich nicht damit zufrieden geben und gehen in die Offensive. In einer Protestaktion vor den verschlossenen Türen haben sie die Bevölkerung auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Unter dem Banner mit der Aufschrift: „Verkauf OK, Einkauf Nein??“ spricht Bunnik offene Worte: „Ich gebe zu, dass ich übertreiben habe, aber wie soll ich meine Ware anders sichern? Wenn ich zuhause lagere, ist die Gefahr eines Einbruchs zu hoch“

Seiner Auffassung nach würden alle Coffeeshops ähnlich verfahren, anders ließe sich eine sichere Bevorratung nicht bewerkstelligen lassen. Wohnung und Coffeeshop sind durch Sicherheitspersonal geschützt. Der Coffeeshop, der seit 20 Jahren existiert hätte stets für ein hohes Maß an Sicherheit in der Nachbarschaft gesorgt, jetzt würden sich die Strassendealer bereits die Hände reiben.

Mit freundlicher Genehmigung von duic.nl

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Jetzt sammelt man Unterschriften gegen die Schließung, die Webseite des Shops macht darauf ebenfalls aufmerksam. Notfalls wolle man vor Gericht gegen die Schließung klagen. Bunnik schätzt dort seine Chancen recht hoch ein, denn in den letzten Jahren gab es über 45 Verfahren wegen Übertretung der maximalen Lagermenge, die mit einem Freispruch ausgingen. Allerdings sind die 14 kg, die bei der Durchsuchung gefunden wurden auch kein Pappenstiel.

Wir wünschen Danny Bunnik und seinem Personal viel Kraft, den Kampf durchzustehen und hoffen, dass sie die Schließung noch einmal abwenden können.

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Fotos von Shop und Kuchen mit freundlicher Genehmigung von duz.nl

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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