Und wieder eine Coffeeshopgemeinde weniger

...und wieder einer weniger

…und wieder einer weniger

Das Coffeeshopsterben scheint unaufhaltsam zu sein. Jetzt gibt es erneut eine Coffeeshopgemeinde weniger. In Vianen (Utrecht) wurde gestern der einzige Coffeeshop der Gemeinde, der de Jonkheer“, durch Bürgermeister Wim Groeneweg (CDA) geschlossen. Die geschah auf eine recht brachiale Art und Weise: Vertreter der Gemeinde haben die Benachrichtigung der Schließung in Begleitung der Polizei am Freitag Abend überbracht. Der Betrieb wurde dann mit sofortiger Wirkung eingestellt. Das Gebäude wurde polizeilich versiegelt und wird seitdem von Beamten bewacht.

Bürgermeister Wim Groeneweg

Bürgermeister Wim Groeneweg

Begründung des Bürgermeisters sei lapidar, dass „jüngsten Entwicklungen im Bereich der öffentlichen Ordnung und Sicherheit“ die Gemeinde Vianen dazu gezwungen hätten. Bäm!

Die Schließung wurde erst einmal auf unbestimmte Zeit ausgesprochen, ob der Shop jemals wieder öffnen wird ist unklar. Auch wird es keinen Ersatz für den Shop geben, denn erst kürzlich wurde die sogenannte „Aussterbenspolitik“ beschlossen, die besagt, dass ein geschlossener Shop nicht durch einen neuen ersetzt werden solle.

Vielleicht wird man die Sache aber nochmals überdenken, wenn der obligatorische Strassenhandel aufblüht…

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Sebastian

    Wim Groeneweg, man ist versucht ihm zu sagen, dies sei nicht der grüne Weg, es ist vom Grünen weg.

  • Vhf

    fast ohne worte(aber mit bonuspathos):

    mal abgesehen von dieser unverschämten willkür im coffeeshopbereich oder nur auf die niederlande an sich bezogen…was kommt als nächstes?

    wen holt die obrigkeit als nächstes ab, aus welchem grund und zu welchem zweck auch immer?

    ich mag’s ja pragmatisch, aber doch nicht auf diese art…rosige zeiten…^^

    viele grüße
    *vhf*

  • KlausiMausi

    Haben es die Stimmen befohlen?
    Die Besitzer seien in „kriminelle Aktivitäten“ verwickelt… Wohooo!
    Klar, wenn die backdoor nicht geregelt ist…
    Und deswegen darf es auch keinen Nachfolger geben.

    Die Kommentare an dieser Stelle sind recht intressant:

    http://www.rtvutrecht.nl/nieuws/1398884/coffeeshop-vianen-moet-van-de-gemeente-per-direct-dicht.html
    Offenbar war dieser Shop sehr bemüht, Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen, mit der Gemeinde zu arrangieren, und overlast scheint auch nicht das Thema gewesen zu sein.

    Dafür gibt es wenigstens gerade aus Deutschland gute Nachrichten:
    Die deutsche Bundesregierung kündigt an, eine Cannabisagentur einzurichten, um künftig medizinische Cannabis in Deutschland zu produzieren. Aber das nur am Rande.

    • streuner

      Ja, sie kündigen an ^^
      Warten wir mal, wie seit Ewigkeiten, darauf das wirklich was geschieht.
      Ich will eine Legalisierung des Eigenanbaus und zwar sofort. Alles andere ist verhandelbar.
      Baas in eigen Brein :-)
      greetz

      • KlausiMausi

        Und das ist die Forderung die sich am leichtesten durchsetzen läßt, und das könnte der nächste Schritt sein. Hier gibt es Leute, die müssen schon lange geduldig sein ;)
        Wenn erstmal der medizinische Anbau und Verkauf reguliert ist, wird der Rest bald folgen… Denn wo Geld verdient wird, muss MEHR Geld verdient werden. Und NOCH MEHR. Dafür werden die paar Kranken mit Ausnahmegenehmigung nicht reichen. Umsatz gut. Gewinn besser.

      • Revil O

        Jo angekündigt wurde es mehr oder weniger pompös und nu soll es Realität werden das „sog.Cannabisanbau Verhinderungsgesetz.“
        Man kann das jetzt sehen wie man will , doch ist es der längst überfällige Schritt in die richtige Richtung.
        Auch wenn es die Marionetten von der CDU/CSU zähneknirschend durchbringen werte ich diesen Schritt als Startschuss vom eigentlichen Ende dieser verschissenen und absolut menschenverachtenden Prohibition.
        Wird alles noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen doch kann letzlich nicht verhindert werden das immer mehr politische Kleingeister unter den Konservativen sehr bald realisieren werden wie unter einen vernünftig regulierten Markt der Rubel rollt und dann wird bei Zeiten auch selber angebaut werden dürfen.

