Schließung der Amsterdamer Coffeeshops wird ausgesetzt

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Schließung der letzten 15 Amsterdamer Coffeeshops, die wegen des Abstandskriteriums geschlossen werden müssen, wird möglicherweise nun doch ausgesetzt.
Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) möchte herausfinden, welche rechtlichen Folgen das für die Gemeinde haben kann. Die niederländische Hauptstadt arbeitet bereits seit 2012 im Auftrag der Regierung in den Haag an der Reduzierung der Anzahl der Coffeeshops. 26 Shops müssen insgesamt geschlossen werden. 11 wurden bereits in den vergangenen Jahren geschlossen oder haben ihr Geschäftsmodell geändert, da sie den geforderten Mindestabstand zu einer Bildungseinrichtung unterschritten.
Aus Untersuchungen geht hervor, dass der Gebrauch von Cannabis unter Jugendlichen nicht dadurch verhindert werden kann, dass Coffeeshops in der Nachbarschaft geschlossen werden. Darum möchte die Mehrheit des Amsterdamer Gemeinderates von einer Schließung der letzten 15 Shops, die noch auf der Liste stehen, absehen.
Van der Laan will sich eigentlich an seine Absprache mit dem Minister halten und die Schließung nicht stoppen. Trotzdem möchte er untersuchen lassen, was die Folgen für die Gemeinde sind, wenn er die letzten Shops vorläufig offen lässt. Solange, bis eine Entscheidung des Hoge Raads in einer vergleichbaren Sache gefallen ist.
„Ich habe schon früher gesagt, dass die Regelung zu einem Teil Symbolpolitik ist. Aber wie sieht das aus für die Shops, die bereits geschlossen wurden. Laufen wir da in ein juristisches Risiko? Das möchte ich gerne klar stellen.“

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead

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  • Vhf

    danke für die übersetzung!

    der bürgermeister ist das knallerbeispiel eines vertrauenswürdigen politikers, sich „eigentlich“ an sein versprechen halten wollen und sich damit gegen den gemeinderat stellen. sogar noch prüfen wollen, was das für auswirkungen hätte, wenn die shops bis zum endgültigen beschluss offen bleiben. obschon besagte untersuchung prognostiziert, dass sich nichts ändern wird und die dinge woanders im argen liegen^^. zumal genau diese untersuchung nur erneut die wietpasgegner bestätigt, die schon voher gut argumentiert hatten.

    hilfe^^!

    *viele grüße*
    vhf

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