D66 will kein I-Kriterium in Sittard

sittAls Reaktion auf Klagen von Anwohnern über die Overlast, welche die Besucher des Gemeinschaftscoffeeshops Skunk/Relax in Sittard verusachen, haben einige Ratsfraktionen die strikte Durchsetzung des I-Kriteriums gefordert.
Das soll dem regelmäßigen Strom von Besuchern, die aus Frankreich, Belgien und Deutschland anreisen, ein Ende bringen. Diese werden für die Zunahme der Overlast verantwortlich gemacht.
Die D66 stellt zwar fest, dass die Diskussion über die Overlast zu Recht geführt wird, aber sie bezweifelt, dass das I-Kriterium eine Verbesserung bringt. Dazu verweist sie auf die Erfahrungen die die Stadt Maastricht, welche als einzige das I-Kriterium in der Umgebung durchsetzt, mit der Zunahme der Strassendealer und der Kriminalität gemacht haben.
Fraktionsvorsitzender Rob Vernhout sagte dazu: “Verschiedene Fraktionen im Gemeinderat sehen die Einführung des I-Kriteriums als mögliche Lösung an. D66 sieht das anders und ist gegen die Einführung des I-Kriteriums. Wir denken, dass das nicht funktioniert. Es führt zu mehr Straßenhandel, vermischt harte- und weiche Drogen und auf der Straße fragt sie niemand nach dem Alter. Dadurch, dass wir viele Besucher ausschließen wird der Verkauf durch Straßendealer zunehmen. Nun muß die Polizei die Overlast alleine bekämpfen. Wie wird der Verkauf durch Straßendealer sich dann entwickeln? Die Anwohner klagen jetzt schon über zuviele Straßendealer in der Stadt. Das Problem wird dadurch nur noch größer.“

Nach Ansicht der D66 muß eine Lösung für den Handel mit Cannabis gefunden werden. Die Regulierung der Vor- und Hintertür des Handels mit Cannabis führt zu weniger Belastung von Polizei und Justiz, und die Gefahr von Wohnungsbränden durch illegalen Hanfanbau wird geringer.
In der Zwischenzeit soll die Polizei hart gegen Overlast in der Umgebung der Coffeeshops vorgehen. Dazu sollen Absprachen mit den Coffeeshopbesitzern über ihre Verantwortlichkeit für die Lebensqualität rund um die Shops getroffen werden.
Bürgemeister Cox (PvdA) untersucht diese Vorschläge und will Ende des Jahres Gespräche mit dem Gemeinderat beginnen.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead

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  • Sebastian

    Am besten einen Shop für „harte“ Drogen aufmachen, allerdings mit geregelter Produktion und vernünftigen Preisen, und keine geduldeten Verkaufsstellen für illegale Ware, dann gibt es mit aller Wahrscheinlichkeit gar keine Straßendealer mehr.
    Im Sinne des Gesundheitsschutzes der Konsumenten ist es allemal.

  • Sebastian

    „Die Kriminalisierung des Besitzes und des Gebrauchs von Drogen ist eine
    signifikante Hürde für das Recht auf Gesundheit“
    Ra’ad Al-Hussein High Commissioner for Human Rights

  • Sebastian

    Die Anwohner können sich sinnvollerweise mal in den Nachbarländern bei den entsprechenden Stellen beschweren.

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