        Greetz

        • streuner

          Ja, sorry, in letzter Zeit brechen meine holländischen Gene wieder verstärkt durch XD
          Ich kotxx bei dem Gedanken daran, dass Staat am guten Kraut Geld verdient, es reguliert, den Verkauf übernehmen soll und und….
          Alles nur damit die Lobby der Pharmaindustrie nichts von ihren fetten Pfründen opfern muss und Patienten die oft besser (eigentlich immer) als die sogenannten Heiler über „Ihre Medizin“ informiert sind weiter unter der chemischen Knute zu halten.
          Anderer Vorschlag:
          1. Vollständige Legalisierung des Outdoor Anbaus in D
          2. Gras kann in beliebiger Menge und in welcher Form auch immer transportiert werden, solange es nicht eindeutig für den Portionsverkauf abgepackt ist. Freier Austausch unter den Growern von Seeds, Steckis und Kraut.

          3. Ernteüberschüsse werden von zertifizierten „Shops/Clubs/Einrichtungen angekauft.Dort erfolgt auch die Qualitätskontrolle und die (kontrollierte) Abgabe an Interessierte über 17.

          4. Weitere Überschüsse gehen in die medizinische Schiene.

          Fertig, Ende, Aus!
          Um das ganze noch eine Struktur in Form von Ergänzung des OwiG oder in anderer Form. Muss man drüber reden.
          Was spricht dagegen? Außer der Profit und Regulierungsgier des Staates.
          immer dran denken: Nicht die Pflanze ist das Problem, das Verbot ist das Problem!
          greetz
          streuner

          • KlausiMausi

            Nun, die Schiene die Du aufzeigst, ist sicherlich eine gute…
            Reicht mir aber nicht so ganz. Und ganz ehrlich, ich habe nicht per se etwas dagegen, dass der Staat verdient. Ich weiss, meine Vorstellung ist eine Utopie – aber ich verstehe einen Staat als Dienstleister. Im Auftrag des Volkes, und zum Wohle des Volkes. Um vernünftig Dienste leisten zu können, wird Geld benötigt. Endet die Prohibition, endet nicht nur ein enormer Kostenfaktor, auch Einnahmen fallen weg. Ich denke zwar, dass unterm Strich das Ende im Plus sein wird. Kann ich aber ganz und garnicht beurteilen.
            Und, was sie ja gut können, ist kontrollieren. Hab ich nichts dagegen. Wirkstoffgehalt und Zusammensetzung (im Sinne gleichbleibender Qualität – sicher nicht einer 15% Regelung), Reinheit, was weiss ich. Einhaltung des Jugendschutz. Wunderbar.
            Und über Steuern kommt Geld rein, passt wunderbar für ehrliche Aufklärungs- und Hilfsangebote, können wir sicher gebrauchen. Deswegen würde ich auch keine Beschränkung auf den Outdoorbereich machen. Inzwischen gibt es nette Ideen für die Jedermann-Zucht.

            http://www.heise.de/newsticker/meldung/Plug-N-Plant-Der-automatisierte-Schrank-fuer-den-Cannabis-Anbau-2824401.html

            Und jemandem der keine Muße hat, selbst was heranzüchten zu wollen, der muss dazu einfachen Zugang haben. Nicht zu wenig Abgabestellen, sonst gibts auch bald in Deutschland Overlast….

            Dann muss im Allgemeinen der Führerschein-Wahnsinn beendet werden. Fahren im berauschten Bereich: Analog zu Alkohol. Keine Kontrolle der Abbauprodukte und Rückschlüsse auf dein „Trennungsvermögen“ mehr.

          • Vhf

            @streuner

            wie schon an anderer stelle hin und wieder erwähnt, gehe ich bezüglich non-profit-ansatz d’accord mit dir!
            seit ich mich mit dieser pflanze auseinandersetze mochte ich nie das argument „mehr arbeitsplätze“, „mehr steuereinnahmen“, blubb.

            ich favorisiere eher argumente wie: „kein knast für irgendwelche drogen“, „selbstversorgung“, „sauberes material für freizeitkonsumenten und patienten“, „richtige führerscheinregelung“, „austrocknung des schwarzmarks und eindämmung krimineller strukturen“, „jugendschutz“ und „richtige aufklärung zum drogenkonsum“.

            allerdings bin ich nicht wirklich naiv und weiß, in was für einer gesellschaft wir weltweit leben^^geld ist allgegenwärtig! es stimmt mich traurig, wenn ich daran erinnert werde, dass zwar hinz&kunz in dieser allgegenwärtigkeit wissen, dass es xyz-prozente bei der bank für ihr geld gibt, sich aber nicht annähernd mit dem geldkreislauf auskennen. und ich rede hier nicht von unreflektierten verschwörungstheorien, sondern vom 1×1 des geldkreislaufes, meinetwegen im vwl/bwl-kontext^^.

