Wietcollectief in Utrecht?

Mit freundlicher Genehmigung von duic.nl/

Protest vor Coffeeshop Zandi – Mit freundlicher Genehmigung von duic.nl/

Hanfaktivismus, wie er hierzulande von einigen sehr intensiv und teilweise sogar hauptberuflich betreiben wird, findet in den Niederlanden kaum statt. Natürlich gibt es einige rühmliche Ausnahmen, über die wir hier auch des Öfteren berichten, tendenziell drängt sich jedoch der Eindruck auf, dass seit den bahnbrechenden Erfolgen in den 70ern mit der Einführung der Toleranzpolitik, kaum noch jemand für eine Verbesserung des Status Quo kämpfen will. Treu nach der Weissagung der Cree scheinen die Betroffenen erst wach zu werden, wenn es fast zu spät ist. Trotzdem ist es dann natürlich schön, wenn sie sich eben dann doch den Ruck geben, und politisch aktiv werden.

So auch Peter Eekel, der Berater des Coffeeshops Zanzi in Utrecht, der derzeitig geschlossen ist und damit rechnen muss, dies auch für immer zu bleiben. nachdem die bisherigen Aktionen sich speziell um den Erhalt des Zanzi drehen, fordert Eekel jetzt weiter zu denken und schlägt den Coffeeshops in Utrecht die Errichtung eines Wietcollectiefs vor, also ein Interessensverband, der die Coffeeshops nach außen hin vertritt. Gemeinsam könne man wesentlich besser mit der Gemeinde verhandeln, aber auch koordinierte Maßnahmen zur Verringerung der Overlast treffen. Auch könne man Standards in Produktqualität setzen und überprüfen. Ähnliches gibt es bereits in einigen anderen Gemeinden, Haarlem mit dem THC (Team Haarlemse Coffeeshop Ondernemers) ist da erklärtes Vorbild.

Nicht alle Coffeeshops halten das für eine gute Idee. Nach Marianne Kristel, Geschäftsführerin des Coffeeshops Andersom findet, dass man zu wenig Kontakt untereinander hat und sieht daher keinen Bedarf. (Ich denke, sie würde etwas anders denken, wenn ihr Shop vor einer Schließung stünde…) Trotzdem wird man sich jetzt zusammen setzen und Vor- und Nachteile einer solchen Vereinigung zu besprechen.

Meiner Meinung nach wäre ein Verband eine gute Möglichkeit, sich nach außen hin zu präsentieren und mit der Gemeinde zu verhandeln. Man mag zu Lobbyismus stehen wie man will, Gemeinsam ist man halt einfach stärker.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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