            das würde vielleicht dem ein oder anderen mal die augen öffnen und ein bisschen(!)vernunft einkehren lassen^^

            blablabla

            @KlausiMausi

            hast natürlich auch irgendwo recht;), irgendwo muss ja angefangen werden, ambivaltentes thema halt^^aber wie gesagt bin ich auch nur ein unbedarfter idealist, welcher sich im selbstmitleid sühlt*lol*.

            ist halt nur ein teilproblem, das hauptproblem ist und bleibt das oben angerissene strukturproblem. ich will ALLES und zwar sofort*lol*

            bitte weiter diskutieren:D

            viele grüße
            *vhf*

          • Revil O

            Einer kompletten staatlichen Regulierung ,sprich der Staat hat zu 100% seine Finger in allen drin von Anbau, Vertrieb und Verkauf sehe ich auch eher skeptisch entgegen.
            Was der Staat machen sollte sind gewisse Rahmenbedingungen zu schaffen und auf keinen Fall einen vorhandenen Markt kaputt regulieren.

            Meine Vorstellungen:
            1) Anbau durch zertifizierte Betriebe/ Unternehmen.

            2) Anbau durch Genossenschaften / Vereine CSC’s.
            Wie groß so ein Verein sein darf durch Mitglieder kann man ja festlegen aber bitte nicht so aberwitzige Zahlen wie Max. 45 eingetragene Mitglieder , da ist jedes Skatclübchen ja stellenweise größer .

            3 ) Legaler Eigenanbau von 6 Pflanzen oder aber 1 m2.
            Bei Cannabispatienten sollte der Bedarf des Patienten im Vordergrund stehen ohne Reglementierungen sondern hier hat klar die Empfehlung des Arztes zu gelten.

            4) Verkauf zum Endverbraucher in schön ausgeleuchteten Fachgeschäften wie z.B bei einem Weinhändler.( Colorado/ Washinghton)
            Parallel dazu Geschäfte mit Konsummöglichkeit vor Ort. ( niederländisches Coffeeshopmodell oder Hanfkneipen.
            Für Patienten Verkauf über Apotheken.

            Mengenbeschränkungen:
            Sind diese tatsächlich soooo wichtig??
            Ich denke nach ein paar Jahren kräht kein Hahn mehr darüber genauso wie beim Thema Alkohol.

            But not least:
            Eine realistische Führerscheinverordnung die sich an den gegenwärtigen wissenschaftlichen Standarts orientiert.

            Für Cannabispatienten sollten hier klar Sonderregelungen gelten.

            Steuern:
            Sollte realistisch erhoben werden aber bitte nicht ins unendliche und sollte auch Zweckgebunden sein.

            Greetz

    • Revil O

      @KlausiMausi schrieb:
      „und Overlast scheint auch nicht das Thema gewesen zu sein.“

      Daran sieht man doch wie Sinnbefreit diese Aktion mal wieder war.
      Bisher keine Overlast??
      Nu…. die sollte nach meinem Verständnis demnächst in Form von einen mehr oder weniger aggressiven Strassenhandel vorherrschen.
      Mal wieder eine kleingeistige Aktion mehr dieser niederländischen Autoritäten. (LOL)

      • Ich muss mal etwas klugscheißen: Immer häufiger sieht man, wie der Begriff „Autoritäten“ benutzt wird. Das basiert auf einer falschen Übersetzung, die es in den letzten Jahren geschafft hat, sich in unseren Sprachgebrauch einzuschleichen! Das englische „authorities“ worauf es basiert, bedeutet nicht „Autoritäten“ sondern „Behörden“. Jetzt biste baff, was? ;-) Klassischer Fall von Freudschen Fehler, dessen sich die wenigsten Bewusst sind.

        • streuner

          Superklugscheißermodus an:

          Nix englisch, lateinisch, auctoritas, also die medizinische Autorität beispielsweise.

          Und RevilO läge nach deiner Definition doch richtig, oder? :-)

        • Revil O

          Behörden??
          Na… das kommt doch fast auch aufs gleiche raus mobo oder?? :-)
          Gibt es auch zig aberwitzige Beispiele bzw. meine Erfahrungen die ich mit Behörden so im Leben bis jetzt gemacht habe.
          Wenn es sich irgendwie einrichten lässt meide ich einen Gang zu einer deutschen Behörde wie die Pest.
          Irgendwie kommen die mit meinen Auftreten nicht so klar und ich meistens mit denen nicht.

          Greetz

  • Jebig

    Richtig so, einer weniger 500+ to Go
    Coffeeshops abschaffen, JETZT
    Gegen Diskrimination von EU Bürgern mitten In Europa
    Mein Tag ist gerettet!

  • Pingback: Panik macht sich in Vianen breit | Kein Wietpas!()

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